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Festakt zu Meilensteinen des Aktionsplan Inklusion der Stadt Augsburg

Blick auf den Augsburger Dom
Blick auf den Augsburger Dom
Foto: TheoRivierenlaan In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Augsburg (kobinet) Die Stadt Augsburg hat im Rahmen eines Festakts die Meilensteine ihres 2019 beschlossenen Aktionsplans Inklusion gefeiert. An der feierlichen Veranstaltung nahm auf Einladung von Oberbürgermeisterin Eva Weber auch Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf teil, wie das bayerische Sozialministerium mitteilte. Ulrike Scharf würdigte dabei die erreichten Ziele und den Einsatz aller Beteiligten: „Wir feiern heute ein gemeinsames Stück Zukunft. Inklusion ist unser gemeinsames Versprechen für ein Miteinander, in dem niemand außen vor bleibt. So gelingt Zusammenhalt, so bleibt Bayern gemeinsam stark.“

Warnung vor sozialpolitischen Verschlechterungen im Zuge geplanter Sozialstaatsreformen

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) Der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB) begrüßt alle Schritte in Richtung Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung. Allerdings warnt der BeB eindringlich davor, dass Reformen zu Lasten von Menschen mit Behinderungen und ihrem Betreuungspersonal führen können. Die Sozialstaatskommission empfiehlt zeitnahe Kostensenkungen, wobei unter anderem Änderungen beim Tarif- und Vertragsrecht in Betracht kommen. Außerdem soll nur noch ein digitaler Zugang zu Sozialleistungen möglich sein, heißt es in einer Presseinformation des BeB.

Makler*innen müssen Verantwortung für Diskriminierungsschutz übernehmen

Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
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Foto: NW3, Michael Möller

Berlin (kobinet) Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 29. Januar 2026 ein wegweisendes Urteil zum Schutz vor rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gefällt. Er gab einer Klägerin Recht, die von einem Immobilienmakler aufgrund rassistischer Zuschreibungen diskriminiert worden war. Der BGH stellte klar: Auch Makler*innen können nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) haftbar gemacht werden, wenn sie diskriminieren. Die Entscheidung des BGH hat weitreichende Bedeutung für Menschen, die Diskriminierung bei der Wohnungssuche erleben, ebenso wie für Antidiskriminierungsberatungsstellen. „Das Urteil stärkt die rechtliche Position Betroffener, schafft dringend benötigte Klarheit und setzt ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“, erklärt Eva Maria Andrades, Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd).

Menschen mit Behinderungen sind keine Randgruppe

Wilfried Oellers
Wilfried Oellers
Foto: Wilfried Oellers

BERLIN (kobinet) Im Zusammenhang mit dem Gedenktag an die Opfer des Faschismus hat der Beauftragte des CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderungen, Wilfried Oellers, erneut betont, dass Menschen mit Behinderungen keine Randgruppe der Gesellschaft sind. Wörtlich erklärte der Bundestagsabgeordnete: „Die Erinnerung an diesen Zivilisationsbruch enthält eine klare Lehre für die Gegenwart: Nie wieder darf der Wert menschlichen Lebens relativiert werden. Menschen mit Behinderungen sind keine Randgruppe und auch kein Objekt staatlicher Fürsorge, sondern gleichberechtigte Akteure, deren Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen ist. Um diese Teilhabe zu verbessern, haben wir uns als Regierungskoalition viel vorgenommen. Diese Vorhaben, wie die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und Verbesserungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt, gilt es nun in diesem Jahr zielstrebig umzusetzen. Denn Behindertenpolitik steht als Querschnittsthema nicht am Rand, sondern mitten in der Gesellschaft.“

Wieder „Goldener Rollstuhl“ vergeben

Goldener Rollstuhl des ZsL Stuttgart
Goldener Rollstuhl des ZsL Stuttgart
Foto: ZsL Stuttgart

STUTTGARR (kobinet) Für ihre barrierefreien Angebote wurden auch in diesem auf der weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, der CMT in Stuttgart Mit dem Goldenen Rollstuhl wurden in diesem Jahr geehrt:

  • das Hotel „Hotel Weißsee-Spitze“ im Kaunertal in Österreich,
  • das digitale Angebote & Portale: germany.travel – Deutschland barrierefrei erleben der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. (DZT)
  • der Reiseveranstalter: Pilgerweg Camino Incluso, Pilgerweg Odenwald für ALLE
  • Freizeit & Kultur: Lausitzer Seenland
  • der Reiseführer der Stadt Waiblingen

Paralympischer Sport braucht gleiche Chancen

Mehrere Sportler auf Rennrollstühlen während des Rennens
Rennen mit Rollstuhl
Foto: wal_172619 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Mit ambitionierten Zielen will sich das Team Deutschland Paralympics auf den Weg zu den Winterspielen nach Italien machen. Das unterstrich Idriss Gonschinska, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bei der Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. Gonschinska machte allerdings auch deutlich, dass sich die Voraussetzungen verbessern müssen, wenn Deutschland seine Position unter den Top-Nationen im Para Sport halten wolle. „Der paralympische Sport hierzulande braucht gleiche Chancen“, betont der DBS-Vorstandsvorsitzende. Eine nachhaltige Leistungsentwicklung mit Blick auf die kommenden Paralympics lasse sich nur unter gleichwertigen strukturellen Rahmenbedingungen zum olympischen Sport realisieren. „Andernfalls wird es immer schwieriger, die an das Team D Paralympics geknüpften Erwartungen zu erfüllen und die gemeinschaftlich gesetzten Ziele zu erreichen“, sagt Gonschinska.

Bundesgerichtshof stärkt Diskriminierungsschutz bei der Wohnungssuche

Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Foto: Bundesgerichtshof

Karlsruhe / Berlin (kobinet) Der unter anderem für Maklerrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute, am 29. Januar 2026, entschieden, dass ein Immobilienmakler, der eine Mietinteressentin bei der Wohnungssuche aufgrund ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt hat, auf Schadensersatz haftet. „Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist ein großes Problem, das Migrant*innen und ihre Nachkommen besonders oft betrifft. Dieses Urteil ist nicht nur ein Erfolg für die Klägerin, sondern auch ein wichtiges Signal ins Land: Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist verboten und man kann sich dagegen wehren. Ab jetzt kann man rechtssicher mit Testings überprüfen, ob man wegen des Namens, also wegen der Herkunft abgewiesen wurde. Und Makler*innen können sich künftig nicht mehr hinter Eigentümer*innen verstecken, wenn sie diskriminieren. Um Menschen in Deutschland besser vor Diskriminierung zu schützen, sollte der Gesetzgeber im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz auch diskriminierende Wohnungsanzeigen verbieten, so wie es für diskriminierende Stellenanzeigen bereits gilt“, so die Reaktion der unabhängigen Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman auf die Entscheidung.

Bezirk Oberbayern ruft zum Bereitstellen barrierefreier Wohnungen auf

Zwei Frauen stehen vor einem mehrgeschossigen Gebäude. Eine Frau übergibt der anderen einen Schlüssel
Schlüsselübergabe – ein Wunsch, der für viele unerfüllt bleibt
Foto: Bezirk Oberbayern

MÜNCHEN (kobinet) Wer in München eine Wohnung sucht, der hat es sehr schwer, eine passende Wohnung zu finden. Für Menschen mit Behinderungen ist es oft nahezu unmöglich. Trotz gesetzlicher Gleichstellung bleibt der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für viele eine kaum überwindbare Hürde. Der Bezirk Oberbayern appelliert deshalb an private Vermieterinnen und Vermieter, ihre Wohnungen für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung zu stellen. München gehört zu den teuersten Städten Deutschlands. Davon besonders betroffen sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbstständig bestreiten können und auf staatliche Leistungen angewiesen sind. Sie konkurrieren auf einem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt, und Menschen mit Behinderungen haben zusätzlich in besonderem Maße mit Vorbehalten und struktureller Benachteiligung zu kämpfen.

Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion – Lesungen und Diskussionen im Februar und März 2026

Sharepic zu den Lesungen zum Roman Ich will raus
Sharepic zu den Lesungen zum Roman Ich will raus
Foto: Ottmar Miles-Paul

Kassel (kobinet) „Ich will raus“, diesen Slogan hat der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul nicht nur für seinen im Januar 2026 erschienenen Roman gewählt. Wenn behinderte Menschen, die in Wohneinrichtungen leben oder in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten sagen „Ich will raus“ will Ottmar Miles-Paul, dass dieser Wunsch ernst genommen und den betreffenden Menschen im Sinne eines inklusiveren Lebens entsprechend geholfen wird. In seinem Roman schildert er dazu nicht nur Beispiele, wo entsprechende Veränderungen gelungen sind, sondern empfiehlt ein Pat*innen-System und Persönliche Zukunftsplanungen und -prozesse. Denn das gesetzlich verankerte Wunsch- und Wahlrecht greift häufig nicht, wenn behinderte Menschen inklusiver leben oder arbeiten wollen. Deshalb hat er dem Romantitel den Zusatz „Von der Exklusion zur Inklusion“ hinzugefügt. Für diejenigen, die mit Ottmar Miles-Paul diskutieren und mehr über den neuen Roman erfahren wollen, gibt es im Februar und März verschiedene Möglichkeiten, so bei einer Online-Lesung am 4. Februar, Lesungen in Hannover am 5. Februar und in Erfurt am 6. März. Zusätzlich wird es einen Podcast mit einer Lesung und eine Fernsehaufzeichnung zum Thema mit ihm geben.

Ein Roboter als Blindenhund – Helpfix im Retina View

Zeichnung eines Mannes mit dunkler Brille, neben sich einen Führhund mit Geschirr
Emoji Blinder Mensch mit Hund
Foto: Aktion Mensch

Berlin (kobinet) Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes, der heute am 29. Januar 2026 begangen wird, stellt Retina plus in ihrem Podcast Retina View ein Projekt vor, das nach Ansicht der Organisation großes Potenzial für die Zukunft hat: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund. Das von Studierenden entwickelte Assistenzsystem wurde mit einem ersten Preis prämiert und könnte die Grundlage für ein Start-up bilden. Ziel ist es, Mobilität und Orientierung von Menschen mit Sehverlust technisch zu unterstützen – ergänzend zu klassischen Assistenzhunden und dort, wo neue Lösungen gefragt sind.

Christian Judith streitet mit Krüppel gegen Rechts in Schleswig-Holstein gegen Behindertenfeindlichkeit

Christian Judith
Christian Judith
Foto: Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein

Kiel (kobinet) Aktive der im Mai 2025 gegründeten Initiative Krüppel gegen Rechts haben mittlerweile neben dem bundesweiten Austausch auch einige Regionalgruppen gegrüdet. Christian Judith setzt sich in Schleswig-Holstein gegen Behindertenfeindlichkeit ein. In einem Beitrag der shz heißt es dazu: „In der Bewegung ‚Krüppel gegen Rechts‘ versammeln sich Behinderte, die ihr Lebensrecht von Rechts infrage gestellt sehen. Christian Judith setzt sich dafür ein, dass die Gruppe auch im Norden Fuß fasst.“

Entscheidung zur Übernahme der Kosten einer Nierentransplantation in den Niederlanden

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Bremen (kobinet) Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) hat in einem Urteil von Januar 2026 entschieden, dass die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Kosten einer Nierentransplantation in den Niederlanden nicht zu übernehmen hat, selbst nicht bei kürzeren Wartezeiten auf ein Spenderorgan. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Immer mehr schwerverletzte Zivilist*innen in der Ukraine

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
Neues Logo von Handicap International
Foto: HI

Berlin (kobinet) Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.

Sportler für Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 nominiert

Gruppe von Sportlerinnen und Sportlern bildet einen Kreis und reicht sich die Hände
Basketballmannschaft des Saarlandes zu den Special Olympics
Foto: Niclas Breves

BERLIN (kobinet) Vom 15. bis 20. Juni 2026 wird das Saarland gemeinsam mit dem französischen Forbach zum Zentrum des inklusiven Sports. Jetzt stehen die Nominierten für die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 fest. Nach aktuellem Stand sind 4.300 Sportlerinnen und Sportler für das größte inklusive Multisport-Event des Landes nominiert. Darunter 3.826 Athleten mit geistiger Behinderung sowie 474 Unified Partner, die gemeinsam an den Start gehen. Alle 16 Landesverbände von Special Olympics Deutschland werden mit Delegationen im Saarland vertreten sein. Die meisten Nominierten werden vom Special Olympics Landesverband Bayern mit 709 Sportlern gestellt. Das große Interesse unterstreicht die Bedeutung der Spiele, die zum ersten Mal im Saarland ausgetragen werden: Mehr als 5.000 Anmeldungen gingen im Vorfeld ein.

Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor Kürzungen

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Logo des Gesamtverband des Paritätischen
Foto: Paritätischer Gesamtverband

Berlin (kobinet) Mit Blick auf die Vorschläge der Sozialstaatskommission fordert der Paritätische, Kürzungen bei Menschen mit geringem Einkommen zu verhindern. „Die vorgeschlagene Kürzung von Freibeträgen für Erwerbseinkommen droht gerade die Menschen zu treffen, die sich bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit nach Kräften um Arbeit und Einkommen bemühen. Das ist ein fatales Signal und untergräbt das Vertrauen in die geplante Reform“, so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Joachim Rock.

Sozialminister begrüßt Reformvorschläge zur Sozialstaatsreform

Portraitfoto des Ministers
NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann
Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales

DÜSSELDORF (kobinet) Arbeitsminister Karl-Josef Laumann begrüßt die vorgelegten Ergebnisse: „Die Kommission zur Sozialstaatsreform hat heute in Berlin einen Vorschlag zu einer wirklich grundlegenden Reform der Sozialverwaltung vorgelegt. Das ist ein starkes Zeichen für die Handlungsfähigkeit und den Reformwillen des Staates und macht auch für die weiteren Beratungen Mut. Der Reformvorschlag sieht eine drastische Vereinfachung der Gesetze, deutlich weniger Behörden und eine optimale Nutzung digitaler Möglichkeiten vor. Das wäre ein entschiedener Schritt zur Verwaltungsvereinfachung und Beschleunigung. Zudem kann die Sozialverwaltung durch die Reform zum Vorreiter der digitalen Verwaltung werden. Das wäre gut für die Menschen vor und hinter den Schreibtischen in unseren Sozialbehörden. Zudem würde die Reform den Verwaltungsaufwand verringern und die öffentlichen Haushalte entlasten. Der Reformvorschlag kann unser Sozialsystem auf ganzer Linie nachhaltig verbessern. Er ist ein wichtiger Teil der erforderlichen Reformen, um unseren Sozialstaat zukunftsfähig zu machen.“

Bentele zur Sozialstaatskommission: Reform ja – Kürzungen nein

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Der Bericht der Sozialstaatskommission liegt vor. VdK-Präsidentin Verena Bentele sieht darin einen Schritt in die richtige Richtung und erteilt Sparmaßnahmen eine klare Absage: „Die Ergebnisse der Kommission zur Sozialstaatsreform enthalten wichtige und richtige Ansätze. Gleichzeitig betonen wir: Die Umsetzung darf nicht zu Lasten der Leistungsberechtigten gehen, zum Beispiel durch Kürzungen bei den Wohnkosten. Solche Einschnitte würden Menschen mit ohnehin geringen Einkommen zusätzlich belasten und sind inakzeptabel.“

Saarland will Behindertengleichstellungsgesetz weiterentwickeln

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Saarbrücken (kobinet) „Wie lassen sich Barrierefreiheit und Teilhabe im Land besser organisieren? Um diese Fragen geht es bei einer Gesetzesnovelle, die Saarlands Sozialminister Magnus Jung (SPD) jetzt vorstellte. Als nächstes sollen nun Betroffene eingebunden werden.“ So heißt es in einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts vom 27. Januar 2026 über die geplante Gesetzesreform des saarländischen Landesgleichstellungsgesetzes. Während es im Saarland in Sachen Teilhabe und Barrierefreiheit mit dieser Gesetzesnovellierung etwas vorangehen soll, warten viele Behindertenverbände weiterhin auf den Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz. Heute, am 28. Januar 2026, wird sich zeigen, ob das mehrfach verschobene Datum des ursprünglich für August 2026 anvisierten Kabinettsbeschluss wie angekündigt noch im Januar 2026 das Licht der Welt erblickt, um dann in den nächsten Monaten im Bundestag beraten und verabschiedet zu werden. Ein besonderer Blick gilt bei dieser Gesetzesreform dem Inhalt, denn das Bundeswirtschaftsministerium mauert massiv, was die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit angeht.

Was die AfD im Falle eines Wahlsieges in Sachsen-Anhalt vor hat

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Magdeburg (kobinet) Am 24. Januar 2026 haben sich Vertreter*innen der Behindertenbewegung noch darüber gefreut, dass die langjährig behindertenpolitisch engagierte und selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Gensecke bei der Listenaufstellung der SPD von Sachsen-Anhalt auf den Listenplatz 6 für die Landtagswahl am 6. September 2026 mit großer Zustimmung gewählt wurde. Ein Blick auf den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD, die derzeit in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei Werten zwischen 38 und 40 Prozent gesehen und nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sein könnte, zeigt jedoch im Hinblick auf die Rechte behinderter Menschen erhebliche Gefahren auf. In einem Bericht auf t-online.de fasst das Nachrichtenportal die Vorhaben der AfD in der Schulpolitik mit folgender Zwischenüerschrift zusammen: „Schule: Nationalhymne singen, Inklusion beenden, Klassenfahrt nach Russland“. Im Beitrag heißt es zur Inklusion: „In den Schulen will die AfD tief eingreifen. Sie will die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule prüfen und richtet sich unter der Überschrift ‚Keine Experimente an unseren Kindern!‘ gegen den inklusiven Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Sie sollen nach Vorstellung der AfD getrennt unterrichtet, Förderschulen wieder verstärkt werden. Auch Kinder aus geflüchteten Familien sollen in ‚Sonderklassen‘ unterrichtet werden.“

Erinnerung als Auftrag

Ausrufezeichen
Ausrufezeichen kursiv, weiß auf schwarz
Foto: ht

München (kobinet) Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Für den Landesverband Bayern der Gehörlosen ist dieser Tag Verpflichtung und Mahnung zugleich. In einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes mit der Überschrift „Erinnerung als Auftrag“ stellt sich der Verband gegen das pauschale Vergessen. Er erinnert daran, dass gehörlose Menschen im NS-Staat unterschiedlichen Verfolgungsmechanismen ausgesetzt waren, die präzise benannt werden müssten.

Krautheimer Gespräche: Wie gelingt selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen?

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Logo des BSK
Foto: BSK e.V.

Krautheim (kobinet) Wie können Menschen mit Behinderungen so leben, wie sie es möchten – mit echter Mitsprache, barrierefrei und selbstbestimmt? Diese Frage beschäftigt viele Betroffene, Angehörige und Einrichtungen. Doch gerade jetzt steht vieles auf dem Prüfstand: In politischen Diskussionen ist von Kürzungen notwendiger Unterstützungsleistungen die Rede, und wichtige Gesetzesreformen lassen auf sich warten. Gleichzeitig fehlt es überall an barrierefreien und altersgerechten Wohnungen – während die Gesellschaft immer älter wird und der Unterstützungsbedarf steigt. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) sieht dringenden Gesprächsbedarf und lädt deshalb zu seinen traditionellen „Krautheimer Gesprächen“ ein. Die Veranstaltung findet am 20. Februar 2026 um 18:00 Uhr im EKWZ – Eduard-Knoll-Wohnzentrum, EG links, Altkrautheimer Straße 21, in 74238 Krautheim statt und beschäftigt sich diesmal mit dem Thema „Partizipation und selbstbestimmtes Leben in der gewünschten Wohnform“.

Deutschlandfunk: Wo es bei der digitalen Barrierefreiheit noch hakt

Logo des Deutschlandfunk
Logo des Deutschlandfunk
Foto: Deutschlandfunk

Köln (kobinet) „Online-Inklusion: Wo es bei der digitalen Barrierefreiheit noch hakt“, so lautet der Titel eines 5minütigen Beitrags des Deutschlandfunks, der sich mit dem Stand der Barrierefreiheit bei Online-Angeboten befasst, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Sowohl beim Online-Banking als auch bei einer Vielzahl anderer Online-Angebote, die zum Teil herkömmliche analoge Verfahren ersetzen, hapert es dem Bericht zufolge trotz des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes, das 2025 in Kraft getreten ist, noch in vielerlei Hinsicht an der Barrierefreiheit.

Mit Respekt zusammenarbeiten

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) Mit ihrer vierten gemeinsamen Broschüre richten toom Baumarkt und die gemeinnützige Bundesvereinigung Lebenshilfe den Blick auf die Bedeutung von Kollegialität in inklusiven Teams. Die Broschüre mit dem Titel „Wir arbeiten zusammen – Kollegialität und Inklusion vor Ort“ bietet praxisnahe Einblicke, stellt Inklusionsmodelle vor und informiert über Fördermöglichkeiten für Unternehmen. In der neuen Broschüre der Lebenshilfe und toom Baumarkt werden vier Märkte vorgestellt, in denen gelebte Inklusion seit Jahren fest zur Unternehmenskultur gehört. Die Broschüre steht auf auf dieser Internetseite zum Download zur Verfügung.

Abbau von Barrieren unerlässlich

In einem gefliesten Schwimmbecken stehen eine Prothese und ein Laufgestell. Daneben liegen Unterarmstützen
Sporthilfsmittel in einer Schwimmhalle
Foto: picture alliance / DBS

FRECHEN (kobinet) Rund 3.600 Interessensbekundungen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig und notwendig Investitionen in moderne, zukunftsfähige Sportstätten in Deutschland sind. Diede große Resonanz auf den Projektaufruf zur Sanierung kommunaler Sportstätten des Bundesprogramms unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fordert, dass dabei insbesondere auch die Barrierefreiheit und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung Berücksichtigung finden muss.

Vorschläge der Sozialstaatskommission mit Nebenwirkungen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Die Sozialstaatskommission, eine Fachkommission der Bundesregierung schlägt weitreichende Reformen staatlicher Sozialleistungen vor. Mit Blick auf die aktuellen Vorschläge der Sozialstaatskommission äußert sich der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Joachim Rock, zugleich auf Nebenwirkungen dieser Vorschläge und stellt fest: „„Der Bericht der Sozialstaatskommission formuliert ein ambitioniertes Programm, um den Sozialstaat moderner und zugänglicher zu machen. Diese Ziele teilt der Paritätische. Der Paritätische kritisiert jedoch die in Aussicht gestellten Verschlechterungen für Menschen mit geringem Einkommen. „

Widerstand damals und heute: Udo Sierck las aus seinem Buch Frech und frei – 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

Cover des Buches
Cover des Buches „Frech + Frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ von Udo Sierck
Foto: Verlag Assoziation A

Bochum (kobinet) „Trotz dringender – letztendlich unberechtigter – Warnungen des Wetterdienstes, wegen Glatteis in NRW zuhause zu bleiben, war das Auditorium der Evangelischen Hochschule Bochum am Abend des 12. Januar 2026 gut gefüllt. Etwa 70 Menschen waren gekommen, um dem Publizisten und Aktivisten Udo Sierck zu seinem neuesten Buch ‚Frech und frei – 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung‘ zuzuhören. Anwesend waren Studierende und Lehrpersonen der EvH, Fachkräfte aus der Behindertenhilfe und dem Bereich der Inklusion sowie aktivistische Menschen von Selbstbestimmt-Leben-Organisationen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) und moderiert von Prof. Dr. Stefan Schache, stellvertretender Leiter von BODYS. Statt klassischer Lesung entschied Udo Sierck sich für einen freien Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde, ein Konzept, das aufging.“ So heißt es in einem vor kurzem auf der Internetseite von BODYS veröffentlichten Bericht von Gudrun Kellermann über die Veranstaltung mit Udo Sierck in Bochum.

Tag des Führhundes am 29. Januar 2026

Logo BSVH Blinden- und Sehbehindertenverband Hamburg
Logo BSVH
Foto: BSVH

Hamburg (kobinet) Am 29. Januar 2026 wird der Tag des Führhundes begangen, mit dem auf die zentrale Rolle von Blindenführhunden für die selbstbestimmte Teilhabe blinder Menschen aufmerksam gemacht wird. Ziel des Aktionstages ist es, Wissen, Verständnis und Sichtbarkeit für diese hochqualifizierte Mobilitätshilfe zu schaffen, teilte der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) mit und betonte. „Blindenführhunde leisten weit mehr als reine Orientierungshilfe: Sie erkennen Hindernisse, leiten sicher durch den öffentlichen Raum und bieten emotionale Stabilität und soziale Brücken. Die Partnerschaft zwischen Mensch und Hund ist geprägt von Vertrauen, Nähe – und einer beeindruckenden Leistung im Alltag.“

kobinet-Newsletter nun auch mit Nachrichten in verständlicher Sprache

Logo Kobinet
Logo Kobinet
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V.

Berlin (kobinet) Viele behinderte und nichtbehinderte Menschen nutzen bereits den Newsletter der kobinet-nachrichten und erhalten jeweils montags eine Übersicht der Beiträge mit Überschriften, Teasern und den Links der in der letzten Woche erschienenen Beiträge der kobinet-nachrichten per Mail zugeschickt. Nachdem es dem kobinet-Techniker Tom Kallmeyer letztes Jahr mittels künstlicher Intelligenz gelungen ist, dass die kobinet-nachrichten automatisch und innerhalb kürzester Zeit in verständlichere Sprache übersetzt und veröffentlicht werden, hat er nun ein weiteres Angebot kreiert. Der Newsletter der kobinet-nachrichten kann nun neben der herkömmlichen Variante auch in verständlicherer Form bestellt werden.

Projekt Aktiv Teilhabe gestalten fördert Engagement von Selbstvertreter*innen in Kassel

Gruppenbild von Selbstvertreter*innen in Kassel
Gruppenbild von Selbstvertreter*innen in Kassel
Foto: fab Aktiv Teilhabe gestalten: Andrea Scherer

Kassel (kobinet) Die Auftaktveranstaltung des Projektes Aktiv Teilhabe gestalten des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) brachte am 23. Januar 2026 eine Reihe behindertenpolitischer Akteur*innen und vor allem in der Selbstvertretung behinderter Menschen Aktive zusammen. Damit hat das neue, von der Aktion Mensch geförderte, Projekt bereits ein wichtiges Ziel angepackt. Nämlich die Vernetzung von lokalen Akteur*innen, die sich für Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe stark machen. In einer Talkrunde kamen sieben Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zu Wort, die in Kassel bereits einiges bewegt haben und noch viel mehr vor haben.

Debatte um Teilzeit-Einschränkungen verkennt Lebensrealität von Millionen

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: VdK Bayern

Berlin (kobinet) Die Diskussion um Einschränkungen beim Teilzeitrecht ist kein sinnvoller Beitrag für eine gute Beschäftigungspolitik. Statt strukturelle Probleme wie fehlende Kinderbetreuung oder Pflegeinfrastruktur zu lösen, werden Arbeitnehmer unter Generalverdacht gestellt. VdK-Präsidentin Verena Bentele kommentierte dies wie folgt: „Die aktuelle Debatte um die Einschränkung des Rechts auf Teilzeitarbeit ist kein sinnvoller Beitrag für eine Politik, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken möchte. Statt sich um echte Probleme wie fehlende Kinderbetreuung oder Pflegeinfrastruktur zu kümmern, kommt aus Teilen der Union der Versuch, Menschen, die oft Arbeit und Sorgearbeit unter einen Hut bringen, unter Generalverdacht zu stellen. Die Forderung, Teilzeit nur noch in engen Ausnahmefällen zuzulassen, verkommt zur ungeheuerlichen Unterstellung, Arbeitnehmer seien faul und müssten zur Mehrarbeit gezwungen werden. Das ist eine Sicht, die mit der Lebenswirklichkeit von Millionen Teilzeitbeschäftigten nichts zu tun hat.“

Anerkennung als Verfolgte des Nazi-Regimes auch rechtlich verankern

Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund
Ulla Schmidt
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) Erst im vergangenen Jahr, 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die Opfer von „Euthanasie“-Morden und Zwangssterilisierungen als Verfolgte des Nazi-Regimes anerkannt. Dafür hatte sich die Lebenshilfe jahrelang beharrlich eingesetzt. „Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages muss die Anerkennung als Verfolgte nun auch rechtlich verankert werden“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar.

Erinnern heißt Verantwortung für eine inklusive Gesellschaft wahrnehmen

Bild mit Portrait von Jugendlichen mit verschiedener Hautfarbe
Für Jugendliche ist der Start ins Berufsleben entscheidend
Foto: Franz26 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Anlässlich des morgigen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) an die Menschen mit Behinderungen, die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde wurden. „Für uns bedeutet Erinnern auch Auftrag und Verantwortung: für eine inklusive Gesellschaft, in der Vielfalt als Stärke anerkannt wird und Teilhabe für alle Menschen selbstverständlich ist.“ erklärt Tobias Schmidt, der Vorsitzende, der BAG BBW dazu und erklärt: „Die sogenannten ‚Euthanasie‘-Morde waren Ausdruck einer menschenverachtenden Ideologie. Diese Verbrechen mahnen uns bis heute, weil Ausgrenzung, Entmenschlichung und Hass nicht nur einzelne Menschen treffen, sondern eine ganze Gesellschaft und ein Land zerstören. Umso wichtiger ist es, sich entschieden gegen jede Form von Diskriminierung zu stellen und die Würde jedes Menschen zu verteidigen.“

100 Jahre Jugendherbergswerk Bayern

Moderner zweigeschossiger Rundbau mit einer grünen Wiese davor
Bayerns erster Inklusions-Jugendherberge
Foto: Archiv DJH Bayern

MÜNCHEN (kobinet) Mit der Botschaft „Türen offen. Herzen auch.“ eröffnet der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH Bayern) das Jahr zum 100-jährigen Jubiläum seiner Verbandsgründung. Was am 19. Dezember 1926 in München mit dem Zusammenschluss von vier regionalen Zweigausschüsse zum Landesverband für Jugendwandern und Jugendherbergen, DJH Gau Bayern begann, ist heute ein flächendeckendes Netz von Lern- und Begegnungsorten, das aus der bayerischen Bildungs-, Sozial- und Zivilgesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. Diese Position wird durch den formalen Status des Jugendherbergswerks Bayern als anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe untermauert.

Goldener Rollstuhl für das Lausitzer Seenland

Eine Frau sitzt in einem Strandkorb. Auf dem Platz der zweiten Sitzfläche steht ein Rollstuhl.. Vor dem Strandkorb spielt ein kleines Mädchen mit einem Ball. Im Hintergrund ist der See zu sehen
Familie im barrierefreien Strandkorb am Senftenberger See
Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland, Nada Quenzel

SENFTENBERG (kobinet) Im Rahmen der Reisemesse CMT in Stuttgart wurde auch in diesem Jahr wieder der „Goldene Rollstuhl“, die renommierte Auszeichnung von der Beratungsstelle ABS – Zentrum selbstbestimmtes Leben aus Stuttgart vergeben. Nach einer solchen Auszeichnung im Jahr 2019 ist es bereits die zweite Auszeichnung mit dem „Goldenen Rollstuhl“, welche der Tourismusverband Lausitzer Seenland in diesem Jahr erhalten hat. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury das langjährige, konsequente Engagement des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. für die Entwicklung und Vermarktung eines inklusiven touristischen Angebots: „Das Lausitzer Seenland hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Modellregion für barrierefreies Reisen entwickelt und setzt bundesweit Maßstäbe in den Bereichen Informationstransparenz, Einbindung Betroffener und Angebotsvielfalt insbesondere im Bereich Wasserangebote.“

Neue Vorsitzende will sich besonders um Defizite bei der konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention kümmern

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Kinderrechte
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Anne Lütkes ist neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes. Sie folgt auf Thomas Krüger, der nach einer langen Amtszeit von 30 Jahren auf der Mitgliederversammlung der Kinderrechtsorganisation nicht erneut kandidiert hatte. Anne Lütkes ist Fachanwältin für Familienrecht und seit 2006 im Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes, zuletzt als Vizepräsidentin. Sie war von 2000 bis 2005 Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie sowie Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein. Von 2010 bis 2017 amtierte sie als Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Blista-Newsletter mit Rechtstipp zu Hilfsmitteln

Logo blista Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung
Logo blista
Foto: blista

Marburg (kobinet) Im neuesten Newsletter der Blindenstudienanstalt in Marburg (blista) geht es u.a. um die Verordnung einer Tafelbildkamera mit Notebook als mobiles System, obwohl für die Schule bereits ein stationäres Vergrößerungssystem von der gesetzlichen Krankenkasse bereitgestellt wurde. „Für die Beantragung von Hilfsmitteln bei inklusiver Beschulung sind in der Regel die Eltern verantwortlich. Unterstützt werden sie dabei meist vom ‚Sonderpädagogischen Dienst‘, von dem ihr Kind betreut wird. Die benötigten Hilfsmittel müssen dann von Augenarzt, der Augenärztin, oder der Augenklinik verordnet werden“, heißt es u.a. dazu.

Erinnerungsarbeit in Pirna-Sonnenstein mit wachsender gesellschaftlicher Relevanz

Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Foto: StSG, Foto: Jürgen Lösel

Pirna-Sonnenstein (kobinet) Mit 21.018 Gästen war die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein auch im Jahr 2025 ein vielbesuchter Ort des Erinnerns, des Lernens und der Auseinandersetzung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Krankenmorde. Der Zuwachs von fast 2.000 Besucherinnen und Besuchern im Vergleich zum Vorjahr verdeutlicht das anhaltende gesellschaftliche Interesse an der Arbeit des Erinnerungsortes, heißt es in einer Presseinformation der Gedenkstätte.

Auch behinderte Menschen von Gewalt durch ICE-Beamte betroffen

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Kritik an den Einsätzen der von Donald Trump in einige Großstädte der USA entsandten ICE-Beamten haben nach den neuesten Todesfällen erheblich zugenommen. Dass die zum Teil brutalen Einsätze der Behörde auch auf behinderte Menschen erhebliche Auswirkungen hat, zeigt ein Bericht des Nonrpofit Quarterly auf. Demnach sind bei den Einsätzen der ICE-Beamten schon einige behinderte Menschen zu Tode gekommen, bzw. sehen sich besonderer Gefahren ausgesetzt.

Kostenexplosion für Rollstuhltickets bei der Fußball-WM 2026

Zeichung von einem Spielfeld  in einem Stadiom mit einem großen Fußball auf  dem Feld
Gemeinsame Fußballerlebnisse könnten allen Spaß machen
Foto: Pixabay/Pixaline

Washington, D.C. (kobinet) Bei der anstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko droht Menschen mit Behinderung ein faktischer Ausschluss vom Stadionbesuch. Ursache sind massive Preissteigerungen und eine Ticketpolitik, die notwendige Assistenz systematisch verteuert. Wie ran.de berichtet, müssen Fans mit Behinderung im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2022 Preissteigerungen von bis zu 4.900 Prozent hinnehmen. Während Tickets in der günstigsten Kategorie für 45 Pfund (rund 52 Euro) angeboten werden, sind diese für Menschen mit Behinderung nicht verfügbar. Barrierefreie Plätze werden ausschließlich in deutlich teureren Kategorien angeboten.

Erinnerung verpflichtet – Menschenrechte verteidigen, Ausgrenzung entgegentreten

Kranz mit Schleife auf einer dunklen Fläche mit Inschrift
Kranzniederlegung am T 4 -Ehtrenmal
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Deutsche Behindertenrat (DBR) an die Verbrechen an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig mahnt der DBR eindringlich, gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung, soziale Spaltung und demokratiefeindliche Tendenzen wieder spürbar zunehmen, die Lehren aus der Geschichte nicht zu ignorieren. Anlässlich des Gedenktages wird der Deutsche Behindertenrat am Mittwoch, den 28. Januar am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde in Berlin einen Kranz niederlegen.