HANNOVER (kobinet)
Viele Verbände haben gemeinsam eine Presse-Mitteilung veröffentlicht.
Ein Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Sie arbeiten gemeinsam für ein Ziel.
Eine Presse-Mitteilung ist eine offizielle Nachricht für alle.
Diese Verbände haben die Mitteilung veröffentlicht:
- Der Paritätische Niedersachsen
- Die Lebens-Hilfe Niedersachsen
- Der Blinden- und Seh-Behinderten-Verband Niedersachsen
- Der SoVD Niedersachsen
- Der Sozial-Verband VdK Niedersachsen-Bremen
- Der Kinder-Schutz-Bund Landes-Verband Niedersachsen
Am Europäischen Protest-Tag sprechen die Verbände gemeinsam.
Der Protest-Tag ist ein besonderer Tag.
Er gehört Menschen mit Behinderungen.
An diesem Tag geht es um gleiche Rechte für alle.
Die Verbände fordern: Keine Kürzungen für Menschen mit Behinderungen.
Wichtige soziale Rechte sollen nicht abgebaut werden.
Dem Paritätischen Niedersachsen liegt ein Arbeits-Papier vor.
Er ist ein großer Verband in Deutschland.
Er hilft vielen Menschen, die Unterstützung brauchen.
Das Arbeits-Papier enthält rund 70 Vorschläge.
Diese Vorschläge würden Leistungen kürzen.
Viele Vorschläge würden Inklusion verschlechtern.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Ein Vorschlag betrifft das Wunsch- und Wahl-Recht.
Das gibt Menschen mit Behinderungen das Recht, selbst zu entscheiden.
Sie wählen zum Beispiel, wo sie leben möchten.
Künftig soll nur noch die billigste Lösung zählen.
Das bedeutet: Nicht alle können in der eigenen Wohnung leben.
Das wäre ein großer Rückschritt für viele Menschen.
Am 7. Mai 2025 berät der Bundes-Tag über ein neues Gesetz.
Es geht um das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Es sichert gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen.
Es schützt sie vor Benachteiligung.
Benachteiligung bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere.
Die Verbände kritisieren den Gesetz-Entwurf.
Das ist ein erster Vorschlag für ein neues Gesetz.
Die Politik kann ihn noch verändern.
Viele Unternehmen sollen von Barriere-Freiheit ausgenommen werden.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das wäre schlecht für Menschen mit Behinderungen.
Die Lebens-Hilfe Niedersachsen unterstützt eine Petition.
Eine Petition ist eine Unterschriften-Sammlung mit einer Forderung.
Viele Menschen unterschreiben sie gemeinsam.
Die Petition heißt: Teil-Habe ist Menschen-Recht.
Teil-Habe bedeutet: Menschen mit Behinderungen können überall mitmachen.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen auf der Welt.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Das Ziel sind 30.000 Unterschriften bis zum 25. Mai.
Bereits über 75.000 Menschen haben unterschrieben.
Die Petition fordert den Bundes-Tag auf.
Er soll keine Gesetze beschließen, die Teil-Habe einschränken.
Assistenz im Alltag ist für viele Menschen wichtig.
Assistenz bedeutet: Eine Person hilft bei Aufgaben im Alltag.
Diese Hilfe darf nicht wegfallen.
Sie darf auch nicht stark gekürzt werden.
Die Verbände sprechen auch über Schul-Assistenz.
Schul-Assistenz bedeutet: Eine Person hilft einem Kind in der Schule.
Kinder mit Behinderungen bekommen so Hilfe.
Diese Hilfe soll in allen Schulen vorhanden sein.
Kinder und Eltern sollen die Assistenz frei wählen können.
Jedes Kind braucht die Hilfe, die es wirklich braucht.
Die Verbände richten eine klare Botschaft an die Politik.
Menschen-Rechte sind nicht verhandelbar.
Kürzungen auf Kosten von Menschen mit Behinderungen sind nicht akzeptabel.

Foto: ht
HANNOVER (kobinet) In einer gemeinsame Pressemitteilung senden der Paritätische Niedersachsen und seine Mitgliedsverbände, die Lebenshilfe Niedersachsen, Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, SoVD Niedersachsen, Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen sowie Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen deutlich und geschlossen eine klare Botschaft: Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen richten die Verbände einen eindringlichen Appell an die Politik. Ihr gemeinsamer Appell: Keine Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen – und kein Rückbau sozialstaatlicher Errungenschaften.
So liegt dem Paritätischen Niedersachsen seit knapp zwei Wochen ein internes Arbeitspapier einer Bund-Länder Arbeitsgruppe mit rund 70 Kürzungsvorschlägen vor. Diese beinhalten massive Rückschritte bei der Inklusion. Einer der gravierendsten Eingriffe ist die Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderungen. Künftig könnte nicht mehr der individuelle Bedarf, sondern allein die kostengünstigste Lösung maßgeblich sein – etwa bei der Frage, ob Menschen in der eigenen Wohnung leben können.
Nachbesserungen beim Behindertengleichstellungsgesetz sind dringend erforderlich. Mit Blick auf die für den 7. Mai geplante Debatte im Bundestag zum Behindertengleichstellungsgesetz kritisieren die Verbände den vorliegenden Gesetzentwurf scharf. Insbesondere die vorgesehenen weitreichenden Ausnahmen für Unternehmen sorgen für erhebliche Irritationen. Diese könnten künftig pauschal von Verpflichtungen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen ausgenommen werden, wenn dies als „unverhältnismäßige Belastung“ gilt.
Die Lebenshilfe Niedersachsen unterstützt die bundesweite Petition „Teilhabe ist Menschenrecht“ und fordert ein klares Signal gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Die Kürzungen könnten dazu führen, dass Leistungen wie Assistenzen im Alltag, die für ein selbstbestimmtes Leben notwendig sind, wegfallen oder stark gekürzt werden. Die Lebenshilfe fordert in der Petition (Ziel: 30.000 Unterschriften bis 25. Mai) den Bundestag auf, keine Gesetzesänderungen vorzunehmen, die die Teilhabe behinderter Menschen einschränken. Über 75.000 Menschen haben bereits mitgezeichnet.
Mit Blick auf die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe betonen die Verbände: Schulassistenz muss für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen sowohl in Regel- als auch in Förderschulen verlässlich zur Verfügung stehen. Gleichzeitig muss die freie Auswahl der Schulassistenz im Sinne der Wahlfreiheit von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern gewährleistet bleiben. Gemeinsame Formen der Unterstützung – etwa im Klassenverband oder in Lerngruppen – können im Sinne besserer Inklusion sinnvoll sein, wenn sie fachlich und personell so ausgestaltet sind, dass der individuelle Bedarf der Schüler*innen tatsächlich gedeckt wird.
Die unterzeichnenden Verbände fordern die politisch Verantwortlichen eindringlich auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung sind mit uns nicht zu machen“.

Foto: ht
HANNOVER (kobinet) In einer gemeinsame Pressemitteilung senden der Paritätische Niedersachsen und seine Mitgliedsverbände, die Lebenshilfe Niedersachsen, Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, SoVD Niedersachsen, Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen sowie Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen deutlich und geschlossen eine klare Botschaft: Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen richten die Verbände einen eindringlichen Appell an die Politik. Ihr gemeinsamer Appell: Keine Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen – und kein Rückbau sozialstaatlicher Errungenschaften.
So liegt dem Paritätischen Niedersachsen seit knapp zwei Wochen ein internes Arbeitspapier einer Bund-Länder Arbeitsgruppe mit rund 70 Kürzungsvorschlägen vor. Diese beinhalten massive Rückschritte bei der Inklusion. Einer der gravierendsten Eingriffe ist die Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderungen. Künftig könnte nicht mehr der individuelle Bedarf, sondern allein die kostengünstigste Lösung maßgeblich sein – etwa bei der Frage, ob Menschen in der eigenen Wohnung leben können.
Nachbesserungen beim Behindertengleichstellungsgesetz sind dringend erforderlich. Mit Blick auf die für den 7. Mai geplante Debatte im Bundestag zum Behindertengleichstellungsgesetz kritisieren die Verbände den vorliegenden Gesetzentwurf scharf. Insbesondere die vorgesehenen weitreichenden Ausnahmen für Unternehmen sorgen für erhebliche Irritationen. Diese könnten künftig pauschal von Verpflichtungen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen ausgenommen werden, wenn dies als „unverhältnismäßige Belastung“ gilt.
Die Lebenshilfe Niedersachsen unterstützt die bundesweite Petition „Teilhabe ist Menschenrecht“ und fordert ein klares Signal gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Die Kürzungen könnten dazu führen, dass Leistungen wie Assistenzen im Alltag, die für ein selbstbestimmtes Leben notwendig sind, wegfallen oder stark gekürzt werden. Die Lebenshilfe fordert in der Petition (Ziel: 30.000 Unterschriften bis 25. Mai) den Bundestag auf, keine Gesetzesänderungen vorzunehmen, die die Teilhabe behinderter Menschen einschränken. Über 75.000 Menschen haben bereits mitgezeichnet.
Mit Blick auf die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe betonen die Verbände: Schulassistenz muss für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen sowohl in Regel- als auch in Förderschulen verlässlich zur Verfügung stehen. Gleichzeitig muss die freie Auswahl der Schulassistenz im Sinne der Wahlfreiheit von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern gewährleistet bleiben. Gemeinsame Formen der Unterstützung – etwa im Klassenverband oder in Lerngruppen – können im Sinne besserer Inklusion sinnvoll sein, wenn sie fachlich und personell so ausgestaltet sind, dass der individuelle Bedarf der Schüler*innen tatsächlich gedeckt wird.
Die unterzeichnenden Verbände fordern die politisch Verantwortlichen eindringlich auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderung sind mit uns nicht zu machen“.




