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Salzburger Altstadt zum Ertasten

Tastmodell der Stadt Salzburg
Tastmodell der Stadt Salzburg
Foto: Stadt Salzburg / Escabosa

Salzburg (kobinet) Durch Tastmodelle werden Sehenswürdigkeiten, Stadtteile oder auch Exponate einer Ausstellung für blinde und sehbehinderte Menschen erfahrbar. Im Tiroler Kufstein gibt es bereits ein bronzenes Stadtmodell zum Ertasten, jetzt folgt die Altstadt von Salzburg. Vor kurzem wurde laut einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS ein Entwurf präsentiert. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2023 geplant.

Behindertenseelsorge der Zukunft: Auf allen Kanälen gut vernetzt

Symbol Ausrufezeichen

Mainz (kobinet) Kommunikation und Vernetzung spielt in einer sich demografisch und digital wandelnden Zeit auch in der Seelsorge für blinde und sehbehinderte Menschen eine zentrale Rolle, um die Menschen auch weiterhin gut und passgenau erreichen zu können. Daher beschäftigten sich katholische Seelsorger*innen bei einer Präsenztagung vom 30. Januar bis 1. Februar in Mainz mit einer Reihe von Fragen der Kommunikation und pflegten einen intensiven Austausch. Das Thema Inklusion und auch die Frage, wie es nun nach dem Abflauen der Corona-Infektionen weitergehen kann, waren dabei nur einige Themen, die auf der Tagesordnung standen.

Politik hat Pflege-Warnschuss überhört

Stoppschild - Wort Stopp auf rotem Grund und achteckigem Schild
Stoppschild – hier geht es nicht weiter
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

STUTTGART (kobinet) Die soziale Pflegeversicherung (SPV) startet mit einem Minus von 2,2 Milliarden Euro ins Jahr 2023. Nach Einschätzung des Sozialverband VdK Baden-Württemberg war dieses Pflegedefizit absehbar. Der Sozialverband fordert jetzt ein schnelles Handeln ein, bei dem es einen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung geben sollte. Zudem sollte der Beitragssatz durch Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze ermöglicht werden.

Immer mehr Pflegebedürftige brauchen Sozialleistungen

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
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DÜSSELDORF (kobinet) Weil sie im Heim oder zu Hause gepflegt werden und die Kosten nicht länger alleine stemmen können sind in Nordrhein-Westfalen mindestens 80.000 Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen. „2023 hat für viele Betroffene zusätzliche Belastungen gebracht. Mit Blick auf die anhaltende Inflation und Energiekrise werden daher wohl noch mehr Hilfe beim Sozialamt beantragen müssen“, befürchtet der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge.

Special Olympics World Games erhalten viel Unterstützung

Kreis von symbolisierten roten Personen, die Sport treiben. Darunter der Text Team Special Olympics Deutschland
Logo des Team Deutschland der Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

BERLIN (kobinet) Um die Special Olympics World Games Berlin 2023 feiern zu können wurden 20.000 Volunteers gesucht, 22.000 freiwillige Helferinnen und Helfer haben sich bis Ende Januar registriert, um gemeinsam mit 7.000 Athletinnen und Athleten vom 17. bis 25. Juni ein Fest der Begegnung zu feiern. 4.500 Bewerbungen kommen aus Berlin, 8.500 aus dem restlichen Bundesgebiet und 9.000 aus dem Ausland.

IGEL-Monatsrückblick zur Behindertenpolitik im Januar 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wie Luxemburg und Österreich Deutschland in den Schatten stellen in Punkto Barrierefreiheit“. So hat Sascha Lang vom Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Folge getitelt. In der 95. Folge des IGEL-Podcast geht es um den Monatsrückblick über die kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik auf den Januar 2023. Auch dieses Mal gab es eine Reihe von aktuellen Themen, die Sascha Lang mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Podcast diskutierte, wie beispielsweise die Wahlrechtsnovelle in Österreich oder die derzeitigen Aktivitäten des Deutschen Behindertenrats.

Das Problem mit der Bürokratie und Behörden

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) Immer wieder scheitern behinderte Menschen an bürokratischen Hürden beziehungsweise wird es ihnen durch komplizierte Verfahren erschwert, die Hilfen zu bekommen, die sie brauchen. Sich vor dem Amt sozusagen ausziehen und alle möglichen Unterlagen beibringen zu müssen, stets mit dem Hammer im Hintergrund, irgendetwas dabei falsch gemacht oder vergessen zu haben, stresst zusätzlich. Verstehen kann man dies meist nur, wenn man selbst in solche Siutationen kommt. Dass trotz Verlängerung der Abgabefrist für die geforderten Angaben zur Neuermittlung der Grundsteuer immer noch ein Viertel der dazu Verpflichteten ihre Unterlagen nicht eingereicht haben, zeigt nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul auf, wie herausfordernd Bürokratie zuweilen sein kann.

Bundesrat: Jobcoaching am Arbeitsplatz als definiertes Leistungsangebot

Bundesratsgebäude
Bundesratsgebäude
Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin

Berlin (kobinet) Der Bundesrat bittet den Bundestag, im aktuellen Gesetzgebungsverfahren für das Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes das Jobcoaching am Arbeitsplatz in die §§ 49 und 185 SGB IX sowie in die Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung als definiertes Leistungsangebot zur Teilhabe am Arbeitsleben aufzunehmen. Dies geht u.a. aus der Stellungnahme der zuständigen Bundesratsausschüsse zum derzeitigen Gesetzgebungsverfahren für einen inklusiveren Arbeitsmarkt hervor. Bei der nächsten Sitzung des Bundesrates am 10. Februar soll die Stellungnahme beschlossen und an den Bundestag weitergeleitet werden.

DBR-Positionspapier zum Europäischen Behindertenausweis

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Kassel (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat hat ein Positionspapier zur geplanten Einführung eines Europäischen Behindertenausweises entwickelt und auf seiner Internetseite veröffentlicht. „Rund 87 Millionen Menschen in der EU haben eine Behinderung. Bisher gibt es keine gegenseitige Anerkennung des Behindertenstatus zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Das ist einer der Gründe dafür, warum das Reisen in der EU für Menschen mit Behinderungen immer noch mit vielen Barrieren verbunden ist. Auch längere Auslandsaufenthalte zwecks Arbeit, Praktikum oder Studium erfordern häufig eine erneute Feststellung und Bescheinigung der Behinderung im jeweiligen Gastland, wenn die dortigen Nachteilsausgleiche wie Ermäßigungen, Preisnachlässe etc. in Anspruch genommen werden“, heißt es zur Einführung im Positionspapier des DBR.

Kicken ohne Leistungsdruck – Training für alle

Fußball im Netz
Fußball im Netz
Foto: gemeinfrei

Stolberg (kobinet) „Eric Claßen hat eine Lernbehinderung und trainiert junge Fußballer*innen bei Tabalingo e.V. Er ermöglicht den Kindern mit und ohne Behinderung in ihrem Tempo zu lernen, am Training teilzunehmen und die Gemeinschaft zu spüren. Denn Eric weiß, worauf es bei Inklusion im Sport ankommt“, so heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch mit einem Hinweis auf einen Beitrag über das Wirken von Eric Claßen.

Sportliche Vorbereitung für Special Olympics World Games Berlin 2023 haben begonnen

Logo Special Olympics Deutschland
Logo Special Olympics Deutschland
Foto: SOD

BERLIN (kobinet) Am kommenden Wochenende finden weitere sportlichen Vorbereitungen für die Special Olympics World Games Berlin 2023 statt. Bereits 81 Athletinnen und Athleten sowie sieben Unified Partner des TeamSOD aus den Sportarten Golf, Kraftdreikampf, Schwimmen, Leichtathletik und Handball Unified Sports® waren bei fünf Sportvorbereitungslehrgängen am vergangenen Wochenende im Einsatz. Am kommenden Wochenende gibt es weitere vier Lehrgänge in den Disziplinen Turnen (Regensburg), Rhythmische Sportgymnastik (Regensburg), Hockey (Köln) und Badminton (Jena)

Sehbehinderung im Alltags- und Berufsleben

Personengruppen, die durch Pfeile miteinander verbunden sind
Vernetzungen sind immer hilfreich
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet) Das digitale Expertennetzwerk der Bundesanstalt für Arbeit iXNet bereitet gegenwärtig einen digitalen Austausch zum Thema „Sehbehinderung im Alltags- und Berufsleben“ vor. In diesem Zusammentreffen möchte das Netzwerk vor allem für Akademikerinnen und Akademiker mit Sehbehinderungen einen digitalen Begegnungsraum schaffen, um in ein moderiertes Gespräch zu kommen und den Austausch von Erfahrungen, Unterstützungsmöglichkeiten sowie Vernetzungen untereinander zu ermöglichen und zu fördern.

Beschäftigungsbereitschaft der Unternehmen entscheidet

Bild besteht aus eine Mikrofon, einem Kopfhörer sowie einer Tonspur im Hintergrund
Podcast hören
Foto: Pixabay/Tumisu

STUTTGART (kobinet) In der neue Folge des Podcast der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen führt Simone Fischer ein Gespräch mit Yvonne Cvilak und Alexander Dzhyoyev von der Firma AfB social & green IT. Dieses Unternehmen beschäftigt mehr als 45 Prozent Menschen mit Behinderungen. An 20 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz und der Slowakei beschäftigt die Firma rund 650 Mitarbeitende. AfB social & green IT hat ihren Stammsitz in Ettlingen in Baden-Württemberg. Sie ist das größte gemeinnützige IT-Unternehmen Europas.

Lange Wartezeiten bei Beantragung eines Schwerbehindertenausweises in Bremen

Grafik zeigt Schwerbehindertenausweis
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Foto: public domain

Bremen (kobinet) Viele Bremer*innen, die einen Schwerbehindertenausweis beantragen, müssen sich aktuell rund ein Jahr gedulden, bis die Anträge abschließend bearbeitet werden können. Auch im Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen kommen immer wieder Beschwerden zum Thema an. Die Sendung Buten un Binnen hat diesbezüglich einmal im Büro des Landesbeauftragten und bei der Bremer Sozialsenatorin nachgefragt. Zugrunde liegt ein Mangel an begutachtenden Ärzten.

Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment für das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren

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Berlin (kobinet) Am 1. Februar hat der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) mit seinen Kooperationspartnern das Modellprojekt „Mein Recht auf Teilhabe. Empowerment für das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren“ mit einer dreijährigen Projektförderung durch die Aktion Mensch gestartet. Das Empowerment-Angebot für das Gesamtplanverfahren entwickelt und realisiert ein Bildungsangebot, das leistungsberechtigte Personen der Eingliederungshilfe, insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischer Beeinträchtigung und hohem Unterstützungsbedarf sowie ihre Vertrauenspersonen (Angehörige, Assistenz, Freunde*innen oder rechtliche Betreuer*innen) dabei unterstützt, sich für das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren zu stärken, wie es in einer Presseinformation des BeB heißt.

Geht der Job auch ohne duschen?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) „Menschen, die mit persönlicher Assistenz im Arbeitgebermodell leben, müssen sich ihr Personal selbst suchen. Dafür posten sie individuell gestaltete Stellenanzeigen in verschiedenen Jobbörsen auf Facebook, in eBay Kleinanzeigen, aber auch in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit.“ Darauf weist Alexander Ahrens im neuesten Newsletter der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland hin und verweist auf eine interessante Internetseite von projektlebenaktiv.com. Dort heißt es: „Geht der Job auch ohne duschen? – Das nicht immer ganz ernst gemeinte FAQ für Bewerber*innen in der persönlichen Assistenz“

Diskriminierung bei der Blutspende?

Nahaufnahme von einem Arm einer Person, die gerade Blut spendet.
Blutspenden werden knapp, da die Spendenbereitschaft sinkt.
Foto: michellegordon – pixapay https://pixabay.com/de/photos/blut-blutspende-medizinisch-spender-5427229/

Berlin (Sozialhelden) Sozialheld*innen starten Umfrage zur Diskriminierung behinderter Menschen bei der Blutspende

Wer Blut spendet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung und kann im Zweifel sogar Leben retten. Laut einer Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben 47 % aller Erwachsenen in Deutschland bereits einmal Blut gespendet. Dennoch warnte das Deutsche Rote Kreuz im Juni vor einem Mangel an Blutkonserven und einer sinkenden Spendenbereitschaft.

VdK in Nordrhein-Westfalen fordert 29-Euro-Ticket

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen hat Verkehrsminister Oliver Krischer aufgefordert, ein 29-Euro-Ticket für dieses Bundesland auf den Weg zu bringen. Dieses würde insbesondere Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen deutlich stärker als das geplante Deutschlandticket entlasten, wie der Vorsitzende Horst Vöge in seinem Schreiben unterstreicht. Gerade aufgrund der anhaltend hohen Inflation und der Energiekrise könnten es sich viele nicht leisten, zusätzlich 49 Euro auszugeben

Paritätischer fordert bundesweites Sozialticket

DR Fahrkartenautomat. Deutsche Reichsbahn ticket issuing machine, July 1993 Leipzig. von sludgegulper

BERLIN (kobinet) Heute diskutiert das Bundeskabinett das Thema „Deutschlandticket“, welches dann 49 Euro kosten soll. Mit Bezug darauf fordert der Paritätischer Gesamtverband ein bundesweites Sozialticket für arme Menschen.

Sozialverband und Landessportbund loben Inklusionspreis aus

Bild eines goldenen Pokals
Preis gewonnen !
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

HANNOVER (kobinet) In Niedersachsen loben der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen wieder gemeinsam ihren Inklusionspreis aus. Ehrenamtlich Aktive, Medienschaffende und LSB-Mitgliedsvereine, die sich beispielhaft für das Thema Inklusion einsetzen, können sich bis zum 31. März 2023 für den Inklusionspreis bewerben.

Österreichische Wahlrechtsreform einstimmig beschlossen: Wahllokale müssen barrierefrei werden

Kreuz auf Wahlzettel
Kreuz auf Wahlzettel
Foto: ISL

Wien (kobinet) „Ab 1. Jänner 2028 muss jedes Wahllokal in Österreich einen barrierefreien Zugang und eine entsprechend ausgestaltete Wahlzelle haben. Bis dahin muss an jedem Standort mindestens ein barrierefreies Wahllokal geboten werden.“ Auf diese Änderung, die gestern Abend am 31. Januar vom österreichischen Nationalrat im Rahmen einer umfassenden Wahlrechtsnovelle einstimmig beschlossen wurde, weist der ORF in seinem Online-Angebot hin. Die österreichische Behindertenbewegung hat sich für diese Änderung stark gemacht, so dass die Freude über die nun vollzogene Reform bei Martin Ladstätter vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BIZEPS) nach der Abstimmung entsprechend groß war.

Scholzomat mit Flecktarn und eine halbe Nation im Leopardenfell – oder Machen die Kriegsblinden den Lahmen endlich Beine?

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Merzhausen (kobinet) Was geht hier vor, in den Medien und darüber hinaus? Was für eine Stimmung herrscht da auf einmal. Kriegsstimmung. Sie hat sich zügig aufgebaut, von schnappatmiger Aufgeregtheit zu Hysterie, die seit Tagen, „nach Ramstein“, dem Höhepunkt zustrebt und nach gestern Abend und spätestens heute früh in schierer Begeisterung, Kriegsbegeisterung überkocht. Denn „wir liefern“, hurra! – Ich schreibe dies am Morgen des 25. Januar 2023, nicht im August 1914.

Neueste Ausgabe des Newsletters des Deutschen Behindertenrats erschienen

DBR-Arbeitsausschuss vom 18.1.2023
DBR-Arbeitsausschuss vom 18.1.2023
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) „Das Jahr 2023 hat schwungvoll begonnen und die Krisen und der Krieg gegen die Ukraine begleiten uns leider erst einmal weiter. Für das DBR-Sekretariat war der erste Monat im Jahr herausfordernd. Der Arbeitsausschuss hat im Januar das erste Mal getagt und Schwerpunktthemen für 2023 gesetzt. Die Arbeitsgruppen des DBR tauschen sich bereits rege aus und es gibt erste DBR-Positionierungen zum geplanten Europäischen Behindertenausweis und Bündnispositionen zum AGG. Mitten im Alltag lässt uns der Gedenktag anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz jedes Jahr am 27. Januar ein wenig innehalten. Das Gedenken an die unfassbaren Morde und Zwangssterilisationen in der NS-Zeit bleibt wichtig, um die Erinnerung wach zu halten und jeden Tag bewusst für die Würde des Menschen einzutreten“, das schreibt Martina Puschke, die Koordinatorin des Arbeitsausschusses des Deutschen Behindertenrats (DBR) in der Einleitung des neuesten Newsletters des DBR.

Echte Barrierefreiheit im Bahnverkehr europaweit umsetzen

Bahnchef Lutz am Rednerpult bei Symposium
Bahnchef Lutz am Rednerpult bei Symposium
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Im Rahmen des Symposiums „Wettbewerb & Regulierung im Eisenbahnsektor“ in der ESMT Berlin ging es am 26. Januar um die europaweite Verbesserung des Schienennetzes und wie man mehr Menschen für dieses umweltverträglichere Verkehrsmittel begeistern kann. Das Thema Barrierefreiheit spielte einem Bericht von Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) keine Rolle. „Deshalb haben wir es in der Podiumsdiskussion eingebracht und Info-Flyer an Multiplikator*innen der Bahnbranche und Politik verteilt. Dank an Kay Macquarrie“, schreibt Alexander Ahrens im neuesten Newsletter der ISL und verweist auf den Tweet von Kay Macquarrie: Twitter ISL eV

Behinderte Menschen durch Klimawandel und Katastrophen besonders gefährdet

Symbol Ausrufezeichen

Wien (kobinet) Menschen mit Behinderungen sind besonders von der Klimakrise betroffen. Hilfeleistungen und Notunterkünfte sind oftmals nicht barrierefrei nutzbar, Grunderkrankungen können sich verschlechtern und durch klimabedingte Katastrophenfälle zerstörte Güter und Wohnraum können von Menschen mit Behinderungen schwerer ersetzt werden. Dies wurde im Rahmen der Öffentlichen Sitzung 2022 des Unabhängigen Monitoringausschusses und des Kärntner Monitoringausschusses deutlich, bei der das Thema „Klimakrise und Katastrophenschutz“ behandelt wurde, wie es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS heißt.

Kinova mit neuen Unterstützungssystemen für die Arme

Symbol Information

FEUCHTWANGEN (kobinet) Kinova, ein weltweit führender Anbieter von Roboterlösungen für Menschen mit Behinderung, erweitert jetzt seine Angebotspalette um zwei dynamische Armunterstützungssysteme.

Armut von Alleinerziehenden bekämpfen

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

BERLIN (kobinet) Die SoVD-Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer fordert von den politischen Parteien, die sich am 12. Februar zur Wiederwahl stellen, dass die Bekämpfung der Armut für Alleinerziehende und ihre Kinder in der Berliner Politik Vorrang erhalten muss. Mit annähernd 40 Prozent ist die Armutsgefährdung der Kinder von Alleinerziehenden in Berlin besonders hoch. Dies gilt noch mehr für junge Erwachsene aus Alleinerziehenden-Haushalten, deren Armutsgefährdung in Berlin weit über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Motto für Protesttag am 5. Mai: Zukunft barrierefrei gestalten

Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, stellt die Aktion Mensch unter dem Motto „Zukunft barrierefrei gestalten“ auch im Jahr 2023 das Thema Barrierefreiheit ins Zentrum der Aktivitäten. Anträge für Aktionen, die im Zeitraum zwischen dem 22. April und dem 7. Mai durchgeführt werden, können noch bis zum 31. März bei der Aktion Mensch gestellt werden. Zudem bietet die Aktion Mensch auch dieses Jahr wieder eine Reihe von Informationen und Materialen zur Unterstützung der Aktionen zum Protesttag an.

Erklärvideo zur Teilhabeberatung

Logo: EUTB Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Logo der EUTB
Foto: BMAS

Birkenau (kobinet) Was die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ist, erklärt ein Kurzfilm in Leichter Sprache der EUTB® Bergstraße-Odenwald, der vor kurzem auf YouTube veröffentlicht wurde.

Digitale Helfer für mehr Lebensqualität und Teilhabe

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Wiesbaden (kobinet) Das Hessische Digital-Ministerium hat die Broschüre „Digitale Helfer für mehr Lebensqualität und Teilhabe“ veröffentlicht. Diese richtet sich an Senior*innen, die bisher wenig mit digitalen Anwendungen in Kontakt waren, und deren Unterstützer*innen. Sie gibt Hinweise zu Apps und altersgerechten Assistenzsystemen (AAS), die im Alter für mehr Sicherheit, Unabhängigkeit und Komfort sorgen können. Darauf weist die hessische Landesbehindertenbeauftragte Rika Esser in ihrem aktuellen Newsletter hin.

Quick Guides zur Erstellung barrierefreier Word- und PowerPoint-Dokumente

Symbol Information

Marburg (kobinet) Wie gestaltet man Dokumente so, dass sie für blinde und sehbehinderte Menschen barrierefrei sind. Mit dieser Frage hat sich das „Agile Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufstätige“, [email protected], beschäftigt und nun Quick Guides zur Erstellung von barrierefreien Word- und PowerPoint-Dokumenten veröffentlicht. Sie richten sich gezielt an Nutzer*innen mit begrenzten Vorkenntnissen und / oder begrenztem Zeitbudget.

Blind studieren – geht das?

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Blind studieren – geht das?“ Mit dieser Frage hat sich die Aktion Mensch beschäftigt, die in ihrem neuesten Newsletter auf einen entsprechenden Beitrag zum Thema hinweist: „Carina ist blind und möchte Journalistin werden. Ihr Blindenführhund Pitou begleitet sie in die Uni, eine Assistenzkraft unterstützt sie im Studienalltag. Denn ‚Grenzen setzt man sich nur selbst‘, weiß Carina und ermutigt so andere Menschen mit Behinderung“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags im Aktion Mensch Newsletter.

Neue Frühförderung für Kinder mit Hörschädigung

Eine Hand  hält ein Hörgerät
Hörgeräte eröffenen viele Kommunikationswege
Foto: Pixabay/kalhh

HANNOVER (kobinet) Ab sofort gibt es in Oldenburg eine Frühförderstelle für hörgeschädigte Kinder im Vorschulalter. Als erste und bislang einzige dieser Art in Niedersachsen, hat die Interdisziplinäre Frühförderstelle Hören am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Oldenburg (IFF Hören) ihre Arbeit aufgenommen. Kinder mit einer Hörschädigung stehen einer besonders hohen Kommunikationsbarriere gegenüber. Sie benötigen intensive Förder- und Behandlungsangebote von unterschiedlichen Leistungsträgern, damit die Entwicklung der kommunikativen Kompetenzen bestmöglich stattfinden kann.

Pflegelücke lässt sich nicht wegfinanzieren

Logo des Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe
Logo des Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Als einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands vertritt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) die Auffassung, dass sich die in Deutschland bestehende Pflegelücke nicht einfach wegfinanzieren lassen würde. Daraus leitet der Verband seine Forderungen nach einer besseren Finanzierung der professionellen Pflege ab.

Kein Grund für Beibehaltung der Einkommens- und Vermögensheranziehung im SGB IX

Logo Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz
Logo Nitsa
Foto: NITSA e. V.

Karlsruhe (kobinet) Das Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA e.V.) hat sich den Abschlussbericht der Kienbaum Consultants International GmbH zur wissenschaftlichen Untersuchung der modellhaften Erprobung der Verfahren im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes näher angeschaut und die Ergebnisse zum Regelungsbereich „Einkommens- und Vermögensheranziehung“ ausgewertet. Eine entsprechende Stellungnahme hat NITSA auf seiner Internetseite sowohl in Kurzform als auch in einer Langfassung nun veröffentlicht. Zusammenfassend stellt NITSA dabei fest, dass es keinen einzigen Sachgrund für die Beibehaltung der Einkommens- und Vermögensheranziehung im SGB IX gibt.

Abschied vom Frauenbeauftragten-Projekt beim Weibernetz

Team, Vorstand und Leitung des Frauenbeauftragen-Projekts
Team, Vorstand und Leitung des Frauenbeauftragen-Projekts
Foto: Weibernetz

Kassel/Berlin (kobinet) Heute, am 30. Januar 2023 endet eine Ära im Weibernetz. Nach 15 Jahren Projektengagement zum Thema Frauenbeauftragte in Einrichtungen verabschieden sich die Projektmitarbeiterinnen und übergeben an das Bundesnetzwerk der Frauen-Beauftragten in Einrichtungen Starke.Frauen.Machen. Martina Puschke vom Weibernetz hat dazu folgenden Bericht für die kobinet-nachrichten verfasst.

Hilfsmittel mit Seele

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Foto: privat

Halle (kobinet) Zum Tag des Blindenführhundes am 29. Januar hat sich Jennifer Sonntag auf Facebook mit einem Bild und kurzen Text zu Wort gemeldet: „Paul, mein Hilfsmittel mit Seele, ist nun schon fast fünf Jahre an meiner Seite. In meinem aktuellen Beitrag auf Die Neue Norm erzähle ich euch, wie Paul zu mir kam, wie wir als Gespann zusammen arbeiten und was wir uns von unseren Mitmenschen wünschen.“

Abschlagsfreie Rente mit 60 auch für Beschäftigte von Werkstätten gefordert

Jürgen Linnemann im Rollstuhl
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Foto: privat

Gütersloh (kobinet) Eine abschlagsfreie Rente für schwerbehinderte Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mehrheitlich für erwägenswert gehalten. Der Ausschuss verabschiedete dementsprechend vor kurzem eine Beschlussempfehlung an den Bundestag, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales „als Material“ zu überweisen und sie den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben. Der Inklusionsbotschafter Jürgen Linnemann begrüßt die Diskussion für eine abschlagsfreie Rente mit 60 für Menschen mit Behinderungen. Dabei hofft er, dass Menschen mit Behinderung in Werkstätten für behinderte Menschen nicht vergessen werden. Er fordert, die abschlagsfreie Rente ab 60 auch für Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten zu ermöglichen.

Zu wenig inklusive Schulen in Sachsen

Kreise mit verschiedenfarbigen Punkten
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Foto: Aktion Mensch

DRESDEN (kobinet) Nach Ansicht des Landesinklusionsbeauftragten gibt es in Sachsen, verglichen mit anderen Bundesländern, noch immer zu wenige inklusive Schulen. Auch wenn sich die Quote hier in Sachsen verbessert habe, liege sie immer noch unter dem Bundesschnitt, erklärte der Landesinklusionsbeauftragte Michael Welsch in Dresden.