Foto: Barbara Vieweg
Jena (kobinet)
Und wieder muss die Behindertenbewegung Abschied von einer Person nehmen, die zwar meist im Hintergrund wirkte, aber im wahrsten Sinne des Wortes Millionen bewegt hat. Abschied von Bärbel Maetz, der Verwaltungsfee, die viele Projekte in finanzieller Hinsicht sicher und zugewandt durch nicht immer ruhige Gewässer steuerte und auch als Rentnerin noch mit Rat und Tat bei Verwaltungsfrage bereit stand. Im Nachruf von Barbara Vieweg auf Bärbel Maetz heißt es: „Wir müssen Abschied von unserer Kollegin Bärbel Maetz nehmen. Bärbel ist am 19. Oktober 2026 verstorben. 25 Jahre lagen die Finanzen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben in ihren erfahrenen Händen. In großen Projekten mit vielen Partnern war sie für die Finanzen zuständig. Wir übertreiben nicht, wenn wir sagen ’sie bewegte Millionen‘. Ihre Fachkompetenz, ihre Hartnäckigkeit und ihr Selbstbewusstsein waren einzigartig. Bärbel hatte keine Angst vor großen Tieren, egal ob das Bundesverwaltungsamt oder ein Ministerium. Für die Sache der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen hat sie sich oft gegen die Bürokratie und Kleinkrämerei erfolgreich durchgesetzt. Wir verlieren mit ihr eine kluge, humorvolle und durchsetzungsstarke Kollegin, mit der wir auch freundschaftlich verbunden waren.“




