Veröffentlicht am 02.07.2026 14:14 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des Gesamtverband des Paritätischen Foto: Paritätischer Gesamtverband
BERLIN (kobinet) Der Koalitionsausschuss hat weitreichende Vereinbarungen getroffen. Der Paritätische unterstützt, wie sein Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Rock bekräftigt, die konkreten Vorschläge zur Entbürokratisierung des Staates ebenso wie Vorschläge zur Entlastung von Familien und Beschäftigten. Zugleich macht der Hauptgeschäftsführer dieses Sozialverbandes eine Mängelliste auf: – In den Empfehlungen fehlen konkrete Vorschläge zur Entlastung von Menschen mit geringen Einkommen. – Notwendige Investitionen in soziale Sicherheit, Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt fehlen nahezu vollständig.
Veröffentlicht am 02.07.2026 13:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Soziale Hilfen Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Die Spitzen der schwarz-roten Koalition haben sich auf ein umfassendes Reformpaket zur Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Deutschland verständigt. Dazu erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch: „Ein starker und verlässlicher Sozialstaat und eine nachhaltig wachsende Wirtschaft sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander: Wachstum finanziert Sicherheit und Sicherheit bringt Wachstum. Dazu braucht es eine gute Balance, die beim Blick in die Details der bisherigen Reformvorschlägen noch nicht ausreichend sichtbar wird. Positiv ist sicher, dass die Koalition mit der steuerlichen Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen einen Schritt nach vorn macht. Ebenso können Entbürokratisierung oder gezielte Investitionen in Zukunftstechnologien beim Wirtschaftswachstum helfen. Allerdings belasten die aktuell geplanten Reformen in den Sozialversicherungen gerade Menschen mit kleinen Einkommen besonders hoch.“
Veröffentlicht am 02.07.2026 12:48 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beim Kunstgespräch in Deutscher Gebärdensprache Foto: Pascal-Rohe
MÜNCHEN (kobinet) Der Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) schlägt Alarm: Der Mangel an qualifizierten Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher im Freistaat ist eklatant. Auf rund 10.000 gehörlose Menschen in Bayern kommen derzeit lediglich etwa 200 aktiv praktizierende Dolmetschende. Dieses dramatische Versorgungsverhältnis von 1:50 führt im Alltag zu unhaltbaren Zuständen. Ob beim Arztbesuch, im Krankenhaus, bei Behördengängen oder im Berufsleben – täglich müssen essenzielle Termine abgesagt werden, weil schlichtweg keine Dolmetscher verfügbar sind. Trotz dieser hohen Nachfrage verzeichnet die Hochschule Landshut – der einzige bayerische Studienort für diesen Berufsweg – einen Rückgang der Bewerbungen für das im Oktober startende Wintersemester. Als eine Ursache für die sinkenden Bewerbungszahlen gilt die Verunsicherung vieler junger Menschen angesichts der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei wird häufig übersehen, dass Gebärdensprachdolmetschen weit mehr ist als das Übertragen einzelner Wörter oder Sätze.
Veröffentlicht am 02.07.2026 12:41 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOS Foto: Irina Tsicher
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung hat im Koalitionsausschuss die Änderung der Krankschreibung beschlossen. Die verpflichtende Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Tag der Erkrankung soll eingeführt werden. Die Möglichkeit zu telefonischer Krankschreibung soll abgeschafft werden.
Veröffentlicht am 02.07.2026 10:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Ralf Rohmann hält empört mit beiden Händen seinen Kopf. Vor ihm liegt ein umgefallener Roller, auf dem ein Blindenstock liegt. Foto: privat
Berlin (kobinet) Der blinde Inklusionsaktivist Ralf Rohmann aus Berlin ist empört über die gefährlichen Barrieren auf Gehwegen, wie beispielsweise herumstehende und herumliegende E-Roller. Im Interview mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten schildert er die gegenwärtige Situation und macht u.a. seinem Ärger Luft, dass der Staat durch die Duldung dieser Barrieren Menschen mit visuellen, motorischen und anderen Einschränkungen vom öffentlichen Leben ausschließt.
Veröffentlicht am 02.07.2026 08:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo am 1.7.2026 ab 16:00 Uhr am Jungfernsteg in Hamburg zur Schulbegleitung Foto: public domain
Hamburg (kobinet) Wie real die Debatten um Kosteneinsparungen und Leistungseinschränkungen sind, das zeigt sich derzeit in Sachen Schulbegleitung in Hamburg. Am 1. Juli 2026 wurde daher gegen das aktuelle Vorgehen des Hamburger Senats demonstriert. „Die Umorganisation der Schulbegleitung in Hamburg sorgt für heftigen Gegenwind: Am Jungfernstieg protestieren rund 1.000 Menschen unter dem Motto ‚Hände weg von der Schulbegleitung‘. ‚Wer an Kindern spart, zahlt morgen doppelt‘ ist einer der vielen Slogans auf den Plakaten. Oder auch: ‚Spart an Euren Diäten, nicht an unseren Kindern‘. Unter den Demonstrierenden sind viele Familien und viele Kinder mit Behinderungen. Viele sind besorgt und ärgerlich. Manchen wurde schon mitgeteilt, dass ihre Schulbegleitungsstunden gekürzt werden. Einige Familien sprechen auf der Demonstration davon, dass sie um eine Schulbegleitung kämpfen müssen – auch wenn der Bedarf klar sein sollte. Sie fordern, dass der Senat die Änderungspläne zurückzieht. So auch der Sozialverband Hamburg, die Lehrergewerkschaft GEW, die Schüler:innenkammer Hamburg und Vereine für Menschen mit Behinderung“, heißt es in einem Bericht des NDR, der auf Facebook mit einem Video von der Demonstration vom 1. Juli 2026 veröffentlicht wurde.
Veröffentlicht am 02.07.2026 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Weibernetz Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Anlässlich der Veröffentlichung geplanter Sparmaßnahmen von Bund und Ländern im Rahmen der Eingliederungshilfe fordert die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Bundesnetzwerk Weibernetz alle Verantwortlichen auf, die geplanten Änderungen zurückzunehmen und stattdessen die Rechte von Menschen mit Behinderungen konsequent an den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auszurichten. Denn es zeichnet sich ein massiver Rückschritt der Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen ab und der Verein Weibernetz sieht Frauen und Mädchen mit Behinderungen als Verliererinnen einer geplanten Sparpolitik.
Veröffentlicht am 02.07.2026 06:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Bundesagentur für Arbeit Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Auch im Juni 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten in Deutschland über 190.000. Aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass im Juni 2026 190.098 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Ein Blick zurück zeigt, dass dies über 6.000 mehr sind als im Juni 2025 als noch 184.013 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt ein Blick auf die Zeit vor der Corona-Pandemie, denn im Juni 2019 waren mit 153.876 schwerbehinderten Arbeitslosen über 35.000 weniger gemeldet. Die über 300.000 Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen hinzugenommen, die weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dort für viele Jahre arbeiten, gestaltet sich die Situation für den Personenkreis behinderter Menschen äusserst düster.
Veröffentlicht am 02.07.2026 06:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Juni 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Alarmstufe Inklusion – Wer unsere Teilhabe gefährdet hinterlässt einen gesellschaftlichen Trümmerhaufen“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juni 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestag und die Proteste drum herum, die Eingliederungshilfe und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Interessant ist, dass dieses Mal die Künstliche Intelligenz die Fragen für das Interview erarbeitet hat.
Veröffentlicht am 02.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Logo 283×133 Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Als erste deutsche Sozialorganisation bespielt die Aktion Mensch nach eigenen Angaben seit einigen Wochen regelmäßig einen eigenen Kanal auf Twitch. Twitch ist eine Livestreaming-Plattform, die es Nutzer*innen ermöglicht, Streamer*innen in Echtzeit zu verfolgen. Ein festes Host-Duo führt zweimal pro Woche – immer dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr – durch die Livestreams. Mit dem neuen Format möchte die Aktion Mensch insbesondere junge Erwachsene für gesellschaftlich relevante Themen wie Inklusion und Vielfalt sensibilisieren und über diese informieren. Die Streams bieten Raum für Diskussionen, Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen sowie interaktive Formate, die einen Austausch ermöglichen und Zusammenhalt stärken, heißt es vonseiten der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 02.07.2026 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Das Kulturbüro Sachsen hat eine Publikation mit dem Titel „Demokratie trifft Klimaschutz – Warum wir beides zusammendenken müssen und was das praktisch bedeutet“ veröffentlicht. Mit dabei sind u.a. der Beitrag „Unsichtbare Perspektiven – warum die Klimakrise ableistisch ist“ mit einem Überblick über Ökoableismus, Klimagerechtigkeit für behinderte Menschen und Ableismus in der Klimabewegung und Jana Bucke vom Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BZSL), die den Verein und ihren Nachhaltigkeitskompass vorstellt. Darauf hat Maria-Victoria Trümper von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
HANNOVER (kobinet) Rund 128.000 Haushalte in Niedersachsen beziehen Wohngeld. Sie sind auf diese Leistungen angewiesen, da die Mieten mittlerweile so hoch sind, dass sie aus eigenen Einnahmen nicht bestritten werden können. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich deshalb angesichts der geplanten Kürzungen beim Wohngeld alarmiert und macht deutlich: Die niedersächsische Landesregierung muss sich im Bundesrat gegen die Pläne stellen und endlich für bezahlbare Mieten sorgen.
Veröffentlicht am 01.07.2026 12:51 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
KROI-Vorsitzender Schukurbek Kuchkachov und der stellvertretende Vorsitzende des IB&P André Nowak Foto: IB&P
BISCHKEK / BERLIN (kobinet) Die Kirgisische Republikanische Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen (KROI) und das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation e.V. (IB&P) haben gemeinsam das Projekt „Barrierefreie sanitäre Einrichtungen für eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Bischkek“ gestartet. Das Projekt umfasst die umfassende Renovierung der sanitären Einrichtungen der KROI-Produktionswerkstatt mit dem Bau barrierefreier Duschräume und Toiletten. Die Umsetzung des Projekts wird die Barrierefreiheit der Produktionsstätte insgesamt erhöhen und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen erheblich verbessern. Für das Vorhaben stellt das IB&P 14.600 Euro zur Verfügung aus Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken (10.000 Euro) und den für das Projekt erhaltenen Spenden. Das Projekt soll Ende August mit einer offiziellen Übergabe und mit einem deutsch-kirgisischen Erfahrungsaustausch zum barrierefreien und umweltbewussten Bauen abgeschlossen werden.
Veröffentlicht am 01.07.2026 12:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
BERLIN (kobinet) Anlässlich des Koalitionsausschusses am Donnerstag fordert der Sozialverband VdK Deutschland die Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen endlich umzusetzen – sozial gerecht und solide gegenfinanziert. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärt: „Wer die Mitte der Gesellschaft wirklich entlasten will, muss mehr tun, als nur die Einkommensteuer zu senken. Gerade kleine Einkommen werden weniger durch Steuern als durch die steigenden Ausgaben für den täglichen Bedarf überproportional belastet. Hier muss die Koalition neben einer Reform der Einkommensteuer endlich handeln.“ Der VdK hat ein eigenes Steuerkonzept entwickelt, das eine umfassende und sozial ausgewogene Reform des Einkommensteuertarifs vorsieht. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Anhebung des Grundfreibetrags von derzeit 12.348 Euro (für Alleinstehende) auf 15.400 Euro.
Veröffentlicht am 01.07.2026 12:34 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Kinder auf Spielplatz Foto: ISL
DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband SoVD (NRW) Deutschland fordert die NRW-Landesregierung dazu auf, das Recht auf schulische Inklusion, also gemeinsames Lernen ohne Ausgrenzung, endlich ernst zu nehmen. Anlass sind neueste Zahlen der Studie „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Dieser vom Deutschen Institut für Menschenrechte in Auftrag gegebenen Studie zufolge lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Bundesweit wurden rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.
Veröffentlicht am 01.07.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sportler*innen-Ehrung in Tübingen mit Cary Hailfinger Foto: Thomas Dinges
Tübingen (kobinet)
Und es geht doch, wenn man nach Lösungen sucht. Cary Hailfinger berichtet auf Facebook über die am 30. Juni 2026 erfolgte Sportler*innen-Ehrung, an der auch sie als Rollstuhlnutzerin gleichberechtigt teilnehmen konnte, nachdem es im Vorfeld erhebliche Aufregung darum gab, ob die Ehrung barrierefrei erfolgen kann: „Heute war es soweit, die Sportlerehrung in Tübingen fand statt. Der neu umgebaute Mark-Kemmler-Saal der Musikschule ist wohl ein perfektes Beispiel wie ein stufenloser Zugang zu einer Bühne aussehen kann. Eine Treppe, die sich auf Knopfdruck zum Hublift umfunktionieren lässt. Mit einer zulässigen Traglast von 400 kg ist dieser Lift auch für schwere Elektrorollstühle geeignet. Dass eine solche Lösung nicht überall möglich ist und zum absoluten Goldstandard gehört, darüber braucht man nicht diskutieren. Ich danke hier nochmal der Stadt Tübingen, Herrn Boris Palmer und insbesondere Frau Gundula Schäfer-Vogel für die Lösungssuche, für die diesjährige Sportlerehrung. Auch für die nächsten Jahre gibt es schon eine Lösung, die dann dauerhaft sein wird.“
Veröffentlicht am 01.07.2026 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Kanzleramt Foto: Irina Tsicher
Berlin (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heute am 1. Juli 2026 tagenden Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investitionen, damit Kinder und Jugendliche in Deutschland zukünftig gleichwertige Lebenschancen haben, eine ausreichende soziale Absicherung bekommen sowie ein langfristig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden. Dafür braucht es in Bund, Ländern und Kommunen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die flächendeckende Umsetzung der Kinderrechte, die seit mehr als 30 Jahren in der UN-Kinderrechtskonvention normiert sind.
Veröffentlicht am 01.07.2026 07:02 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo am 1.7.2026 ab 16:00 Uhr am Jungfernsteg in Hamburg zur Schulbegleitung Foto: public domain
Hamburg (kobinet)
Wenn über Einsparungen bei der Eingliederungshilfe gesprochen wird, geht es in der Regel schnell um die Schulassistenz. Hier plant die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ministerpräsident*innen der Länder den individuellen Anspruch in ein vornehmliches strukturelles Pooling-Angebot an Schulen umzuwandeln. In einigen Regionen tun sich Eltern bereits schwer, die passende Schulassistenz zu bekommen, deshalb wird heute am 1. Juli 2026 in Hamburg demonstriert. „Die Zahl von Schulbegleitungen in Hamburg ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig sind die Kosten explodiert! Die Bildungs- und Familienbehörde Hamburg kann sich diesen Anstieg nicht erklären. Dabei liegt es klar auf der Hand: Hamburgs Schulen sind noch lange nicht inklusiv! Kommt zur Demo: 01.07.2026, 16 Uhr am Jungfernstieg“, so heißt es in einem Facebook-Post von Silke Brockerhoff.
Veröffentlicht am 01.07.2026 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Martina Puschke 2022 Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Genau heute vor 25 Jahren, am 1. Juli 2001, trat das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) in Kraft. Martina Puschke von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz erinnert sich an die Erstellung des Gesetzes damals. Und sie erinnert in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten an den damaligen Gesetzgebungsprozess und dessen Bedeutung für heute.
Veröffentlicht am 01.07.2026 06:53 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
in Schockstarre quasi Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Good bye „Summertime and the living is easy“. Vorbei ist es mit der sommerlichen Unbeschwertheit. Und nicht nur einen Sommer lang, sondern für alle Zeit! Für einen erdgeschichtlichen Äon, ein Erdzeitalter lang. Kein kosmisches Verhängnis und auch kein göttliches Strafgericht, nein, menschengemacht!
Veröffentlicht am 01.07.2026 06:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) Mit einem Offenen Brief an den Bundeskanzler hat sich „Das Bündnis Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen“ an Bundeskanzler Friedrich Merz zur geplanten BGG-, Gesundheits- und Pflegereform gewandt. „Die von Ihrer Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wird ihrem Namen nicht gerecht. Statt echte Fortschritte bei der Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen, droht sie bestehende Benachteiligungen fortzuschreiben und in einzelnen Bereichen sogar zu verschärfen. Besonders kritisch ist, dass auch künftig keine wirksame und allgemeine Verpflichtung zur Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft geschaffen werden soll. Barrierefreiheit bleibt damit für viele Unternehmen weiterhin weitgehend freiwillig. Für Millionen Menschen mit Behinderungen bedeutet dies, dass ihnen der gleichberechtigte Zugang zu Dienstleistungen, Produkten, Informationen und gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin erschwert oder verwehrt wird“, heißt es in dem Offenen Brief, auf den Gerd Miedthank die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 01.07.2026 06:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Eva-Maria Thoms Foto: Lingscheid/mittendrin e.V.
Köln (kobinet) „Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat am 30. Juni 2026 Ergebnisse einer umfangreichen Elternbefragung vorgelegt, die schulpolitische Gewissheiten vieler Landesregierungen und Kommunen widerlegen. Demnach sind die hohen Anmeldezahlen an Förderschulen nicht Ausdruck des Elternwillens, sondern hausgemacht. Mehr als 80 Prozent der befragten Eltern wollen gar nicht, dass Kinder mit und ohne Behinderung auf verschiedene Schulen gehen. Selbst von den Förderschuleltern geben 68,7 Prozent an, dass sie sich sicher oder wahrscheinlich für eine inklusive Schule entschieden hätten – wenn die Politik dort für gute Bedingungen gesorgt hätte. Das Institut schlussfolgert: ‚Eltern wünschen sich inklusive Beschulung, werden aber durch die defizitären Strukturen ausgebremst.'“ Darauf hat der Verein mittendrin, der sich seit vielen Jahren für schulische Inklusion einsetzt, aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 30.06.2026 16:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Verleihung des 21. Rudolf-Freudenberg-Preises an die Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH in Berlin. Foto: Harald Fuhr Eventpress Agentur
BERLIN (kobinet) Im Rahmen der Mitgliederversammlung der bag if wurde Ende Juni 2026 der 21. Rudolf-Freudenberg-Preis vergeben. Der von der Freudenberg Stiftung und der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) verliehene Preis würdigt unternehmerische Konzepte in Inklusionsunternehmen. Das diesjährige Motto lautete: „Vorbildliche Geschäftsideen und -konzepte in Inklusionsunternehmen“. Aus zahlreichen überzeugenden Bewerbern wählte die Jury die Lidis Dienstleistungsgesellschaft mbH aus, die den Preis für die Entwicklung und Einführung eines digitalen Tools zur Arbeitsvorbereitung und -begleitung in der Gebäudereinigung erhielt. ber individuell konfigurierte Tablets oder Mobiltelefone erhalten die Mitarbeitenden alle wichtigen Informationen für ihren Arbeitstag: von Arbeitszeiten und Urlaubsplanung über tägliche Arbeitsabläufe und Leistungsverzeichnisse bis hin zu Materialbestellungen und Wegführung zum Einsatzort. Tätigkeiten werden mit wenigen Worten, Piktogrammen und einem klaren Farbsystem dargestellt, damit auch Beschäftigte mit eingeschränkten Lese- und Schreibfähigkeiten ihre Aufgaben sicher, selbstständig und in hoher Qualität ausführen können.
Veröffentlicht am 30.06.2026 15:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
BERLIN (kobinet) Schon in wenigen Monaten sollen Gehwege in Berlin ohne wild abgestellte E-Scooter und Leihräder sein – das fordert ein Bündnis von rund 40 Organisationen. Das Bündnis ist breit und bunt und zeigt, wie umfassend der Unmut über das vor sieben Jahren ausgebrochene Chaos ist. Die Organisationen vertreten die Belange der Berliner Seniorinnen und Senioren, von Menschen mit Behinderungen und sozial Benachteiligten; hinzu kommen Verbände aus den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Verkehr, Stadtbild und Stadtkultur. Das Bündnis verweist darauf, dass am 31. März 2027 die Sondernutzungs-Genehmigungen des Senats für den Verleih von derzeit 65.000 E-Scootern, Fahrrädern und E-Motorrollern auslaufen. Diese Genehmigungen erlauben grundsätzlich das Abstellen überall. Sie enthalten zwar Verbote, die aber nach Vor-Ort-Studien und Hochrechnungen täglich mindestens 20.000-fach durchbrochen werden.
Veröffentlicht am 30.06.2026 14:58 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sandra Glöckler mit jungen Reit- und Pferdefreunden auf dem Weg zum Reitzelt Foto: Picasa
HESSISCH LICHTENAU (kobinet) Seit zehn Jahren betreibt Sandra Glöckler in Hessisch Lichtenau das Therapiezentrum „Rolli auf Trab“ – ein Angebot, das es in dieser Form wohl kein zweites Mal in Deutschland gibt. Nun droht diesem beispielhaften Angebot das Aus. Die Stadt Hessisch Lichtenau hat die Pachtverträge für die angrenzenden Wiesenflächen gekündigt und das ohne Eigenbedarf anzumelden sowie ohne konkreten Kaufinteressenten. Der aufgerufene Kaufpreis übersteigt die Möglichkeiten des sozialen Unternehmens wie „Rolli auf Trab“ bei Weitem. Bund und Land haben rund 750.000 Euro in die barrierefreie Infrastruktur investiert: Pflasterwege, elektrische Türöffner, Rampe, Liftsystem und ein überdachtes Reitzelt von 21 Metern Durchmesser mit Spezialsand. Auf der gekündigten Weide steht die elektrische Aufstiegshilfe, ohne die Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nicht reiten können. Besonders kritisch ist ein rund ein Hektar großes Flurstück, das für die artgerechte Pferdehaltung unverzichtbar ist – der Kaufpreis von rund 350.000 Euro ist für ein soziales Unternehmen nicht zu stemmen. 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind direkt betroffen
Berlin (kobinet) Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Exklusionsquote in Europa: Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. 60 Prozent dieser Kinder finden sich in Förderschulen wieder. Dabei lehnen 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen eine getrennte Beschulung ab. 69 Prozent der Eltern mit Kindern auf Förderschulen würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn die Bedingungen dort besser wären. Das zeigt die neue Studie „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Erstmals wurden bundesweit rund 7.500 Eltern von Kindern mit Behinderungen zu ihren Erfahrungen befragt.
Veröffentlicht am 30.06.2026 08:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Protest zur BGG-Reform am Paul-Löbe-Haus am 22. Juni 2026 Foto: laut-werden.de / Dennis Steinhilber / instagram.com/lautwerden
Berlin (kobinet) Ein Blick auf die Tagesordnung des Plenum des Deutschen Bundestages für die letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause vom 8. bis 10. Juli 2026 zeigt, dass der Gesetzentwurf zu Ändereungen des Behindertengleichstellungsgesetz nun wohl erst nach der Sommerpause in zweiter und dritter Lesung behandelt und beschlossen werden dürfte. Damit reiht sich der Bundestag nahtlos in die bisherige Entwicklungsgeschichte der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz ein, die bisher von vielen Ankündigungen und ständigen Verschiebungen bis zu einem heftig kritisierten Gesetzentwurf reicht. Ob die erneute Verschiebung der abschließenden Behandlung des Gesetzes nach der von massiven Protesten begleiteten Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales am 22. Juni 2026 gut oder schlecht für mögliche Verbesserungen des Gesetzentwurfs im Sinne einer wirksamen Barrierefreiheit ist, dazu gibt es verschiedene Ansichten innerhalb der Behindertenorganisationen.
Veröffentlicht am 30.06.2026 06:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Blick auf das Bundeskanzleramt Foto: H. Smikac
Berlin (kobinet) „Bund, Länder und Kommunen haben in den vergangenen Monaten in einem umfangreichen Prozess Vorschläge zum effizienten Ressourceneinsatz diskutiert. Der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder stellen fest, dass sich die erzielten Ergebnisse in die vom Bund angestoßenen übergeordneten Reformpakete einordnen müssen, damit eine insgesamt ausgewogene und zukunftsgerechte Neujustierung der Sozialsysteme und des Steuerrechts gewährleistet wird. Auf dieser Grundlage halten Bund und Länder die aus der Anlage ersichtlichen Änderungen in mehreren Leistungsgesetzen des Bundes (Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Unterhaltsvorschuss) für geboten, um vertretbare und notwendige Einsparungen und Effizienzen erreichen zu können. Die durch diese Änderungen erzielten Einsparungen sind von dem Regelmechanismus gemäß Ziffer 2 ausgenommen. Im weiteren Verlauf der Gesetzgebungsverfahrens kommt es jetzt darauf an, auch die betroffenen Verbände und Sozialpartner in den Prozess einzubinden.“ So heißt es u.a. im Beschluss der Besprechung des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen der Regierungschefs der Länder vom 25. Juni 2026 in Berlin.
Veröffentlicht am 30.06.2026 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Statue Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Halle (kobinet) Das Landessozialgericht (LSG) Sachsen-Anhalt hat in einem Beschluss von März 2026 entschieden, dass ein Träger der Sozialhilfe verpflichtet sein kann, auch vorläufig Kosten für einen Assistenzhund zu übernehmen. Die Antragstellerin beantragte dies bereits vor einer endgültigen Entscheidung. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichtren aufmerksam.
Veröffentlicht am 30.06.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) Berlin soll für alle Menschen zugänglicher werden. Wie das wirklich gelingen kann, darüber hat sich die Berliner Sozialsenatorin Cansel Kızıltepe am 29. Juni 2026 mit dem Team der Landesfachstelle für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen ausgetauscht. Der Verein Sozialhelden führt seit November 2025 im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung die neue Landesfachstelle für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen. Mit dabei war auch Inklusionsaktivist und Vorstand der Sozialheld*innen Raúl Krauthausen, wie es in einer Presseinformation der Landesfachstelle für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen Berlin heißt.
Veröffentlicht am 30.06.2026 05:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des DBSV Foto: DBSV
Berlin (kobinet) In den vergangenen acht Jahren hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) im Schnitt eine Resolution jährlich verabschiedet – und dann drei Resolutionen und eine Entschließung in nur drei Tagen. Ein Blick in das Programm des DBSV-Verbandstages 2026 zeigt die enorme inhaltliche Bandbreite der Verbandsarbeit und macht deutlich, an wie vielen Stellen es derzeit brennt. Im Folgenden wird kurz vorgestellt, um was es bei den Beschlüssen des Verbandstages jeweils geht und was vom DBSV gefordert wird. Wenn Sie mehr zu einem der Themen wissen möchten, klicken Sie einfach auf die jeweilige Überschrift, um zur eigentlichen Resolution mit detaillierten Informationen zu gelangen.
Veröffentlicht am 30.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des BSK Foto: BSK e.V.
Berlin (kobinet) Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) hat im Rahmen der vom dem Protestratschlag Eingliederungshilfe organisierten Proteste am 25. Juni 2026 an zwei Protestaktionen mit Redebeiträgen teilgenommen und diese mitgeplant. Grund sind die von der Bundesregierung geplanten massiven Kürzungsvorschlägen in der Eingliederungshilfe sowie in der Kinder- und Jugendhilfe, die auf dem Treffen des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsidenten an diesem Tag beraten wurden. Diese Pläne weist der BSK kategorisch und nachdrücklich zurück. Es dürften keine Leistungskürzungen erfolgen, heißt es in einem BSK-Bericht über die Protestaktionen.
Veröffentlicht am 29.06.2026 12:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Inklusion Foto: Lebenshilfe Bayern
BERLIN (kobinet) Jetzt ist die achte Auflage des Ratgebers „Recht auf Teilhabe“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe erschienen. Darin werden alle wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung vorgestellt – praxisnah und auf dem neuesten Rechtsstand. Das 460 Seiten starke Buch im Format 17 mal 24 Zentimeter erläutert umfassend und verständlich zahlreiche gesetzliche Neuerungen etwa bei der Eingliederungshilfe, der Pflege und der Gesundheitsversorgung. Allen 17 Kapiteln sind Schaubilder vorangestellt, die verdeutlichen, welche Unterstützungsleistungen in welcher Lebensphase zur Verfügung stehen. Der Ratgeber richtet sich an Mitarbeitende von Beratungsstellen und Leistungserbringern, an rechtliche Betreuer*innen sowie an Eltern, Geschwister und andere Angehörige von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Er trägt dazu bei, dass Menschen mit Behinderung und deren Familien ihre Rechte kennen und durchsetzen können. Gleichzeitig zeigt das Buch, welche Schritte notwendig sind, wenn Bescheide überprüft oder Rechte durchgesetzt werden müssen, und wo es Beratung gibt. Das „Recht auf Teilhabe“ mit der ISBN-Nummer 978-3-88617-593-2 kann zum Preis von 36,80 Euro plus Versandkosten im Internet, per E-Mail oder unter Telefon 06421/491-123 bestellt werden.
Veröffentlicht am 29.06.2026 12:32 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Betreuungssituation braucht klaren Rahmen Foto: Adobe Stock
BERLIN (kobinet) Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB) hat sich mit einem Brandbrief der BdB an Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig gewandt. Darin legt Geschäftsführer Dr. Harald Freter dar, dass der neue Heimbegriff weiterhin unklar ist und zum Teil zu erheblichen Einbußen bei Betreuerinnen und Betreuern führt. Anlass sind die negativen Folgen des seit Januar 2026 geltenden Heimbegriffs im Vormünder- und Betreurvergütungsgesetz (VBVG). Nach Auffassung des Verbands sorgt die Neuregelung nicht für mehr Klarheit, sondern für neue Rechtsunsicherheit und weitere finanzielle Nachteile für Berufsbetreuerinnen.
Veröffentlicht am 29.06.2026 08:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover der IGEL-Podcast-Reihe Hingehört mit Susie Mehler Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Wenn Teilhabe an Uhrzeiten scheitert – Ein Gespräch mit Susie Mehler“, so lautet der Titel der ersten Folge von „HINGEHÖRT – Menschen erzählen Teilhabe“, einer neuen Podcastreihe im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die Sascha Lang nun veröffentlicht hat. Den Auftakt in der neuen Reihe macht Susi Mehler, pflegende Mutter, Podcasterin und eine starke Stimme für Familien mit Kindern mit Behinderung. In dieser Folge geht es u.a. um ein Thema, das oft unterschätzt wird: starre Betreuungszeiten, wie es in der Ankündigung des IGEL-Podcast vom 28. Juni 2026 heißt.
Veröffentlicht am 29.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Traum für Freizeitkapitäne: Fünf Seen im Lausitzer Seenland verschmelzen über schiffbare Kanäle zu einem Wasserwanderparadies. Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland/ Steffen Rasche
SENFTENBERG (kobinet) Heute verschmelzen im Lausitzer Seenland zwischen Berlin und Dresden fünf Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserwanderparadies – fast 60 Jahre nach Beginn der Flutung des ersten Sees! Für Urlauber und Wassersportler eröffnen sich damit jetzt völlig neue Möglichkeiten. Mit dem Boot ohne Umsetzen von See zu See durch das Herz des Lausitzer Seenlandes schippern: Wovon Motor- und Hausbootkapitäne, Wasserwanderer und Freizeitsegler seit vielen Jahren träumen, wird jetzt Realität. Mit dem heutigen tag werden dann die aus gefluteten Tagebauen entstandenen Seen Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See über schiffbare Kanäle zu einem gemeinsamen Verbund. Die zusammenhängende Wasserfläche beträgt dann etwa 5.300 Hektar. Es ist ein Meilenstein für das Lausitzer Seenland.
Veröffentlicht am 29.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bärbel Bas und andere Gäste beim Verbandstag des DBSV 2026 Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Anlässlich des Verbandstages des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) hat Bärbel Bas am 26. Juni 2026 allen Tendenzen, behinderte Menschen und ihre Anliegen als eine Belastung für die Gesellschaft darzustellen, eine Absage erteilt. „Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und gleiche Chancen sind keine Interessen einzelner Gruppen. Sie sind der Maßstab dafür, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen“, sagte die Bundessozialministerin in ihrem Statement vor Delegierten aus ganz Deutschland und geladenen Gästen des Verbandes. DBSV-Präsident Hans-Werner Lange begrüßte die klaren Worte der Ministerin als ein wichtiges Signal: „Mit großer Sorge nehmen wir wahr, dass Menschen mit Behinderungen zunehmend als Bürde für die Gesellschaft dargestellt werden – sei es in der Diskussion um die Eingliederungshilfe oder im Entwurf für das neue Behindertengleichstellungsgesetz, in dem alle nötigen baulichen Veränderungen und Änderungen von Gütern und Dienstleistungen pauschal als unverhältnismäßige Belastung für die Wirtschaft gelten. Dadurch werden Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung und Solidarität infrage gestellt.“
Veröffentlicht am 29.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Bund und Länder planen massive Einschnitte beim Wohngeld: Laut einem Gesetzentwurf des Bundesbauministeriums sollen 2027 insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro eingespart werden, ab 2028 soll die jährliche Kürzung sogar auf über zwei Milliarden Euro steigen. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte dazu: „Bund und Länder wollen ausgerechnet bei Menschen sparen, die schon heute kaum ihre Miete bezahlen können. Was das Bauministerium hier vorlegt, ist eine der größten Sozialkürzungen der letzten Jahre. Und sie trifft diejenigen, die sich am wenigsten dagegen wehren können. Über die Hälfte der Wohngeldhaushalte sind Seniorinnen und Senioren mit kleinen Renten. 44 Prozent sind Familien, viele davon Alleinerziehende. Diese Menschen haben kein Polster, kein zweites Einkommen und keine Rücklagen – sie haben das Wohngeld. Nun sollen sie erhebliche Teile dieser Unterstützung verlieren.“
Veröffentlicht am 29.06.2026 04:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic mit Bild von Helen Keller mit Hinweis auf 10 Jahre TBL Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Zum Geburtstag der taubbinden Autorin Helen Keller am 27. Juni 2026 hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) während seines Verbandstags eine Resolution mit dem Titel „10 Jahre Merkzeichen taubblind – Jetzt echte Teilhabe möglich machen!“ verabschiedet. Seit 10 Jahren wird Taubblindheit in Deutschland als Behinderung eigener Art anerkannt. Im Schwerbehindertenausweis steht dafür das Merkzeichen TBl. „Nun müssen Politik und Verwaltung endlich auch die Unterstützung taubblinder Menschen auf eine stabile Grundlage stellen“, so die Forderung des DBSV.
Veröffentlicht am 28.06.2026 23:53 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) Um sich darüber zu empören und es politisch und moralisch vollkommen inakzeptabel zu finden, wie die derzeitige Regierungspolitik, die für Rüstung und Kriegstüchtigkeit an dreistelligen Milliardensummen locker macht …