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Pride Monat im Zeichen des Einsatzes für die Grundgesetzgergänzung

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

Berlin (kobinet) Am 1. Juni hat der Pride-Monat, in dem queeres Leben, Bedarfe und politische Forderungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen, a_spec und weiteren queeren Menschen (LSBTIAQ*) sichtbarer werden, begonnen. Dazu erklärt Andre Lehmann aus dem Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt: "Für uns steht der Pride-Month dieses Jahr im Zeichen der längst überfälligen Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes. Bei den CSDs, die in den kommenden Wochen in ganz Deutschland stattfinden, haben wir die Gelegenheit, geschlossen diese Community-Forderung sichtbar zu machen. Gemeinsam mit queeren Organisationen vor Ort, auf Landes- und auf Bundesebene werden wir deutlich machen, dass wir uns nicht länger vertrösten lasssen. Ab jetzt können mit unserem Mailing-Tool alle aktiv werden und die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises direkt auf unser Anliegen ansprechen."

„Noch immer schützt Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes LSBTIAQ* nicht explizit. Das muss sich dringend ändern. In der nächsten Wahlpreriode des Deutschen Bundestag könnte die dafür nötige Zweidrittelmehrheit zunehmend schwierig werden. Die Schließung dieser historischen Schutzlücke wäre ein Gewinn für die gesamte Demokratie“, Andre Lehmann.

Link zur Presseinformation des Verbands und zu weiteren Infos

Die Behindertenbewegung war im Gegensatz zur LSBTIAQ* Community bei der Ergänzung des Grundgesetzes 1994 dahingehend erfolgreich, dass der Satz „Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Dies hatte in den folgenden Jahren eine Reihe von Auswirkungen auf Gerichtsentscheidungen und die Gestaltung von Gesetzen.

Link zur Kampagnenseite u.a. mit Statements von Prof. Dr. Theresia Degener und Dinah Radtke