BERLIN (kobinet)
Extreme Hitze ist gefährlich.
Viele Menschen sterben an großer Hitze.
Das ist ein großes Problem für die Gesundheit.
Eine Hitze-Welle Ende Juni war sehr schlimm.
Das Robert Koch-Institut heißt kurz: RKI.
Das RKI ist eine Gesundheits-Behörde in Deutschland.
Eine Behörde ist ein staatliches Amt.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Das Statistische Bundes-Amt sammelt Zahlen über Deutschland.
Es ist ebenfalls eine staatliche Behörde.
Das RKI schätzt: Etwa 5.100 Menschen sind gestorben.
Eine Schätzung ist keine genaue Zahl.
Die genaue Zahl ist nicht bekannt.
Das Statistische Bundes-Amt schätzt sogar: Etwa 6.800 Menschen.
Rüdiger Schuch ist Chef der Diakonie Deutschland.
Sein Titel lautet: Präsident.
Die Diakonie ist eine große Hilfs-Organisation.
Sie hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Schuch sagt: Fehlender Hitze-Schutz tötet Menschen.
Hitze-Schutz ist kein Luxus.
Luxus bedeutet: etwas Teures, das man nicht unbedingt braucht.
Hitze-Schutz ist lebens-wichtig.
Hitze-Schutz muss es an diesen Orten geben:
In Pflege-Heimen.
In Kitas.
In Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.
Eine Behinderung macht viele Dinge schwieriger.
Diese Menschen brauchen oft mehr Hilfe.
Ein Pflege-Heim ist ein Wohn-Ort für kranke oder alte Menschen.
Dort helfen Fach-Leute den Bewohnern jeden Tag.
Eine Einrichtung ist ein Ort zum gemeinsamen Arbeiten oder Wohnen.
Diese Menschen brauchen besonderen Schutz vor Hitze.
Die Diakonie fordert Geld für Hitze-Schutz.
Der Bund hat ein Sonder-Vermögen.
Sonder-Vermögen ist Geld, das der Staat extra zurücklegt.
Dieses Geld ist nur für besonders wichtige Aufgaben.
Davon sollen Pflege-Heime und Behinderten-Einrichtungen profitieren.
Extreme Hitze trifft arme Menschen besonders hart.
Ihre Wohnungen werden im Sommer sehr heiß.
Es gibt dort wenig Grün-Flächen.
Grün-Flächen sind Parks und Wiesen mit Pflanzen.
Dort kann man sich abkühlen.
Schuch sagt: Klima-Anpassung muss Pflicht werden.
Klima-Anpassung bedeutet: sich auf mehr Hitze vorbereiten.
Pflicht bedeutet: Man muss es tun.
Man darf nicht Nein sagen.
Das darf keine freiwillige Aufgabe bleiben.
Der Staat muss Klima-Anpassung sicherstellen.

Foto: Fatih Turan
BERLIN (kobinet) Extreme Hitze ist längst keine Ausnahme mehr, sondern eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Klimakrise. Hitzewellen dauern länger, treten häufiger auf und gefährden insbesondere Menschen, die besonderen Schutz benötigen. So hat die Hitzewelle Ende Juni in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 5.100 hitzebedingte Todesfälle verursacht, wie aus dem am 9. Juli veröffentlichten Wochenbericht zur Hitzemortalität hervorgeht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts könnte die tatsächliche Zahl der Todesfälle mit einer geschätzten Übersterblichkeit von rund 6.800 Fällen in der Hitzewoche im Juni noch höher liegen.
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch betont in diesem Zusammenhang: „Unterlassener Hitzeschutz kostet Menschenleben. Hitzeschutz in Pflegeheimen, Kitas und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig. Der Bund muss Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) auch für den Schutz sozialer Einrichtungen bereitstellen. Alte, kranke und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen und die Beschäftigten, die sie versorgen, müssen beim Hitzeschutz Vorrang haben.“
Die Diakonie Deutschland appelliert deshalb an Bund, Länder und Kommunen, Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen als verbindliche Pflichtaufgabe in die Klimaanpassungsplanung aufzunehmen und Investitionskosten über das Sondervermögen zu sichern. Der Schutz von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und Personal erfordere eine dauerhafte Aufnahme der Kosten in die Regelfinanzierung sowie finanzielle Unterstützung bei der energetischen Sanierung der über 100.000 Sozialimmobilien der Freien Wohlfahrtspflege.
Die Auswirkungen der Klimakrise sind auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Menschen mit geringem Einkommen leiden häufiger unter den Folgen extremer Hitze: Wohnungen in sozial benachteiligten Quartieren heizen sich im Sommer übermäßig auf, während Grünflächen und kühlende Rückzugsorte fehlen.
„Klimaanpassung darf keine freiwillige Zusatzaufgabe bleiben, sondern muss Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge werden“, so Schuch.

Foto: Fatih Turan
BERLIN (kobinet) Extreme Hitze ist längst keine Ausnahme mehr, sondern eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Klimakrise. Hitzewellen dauern länger, treten häufiger auf und gefährden insbesondere Menschen, die besonderen Schutz benötigen. So hat die Hitzewelle Ende Juni in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 5.100 hitzebedingte Todesfälle verursacht, wie aus dem am 9. Juli veröffentlichten Wochenbericht zur Hitzemortalität hervorgeht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts könnte die tatsächliche Zahl der Todesfälle mit einer geschätzten Übersterblichkeit von rund 6.800 Fällen in der Hitzewoche im Juni noch höher liegen.
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch betont in diesem Zusammenhang: „Unterlassener Hitzeschutz kostet Menschenleben. Hitzeschutz in Pflegeheimen, Kitas und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig. Der Bund muss Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) auch für den Schutz sozialer Einrichtungen bereitstellen. Alte, kranke und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen und die Beschäftigten, die sie versorgen, müssen beim Hitzeschutz Vorrang haben.“
Die Diakonie Deutschland appelliert deshalb an Bund, Länder und Kommunen, Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen als verbindliche Pflichtaufgabe in die Klimaanpassungsplanung aufzunehmen und Investitionskosten über das Sondervermögen zu sichern. Der Schutz von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und Personal erfordere eine dauerhafte Aufnahme der Kosten in die Regelfinanzierung sowie finanzielle Unterstützung bei der energetischen Sanierung der über 100.000 Sozialimmobilien der Freien Wohlfahrtspflege.
Die Auswirkungen der Klimakrise sind auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Menschen mit geringem Einkommen leiden häufiger unter den Folgen extremer Hitze: Wohnungen in sozial benachteiligten Quartieren heizen sich im Sommer übermäßig auf, während Grünflächen und kühlende Rückzugsorte fehlen.
„Klimaanpassung darf keine freiwillige Zusatzaufgabe bleiben, sondern muss Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge werden“, so Schuch.





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