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Was macht eigentlich Birger Höhn?

Birger Höhn
Birger Höhn
Foto: Jenny Klestil Photography

Kassel / Dresden (kobinet) „Was macht eigentlich Birger Höhn?“ Dieser Frage ist kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview mit Birger Höhn aus Dresden nachgegangen. Seit vielen Jahren engagiert sich dieser in eine Reihe von Bereichen in der Behinderten- und Inklusionspolitik. Seit dem letzten Jahr, als Birger Höhn an der Weiterbildung zum Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) teilgenommen hat, hat sich einiges in seinem Leben und seinem Engagement getan, wie Ottmar Miles-Paul erfuhr.

Roman befeuert Diskussion um Reform des Werkstättensystems

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Kassel (kobinet) „Zündeln an den Strukturen“ lautet der provokante Titel des Reportage-Roman von Ottmar Miles-Paul über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und die nötigen Reformen im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention. Am 13. März 2024 findet dazu in Bremen auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein eine Lesung im Kwadrad statt. Und eine Reihe weiterer Lesungen sind schon geplant, wie kobinet-Redakteur Hartmut Smikac im Interview mit dem Behindertenrechtler erfuhr. Während die Flammen im Roman fiktiv sind, befeuert der Roman jedoch zusehends die reale Diskussion über die Situation in Werkstätten für behinderte Menchen und vor allem um Alternativen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das durch den Roman angestoßene Gedankenspiel was möglich wäre, wenn es keine Werkstatt mehr gäbe bzw. wenn das Budget für Arbeit besser genutzt würde, hat dabei schon einige zum Nachdenken gebracht, wie Ottmar Miles-Paul im kobinet-Interview berichtet.

Viel zu tun im Projekt zur außerklinischen Intensivpflege

Bild mit Begriffen zur außerklinischen Intensivpflege
Bild mit Begriffen zur außerklinischen Intensivpflege
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Vor einigen Monaten haben wir in den kobinet-nachrichten das Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zur Außerklinischen Intensivpflege (AKI) und damit einhergehend das Projektteam vorgestellt. Wie hat sich das Projekt bisher entwickelt? Welche Angebote für die betroffenen Menschen gibt es jetzt? Und wie gestaltet sich die Situation Betroffener derzeit? Über diese und weitere Fragen führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul ein Interview mit den Projektmitarbeiter*innen Henriette Cartolano, Eliza Gavin, Nina Hoffmann und Thomas Koritz.

Hört uns zu! Selbstvertretung junger Menschen mit Beeinträchtigung

Justus Lauer
Justus Lauer
Foto: privat

Nauen (kobinet) Der 14jährige Justus Lauer aus Nauen ist in der Selbstvertretung der jungen Menschen mit Beeinträchtigung aktiv und hat diese entscheidend mit angeschoben. Er wirkt derzeit als Selbstvertreter im Prozess der SGB XIII Reform mit und moderierte vor kurzem eine Familienkonferenz zum Thema. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der am 27. Februar 2024 in einem Forum zur Partizipation bei der Konferenz mit dem Titel „Neuer Schwung für die UN-BRK in Deutschland: Wie weiter nach der zweiten Staatenprüfung?“ mitwirkt, sprach im Vorfeld der Veranstaltung mit Justus Lauer über seine Erfahrungen und Wünsche in Sachen Selbstvertretung und Partizipation junger Menschen mit Beeinträchtigungen.

Noch kein Friedensplan

Zerstörungen im Gaza-Streifen
Kriegsruinen im Gaza-Streifen
Foto: UNICEF/Hassan Islyeh

Berlin (kobinet) Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht in das dritte Jahr. Krieg bis zur Erschöpfung? Das israelische Kriegskabinett hat indessen grünes Licht für eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Feuerpause im Gazastreifen gegeben.

Bei Debatte um sogenanntes Sexkaufverbot Belange behinderter Menschen berücksichtigen

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Deutsche Bundestag debattiert heute am 23. Februar 2024 voraussichtlich gegen 12:25 Uhr einen Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für ein sogenanntes Sexkaufverbot. Geplant ist die Bestrafung derjenigen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Weiterhin wird der Betrieb von sämtlichen Bordellen, Laufhäusern und anderen Einrichtungen, in denen Prostitution ausgeübt wird, sowie Straßenprostitution, verboten. Außerdem sollen Beratungs- und Präventionsangebote gestärkt und Ausstiegsprogramme auf dem Weg gebracht werden. Der Rechtsanwalt Dr. Martin Theben hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und vor allem auch damit, was dies für behinderte Menschen, die auf Sexualassistenz angewiesen sind, bedeuten könnte. Hierzu hat er auch schon ein Gespräch mit Unionsabgeordneten geführt. Für die kobinet-nachrichten hat Martin Theben folgenden Kommentar verfasst:

2 Frauen – mehrere gute Nachrichten zur Inklusion

Cover des IGEL-Podcast mit Ellen Kubica und Juliane Harms
Cover des IGEL-Podcast mit Ellen Kubica und Juliane Harms
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „2 Frauen – mehrere gute Nachrichten zur Inklusion“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der im Rahmen des Projektes Gute Nachrichten zur Inklusion“ entwickelt wurde. Der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang sprach dabei zusammen mit dem Koordinator des Projektes Gute Nachrichten zur Inklusion, Ottmar Miles-Paul, mit der neuen Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica, und der Projektleiterin des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), Juliane Harms. Ellen Kubica ist mittlerweile über 100 Tage als Landesbehindertenbeauftragte im Amt und Juliane Harms koordiniert die Weiterbildung zum Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen in der Politik und in Gremien. Also genug Gesprächsstoff für einen spannenden Podcast und für gute Nachrichten zur Inklusion.

Sonntag trifft IGEL und Ellen Keune zur Persönlichen Zukunftsplanung

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL mit Ellen Keune
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL mit Ellen Keune
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle / Schorndorf (kobinet) „Wir leben persönliche Zukunftsplanung – Sonntag trifft IGEL und Ellen Keune“ lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Einmal im Monat tauschen sich die Journalistin Jennifer Sonntag und der Macher des IGEL-Podcast zu Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Behinderung aus. Dieses Mal haben sie Ellen Keune mit an den virtuellen Frühstückstisch genommen, die sich im Bereich der Persönlichen Zukunftsplanung engagiert und bald einen Podcast zu diesem Thema startet.

Ambulante Zwangsbehandlung – Wie nun auch der Bundesgerichtshof den ärztlichen Zwang nach Hause bringen will

Pfeil mit Knoten
Der lange Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Der folgende Text dient dazu, die Argumentation des Bundesgerichtshofs (BGH) in seinem neusten Beschluss zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen darzustellen. Die Argumentation wird von der Verfasserin dieses Textes in keiner Weise geteilt. Der Text soll Menschenrechtsaktivist*innen und Kritiker*innen der Behandlung unter Zwang dazu dienen, die Argumentationsweise des BGH nachzuvollziehen und gegen sie an zu argumentieren. Ohne einen starken Gegenwind aus der Zivilgesellschaft, wird der ambulante ärztliche Zwang in Deutschland sehr wahrscheinlich … In einer zynischen Kleinteiligkeit, die die Behandlung unter Zwang u.a. als „Maßnahme der staatlichen Fürsorge“ definiert, wird durch den BGH die Argumentation der Gesetzgebenden gegen den ambulanten Zwang auseinandergenommen, mit dem Ziel, ärztliche Zwangsmaßnahmen auch im Wohnumfeld der Betroffenen umsetzen zu können [0].

Vergangenheit mit Gegenwart für bessere Zukunft verbinden

Katrin Grüber
Katrin Grüber
Foto: solveig schiebel – kontrast foto

Berlin (kobinet) Das Institut Mensch Ethik und Wissenschaft (IMEW) hat Ende 2023 nach 22 Jahren seine Tätigkeit eingestellt. Dr. Katrin Grüber hat dieses Institut 22 Jahren begleitet und geleitet. Nun ist sie in den Ruhestand gewechselt. Oder doch nicht? kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Dr. Katrin Grüber ein Interview über ihr Wirken, was mit dem Insitut erreicht und welche heiße Eisen angepackt wurden und vor allem, was die engagierte Frau nun im Unruhestand macht. Für Dr. Katrin Grüber ist auf jeden Fall wichtig, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden als Grundlage für eine bessere Zukunft.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Symbol Ausrufezeichen

Kassel (kobinet) kobinet-Leserin Trudi Kindl aus Kassel ist langjähriges Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen und Antifaschisten. Die Sonderkolumne von kobinet-Redakteur Hans-Willi Weis „Behinderte gegen Rechts. Jetzt initiativ werden“, hat Trudi Kindl zu einem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten als Reaktion auf den Beitrag von Hans-Willi Weis veranlasst, den die kobinet-nachrichten im folgenden veröffentlichen. Sie plädiert dabei u.a. dafür, sich nicht nur in Behindertenverbänden, sondern auch in Parteien und anderen Organisationen aktiv zu werden.

Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird

Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Cover des IGEL-Podcast zur Zero Project Konferenz 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Wien (kobinet) „Wie Inklusion in der Bildung International gedacht wird – Die Zero Project Conference 2024“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Die Zero Project Conference 2024 (#ZeroCon24) findet vom 21.-23. Februar 2024 in Wien statt. Im Vorfeld der Konferenz sprach der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Robin Weis vom Zero Project im Vorfeld der anstehenden Konferenz.

Abschied von Ursula Lehmann

Ursula Lehmann am Protesttag 2023 in Berlin
Ursula Lehmann am 5. Mai 2023 am Brandenburger Tor
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ursula Lehmann ist am 13. Dezember 2023 kurz nach ihrem Achtzigsten Geburtstag gestorben. Die Beisetzung der Berliner Rollstuhlaktivistin findet am 13. Februar um 12.30 Uhr auf dem Dom-Friedhof der St. Hedwig-Gemeinde im Stadtbezirk Mitte, Liesenstraße 8 statt. Das Foto hat kobinet-Reporterin Irina Tischer am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im vergangenen Jahr in Berlin aufgenommen. Zur Veröffentlichung wählte sie ein Wort von William Shakspeare (1564 – 1616) aus: „Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften.“

Behindertenparlament sucht Dialog

Abgeordnetenhaus von Berlin
Berliner Abgeordnetenhaus
Foto: sch

Berlin (kobinet) Rund 600 000 Menschen mit Behinderung leben nach Schätzungen in Berlin. Sie sind aber im politischen Leben weitgehend unterrepräsentiert, so die Berliner Woche vom 3. Februar. Deshalb siucht das Berliner Behindertenparlament den Dialog mit dem Senat.

Trauer um Ursula Lehmann

Ursula Lehmann in Berlin
Ursula Lehmann
Foto: sch

Berlin (kobinet) Freunde und Mitstreiterinnen trauern um die Berliner Rollstuhlaktivistin Ursula Lehmann. Sie hat ihr Leben lang unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion gekämpft. Hindernisse für behinderte Menschen machte sie immer wieder in den Medien publik, auch in den kobinet-nachrichten. „Eine nicht barrierefreie Trauerstätte hat die lebenslange Aktivistin für Barrierefreiheit nicht verdient“, so heute Weggefährtin Bärbel Reichelt in ihrem kobinet übermittelten Nachruf.

Warum mehr statt keinem Zwang? Ambulante Zwangsmaßnahmen: Psychosoziale Problemlagen auf den einzelnen Menschen abwälzen

Pfeil mit Knoten
Der lange Weg zum Menschenrecht
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Daniel Pruras, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Gesundheit, hält 2017 folgendes zu der Tatsache der Rechtmäßigkeit medizinischer Zwangsmaßnahmen in Versorgungssystemen weltweit fest:

„Die Realität in vielen Ländern sieht so aus, dass es keine Alternativen gibt und die Abhängigkeit von der Anwendung von Zwang das Ergebnis eines systematischen Versagens beim Schutz der Rechte des Einzelnen ist.“ (ÜdA, A/HRC/35/21, 2017, Abs. 64, S. 15)

Dass es keine Alternativen gibt, stimmt so nicht ganz. Genauer genommen finden selbst wissenschaftlich bewiesene Alternativen nicht ausreichend in die Praxis. Zwang allerdings als ein Versagen des Systems beim Schutz der*des Einzelnen zu verstehen, sollte dazu aufrütteln, Versorgungsansätze, die Zwang als Option zulassen oder Zwang sogar, wie z.B. in Deutschland, als Schutz deklarieren (1 BvL 8/15 insbesondere Rn. 67ff), grundsätzlich zu hinterfragen.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Januar 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Von ‚Ist Behinderung ein Schadensfall‘ bis zum Goldenen Rollstuhl – der kobinet-nachrichten Monatsrückblick“, so Titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) Sascha Lang die aktuelle Episode des IGEL-Podcast mit dem Rückblick auf die Behindertenpolitik im Januar 2024. Zusammen mit kobinet-Redakteur ackert er sich durch eine Vielfalt von Themen, die bereits im ersten Monat des Jahres auf der Tagesordnung standen und über die die kobinet-nachrichten berichtet haben.

Für Diskriminierungsschutz und Demokratie auf die Straße

Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NW3, Michael Möller

Kassel (kobinet) Weit über eine Million Menschen sind in den letzten Wochen schon für die Bewahrung der Demokratie und gegen menschenrechtsfeindliche Bestrebungen auf die Straße gegangen. Für kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul gilt es dabei neben dem Eintreten für Demokratie auch, sich für einen besseren Diskriminierungsschutz einzusetzen. Im Vorfeld der Demonstration am 3. Februar 2024 um 13:00 Uhr unter dem Motto #WirSindDieBrandmauer gegen Rechts auf der Bundestagswiese in Berlin tritt er in seinem Kommentar dafür ein, dass Menschen mit Diskriminierungserfahrungen durch die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) besser gegen Diskriminierungen geschützt werden. Die Gesellschaft müsse sich hinter diskriminierte Menschen stellen und diese Reform lautstark einfordern, betont Ottmar Miles-Paul.

Petition zur Verhinderung von Zwangsverabreichung von Psychopharmaka

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Ärztliche Zwangsmaßnahmen, auch als Zwangsbehandlungen bekannt, sind nach Ansicht der Sprecher*innen der LIGA Selbstvertretung, Julia Lippert und Ottmar Miles-Paul, Praktiken der gesundheitlichen Versorgung, die die Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht unterwandern und auch nach deutschem Recht einen massiven Eingriff in die Grundrechte bedeuten. „Zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen zählen die Verabreichung von ungewollten Medikamenten, Untersuchungen des Gesundheitszustandes oder ärztliche Eingriffe gegen den Willen“, heißt es im Kommentar der beiden, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen, und in dem sie auch auf eine aktuelle Petition hinweisen.

Marcella Berger hat endlich eine Rehaklinik gefunden

Marcella Berger
Marcella Berger
Foto: privat

Mainz (kobinet) Im Oktober 2023 hat Marcella Berger im Interview mit den kobinet-nachrichten die von ihr gemachten Diskriminierungserfahrungen bei der Suche nach einer Rehaklinik geschildert, die Sie aufgrund Ihrer Blindheit abgelehnt haben. Was sich diesbezüglich zwischenzeitlich getan hat und was Marcella Berger wichtig ist, darüber führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit der Autorin ein aktuelles Interview.

Behindertes Kind als Schadensfall: Zwischenruf von Dr. Franz Joseph Huainigg

Dr. Franz-Joseph Huainigg
Dr. Franz-Joseph Huainigg
Foto: Parlamentsredaktion/Photo SIMONIS

Wien (kobinet) Der österreichische Oberste Gerichtshof (OGH) hat in einer vor kurzem getroffenen Entscheidung die Geburt eines unerwünschten behinderten Kindes als Schadensfall anerkannt. „Der Arzt, der bei der Pränataldiagnostik das Fehlen eines Oberarmes übersehen hatte, wurde zum Schadenersatz der nicht nur behinderungsbedingten Mehrkosten, sondern für die gesamte Lebensexistenz des Kindes verurteilt“, heißt es in einem Bericht der KLEINE ZEITUNG. Dr. Franz Joseph Huainigg, ehemaliger Behindertensprecher im österreichischen Parlament, der einen Elektrorollstuhl und ein Beatmungsgerät nutzt, hat in einem Gastkommentar für die KLEINE ZEITUNG dazu seine Meinung kundgetan.

Wie kann Reichtum gerechter verteilt werden?

Cover des Podcast mit Marlene Engelhorn
Cover des Podcast mit Marlene Engelhorn
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Wie kann Reichtum gerechter verteilt werden?“ Dieser Frage geht Raul Krauthausen in seiner Reihe „Im Aufzug mit“ nach. Dieses Mal war Marlene Engelhorn zu Gast bei Raul Krauthausen. „Über Geld zu sprechen, ist in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu. Aber heute tun wir genau das. Denn Marlene Engelhorn ist reich – schon bevor ihr mit Ende 20 mitgeteilt wurde, dass sie einige Millionen Euro erben wird. Aber genau das will sie ändern. Denn als Grund der extremen sozialen Ungerechtigkeit sieht sie auch die Steuerpolitik, die die Besteuerung von Vermögen und Erbschaften immer weiter verringert hat. Mit taxmenow setzt sich Marlene daher für mehr Steuergerechtigkeit ein – eine Initiative von Vermögenden, die eine höhere Besteuerung von Reichtum erreichen will. Ein Gespräch über Privilegien, Macht und Schlupflöcher. Aufzugtür auf für Marlene Engelhorn“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Klares Zeichen gegen rechts

Kundgebung am Bundestag
Auf dem Platz der Demokratie am Bundestag
Foto: sch

Berlin (kobinet) „Klares Zeichen gegen rechts“, titelte heute die Berliner Zeitung. Zur Kundgebung vor dem Bundestag waren am Sonntag weit mehr als 100.000 Menschen gekommen. Hunderttausende protestierten am Wochenende überall in Deutschland gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. „Diese Menschen machen uns allen Mut. Sie verteidigen unsere Republik und unser Grundgesetz gegen seine Feinde“, betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In seiner Videobotschaft dankte er den Demonstranten für ihren Einsatz

Juliane Harms koordiniert Empowerment zur Selbstvertretung

Juliane Harms
Juliane Harms
Foto: bifos

Berlin (kobinet) Juliane Harms wünscht sich bei den anstehenden Wahlen in diesem Jahr Konstellationen, die eine diverse Gesellschaft anerkennen und ein Miteinander fördern und fordern. „Denn nur dann kommen wir auch in Sachen Inklusion, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung viele Schritte voran. Nichts wäre schlimmer als Stillstand oder gar Rückschritt. Und das liegt auch an uns. Wir haben viel zu tun.“ So bringt Juliane Harms, die seit Dezember 2023 neu im Team des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) ist und das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Empowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen“ leitet, ihre Wünsche für die Zukunft auf den Punkt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Juliane Harms ein Interview über ihr Wirken und das von ihr geleitete Projekt.

Die Macht der Vorstellungskraft: Wie Christian Ohrens die Welt um sich herum wahrnimmt

Cover des IGEL-Podcast mit Christian Ohrens
Cover des IGEL-Podcast mit Christian Ohrens
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Hamburg (kobinet) „Die Macht der Vorstellungskraft: Wie Christian Ohrens die Welt um sich herum wahrnimmt“ So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Inklusator und Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach dabei mit dem Blogger, DJ, Produzent, Moderator, Podcaster, Gamer, Freizeitpark Tester, Guide und Retro Freak Christian Ohrens aus Hamburg.

Zusammen gegen Rechtsextremisten

Schülerin mit eigenem Protestplakat gegen die AfD
Heute auf dem Berliner Platz der Demokratie
Foto: sch

Berlin (kobinet) Hunderttausende Menschen sind am Wochenende auf die Straße gegangen, um gemeinsam gegen Rechtsextremisten zu protestieren. Seit Geheimpläne von AfD-Politikern und Neonazis zu rassistischen Deportationen öffentlich wurden, regt sich im ganzen Land heftiger Protest. Ein breites Bündnis aus Sozialverbänden, Fridays for Future und Gewerkschaften hatte auf dem Berliner Platz der Demokratie am Bundestag zur Demo unter dem Motto „Demokratie verteidigen: Zusammen gegen Rechts“ aufgerufen.

Du hast meinen Arbeitsplatz – möchtest du auch meine Behinderung

Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom 21.1.24
Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom 21.1.24
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Du hast meinen Arbeitsplatz – möchtest du auch meine Behinderung“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der Reihe Sonntag trifft IGEL tauschen sich wieder einmal Sascha Lang und Jennifer Sonntag aus und beleuchten das Thema aus verschiedenen „Blickwinkeln“.

IGEL-Podcast: Manchmal erleichtert Unwissenheit das Leben

Cover der IGEL-Podcast mit Hans-Willi Weis
Cover der IGEL-Podcast mit Hans-Willi Weis
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Manchmal erleichtert Unwissenheit das Leben“, so lautet der Titel der Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) bei der Sascha Lang mit Hans-Willi Weis sprach. „73 ist er geworden, der Kolumnist, Buchautor Hans-Willi Weis.Tiefgehend sind seine Kolumnen auf den kobinet-nachrichten.Tiefgehend und doch erfrischend auch die Gespräche mit ihm“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Inklusion und Krieg: Wieso wir Ukrainer*innen mit Behinderung jetzt aktiv unterstützen sollten

Dr. Monika Rosenbaum
Dr. Monika Rosenbaum
Foto: Dr. Monika Rosenbaum

Münster (kobinet) Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen fordert in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten die Einmischung deutscher Behinderten- und Selbsthilfe-Organisationen. Zudem plädiert sie für mehr Inklusion in der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen: Barrierefreier Schutz und Hilfe sowie Inklusiver Wiederaufbau in der Ukraine, barrierefreie Sprach- und Integrationskurse sowie Arbeitsförderung, Inklusion als bilaterales Querschnittsthema sowie die Beteiligung ukrainischer Menschen mit Behinderung in Planung und Umsetzung auf allen Ebenen.

Faschisten stoppen

Poster von Campact
Wehrhafte Demokratie – Faschisten stoppen
Foto: Campact

Berlin (kobinet) „Potsdam! bekennt Farbe“, hieß es heute auf dem Alten Markt. Anlass der Kundgebung war ein geheimes Treffen von rechtsradikalen, verfassungsfeindlichen Ideologen, AfD-Politikern und Neonazis. Ihre Pläne erinnerten an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. „Es ist an der Zeit, Gesicht zu zeigen und unsere Demokratie zu verteidigen: für unsere Stadt, für unser Land, für die Menschen, die hier leben“, so . Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert. Bei Landtagswahlen im September droht in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Gefahr von rechts.

Welchen Beitrag kann der Tourismus zur Barrierefreiheit leisten?

Friedrich Müller beim Test von 3-D Hilfsmittel
Friedrich Müller beim Test von 3-D Hilfsmittel
Foto: ZsL Stuttgart

Stuttgart (kobinet) Von heute, dem 13. Januar bis zum 21. Januar 2024 findet auf der Messe Stuttgart die alljährliche Fachausstellung Caravan, Motor, Touristik (CMT) statt. Friedrich Müller vom Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) in Stuttgart macht sich hierzu einige Gedanken über den Zusammenhang von Tourismus und Barrierefreiheit. „Barrierefreiheit ist längst nicht mehr nur ein Thema für Menschen mit Behinderung gleich welchen Alters, sondern betrifft in zunehmendem Maße auch die Gruppe der Seniorinnen und Senioren“, schreibt Friedrich Müller.

Hochwasser: Behördliche Informationen nicht barrierefrei

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „In der aktuellen Hochwasser-Lage in Deutschland sind wichtige Informationen der Behörden für manche Menschen nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar – und fast niemand hat es mitbekommen. Dabei müssten wir eigentlich gewappnet sein.“ Diese Ansicht vertritt und begründet Casey Kreer in einem Kommentar für die Plattform netzpolitik.org.

Der politische Werdegang von Wolfgang Schäuble nach dem Attentat

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Auch Martin Theben ist aus dem Winterurlaub zurück und hat sich nach der Beisetzung von Wolfgang Schäuble in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten mit dem Werdegang des Politikers, der über 50 Jahre Mitglied des Bundestags war, nach dem Attentat von 1990 beschäftigt. Der Hobbyhistoriker und Rechtsanwalt Dr. Martin Theben blickt dabei auch auf die behindertenpolitischen Schnittstellen des Wirkens von Wolfgang Schäuble.

Körperkult und Behinderung: Neues Buch von Udo Sierck

Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Foto: AG Spak

Hamburg (kobinet) „Der zu beobachtende Kult um den makellosen Körper widerspricht der angeblichen Akzeptanz“ gegenüber Beeinträchtigungen, schreibt Udo Sierck in seinem vor Kurzem erschienenen neuen Buch „Körperkult und Behinderung“ (AG SPAK Bücher Neu-Ulm 2023, € 19,50). Der Journalist Christian Mürner hat das Buch gelesen und für die kobinet-nachrichten eine Rezension geschrieben.

Appell gegen Grabenkämpfe und für echte Begegnung

Sharepic zum Blog-Beitrag von Raul Krauthausen
Sharepic zum Blog-Beitrag von Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Ich bin müde. Ein Appell gegen Grabenkämpfe und für echte Begegnung.“ So heißt es auf dem Sharepic von Raul Krauthausen zu seinem aktuellen Blog-Beitrag. „Für dieses Jahr möchte ich versuchen, meine Beteiligung an Online-Debatten herunterzufahren und mich mehr auf echte, persönliche Begegnungen konzentrieren. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir nur durch Begegnungen den Weg zurück zu einer Gemeinschaft finden können, die auf Respekt, Verständnis und gemeinsamen Werten basiert“, schreibt Raul Krauthausen in seinem Blog, auf den er in seinem aktuellen Newsletter hinweist.

215 Jahre Louis Braille – Wie steht es um die Blindenschrift

Sharepic zum IGEL-Podcast zur Brailleschrift
Sharepic zum IGEL-Podcast zur Brailleschrift
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „215 Jahre Louis Braille – Wie steht es um die Blindenschrift“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang spricht dabei anlässlich des 215 Geburtstags von Louis Braille am 4. Januar 1809, dem Erfinder der Brailleschrift mit Sonja Schmidt und Reiner Delgado zu Wort vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) über die Bedeutung der Blindenschrift.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Dezember 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wenn die dreier Koalition vom Ampelmännchen mit Behinderung aus England wach geküsst werden muss“. So titelt Sascha Lang die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Rückblick auf die Behindertenpolitik im Monat Dezember 2023. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang aber auch auf das Jahr 2023 zurück. Dabei wagen die beiden auch einen behindertenpolitischen Ausblick auf 2024.

Inklusive Neujahrsgedanken zu 2024

Neujahrsgedanken zu 2024 von Michael Hegger
Neujahrsgedanken zu 2024 von Michael Hegger
Foto: Michael Hegger

Meldorf (kobinet) Auf die inklusiven Neujahrsgedanken von Michael Hegger, dem Behindertenbeauftragten von Meldorf, hat Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Im folgenden veröffentlichen wir die in Gedichtform verfassten Gedanken von Michael Hegger, der auch als Unterstützer des Runden Tisch Barrierefreiheit des Inklusionsbüros der Lebenshilfe Schleswig-Holstein aktiv ist.

Arsch Hoch und Zähne auseinander

Cover des IGEL-Podcast mit dem Titel
Cover des IGEL-Podcast mit dem Titel „Wollen wir auch mal auf Uns schauen“
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) Das neue Jahr hat begonnen und die kobinet-nachrichten wünschen dafür allen Leser*innen ein richtig gutes 2024. Wir beginnen mit einem Rückblick auf die letzte Ausgabe des IGEL-Podcast des Jahres 2023 mit einem klaren Appell. „Wollen wir auch mal auf Uns schauen – oder auch: Arsch Hoch und Zähne auseinander“, so titelte Sascha Lang die letzte Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Jahr 2023. Dabei schaut der Inklusator auf die Rolle von behinderten Menschen selbst im Inklusionsprozess und wünscht uns allen für 2024 mehr Engagement behinderter Menschen für Inklusion.

Danke für die Unterstützung der kobinet-nachrichten in diesem Jahr

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Auch in diesem Jahr haben sich die Aktiven der kobinet-nachrichten darum bemüht, vielfältige Nachrichten zu verbreiten, die für behinderte Menschen, ihre Angehörigen und Unterstützer*innen interessant sein könnten. Die rein ehrenamtlichen kobinet-Akteur*innen haben dabei wieder viel recherchiert, sie haben viel Gehirnschmalz für die Entwicklung von Beiträgen verwendet und in die Tasten gehauen, um diese zu veröffentlichen. Sie haben an der Technik geschraubt, dass alles funktioniert und noch besser klappt. Sie haben Bilder gemacht und veröffentlicht und sie haben darauf geachtet, dass die Finanzen stimmen und korrekt abgerechnet werden. Aber all diese Aktivitäten wären nicht viel wert, wären da nicht die vielen kobinet-Leser*innen und die vielen Menschen, die mit den kobinet-nachrichten arbeiten, sie weiterverbreiten und vor allem Informationen und Bilder liefern, aus denen so manche Beiträge entstanden sind. Dafür und vieles mehr dankt die kobinet-Redaktion allen Unterstützer*innen.