Bad Sebeberg / Kassel (kobinet)
Es gibt einen neuen Podcast.
Ein Podcast ist eine Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung hören.
Der Podcast heißt:
Inklusion Ganz Einfach Leben.
Kurz: IGEL.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
In dem Podcast geht es um eine Anhörung.
Bei einer Anhörung dürfen Menschen ihre Meinung sagen.
Wichtige Personen hören genau zu.
Die Anhörung war im Deutschen Bundes-Tag.
Die Menschen haben dort über ein neues Gesetz gesprochen.
Das Gesetz heißt:
Bundes-Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Kurz: BGG.
Das BGG soll Menschen mit Behinderung helfen.
Sie sollen die gleichen Rechte bekommen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Im Podcast sprechen 2 Männer miteinander.
Sie heißen Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul.
Ottmar Miles-Paul war bei der Anhörung dabei.
Er berichtet davon im Podcast.
Bei der Anhörung haben Fach-Leute gesprochen.
Fach-Leute sind Menschen, die sich sehr gut auskennen.
Sie haben viel gelernt und viel Erfahrung.
Viele Fach-Leute haben das geplante Gesetz kritisiert.
Die Fach-Leute sagen: Das Gesetz ist nicht gut genug.
Die Verantwortlichen haben wichtige Forderungen nicht beachtet.
Eine große Forderung ist diese:
Auch private Firmen sollen Barriere-Freiheit umsetzen.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das gilt für Menschen mit und ohne Behinderung.
Das neue Gesetz schreibt das aber nicht vor.
Das ist ein Problem.
Menschen mit Behinderung müssen dann selbst klagen.
Klagen bedeutet: Jemand geht vor Gericht.
Das Gericht soll dann ein Problem lösen.
Das ist schwierig und belastend.
Viele Barrieren bleiben so weiter bestehen.
Vor der Anhörung gab es Protest.
Protest bedeutet: Menschen sind gegen etwas.
Sie zeigen das öffentlich.
Sie wollen eine Änderung.
Viele Aktivistinnen und Aktivisten kamen nach Berlin.
Sie kamen aus ganz Deutschland.
Aktivistinnen und Aktivisten sind Menschen.
Sie setzen sich für gleiche Rechte ein.
Sie sagen: Dieses Gesetz reicht uns nicht.
Auch junge Menschen haben protestiert.
Sie haben Schilder gezeigt und laut gerufen.
Es gab noch ein anderes Problem.
Das Gebäude für die Anhörung hatte selbst Barrieren.
Das zeigt: Deutschland hat noch viel zu tun.
Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul sagen:
Das Gesetz ist eine große Chance.
Aber diese Chance wird nicht genutzt.
Es gibt ein wichtiges Abkommen der Vereinten Nationen.
Die Vereinten Nationen sind kurz: UN.
Die Vereinten Nationen sind eine Gruppe von vielen Ländern.
Sie arbeiten zusammen für Frieden und gleiche Rechte.
Das Abkommen heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Eine Konvention ist eine Vereinbarung zwischen Ländern.
Alle beteiligten Länder halten sich daran.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention sagt:
Alle Menschen sollen gleiche Rechte haben.
Das neue Gesetz setzt dieses Abkommen nicht gut um.
So wird eine Chance verpasst.
Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul berichten weiter.
Der Kampf für Barriere-Freiheit geht weiter.
Alle Menschen sollen gleich-berechtigt mitmachen können.
Gleich-berechtigt bedeutet: Alle haben die gleichen Rechte.
Das gilt auch für Menschen mit Behinderung.

Foto: laut-werden.de / Dennis Steinhilber / instagram.com/lautwerden
Bad Sebeberg / Kassel (kobinet) "IGEL Aktuell BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören - Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt", so lautet der Titel aktuellen Sonderausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der am Tag nach der Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages erstellt und veröffentlicht wurde. Dabei geht es vor allem auch um die Protestaktionen, die vor und während der Anhörung vonseiten der Behindertenbewegung durchgeführt wurden.
„In dieser aktuellen Ausgabe des IGEL-Podcasts spricht Sascha Lang mit dem kobinet-Nachrichtenredakteur Ottmar Miles-Paul über die Expertenanhörung zum geplanten Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG), die im Berliner Paul-Löbe-Haus stattgefunden hat. Ottmar Miles-Paul berichtet direkt von der Anhörung und erläutert zunächst den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens. Dabei wird deutlich, dass die Expertenanhörung zwar ein regulärer Bestandteil des parlamentarischen Prozesses ist, jedoch erst zu einem Zeitpunkt stattfindet, an dem der Gesetzentwurf bereits weitgehend ausgearbeitet und im Bundestag eingebracht wurde. Viele Verbände und Interessenvertretungen hatten bereits zuvor Stellungnahmen abgegeben und ihre Forderungen eingebracht. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die massiven Kritikpunkte zahlreicher Behindertenverbände und Sachverständiger am vorliegenden Gesetzentwurf. Besonders bemängelt wird, dass zentrale Forderungen der Behindertenbewegung erneut nicht berücksichtigt wurden. Dazu gehören insbesondere verbindliche Regelungen zur Barrierefreiheit privater Anbieter von Waren und Dienstleistungen sowie wirksame Instrumente zur Durchsetzung von Rechten behinderter Menschen. Ottmar Miles-Paul schildert eindrucksvoll die Protestaktionen vor dem Paul-Löbe-Haus, bei denen zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Deutschland ihre Enttäuschung über die geplanten Regelungen zum Ausdruck brachten. Besonders hervorgehoben wird dabei das Engagement einer neuen Generation von Behindertenrechtsaktivistinnen und -aktivisten, die mit kreativen Aktionen und deutlichen Botschaften auf die bestehenden Barrieren aufmerksam machten. Ein zentrales Thema der Diskussion ist die fehlende Verpflichtung der Privatwirtschaft zur umfassenden Barrierefreiheit. Statt klarer gesetzlicher Vorgaben setzt der Gesetzentwurf weitgehend auf individuelle Rechtsdurchsetzung. Menschen mit Behinderung müssten somit weiterhin selbst gegen Diskriminierungen vorgehen, Schlichtungsverfahren anstrengen oder Klagen einreichen. Dies führe nach Ansicht vieler Betroffener dazu, dass Barrieren bestehen bleiben und die Verantwortung weiterhin auf die einzelnen Betroffenen abgewälzt wird. Auch die Situation im Paul-Löbe-Haus selbst wird kritisch beleuchtet. Ironischerweise zeigten sich dort während der Anhörung erneut bauliche und organisatorische Barrieren, die verdeutlichen, wie weit Deutschland selbst in öffentlichen Einrichtungen noch von echter Inklusion entfernt ist. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird die Bedeutung der aktuellen Debatte für die zukünftige Entwicklung der Behindertenpolitik hervorgehoben. Die Gesprächspartner warnen davor, dass mit dem vorliegenden Gesetz eine historische Chance vertan werden könnte, die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen und echte Fortschritte bei der Barrierefreiheit zu erreichen. Abschließend würdigen Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul das Engagement der Protestierenden und kündigen an, das Thema weiterhin aufmerksam zu begleiten. Die Episode macht deutlich, dass der Kampf für Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe weiterhin große politische Aufmerksamkeit und gesellschaftliches Engagement erfordert“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.
Link zur aktuellen Episode des IGEL-Podcast zur BGG-Anhörung

Foto: laut-werden.de / Dennis Steinhilber / instagram.com/lautwerden
Bad Sebeberg / Kassel (kobinet) "IGEL Aktuell BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören - Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt", so lautet der Titel aktuellen Sonderausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der am Tag nach der Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages erstellt und veröffentlicht wurde. Dabei geht es vor allem auch um die Protestaktionen, die vor und während der Anhörung vonseiten der Behindertenbewegung durchgeführt wurden.
„In dieser aktuellen Ausgabe des IGEL-Podcasts spricht Sascha Lang mit dem kobinet-Nachrichtenredakteur Ottmar Miles-Paul über die Expertenanhörung zum geplanten Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG), die im Berliner Paul-Löbe-Haus stattgefunden hat. Ottmar Miles-Paul berichtet direkt von der Anhörung und erläutert zunächst den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens. Dabei wird deutlich, dass die Expertenanhörung zwar ein regulärer Bestandteil des parlamentarischen Prozesses ist, jedoch erst zu einem Zeitpunkt stattfindet, an dem der Gesetzentwurf bereits weitgehend ausgearbeitet und im Bundestag eingebracht wurde. Viele Verbände und Interessenvertretungen hatten bereits zuvor Stellungnahmen abgegeben und ihre Forderungen eingebracht. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die massiven Kritikpunkte zahlreicher Behindertenverbände und Sachverständiger am vorliegenden Gesetzentwurf. Besonders bemängelt wird, dass zentrale Forderungen der Behindertenbewegung erneut nicht berücksichtigt wurden. Dazu gehören insbesondere verbindliche Regelungen zur Barrierefreiheit privater Anbieter von Waren und Dienstleistungen sowie wirksame Instrumente zur Durchsetzung von Rechten behinderter Menschen. Ottmar Miles-Paul schildert eindrucksvoll die Protestaktionen vor dem Paul-Löbe-Haus, bei denen zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Deutschland ihre Enttäuschung über die geplanten Regelungen zum Ausdruck brachten. Besonders hervorgehoben wird dabei das Engagement einer neuen Generation von Behindertenrechtsaktivistinnen und -aktivisten, die mit kreativen Aktionen und deutlichen Botschaften auf die bestehenden Barrieren aufmerksam machten. Ein zentrales Thema der Diskussion ist die fehlende Verpflichtung der Privatwirtschaft zur umfassenden Barrierefreiheit. Statt klarer gesetzlicher Vorgaben setzt der Gesetzentwurf weitgehend auf individuelle Rechtsdurchsetzung. Menschen mit Behinderung müssten somit weiterhin selbst gegen Diskriminierungen vorgehen, Schlichtungsverfahren anstrengen oder Klagen einreichen. Dies führe nach Ansicht vieler Betroffener dazu, dass Barrieren bestehen bleiben und die Verantwortung weiterhin auf die einzelnen Betroffenen abgewälzt wird. Auch die Situation im Paul-Löbe-Haus selbst wird kritisch beleuchtet. Ironischerweise zeigten sich dort während der Anhörung erneut bauliche und organisatorische Barrieren, die verdeutlichen, wie weit Deutschland selbst in öffentlichen Einrichtungen noch von echter Inklusion entfernt ist. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird die Bedeutung der aktuellen Debatte für die zukünftige Entwicklung der Behindertenpolitik hervorgehoben. Die Gesprächspartner warnen davor, dass mit dem vorliegenden Gesetz eine historische Chance vertan werden könnte, die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen und echte Fortschritte bei der Barrierefreiheit zu erreichen. Abschließend würdigen Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul das Engagement der Protestierenden und kündigen an, das Thema weiterhin aufmerksam zu begleiten. Die Episode macht deutlich, dass der Kampf für Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe weiterhin große politische Aufmerksamkeit und gesellschaftliches Engagement erfordert“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.
Link zur aktuellen Episode des IGEL-Podcast zur BGG-Anhörung





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