Saarbrücken (kobinet)
Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland sind beendet.
Nico Mindermann schreibt einen Kommentar dazu.
Ein Kommentar ist ein Text mit der Meinung einer Person.
Die Person erklärt, was sie über ein Thema denkt.
Er findet: Die Spiele waren ein großer Erfolg.
Aber er warnt auch vor einem wichtigen Problem.
Special Olympics bedeutet: Menschen mit Behinderung machen Sport bei großen Wett-Kämpfen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Nico Mindermann hat die Bewegung lange kritisch beobachtet.
Sport allein bedeutet noch keine Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Kein Mensch wird ausgeschlossen.
Die Spiele im Saarland waren diesmal anders.
Sie waren für alle Menschen sichtbar.
In Saarbrücken fuhren Busse mit Special-Olympics-Aufschrift durch die Stadt.
In der Fußgänger-Zone stand ein großes Display.
Eine Fußgänger-Zone ist ein Bereich in der Stadt.
Dort dürfen keine Autos fahren.
Ein Display ist ein großer Bild-Schirm.
Darauf werden Informationen oder Bilder angezeigt.
Das Display zählte die Tage bis zur Eröffnung.
Jeden Abend gab es ein buntes Kultur-Programm in der Stadt.
Viele Menschen trugen die Olympia-Fackel durch das ganze Saarland.
Die Olympia-Fackel ist ein brennendes Feuer auf einem langen Stock.
Sie ist ein Zeichen für die Olympischen Spiele.
Die Eröffnungs-Feier füllte ein ganzes Fußball-Stadion.
Die Eröffnungs-Feier ist eine große Feier zum Start der Spiele.
Bei dieser Feier beginnt das Sport-Turnier offiziell.
Rund 16.000 Menschen feierten gemeinsam die Sport-lerinnen und Sportler.
Die Feier wurde live im Fernsehen gezeigt.
Auch Sport-lerinnen und Sportler aus vielen Ländern nahmen teil.
Besonders wichtig war das Unified-Partner-Programm.
Unified-Partner-Programm bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung trainieren gemeinsam.
Sie kämpfen auch gemeinsam bei Wett-Kämpfen.
Gleich-wertig bedeutet: Keiner ist mehr wert als der andere.
Sie sind gleich-wertige Partner.
Sie erleben Sport zusammen.
Das ist echte Inklusion.
Alle sind sichtbar und gehören dazu.
Reinhold Jost ist der Sport-Minister im Saarland.
Er nannte die Spiele ein Saarländisches Sommer-Märchen.
Sommer-Märchen ist ein Spitzname für eine besondere Zeit.
Damals haben sehr viele Menschen fröhlich zusammen gefeiert.
Das Wort Sommer-Märchen erinnert an die Fußball-Welt-Meister-schaft 2006 in Deutschland.
Nico Mindermann war damals 11 Jahre alt.
Das Sommer-Märchen hat ihn damals sehr begeistert.
Die Special Olympics im Saarland begeistern ihn genauso.
Aber er sagt klar: Die Arbeit für Inklusion ist noch nicht fertig.
Im Saarland wurde während der Spiele eine neue Förder-Schul-Verordnung beschlossen.
Eine Verordnung ist eine offizielle Regel vom Staat.
Alle Menschen müssen sich daran halten.
Förder-Schul-Verordnung bedeutet: Regeln für spezielle Schulen für Kinder mit Behinderung.
Die neue Verordnung gilt ab dem 1. August 2026.
Die Regierung nennt das eine Modernisierung der Förder-Schulen.
Modernisierung bedeutet: Etwas Altes wird besser gemacht und erneuert.
Nico Mindermann sieht das als Problem.
Eine Förder-Schule ist eine besondere Schule.
Dort lernen Kinder, die mehr Hilfe beim Lernen brauchen.
Förder-Schulen trennen Kinder von anderen Kindern.
Mehr Förder-Schulen bedeuten weniger Inklusion.
Der beste Ort für alle Kinder ist die Regel-Schule.
Regel-Schule bedeutet: die normale Schule für alle Kinder.
Dort lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam.
Nico Mindermann sagt deshalb: Die Arbeit ist noch nicht fertig.
Alle Verantwortlichen sollen nicht aufhören.
Verantwortliche sind Personen, die für etwas sorgen müssen.
Sie sollen sich weiter ernsthaft für echte Inklusion einsetzen.
Die neue Förder-Schul-Verordnung hilft dabei nicht.
Hier kannst du mehr lesen: Zum Bericht der Tages-Schau

Foto: privat
Saarbrücken (kobinet) Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und waren für Nico Mindermann ein großer Erfolg. Sie zeigen seiner Meinung nach, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann, wie aus seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten hervorgeht. Nico Mindermann mahnt allerdings, dass man nun in Sachen Inklusion nicht nachlassen dürfe. Und eine neu beschlossende Förderschulverordnung für das Saarland erreiche gerade das Gegenteil.
Das Saarländische Sommermärchen, aber jetzt nicht nachlässig werden!
Kommentar von Nico Mindermann
Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und sie waren ein großer Erfolg. Obwohl ich weiß, dass Special Olympics Deutschland wertvolle Arbeit leistet, habe ich lange kritisch auf die Bewegung geschaut. Schließlich bedeutet die Tatsache, dass Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen Sport treiben, noch nicht automatisch, dass Inklusion wirklich gelebt wird. Nicht überall, wo Inklusion draufsteht, ist auch Inklusion drin.
Die Nationalen Spiele im Saarland zeigen jedoch, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann. Vor allem sind die Spiele sichtbar! In Saarbrücken fahren mehrere Linienbusse mit großem Special-Olympics-Aufdruck durch die Stadt. In der Fußgängerzone zählte in den vergangenen Monaten ein großer Countdown die Tage bis zur Eröffnung herunter. Während der Wettkämpfe brachten Shuttlebusse die Zuschauer*innen zu den Sportstätten, und jeden Abend gab es in Saarbrücken ein vielfältiges Kultur- und Rahmenprogramm. Zudem wurde die Fackel in öffentlichkeitswirksamen Aktionen durch das gesamte Saarland getragen.
Besonders freue ich mich darüber, dass die Eröffnungsfeier ein ganzes Fußballstadion füllt und rund 16.000 Menschen gemeinsam die Athlet*innen feierten. Auch die mediale Präsenz ist bemerkenswert Die Feier wurde live im Saarländischen Rundfunk, im Hessischen Rundfunk und auf Sky übertragen und auch Wettkämpfe wurden live gezeigt. Außerdem nahmen Sportler*innen aus vielen Ländern der Welt teil. Durch die Unified-Partner-Programme wurden echte Begegnungen geschaffen, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam trainierten, antraten und Sport erlebten. Genau das macht Inklusion aus: Sichtbar sein, selbstverständlich dazugehören und gemeinsam Erlebnisse schaffen, die Menschen verbinden.
Ich bim so begeistert, dass es dem Saarland gelungen ist, hier ein Event auf die Beine zu stellen, das mitten in der Gesellschaft ankommt und von dem Menschen erfahren können, die überhaupt nichts mit dem Thema zu tun haben!
Der Saarländische Minister für Inneres und Sport Reinhold Jost (SPD) sprach in den letzten Tagen häufig vom „Saarländischen Sommermärchen“. Das Wort „Sommermärchen“ hat vor 20 Jahren bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland den damals 11jährigen Nico euphorisiert und begeistert. Während der Fußball aktuell bei mir kaum Euphorie versprüht, kommen bei den Special Olympics auch für mich Sommermärchen-Vibes auf, aber der Einsatz für wirkliche Inklusion ist nicht beendet, sobald das olympische Feuer erloschen ist. Es muss immer weitergehen und es gibt keinen Grund, sich lange stolz wegen der erfolgreichen Austragung der Special Olympics zurückzulehnen.
Warnend hebe ich den Zeigefinger vor allem vor dem Hintergrund, dass im Saarland im Schatten der hervorragenden Special Olympics diese Woche heimlich, still und leise eine neue Förderschulverordnung ab dem 1. 8. 2026 auf den Weg gebracht wurde. Die Rede war von einer „Modernisierung der Förderschulen“. Dabei werden die Umstände, dass Schüler*innen mit unterschiedlichen Förderbedarfen jetzt gemeinsam unterrichtet werden sollen und dsss man dann an mehr Förderschulen einen mittleren Schulabschluss ablegen kann, als scheinbare Erfolge verkauft.
Meiner Meinung nach ist dies eine große Mogelpackung. Die Modernisierung aussondernden Strukturen, also den Förderschulen, bedeutet in meinem Augen, eine gefährliche Stärkung des exkludierenden Systems.
Für mich ist das keine Inklusion.
Ich bin davon überzeugt, dass der beste Ort, um einen mittleren Schulabschluss zu machen, die allgemeine Schule (Regelschule) ist.
Deswegen ist aktuell besonders wichtig, dass verantwortliche Akteur*innen sich nicht auf den Lorbeeren für die Special Olympics ausruhen, sondern sich nachhaltig und ernst für wirkliche Inklusion einsetzen. Mit dieser neuen Förderschulverordnung wird dies nicht funktionieren.
Link zum Bericht der tagesschau, auf den der Autor bezug nimmt

Foto: privat
Saarbrücken (kobinet) Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und waren für Nico Mindermann ein großer Erfolg. Sie zeigen seiner Meinung nach, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann, wie aus seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten hervorgeht. Nico Mindermann mahnt allerdings, dass man nun in Sachen Inklusion nicht nachlassen dürfe. Und eine neu beschlossende Förderschulverordnung für das Saarland erreiche gerade das Gegenteil.
Das Saarländische Sommermärchen, aber jetzt nicht nachlässig werden!
Kommentar von Nico Mindermann
Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und sie waren ein großer Erfolg. Obwohl ich weiß, dass Special Olympics Deutschland wertvolle Arbeit leistet, habe ich lange kritisch auf die Bewegung geschaut. Schließlich bedeutet die Tatsache, dass Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen Sport treiben, noch nicht automatisch, dass Inklusion wirklich gelebt wird. Nicht überall, wo Inklusion draufsteht, ist auch Inklusion drin.
Die Nationalen Spiele im Saarland zeigen jedoch, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann. Vor allem sind die Spiele sichtbar! In Saarbrücken fahren mehrere Linienbusse mit großem Special-Olympics-Aufdruck durch die Stadt. In der Fußgängerzone zählte in den vergangenen Monaten ein großer Countdown die Tage bis zur Eröffnung herunter. Während der Wettkämpfe brachten Shuttlebusse die Zuschauer*innen zu den Sportstätten, und jeden Abend gab es in Saarbrücken ein vielfältiges Kultur- und Rahmenprogramm. Zudem wurde die Fackel in öffentlichkeitswirksamen Aktionen durch das gesamte Saarland getragen.
Besonders freue ich mich darüber, dass die Eröffnungsfeier ein ganzes Fußballstadion füllt und rund 16.000 Menschen gemeinsam die Athlet*innen feierten. Auch die mediale Präsenz ist bemerkenswert Die Feier wurde live im Saarländischen Rundfunk, im Hessischen Rundfunk und auf Sky übertragen und auch Wettkämpfe wurden live gezeigt. Außerdem nahmen Sportler*innen aus vielen Ländern der Welt teil. Durch die Unified-Partner-Programme wurden echte Begegnungen geschaffen, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam trainierten, antraten und Sport erlebten. Genau das macht Inklusion aus: Sichtbar sein, selbstverständlich dazugehören und gemeinsam Erlebnisse schaffen, die Menschen verbinden.
Ich bim so begeistert, dass es dem Saarland gelungen ist, hier ein Event auf die Beine zu stellen, das mitten in der Gesellschaft ankommt und von dem Menschen erfahren können, die überhaupt nichts mit dem Thema zu tun haben!
Der Saarländische Minister für Inneres und Sport Reinhold Jost (SPD) sprach in den letzten Tagen häufig vom „Saarländischen Sommermärchen“. Das Wort „Sommermärchen“ hat vor 20 Jahren bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland den damals 11jährigen Nico euphorisiert und begeistert. Während der Fußball aktuell bei mir kaum Euphorie versprüht, kommen bei den Special Olympics auch für mich Sommermärchen-Vibes auf, aber der Einsatz für wirkliche Inklusion ist nicht beendet, sobald das olympische Feuer erloschen ist. Es muss immer weitergehen und es gibt keinen Grund, sich lange stolz wegen der erfolgreichen Austragung der Special Olympics zurückzulehnen.
Warnend hebe ich den Zeigefinger vor allem vor dem Hintergrund, dass im Saarland im Schatten der hervorragenden Special Olympics diese Woche heimlich, still und leise eine neue Förderschulverordnung ab dem 1. 8. 2026 auf den Weg gebracht wurde. Die Rede war von einer „Modernisierung der Förderschulen“. Dabei werden die Umstände, dass Schüler*innen mit unterschiedlichen Förderbedarfen jetzt gemeinsam unterrichtet werden sollen und dsss man dann an mehr Förderschulen einen mittleren Schulabschluss ablegen kann, als scheinbare Erfolge verkauft.
Meiner Meinung nach ist dies eine große Mogelpackung. Die Modernisierung aussondernden Strukturen, also den Förderschulen, bedeutet in meinem Augen, eine gefährliche Stärkung des exkludierenden Systems.
Für mich ist das keine Inklusion.
Ich bin davon überzeugt, dass der beste Ort, um einen mittleren Schulabschluss zu machen, die allgemeine Schule (Regelschule) ist.
Deswegen ist aktuell besonders wichtig, dass verantwortliche Akteur*innen sich nicht auf den Lorbeeren für die Special Olympics ausruhen, sondern sich nachhaltig und ernst für wirkliche Inklusion einsetzen. Mit dieser neuen Förderschulverordnung wird dies nicht funktionieren.
Link zum Bericht der tagesschau, auf den der Autor bezug nimmt





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