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Sonntag trifft IGEL: Worte wirken – Behinderung in den Medien neu denken

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL Juli 2026
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) (kobinet)

„Worte wirken – Behinderung in den Medien neu denken“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 19. Juli 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL-Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal darüber, welche Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Behinderung verwendet werden und welchen Einfluss Worte auf Taten, vor allem auch im Zusammenhang mit Inklusion, haben können.

„Bloodbath Nation„ – Amerikas unheilvolle Gewaltverstrickung

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
gewalttätiges Amerika Folge 34 in kobinet Storytelling
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Eine sehr launisch melancholische, treffend „Abgesang“ übertitelte vierte und letzte Folge meiner Amerika-Tetralogie, geschrieben in den trüben Novembertagen 2024 unmittelbar vor den Präsidentschaftswahlen. Im Fokus dieser abschießenden Folge, wie sollte es anders sein nach Lage der Dinge, der geschichtlichen und nicht minder der gegenwärtigen: Gewalt. Gewalt und wie sehr sie dem US-amerikanischen Heilsprojekt seit Anbeginn eingeschrieben ist und wie ein mythischer Fluch auf seiner Geschichte und Gegenwart lastet. Gewalt in all ihren Formen, tödliche Gewalt nicht zuletzt, ausgeübt auf exzessive Weise, beginnend mit dem Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern. Die unverholen gewaltsame, obsessiv gewalttätige Geburt einer Nation, deren bleibende, sich über die Zeitläufte fortzeugende gewaltaffine Grundmatrix der unlängst verstorbene amerikanische Romancier Paul Auster sich nicht gescheut hat, mit der Bezeichnung „Bloodbath Nation“ zu versehen, „Blutbad-Nation“.

Im Aufzug mit Jürgen Linnemann und Soraia Da Costa Batista zur Klage für den Mindestlohn in Werkstätten

Cover des Im Aufzug Podcast mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann
Cover des Im Aufzug Podcast mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) In der Podcast-Reihe „Im Aufzug“ sprach Raul Krauthausen vor kurzem mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann. „Zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchschütteln: Soraia ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Jürgen arbeitet seit fast 40 Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht – mit dem Ziel, bis vor das Bundesverfassungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte einzuklagen. Wir sprechen über den echten Alltag hinter den Werkstatttüren und warum das ableistische Bild der ‚Bastelstube‘ nie zu traf– denn dort wird heute hochprofessionelle Arbeit geleistet, die im Schnitt aber mit gerade einmal 233 Euro im Monat abgespeist wird. Kennengelernt haben wir uns alle über Jan Böhmermann und das ZDF Magazin Royale: Die haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen. Darüber sind wir mit den Sozialhelden ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht – und jetzt steht eine Klage, mit dem Potential wirklich was zu bewirken. Aufzugtür auf für Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Welche Gelingensfaktoren führen dazu, dass Kommunen die UN-Behindertenkonvention umsetzen?

Bild zum Fernsterblick NRW Interview
Bild zum Fernsterblick NRW Interview
Foto: KSL.NRW

Gelsenkirchen (kobinet) Das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben KSL.NRW hat zwei neue Expert*innen an Bord: Malin Butschkau und Lena Bertelmann arbeiten seit 2026 für die KSL.NRW. Malin Butschkau unterstützt das Team des KSL.Detmold und Lena Bertelmann das KSL.Arnsberg. Beide haben jüngst ihre Promotion abgeschlossen, beide eint ihr vorangegangener Arbeitgeber – das Zentrum für Planung und Entwicklung Sozialer Dienste. Sie haben dort zuletzt an dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“ mitgearbeitet. Zusammen mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, das die rechtliche Perspektive eingebracht und sich den Ergebnistransfer auf die Fahnen geschrieben hat, haben sie zwischen 2022 und 2025 deutschlandweit Planungsaktivitäten auf kommunaler Ebene untersucht und Gelingensbedingungen für erfolgreiche Planungen und Herausforderungen identifiziert. Im Interview im Rahmen des Fensterblick-Expert*innen-Blogs der KSL.NRW sprechen die sie u.a. über Gelingensfaktoren zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Kommunen.

Therapieplan für ein krankes Amerika, ganz schön optimistisch!

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
„krankes Amerika“ Folge 3 in kobinet Storytelling
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Folge 3 in kobinet-Storytelling

Und ehrgeizig. Und von heute aus rückblickend auf den inzwischen chronifizierten Kankheitszustand ziemlich illusionär. Zu glauben, ein am schnöden Eigentumsegoismus seiner Besitzbürger, an deren Profitgier und rücksichtsloser Naturbemächtigung, an demokratischer Auszehrung öffentlicher Institutionen und Umschlagen der Demokratie in Plutokratie, an imperialer Hybris und nicht zuletzt am religiösen Sendungswahn seiner Siedlerkolonisatoren der fundmentalistischen Pilgerväter und ihrer heutigen Nachfolger erkranktes Amerika therapieren zu können mittels Bürgerrechtsbewegung und Gegenkultur, Basisdemokratie plus fernöstlicher Weisheit oder Meditationspraxis. Einen ressourcenverbrauchenden und selbstzerstörerischen Konsumrausch mit „simplify your life“ und „small ist beautiful“ zu kurieren; den egogesellschaftlichen Krieg aller gegen alle durch „love and peace“, durch „awareness“ pazifizieren. Dieser therapeutische Optimismus und die mit ihm einhergehenden politischen Hoffnungen sind nicht in Erfüllung gegangen, konnten in ihrer Überschwänglichkeit vielleicht auch nur enttäuscht werden.

IGEL-Podcast: Mitreden – Soziale Selbstverwaltung ist auch Teilhabe

Cover des IGEL-Podcast zum Thema Mitreden
Cover des IGEL-Podcast zum Thema Mitreden
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „MITREDEN – Soziale Selbstverwaltung ist auch Teilhabe“, so lautet der Titel der 26 Minuten langen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die vor kurzem veröffentlicht wurde. „Inklusion bedeutet nicht nur Barrierefreiheit im Alltag – sie bedeutet auch Mitbestimmung dort, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden. Doch wer weiß eigentlich, dass Versicherte selbst Einfluss auf die Arbeit ihrer Krankenkassen nehmen können? Genau dieser spannenden Frage geht der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in dieser Episode nach. Gemeinsam mit seiner Gästin Anke Fritz öffnet er die Tür zu einem Bereich, der für viele ein unbekanntes Kapitel ist: der sozialen Selbstverwaltung.

Nancy Frinds Rückblick auf die Inklusionstage 2026 in Berlin

Nancy Frind
Nancy Frind
Foto: privat

Berlin (kobinet) Am 6. und 7. Juli 2026 fanden die Inklusionstage in Berlin statt. Für Nancy Frind, die sich u.a. für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen und die Rechte behinderter Frauen stark macht, waren es zwei bereichernde, inspirierende und impulsreiche Tage. Um an der Veranstaltung teilnehmen und ihrem ehrenamtlichen Engagement nachgehen zu können, hat sie bewusst Urlaub genommen. Vor Ort war ich gleich in mehreren Rollen vertreten: als Vertreterin des Landesverbandes Frauen mit Behinderung in Thüringen (LaFit) sowie als Mitwirkende im Projekt Budgetkompetenz, wie es im Rückblick auf die Inklusionstage von Nancy Frind heißt, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.

Droht die Rückkehr der alten Einkommens- und Vermögensanrechnung? Warum jetzt Wachsamkeit gefragt ist

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Foto: NITSA e. V.

Ulm (kobinet) Droht die Rückkehr zur alten Einkommens- und Vermögensanrechnung und warum jetzt Wachsamkeit gefragt ist? Darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Harry Hieb, Vorstandsmitglied im Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) sowie Sprecher für Fragen der Einkommens- und Vermögensanrechnung bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Denn auch das Thema der Anrechnung des Einkommens und Vermögens bei Leistungen der Eingliederungshilfe und Assistenz wird bei der derzeitigen Diskussion um Einsparungen nicht ausgenommen, wie im Interview mit Harry Hieb, der selbst Persönliche Assistenz nutzt, deutlich wird.

Sensationelle Top-Nachricht: BILD-Zeitung und kobinet-Nachrichten einer Meinung!

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Foto: ht

Staufen (kobinet) Die Redakteure Weis (für die kobinet-Nachrichten) und Kachelmann (für BILD) kommen zum selben Urteil: Ein „Scheißsommer“, so Meteorologe Kachelmann und „kriminelle Temperaturen“,(Willis Blick vom 1.Juli), bringen auf den Punkt, wofür einem im ersten Moment die Worte fehlen. Und lustig ist an dieser neuen BILD-kobinet-Einigkeit in puncto aktueller Klima-und Wetterkatastrophen-Diagnose gar nichts! Denn das Geschehen ist „tödlich“, für Menschen, Pflanzen, Tiere, sagt Kachelmann und auch darin muss ich meinem Redaktionskollegen bei der BILD-Zeitung leider zustimmen.

IGEL-Podcast: Die Kraft der Teilhabe steckt in deiner Hand

Cover des IGEL-Podcast zur Kraft in der Hand
Cover des IGEL-Podcast zur Kraft in der Hand
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Die Kraft der Teilhabe steckt in deiner Hand“, so lautet die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei spricht der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Konstanze Hager, Gründerin und Geschäftsführerin von Exxomove, einem Unternehmen, das intelligente Assistenzsysteme entwickelt, die den Alltag von Menschen mit neurologischen oder körperlichen Einschränkungen nachhaltig verbessern sollen.

Erste Folge des Inklusical Podcast veröffentlicht

Cover des Inklusical-Podcast
Cover des Inklusical-Podcast
Foto: Inklusical-Podcast

Berlin (kobinet) Pünktlich zum Disability Pride Month ist die erste Folge des neuen Musical-Podcasts Inklusical erschienen. Laura Mench und Melanie Eilert sprechen darin über Aspekte von Inklusion und Barrierefreiheit im Kontext von Musical- und Theateraufführungen. In der neu erschienenen ersten Folge dreht sich alles rund um das Thema Ticketkauf. Alle Folgen können auf Zencastr sowie auf Spotify und Apple Podcasts angehört werden, heißt es in einer Presseinformation zum neuen Podcast.

Dreistigkeit siegt oft, aber nicht immer: Ein Hoch auf Belgien

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Am 6. Dezember 2025 hatte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul angesichts der Buckelei von FIFA-Chef Gianni Infantino vor Donald Trump bei der Gruppenauslosung für die Fußballweltmeisterschaft der Männer mit der Verleihung des vor kurzem extra geschaffenen Friedenspreis des Fußball-Weltverbands FIFA an den US-Präsidenten verkündet: #NichtmeineWM. Auch wenn der ausgewiesene Fußball-Fan zwischenzeitlich etwas haderte, angesichts der zum Teil sehr spannenden WM-Spiele, seinen sicherlich nicht weltbewegenden, aber sich selbst verordneten, Nicht-Fußball-Schauen-Boykott aufrechtzuerhalten, sieht er sich nun gestärkt, diesen Boykott bis zum Ende durchzuziehen. Heute freut er sich aber erst einmal, dass die schamlose Dreistigkeit von Donald Trump und ähnlich gestrickter Menschen nicht immer zum Sieg führt. Der Rücknahme der Spielsperre für den US-amerikanischen Stürmer, die maßgeblich durch die Intervention von Donald Trump und das unsägliche Wirken des FIFA-Chefs Gianni Infantino bestimmt sein dürfte, setzte Belgien mit einem klaren 4:1 gegen die USA ein Ende. In seinem Kommentar freut sich Ottmar Miles-Paul, dass das von Donald Trump 2016 als schöne Stadt bezeichnete Belgien der von ihm unaufhörlich als größte und stärkste Winner-Nation gepriesenen USA das WM-Aus beschert hat.

Der Schriftsteller Henri Hirt macht sein Ding und ist damit erfolgreich

Henri Hirt mit Michelmütze
Henri Hirt mit Michelmütze
Foto: Henri Hirt

Walldorf (kobinet) Henri Hirt aus Walldorf konnte vor gut zwei Jahren seinen Traum verwirklichen und ein Buch mit dem Titel „Herz ist eine Sprache, die wir verstehen“ veröffentlichen. Vor kurzem hat er mit der Veröffentlichung seines zweiten Buchs mit dem Titel „Schreiben ist ein gutes Gefühl“ mit Gedichten, Gedanken und Geschichten nachgelegt. Wie es dazu kam und warum Henri Hirt wie Udo sein Ding macht, darum geht’s im Interview von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit dem Schriftsteller.

Mein geliebtes Amerika, worin es bestand und was sein Untergang bedeutet

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
„Geliebtes Amerika“ Folge 2 in kobinet Storytelling
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Diese Folge (Folge 1 erschien am 26.06.2026) beginnt mit einem Rückblick auf das „making off“, das Werden jenes Amerikas, dem ich in meiner Kindheit (den 1950er und frühen 1960er Jahren) begegnete und das ich von da an lieben sollte. Nach einem historischen Datum oder Ereignis gefragt, das für so etwas wie die Geburtsstunde meines „geliebten Amerikas“ stehen könnte, wäre meine Antwort: Zum einen in gesellschaftlicher Hinsicht die Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt mit dem Wirtschafts- und Sozialprogramm des „New Deal“. Zum anderen politisch der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Aus dieser Periode datieren die USA als jenes gesellschaftliche Fortschrittsmodell, das insbesondere für die junge Generation im Nachkriegsdeutschland eine außerordentliche Anziehungskraft besaß. Sie verkörperten das Land der „Freien und Gleichen“, in dem ein exemplarisch geführter Kampf für Bürgerrechte möglich war. Das wirtschaftliche Prosperität und Massenwohlstand bot. Dessen liberale Kultur und freiheitlicher Lebensstil die weltweit ausstrahlende Jugend- und Popkultur der 1960er. Und nicht zuletzt das Amerika eines Demokratieversprechens, das nicht von vornherein oder zur Gänze ideologieverdächtig erschien.

Neue Norm Podcast zu Werkstätten für behinderte Menschen

Logo: Die Neue Norm
Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet) In der aktuellen Ausgabe Nummer 76 des Podcast Die Neue Norm geht es um das Thema Werkstätten für behinderte Menschen. In der Ankündigung des knapp einstündigen Podcasts heißt es u.a.: „In dieser Folge unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über Werkstätten für behinderte Menschen – und darüber, warum dieses System dringend grundlegend verändert werden muss. Zu Gast ist Wolfgang Raczkowsky, ein Kollege bei den Sozialheld*innen, der über 30 Jahre in einer Werkstatt gearbeitet hat und erzählt, wie er dorthin kam, welche Arbeit er dort gemacht hat, wie wenig Geld er verdiente und warum er während der Corona-Zeit schließlich kündigte.“

Wir müssen unsere Selbstbestimmung verteidigen

Porträt von Raul Krauthausen
Zeitzeuge Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „‚Pooling‘ hört sich ja erst mal erfrischend an in diesen heißen Tagen. Pooling ist aber keine coole, neue Idee gegen die Folgen des Klimawandels. Es ist eine beschissene, neue Idee im Sinne des brutalen Spardiktats von Merz und Co. Konkret geht es um die Zwangsvergemeinschaftung von Assistenzleistungen, wie z. B. der Schul- oder Studienassistenz. Das Pooling kann etwa so aussehen, dass eine Schulbegleiterin nicht nur eins, sondern mehrere Kinder gleichzeitig betreuen soll. Die 1:1-Assistenz wird zur Ausnahme. Ob sie gewährt wird, entscheidet das Amt. ‚Das ist keine Reform – sondern die Rückabwicklung des Bundesteilhabegesetzes und Entmündigung per Gesetz‘, stellt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) fest. Dem möchte ich noch entschieden hinzufügen: Wir müssen unsere Selbstbestimmung verteidigen – jetzt! Und ja, wir bleiben dran“, so bringt Raul Krauthausen die aktuelle Diskussion in Sachen Poolen von Assistenzleistungen im Zusammenhang mit den Vorschlägen aus dem Treffen des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsident*innen vom 25. Juni 2026 in seinem neuesten Newsletter auf den Punkt.

Empörung über gefährliche Barrieren auf Gehwegen – Staat schließt Menschen mit Einschränkungen vom öffentlichen Leben aus

Ralf Rohmann hält empört mit beiden Händen seinen Kopf. Vor ihm liegt ein umgefallener Roller, auf dem ein Blindenstock liegt.
Ralf Rohmann hält empört mit beiden Händen seinen Kopf. Vor ihm liegt ein umgefallener Roller, auf dem ein Blindenstock liegt.
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der blinde Inklusionsaktivist Ralf Rohmann aus Berlin ist empört über die gefährlichen Barrieren auf Gehwegen, wie beispielsweise herumstehende und herumliegende E-Roller. Im Interview mit Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten schildert er die gegenwärtige Situation und macht u.a. seinem Ärger Luft, dass der Staat durch die Duldung dieser Barrieren Menschen mit visuellen, motorischen und anderen Einschränkungen vom öffentlichen Leben ausschließt.

IGEL Monatsrückblick: Alarmstufe Inklusion – Wer unsere Teilhabe gefährdet hinterlässt einen gesellschaftlichen Trümmerhaufen

Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Juni 2026
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Juni 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Alarmstufe Inklusion – Wer unsere Teilhabe gefährdet hinterlässt einen gesellschaftlichen Trümmerhaufen“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juni 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz im Bundestag und die Proteste drum herum, die Eingliederungshilfe und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Interessant ist, dass dieses Mal die Künstliche Intelligenz die Fragen für das Interview erarbeitet hat.

25 Jahre SGB IX – Rückblick aus Frauensicht

Martina Puschke
Martina Puschke 2022
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) Genau heute vor 25 Jahren, am 1. Juli 2001, trat das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) in Kraft. Martina Puschke von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz erinnert sich an die Erstellung des Gesetzes damals. Und sie erinnert in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten an den damaligen Gesetzgebungsprozess und dessen Bedeutung für heute.

Kriminelle Temperaturen: Summertime good bye for ever!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
in Schockstarre quasi
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Good bye „Summertime and the living is easy“. Vorbei ist es mit der sommerlichen Unbeschwertheit. Und nicht nur einen Sommer lang, sondern für alle Zeit! Für einen erdgeschichtlichen Äon, ein Erdzeitalter lang. Kein kosmisches Verhängnis und auch kein göttliches Strafgericht, nein, menschengemacht!

Behindertenfeindliche Sparpolitik der Bundesregierung empört zunehmend auch Menschen im Nichtbehinderten-Journalismus

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Um sich darüber zu empören und es politisch und moralisch vollkommen inakzeptabel zu finden, wie die derzeitige Regierungspolitik, die für Rüstung und Kriegstüchtigkeit an dreistelligen Milliardensummen locker macht …

Liebeserklärung an „mein Amerika“, das nach 250 Jahren untergeht

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Erinnerunges eines erblindeten
Amerikaliebhabers in kobinet „Storytelling“
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Den reichen Onkel in Amerika gab es in unserer Familie nicht. Bloß eine Taufpatin, die schon bald nach meiner Taufe frisch vermählt mit ihrem amerikanischen Mann, einem Angehörigen der Besatzungsstreitkräfte und mithin eine damals nicht gern gesehene und im Grunde missbilligte Verbindung, in „die Staaten“ übersiedelte. Sie war eine Cousine meines Vaters, hieß Ilse und zu Gesicht bekam ich von ihr nur, was meine Eltern mir an Geburtstagen oder zu Weihnachten in Geschenkpapier gewickelt mit den Worten „und das ist noch von Ilse“ aushändigte. Meine Schwester hat Ilse später einmal in den USA, ihrem Haus in Alaska besucht und mir ihre leibhafte Existenz bestätigt. – Dass sich mit diesen beiden kargen Daten (zwar kein reicher Onkel in Amerika, aber immerhin eine von dort gelegentlich Kinderspielzeug schickende Patentante) keineswegs meine nachgeburtlichen frühkindlichen Bezüge zu Amerika erschöpfen, damit beginnt meine nun folgende „Liebeserklärung an Amerika“ (die auf kobinet erstmals im Sommer vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2024 zu lesen war).

Zwischen Verwaltung, Dunkeltraining und Perspektivenwechsel: Praktikum an der Hochschule der Polizei

Seitentür eines Autos mit der Aufschrift Polizei
Polizei im Einsatz
Foto: TechLine In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Wittlich-Wengerohr (kobinet) „Zwischen Verwaltung, Dunkeltraining und Perspektivenwechsel: Mein Praktikum an der Hochschule der Polizei“, so hat der 17jährige, von Geburt an erblindete, Jeremy Retterbush seinen Bericht über ein zweiwöchiges Praktikum an der rehinland-pfälzischen Hochschule der Polizei getitelt. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten seinen Bericht verbunden mit der Hoffnung, dass mehr behinderte Menschen solche Chancen bekommen, die Berufspraxis und -ausbildung in verschiedenen Bereichen kennenzulernen.

BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören – Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt

Schild vom Protest zur BGG-Anhörung Teilhabe Jetzt
Schild vom Protest zur BGG-Anhörung Teilhabe Jetzt
Foto: laut-werden.de / Dennis Steinhilber / instagram.com/lautwerden

Bad Sebeberg / Kassel (kobinet) „IGEL Aktuell BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören – Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt“, so lautet der Titel aktuellen Sonderausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der am Tag nach der Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages erstellt und veröffentlicht wurde. Dabei geht es vor allem auch um die Protestaktionen, die vor und während der Anhörung vonseiten der Behindertenbewegung durchgeführt wurden.

Schämt Euch: Peinlich, peinlich – nur Platz für einen Rollstuhlnutzer bei Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Schämt euch!“ Diese Rufe der gut 200 Demonstrant*innen begleiteten die Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz am 22. Juni 2026 am Paul-Löbe-Haus in Berlin. Was für den amtierenden Vorsitzenden des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages Bernd Rützel anscheinend einen guten Kompromiss darstellt, ist nach Ansicht der Betroffenen eine massive Diskriminierung und Peinlichkeit für den Deutschen Bundestag. Denn sie mussten die Anhörung, trotz vorheriger Anmeldung wie alle anderen Besucher*innen der öffentlichen Anhörung auch, per Videoübertragung im Foyer des Paul-Löbe-Haus verfolgen. Im Sitzungssaal war nämlich nur Platz für einen Rollstuhlnutzer. Nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blamiert sich eben jeder so gut er kann, denn bei dieser Anhörung ging es vor allem um das Thema Barrierefreiheit, bei dem der Bundestag selbst, wohl noch so manchen Nachbesserungsbedarf zu haben scheint.

Sonntag trifft IGEL: Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft

Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2026
Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 21. Juni 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal passend zum Internationalen Tag der Musik über die Kraft von Klängen, Melodien und Begegnungen. Dabei geht es nicht nur um Lieblingssongs und musikalische Erinnerungen, sondern auch um die Frage, wie Kultur für alle zugänglich werden kann.

Das Saarländische Sommermärchen, aber jetzt nicht nachlässig werden!

Nico Mindermann
Nico Mindermann
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und waren für Nico Mindermann ein großer Erfolg. Sie zeigen seiner Meinung nach, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann, wie aus seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten hervorgeht. Nico Mindermann mahnt allerdings, dass man nun in Sachen Inklusion nicht nachlassen dürfe. Und eine neu beschlossende Förderschulverordnung für das Saarland erreiche gerade das Gegenteil.

Wie die Bildungspolitik der AfD in die Hände spielt

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Wie die Bildungspolitik der AfD in die Hände spielt“, so lautet der Titel eines Beitrags der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, den diese auf der Plattform Bildungsklick veröffentlicht hat. „Die AfD will die Schulen in Thüringen von dem ‚Ideologieprojekt‘ Inklusion befreien. In Sachsen-Anhalt will die AfD inklusive Bildung ‚unverzüglich‘ beenden. Die etablierte Bildungspolitik in den Ländern und im Bund hat ihren Anteil daran“, schreibt Brigitte Schumann in der Ankündigung ihres Kommentars auf der Plattform Bildungsklick.

Budget für Arbeit: Warum Inklusion mehr bedeutet als Leistung

Logo: Budget für Arbeit nutzen
Logo: Budget für Arbeit nutzen
Foto: Netzwerk Artikel 3

Weimar (kobinet) Inklusion bedeutet für Nancy Frind nicht, dass Menschen mit Behinderung mehr leisten müssen als andere. Inklusion bedeutet Chancengleichheit. Sie bedeutet, dass Menschen trotz gesundheitlicher Einschränkungen die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen, beruflich aktiv zu sein und ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden. Und deshalb gibt es auch das Budget für Arbeit. Nancy Frind hat vor einigen Jahren den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit Unterstützung der Leistungen des Budget für Arbeit geschafft. Sie weist in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten darauf hin, dass auch Menschen mit Behinderung krank sein dürfen, dass sie Phasen haben dürfen, in denen nicht alles so leicht gelingt wie gewohnt. Diese Realität wird ihrer Ansicht nach in der öffentlichen Diskussion oft vergessen. Gerade deshalb hält Nancy Frind es für wichtig, über das Budget für Arbeit aufzuklären.

Die Pflegereform geht an der Realität vorbei

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Foto: ht

Bremen (kobinet) „Die Pflegereform geht an der Realität vorbei“, so titelt Julia Jung, Pflegedienstleitung des Martinsclub Bremen, einen Pressekommentar, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen. „Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden der Pflegereform sein, meint Julia Jung.

Betroffenenperspektive zeigt Mängel deutlicher

Portrait eines jungen Mannes mit dunklen Haaren Bart und Brille im blauen Hemd und grauem Jacket
Leon Benjamin Fuchs
Foto: Leon Benjamin Fuchs

BONN (kobinet) Wenn im Leben von den vielfältigen Barrieren betroffen ist, macht häufig die Erfahrung: „Gut gewollt, aber nicht gut gemacht“. Dies bestätigt auch Leon Benjamin Fuchs. Er ist Inhaber der Beratung Barrierefrei Fuchs in Bonn und ist selbst Rollstuhlnutzer. Seit Mai 2026 ist er mit seinem Unternehmen in der operativen Phase. Mit dem HotelBarriereCheck und dem GastroBarriereCheck besucht er Betriebe als Gast oder in offener Absprache, dokumentiert Barrieren und liefert einen schriftlichen Bericht mit Handlungsempfehlungen auf Grundlage der DIN 18040. Die fachliche Bewertung nimmt er dabei selbst vor – keine Checkliste ohne Kontext, keine Delegation an Externe. So analysiert er Hotels, Restaurants und andere Betriebe persönlich auf ihre Zugänglichkeit. Sein Maßstab ist nicht allein die Norm, sondern die gelebte Erfahrung: Was bedeutet es, täglich auf Barrieren zu stoßen, die auf dem Papier gar nicht existieren sollten. So vermittelt er seinen Kunden nicht nur ein umfassendes Verständnis für Barrierefreiheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, sondern bietet auch engagierte Unterstützung auf dem Weg zu inklusiveren Lebens- und Arbeitswelten.

Topnachricht zur Monatsmitte: Sascha fordert Feindbild-Abrüstung

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Foto: ht

Staufen (kobinet) „Müssen wir derzeit wirklich massiv in Waffen investieren für einen Feind, den es derzeit nach meinem Empfinden nicht gibt“, fragt Podcaster Sascha Lang (im Gespräch mit Jennifer Sonntag vom 17. Mai) und liefert die Antwort gleich mit: „Wir bewaffnen uns gegen einen Feind, den es nicht gibt.“ Folglich gegen einen eingebildeten Feind, ein Feindbild mit anderen Worten. Nur ein Bild also, das als Bild zwar nicht die Realität wiedergibt, abbildet, doch nichtsdestoweniger schlimme Folgen in der Wirklichkeit zeitigt. Nämlich (noch einmal Sascha), „Milliarden, die in Waffen investiert werden, die dann auch wieder in Krieg investiert werden …“

IGEL-Podcast zu zur Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern

Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Versorgungswert – Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Episode des IGEL-Podcast getitelt. Dabei spricht Sascha Lang mit Christiana Hennemann, der Geschäftsführerin von RehaKind, über die Herausforderungen und Chancen der Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Von der Exklusion zur Inklusion: Ein Roman – politische Diskussionen – und die Hoffnung auf Veränderung

Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion
Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion“
Foto: Olivia Vieweg

Kassel (kobinet) Nach der Veröffentlichung seines ersten Romans „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu mit vielen Lesungen und Diskussionen hat Ottmar Miles-Paul mit seinem im Januar 2026 veröffentlichten zweiten Roman mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ nachgelegt. Dabei hat geht es u.a. um die Frage, wie man behinderte Menschen, die klar sagen, dass sie selbstbestimmter und inklusiver leben und aus Wohneinrichtungen, der Werkstatt oder dem Elternhaus raus wollen, unterstützen kann. Es geht aber auch darum, mit welchen politischen Rahmenbedingungen wir derzeit kämpfen müssen. Über seinen Roman und die damit verbundenen Fragen wird verstärkt bei Lesungen und im politischen Raum diskutiert. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit Ottmar Miles-Paul im Vorfeld einer Online-Veranstaltung mit Kurzlesung aus dem Roman der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Wie geht es weiter mit dem Teilhabegesetz?“ am 11. Juni 2026 um 18:00 Uhr mit dem Behindertenrechtler und Roman-Autor über bisherige und zukünftige Diskussionen zu seinem neuen Roman. Die Anmeldung für die kostenfreie Online-Veranstaltung mit Britta Haßelmann und Corinna Rüffer ist noch bis zum 10. Juni möglich.

IGEL-Podcast: Die SightCity 2026 in der Analyse

Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2026
Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „Die SightCity 2026 in der Analyse“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei geht es um das jährliche Feedback Gespräch von Sascha Lang, dem Macher des IGEL-Podcast, mit Christian Stahlberg vom Podcast Sight Views des BBSB. „Die SightCity 2026 ist vorbei – doch die Diskussionen, Innovationen und Eindrücke wirken nach. In der Episode 331 des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang gemeinsam mit Christian Stahlberg vom Sightviews Podcast noch einmal mitten hinein in die größte Hilfsmittelmesse für blinde und sehbehinderte Menschen“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

IGEL-Monatsrückblick: Reise von Tübingen nach Berlin – überall wird Inklusion mit Füßen getreten

Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Mai 2026 mit Ottmar Miles-Paul
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Mai 2026 mit Ottmar Miles-Paul
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Reise von Tübingen nach Berlin. Überall wird Inklusion mit Füßen getreten.“ So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Mai 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, die Provinzposse um Boris Pallmer und ein Urteil des Bundesgerichtshof in Sachen Diskriminierung einer blinden Frau bei einer Rehamaßnahme.

Top-Nachricht zu Monatsbeginn: Papst fordert KI-Entwaffnung!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
ins päpstliche Sendschreiben
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) „Artificial Intelligence needs to be disarmed“, so wörtlich der aus den USA stammende Papst Leo XIV aus seiner ersten „Enzyklika“ zitierend, dem päpstlichen Lehr- und Sendschreiben. Das über die Katholische Kirche hinaus gerade weltweit ein großes Echo findet. Lautet die Kernaussage doch, die Künstliche Intelligenz und also die weltumspannende Supermacht unserer Tage müsse „entwaffnet“ werden. – Entwaffnet? Soll das heißen, wir haben es mit einer bewaffneten KI zu tun? Nicht nur das, im Grunde sagt der Papst, die neue weltbeherrschende Supermacht, die KI selbst, die Künstliche Intelligenz ist eine Waffe. Diese Waffe ist auf die Menschheit gerichtet, sie ist entsichert und kann jederzeit losgehen.

Wenn Oberbürgermeister Palmer gegen etwas ist, dann bleibt das so

Schräge am Haupteingang des Deutschen Hygienemuseums in Dresden, das hier alle Stufen zum Eingangsportal ausgleicht
Schräge am Hauteingang des Deutschen Hygienemuseums in Dresden
Foto: H. Smikac

TÜBINGEN (kobinet) Der Diskussionspunkt ist bekannt: Es soll die Para-Sportlerin @carys_crps_fight bei einer Sportler-Ehrung in Tübingen geehrt werden, aber der Raum, und vor allem die Bühne sind nicht barrierefrei. Diese Schräge braucht die Frau im Rollstuhl aber, um auf die Bühne zu kommen. (kobinet hatte darüber berichtet) Wir hatten ebenso darüber informiert, dass durch die Spende eines Unternehmers, das Problem gelöst zu sein schien. Aber das ist eben in Tübingen nicht so. Dort hatte der Oberbürgermeister entschieden, dass es diese Schräge nicht geben kann. Die Schräge nehme zu viel Platz weg, hatte der parteilose Oberbürgermeister dann auch dem Südwestdeutschen Rundfunk mitgeteilt. Also: Wenn Oberbürgermeister Palmer entschieden hat, dann bleibt das trotz der Bereitschaft zu Spenden und vieler Proteste von Verbänden auch so – oder ? Auch falls eine solche Entscheidung einen ganzen Stapel europäischer Entscheidungen und deutscher Gesetze verletzt ?

„Bitte sehr, Herr Höcke!“ – Soll man Rechten zuhören?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
erkundet, was es mit den vielen Höcke-Klicks auf sich hat
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wenn er das auch noch sagen dürfe … „Bitte sehr, Herr Höcke“, ermuntert der Gastgeber seinen Gast. Der sich daraufhin keinen Zwang antut und frisch von der Leber loslegt, erst seinen Familienroman erzählt und im Anschluss daran die politische Agenda vorstellt. In epischer Breite und unbehelligt von kritischen Zwischenfragen, „ungeskripted“ nennt dies Podcaster Ben. Und die inzwischen über vier Millionen Klicks bestätigen – dies mag vielen noch  so sehr missfallen – dass eine Art basisdemokratische Nachfrage nach diesem Social Media Format besteht. Und wahrscheinlich auch Peers aus der Behindertencommunity Teil dieser Nachfrage sind. Sodass sich für „Behinderte gegen Rechts“ (zu denen auch ich mich zähle) bloß noch die Frage stellt, wie wollen wir nun mit diesem Nachfragephänomen umgehen.