Menu Close

Zwischen Verwaltung, Dunkeltraining und Perspektivenwechsel: Praktikum an der Hochschule der Polizei

Seitentür eines Autos mit der Aufschrift Polizei
Polizei im Einsatz
Foto: TechLine In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Wittlich-Wengerohr (kobinet) „Zwischen Verwaltung, Dunkeltraining und Perspektivenwechsel: Mein Praktikum an der Hochschule der Polizei“, so hat der 17jährige, von Geburt an erblindete, Jeremy Retterbush seinen Bericht über ein zweiwöchiges Praktikum an der rehinland-pfälzischen Hochschule der Polizei getitelt. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten seinen Bericht verbunden mit der Hoffnung, dass mehr behinderte Menschen solche Chancen bekommen, die Berufspraxis und -ausbildung in verschiedenen Bereichen kennenzulernen.

BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören – Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt

Schild vom Protest zur BGG-Anhörung Teilhabe Jetzt
Schild vom Protest zur BGG-Anhörung Teilhabe Jetzt
Foto: laut-werden.de / Dennis Steinhilber / instagram.com/lautwerden

Bad Sebeberg / Kassel (kobinet) „IGEL Aktuell BGG mit Zündstoff: Protest und zuhören – Warum die Anhörung die Behindertenbewegung nicht beruhigt“, so lautet der Titel aktuellen Sonderausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der am Tag nach der Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages erstellt und veröffentlicht wurde. Dabei geht es vor allem auch um die Protestaktionen, die vor und während der Anhörung vonseiten der Behindertenbewegung durchgeführt wurden.

Schämt Euch: Peinlich, peinlich – nur Platz für einen Rollstuhlnutzer bei Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Schämt euch!“ Diese Rufe der gut 200 Demonstrant*innen begleiteten die Anhörung zum Behindertengleichstellungsgesetz am 22. Juni 2026 am Paul-Löbe-Haus in Berlin. Was für den amtierenden Vorsitzenden des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages Bernd Rützel anscheinend einen guten Kompromiss darstellt, ist nach Ansicht der Betroffenen eine massive Diskriminierung und Peinlichkeit für den Deutschen Bundestag. Denn sie mussten die Anhörung, trotz vorheriger Anmeldung wie alle anderen Besucher*innen der öffentlichen Anhörung auch, per Videoübertragung im Foyer des Paul-Löbe-Haus verfolgen. Im Sitzungssaal war nämlich nur Platz für einen Rollstuhlnutzer. Nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blamiert sich eben jeder so gut er kann, denn bei dieser Anhörung ging es vor allem um das Thema Barrierefreiheit, bei dem der Bundestag selbst, wohl noch so manchen Nachbesserungsbedarf zu haben scheint.

Sonntag trifft IGEL: Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft

Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2026
Cover des Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Neben Aufregern brauchen wir auch immer den guten Ton – Musik liegt in der Luft“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 21. Juni 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal passend zum Internationalen Tag der Musik über die Kraft von Klängen, Melodien und Begegnungen. Dabei geht es nicht nur um Lieblingssongs und musikalische Erinnerungen, sondern auch um die Frage, wie Kultur für alle zugänglich werden kann.

Das Saarländische Sommermärchen, aber jetzt nicht nachlässig werden!

Nico Mindermann
Nico Mindermann
Foto: privat

Saarbrücken (kobinet) Die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland im Saarland und in Forbach sind nun beendet und waren für Nico Mindermann ein großer Erfolg. Sie zeigen seiner Meinung nach, wie ein Sportgroßereignis tatsächlich einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten kann, wie aus seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten hervorgeht. Nico Mindermann mahnt allerdings, dass man nun in Sachen Inklusion nicht nachlassen dürfe. Und eine neu beschlossende Förderschulverordnung für das Saarland erreiche gerade das Gegenteil.

Wie die Bildungspolitik der AfD in die Hände spielt

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Wie die Bildungspolitik der AfD in die Hände spielt“, so lautet der Titel eines Beitrags der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, den diese auf der Plattform Bildungsklick veröffentlicht hat. „Die AfD will die Schulen in Thüringen von dem ‚Ideologieprojekt‘ Inklusion befreien. In Sachsen-Anhalt will die AfD inklusive Bildung ‚unverzüglich‘ beenden. Die etablierte Bildungspolitik in den Ländern und im Bund hat ihren Anteil daran“, schreibt Brigitte Schumann in der Ankündigung ihres Kommentars auf der Plattform Bildungsklick.

Budget für Arbeit: Warum Inklusion mehr bedeutet als Leistung

Logo: Budget für Arbeit nutzen
Logo: Budget für Arbeit nutzen
Foto: Netzwerk Artikel 3

Weimar (kobinet) Inklusion bedeutet für Nancy Frind nicht, dass Menschen mit Behinderung mehr leisten müssen als andere. Inklusion bedeutet Chancengleichheit. Sie bedeutet, dass Menschen trotz gesundheitlicher Einschränkungen die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen, beruflich aktiv zu sein und ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden. Und deshalb gibt es auch das Budget für Arbeit. Nancy Frind hat vor einigen Jahren den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit Unterstützung der Leistungen des Budget für Arbeit geschafft. Sie weist in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten darauf hin, dass auch Menschen mit Behinderung krank sein dürfen, dass sie Phasen haben dürfen, in denen nicht alles so leicht gelingt wie gewohnt. Diese Realität wird ihrer Ansicht nach in der öffentlichen Diskussion oft vergessen. Gerade deshalb hält Nancy Frind es für wichtig, über das Budget für Arbeit aufzuklären.

Die Pflegereform geht an der Realität vorbei

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Bremen (kobinet) „Die Pflegereform geht an der Realität vorbei“, so titelt Julia Jung, Pflegedienstleitung des Martinsclub Bremen, einen Pressekommentar, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen. „Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden der Pflegereform sein, meint Julia Jung.

Betroffenenperspektive zeigt Mängel deutlicher

Portrait eines jungen Mannes mit dunklen Haaren Bart und Brille im blauen Hemd und grauem Jacket
Leon Benjamin Fuchs
Foto: Leon Benjamin Fuchs

BONN (kobinet) Wenn im Leben von den vielfältigen Barrieren betroffen ist, macht häufig die Erfahrung: „Gut gewollt, aber nicht gut gemacht“. Dies bestätigt auch Leon Benjamin Fuchs. Er ist Inhaber der Beratung Barrierefrei Fuchs in Bonn und ist selbst Rollstuhlnutzer. Seit Mai 2026 ist er mit seinem Unternehmen in der operativen Phase. Mit dem HotelBarriereCheck und dem GastroBarriereCheck besucht er Betriebe als Gast oder in offener Absprache, dokumentiert Barrieren und liefert einen schriftlichen Bericht mit Handlungsempfehlungen auf Grundlage der DIN 18040. Die fachliche Bewertung nimmt er dabei selbst vor – keine Checkliste ohne Kontext, keine Delegation an Externe. So analysiert er Hotels, Restaurants und andere Betriebe persönlich auf ihre Zugänglichkeit. Sein Maßstab ist nicht allein die Norm, sondern die gelebte Erfahrung: Was bedeutet es, täglich auf Barrieren zu stoßen, die auf dem Papier gar nicht existieren sollten. So vermittelt er seinen Kunden nicht nur ein umfassendes Verständnis für Barrierefreiheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, sondern bietet auch engagierte Unterstützung auf dem Weg zu inklusiveren Lebens- und Arbeitswelten.

Topnachricht zur Monatsmitte: Sascha fordert Feindbild-Abrüstung

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) „Müssen wir derzeit wirklich massiv in Waffen investieren für einen Feind, den es derzeit nach meinem Empfinden nicht gibt“, fragt Podcaster Sascha Lang (im Gespräch mit Jennifer Sonntag vom 17. Mai) und liefert die Antwort gleich mit: „Wir bewaffnen uns gegen einen Feind, den es nicht gibt.“ Folglich gegen einen eingebildeten Feind, ein Feindbild mit anderen Worten. Nur ein Bild also, das als Bild zwar nicht die Realität wiedergibt, abbildet, doch nichtsdestoweniger schlimme Folgen in der Wirklichkeit zeitigt. Nämlich (noch einmal Sascha), „Milliarden, die in Waffen investiert werden, die dann auch wieder in Krieg investiert werden …“

IGEL-Podcast zu zur Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern

Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Versorgungswert – Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Episode des IGEL-Podcast getitelt. Dabei spricht Sascha Lang mit Christiana Hennemann, der Geschäftsführerin von RehaKind, über die Herausforderungen und Chancen der Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Von der Exklusion zur Inklusion: Ein Roman – politische Diskussionen – und die Hoffnung auf Veränderung

Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion
Cover des Romans Ich will raus: Von der Exklusion zur Inklusion“
Foto: Olivia Vieweg

Kassel (kobinet) Nach der Veröffentlichung seines ersten Romans „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu mit vielen Lesungen und Diskussionen hat Ottmar Miles-Paul mit seinem im Januar 2026 veröffentlichten zweiten Roman mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ nachgelegt. Dabei hat geht es u.a. um die Frage, wie man behinderte Menschen, die klar sagen, dass sie selbstbestimmter und inklusiver leben und aus Wohneinrichtungen, der Werkstatt oder dem Elternhaus raus wollen, unterstützen kann. Es geht aber auch darum, mit welchen politischen Rahmenbedingungen wir derzeit kämpfen müssen. Über seinen Roman und die damit verbundenen Fragen wird verstärkt bei Lesungen und im politischen Raum diskutiert. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit Ottmar Miles-Paul im Vorfeld einer Online-Veranstaltung mit Kurzlesung aus dem Roman der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Wie geht es weiter mit dem Teilhabegesetz?“ am 11. Juni 2026 um 18:00 Uhr mit dem Behindertenrechtler und Roman-Autor über bisherige und zukünftige Diskussionen zu seinem neuen Roman. Die Anmeldung für die kostenfreie Online-Veranstaltung mit Britta Haßelmann und Corinna Rüffer ist noch bis zum 10. Juni möglich.

IGEL-Podcast: Die SightCity 2026 in der Analyse

Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2026
Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „Die SightCity 2026 in der Analyse“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei geht es um das jährliche Feedback Gespräch von Sascha Lang, dem Macher des IGEL-Podcast, mit Christian Stahlberg vom Podcast Sight Views des BBSB. „Die SightCity 2026 ist vorbei – doch die Diskussionen, Innovationen und Eindrücke wirken nach. In der Episode 331 des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang gemeinsam mit Christian Stahlberg vom Sightviews Podcast noch einmal mitten hinein in die größte Hilfsmittelmesse für blinde und sehbehinderte Menschen“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

IGEL-Monatsrückblick: Reise von Tübingen nach Berlin – überall wird Inklusion mit Füßen getreten

Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Mai 2026 mit Ottmar Miles-Paul
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Mai 2026 mit Ottmar Miles-Paul
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Reise von Tübingen nach Berlin. Überall wird Inklusion mit Füßen getreten.“ So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Mai 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, die Provinzposse um Boris Pallmer und ein Urteil des Bundesgerichtshof in Sachen Diskriminierung einer blinden Frau bei einer Rehamaßnahme.

Top-Nachricht zu Monatsbeginn: Papst fordert KI-Entwaffnung!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
ins päpstliche Sendschreiben
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) „Artificial Intelligence needs to be disarmed“, so wörtlich der aus den USA stammende Papst Leo XIV aus seiner ersten „Enzyklika“ zitierend, dem päpstlichen Lehr- und Sendschreiben. Das über die Katholische Kirche hinaus gerade weltweit ein großes Echo findet. Lautet die Kernaussage doch, die Künstliche Intelligenz und also die weltumspannende Supermacht unserer Tage müsse „entwaffnet“ werden. – Entwaffnet? Soll das heißen, wir haben es mit einer bewaffneten KI zu tun? Nicht nur das, im Grunde sagt der Papst, die neue weltbeherrschende Supermacht, die KI selbst, die Künstliche Intelligenz ist eine Waffe. Diese Waffe ist auf die Menschheit gerichtet, sie ist entsichert und kann jederzeit losgehen.

Wenn Oberbürgermeister Palmer gegen etwas ist, dann bleibt das so

Schräge am Haupteingang des Deutschen Hygienemuseums in Dresden, das hier alle Stufen zum Eingangsportal ausgleicht
Schräge am Hauteingang des Deutschen Hygienemuseums in Dresden
Foto: H. Smikac

TÜBINGEN (kobinet) Der Diskussionspunkt ist bekannt: Es soll die Para-Sportlerin @carys_crps_fight bei einer Sportler-Ehrung in Tübingen geehrt werden, aber der Raum, und vor allem die Bühne sind nicht barrierefrei. Diese Schräge braucht die Frau im Rollstuhl aber, um auf die Bühne zu kommen. (kobinet hatte darüber berichtet) Wir hatten ebenso darüber informiert, dass durch die Spende eines Unternehmers, das Problem gelöst zu sein schien. Aber das ist eben in Tübingen nicht so. Dort hatte der Oberbürgermeister entschieden, dass es diese Schräge nicht geben kann. Die Schräge nehme zu viel Platz weg, hatte der parteilose Oberbürgermeister dann auch dem Südwestdeutschen Rundfunk mitgeteilt. Also: Wenn Oberbürgermeister Palmer entschieden hat, dann bleibt das trotz der Bereitschaft zu Spenden und vieler Proteste von Verbänden auch so – oder ? Auch falls eine solche Entscheidung einen ganzen Stapel europäischer Entscheidungen und deutscher Gesetze verletzt ?

„Bitte sehr, Herr Höcke!“ – Soll man Rechten zuhören?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
erkundet, was es mit den vielen Höcke-Klicks auf sich hat
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wenn er das auch noch sagen dürfe … „Bitte sehr, Herr Höcke“, ermuntert der Gastgeber seinen Gast. Der sich daraufhin keinen Zwang antut und frisch von der Leber loslegt, erst seinen Familienroman erzählt und im Anschluss daran die politische Agenda vorstellt. In epischer Breite und unbehelligt von kritischen Zwischenfragen, „ungeskripted“ nennt dies Podcaster Ben. Und die inzwischen über vier Millionen Klicks bestätigen – dies mag vielen noch  so sehr missfallen – dass eine Art basisdemokratische Nachfrage nach diesem Social Media Format besteht. Und wahrscheinlich auch Peers aus der Behindertencommunity Teil dieser Nachfrage sind. Sodass sich für „Behinderte gegen Rechts“ (zu denen auch ich mich zähle) bloß noch die Frage stellt, wie wollen wir nun mit diesem Nachfragephänomen umgehen.

Keine Rampe für Sportlerin mit Rollstuhl

Titelbild der tagesschau
Titelbild der tagesschau
Foto: ARD tagesschau

STUTTGART (kobinet) Weil das zu teuer sei und zu viele Plätze wegnehme, so Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos), will die Stadt Tübingen einer Tischtennisspielerin im Rollstuhl für eine Sportlerehrung Ende Juni keine Rampe aufbauen. Die Rampe braucht die Frau im Rollstuhl aber, um auf die Bühne zu kommen. Das hat die betroffene Sportlerin Cary Hailfinger öffentlich gemacht und darüber hat auch die „Tagesschau“ berichtet. „Bin ich weniger wert?“, fragt die Sportlerin nach diesem Bericht der „Tagesschau“ – eine Frage, die Boris Palmer nun auch öffentlich beantworten sollte.

Pränataltests: Ängste vor Behinderung abbauen und Familien Sicherheit geben

Foto: privat

Hannover (kobinet) Auf der Tagesordnung der heute am 20. Mai 2026 stattfindenden Sitzung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales steht u.a. die abschließende Beratung des Antrags mit dem Titel „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums„. Vor der Sommerpause werden sich die einzelnen Bundestagsabgeordneten dazu positionieren müssen, wie sie zu einem entsprechenden Monitoring der nicht-invasiven Pränataltests stehen. In einer ersten Debatte zur Einbringung des Antrags zeigten sich schon erhebliche Unterschiede bei den Meinungen der Abgeordneten. Im Vorfeld der heutigen Ausschusssitzung und der anstehenden endgültigen Beratung des Antrags im Bundestagsplenum sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Jana Petersen-Franke, die sich als eine der Sprecherinnen für Bioehtik der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, aber auch als behinderte Mutter mit diesem Thema auseinandersetzt.

Perspektiven-Podcast zu Werkstätten für behinderte Menschen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Kopfhörer
Kopfhörer
Foto: snsnep In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) „Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen schon länger in der Kritik: Sie würden die Menschen dort ausbeuten – anstatt ihnen zu helfen, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Ist das so? Wie können die Werkstätten Menschen mit Behinderungen beim Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen? Und welche politischen Veränderungen braucht es?“ Darum geht es in der neuesten Ausgabe des Perspektiven-Podcast mit dem Titel „Arbeitsplatz oder Abstellgleis? Werkstätten für Menschen mit Behinderungen – und jetzt!“

Für eine Psychotherapie drohen noch längere Wartezeiten

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Viele Psychotherapeut*innen müssen seit Kurzem mit weniger Honorar auskommen. Im Interview erklärt Eva-Lotta Brakemeier, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, warum sie die Kürzung seitens der Krankenkassen gerade in dieser Zeit für ein falsches Zeichen hält.“ So heißt es in einem Beitrag des Vorwärts mit dem Titel „Sparkurs bei Psychotherapie: ‚Es drohen noch längere Wartezeiten'“, auf den Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Mai 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal um die Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz und warum wir in Deutschland in Sachen Inklusion kaum vorankommen.

Theresia Degener im Podcast: Warum brauchen wir die Disability Studies?

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof Dr. Theresia Degener
Foto: omp

Bochum (kobinet) „Warum brauchen wir die Disability Studies?“ Darum geht es im aktuellen Heilpädagigk-Podcast „Irgendwas mit Menschen“, bei dem Prof. Dr. Theresia Degener zu Gast ist. Theresia Degener verfügt im Rahmen ihres jahrzehntelangen Engagements in der Lehre, der Forschung und in ihrem Wirken im Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen über vielfältige Erfahrungen in Sachen Disability Studies.

Deutschland braucht starke Pflege mit Handlungsspielraum

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Benstrup (kobinet) „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“ So bringt Diana Hömmen ihre Erfahrungen und ihre Forderungen im Nachgang zum Tag der Pflegenden, der am 12. Mai begangen wurde, in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck.

Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen

Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Foto: IGEL-Media

Kiel (kobinet) „Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen“, so lautete der Titel einer Podiumsdiskussion anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai 2026 in Kiel auf Einladung des ZSL Nord, des BSVSH und der Lebenshilfe Schleswig-Holstein. Diese Diskussionsrunde wurde nicht nur von Sascha Lang moderiert, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat diese auch aufgezeichnet und nun als Podcast veröffentlicht. So können auch diejenigen, die in Kiel nicht dabei sein konnten, die gut besuchte und engagiert geführte Diskussion im Nachhinein im IGEL-Podcat verfolgen.

Vor 10 Jahren ketteten sich behinderte Menschen für Barrierefreiheit und Selbstbestimmung in der Bannmeile des Reichstags an

Ankettaktion vom 11./12. Mai 2016 am Spreeufer
Ankettaktion vom 11./12. Mai 2016 am Spreeufer
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Heute vor zehn Jahren, am 12. Mai 2016, hat nicht nur der Deutsche Bundestag die damalige Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen und mit den Stimmen fast aller Abgeordneten der Koalition aus CDU, SPD und CSU die Verpflichtung privater Anbieter zu angessenen Vorkehrungen zur Barrierefreiheit abgelehnt. Heute vor zehn Jahren hatten sich auch Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in der Bannmeile am Spreeufer in der Nähe des Reichstages angekettet, um über 22 Stunden hinweg für Barrierefreiheit und ein gutes Bundesteilhabegesetz zu demonstrieren. Die Parallelen von damals zur heutigen Situation sind nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der damals mit vielen Aktivist*innen bei den Protesten mit dabei war, offensichtlich. Denn wieder steht eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetz an, wieder traut sich die Regierung nicht, Unternehmen ernsthaft zur Barrierefreiheit zu verpflichten und leider gilt es derzeit auch die Erfolge des Bundesteilhabegesetzes gegen Vorschläge zu Leistungskürzungen und zur Einschränkung der Rechte behinderter Menschen zu verteidigen.

Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die Perspektiven der Inklusion

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei

MAGDEBURG (kobinet) Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Mit dem Ausgang dieser Wahlen könnte sich in diesem Bundesland sehr vieles verändern. Wir haben uns in der kobinet-Redaktion einmal die aktuellen Umfragen sowie die Wahlprogramme jener Parteien unter dem Stichwort „Inklusion“ angesehen, welche dann im neuen Magdeburger Landtag vertreten sein könnten. Nach den Wahlumfragen vom 7. Mai 2026 könnte die „Alternative für Deutschland – AfD“ 41 Prozent der Stimmen der Wählerinnen und Wähler erreichen. Das wären rund 20 Prozent mehr als zu den Wahlen im Jahr 2021. Mit 26 Prozent der Wählerstimmen könnte die CDU Sachsen-Anhalt den zweitgrößten Teil der Wählerstimmen bekommen und somit rund zehn Prozent der Wählerstimmen gegenüber dem Wahlergebnis von 2021 verlieren. Die Partei „DIE LINKE“ und die SPD liegen nach aktueller Umfrage auf dem Niveau von 2021. Bei der aktuellen Wahlumfrage mit Blick auf die Wahlen im September 2026 haben sich zwölf Prozent der Wählerinnen und Wähler für DIE LINKE entschieden und sieben Prozent für die SPD. Weitere Parteien wären nach aktueller Wahlumfrage nicht mehr im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Jürgen Dusel im IGEL-Podcast-Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Jürgen Dusel (Bundesbehindertenbeauftragter) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in der letzten Episode dieser Reihe ist Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Sascha Lang spricht mit Jürgen Dusel über eine Reihe aktueller behindertenpolitischer Fragen, die auch die Menschen bei den Protestaktionen der letzten Tage beschäftigen, so auch über die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und die Vorschläge für Kürzungen von Leistungen für behinderte Menschen.

Recht auf Meinungsfreiheit großzügiger auslegen! empfiehlt Ronen Steinke

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Mehr Gelassenheit und Liberalität mit an die Politik adressierten Wutäußerungen von Bürgern zieht der SZ-Autor und Jurist Ronen Steinke entgegengesetzten Reaktionen vor, insbesondere einer juristischen Ahndung. Verbalem Volkszorn rechtliche Daumenschrauben anzulegen, davon verspricht er sich keine meinungspolitische Klimaverbesserung, fürchtet eher das Gegenteil. Demokratietheoretisch wie -praktisch lässt sich Steinke bei seinen diskurspolitischen Überlegungen von einer bemerkenswerten Prämisse leiten: Noch in der sozusagen besten aller realexistierenden Demokratien besteht zwischen Regierenden und Regierten, Politikern und Bürgern ein beträchtliches Machtgefälle. Das bei den Regierten mitunter jenes Ohnmachtsempfinden bedingt und psychologisch plausibel macht und das sich dann in wüsten verbalen Attacken auf die politisch Mächtigen Bahn bricht. Und demokratisch sogar insofern gerechtfertigt erscheint, als die quasi selbstherrlich Regierenden sich nur noch auf diese rabiate Weise vom „Souverän“, von Bürgern überhaupt beeindrucken lassen. – So jedenfalls mein Verständnis der Botschaft von Steinkes publizistischer Intervention, seinem Buch „Meinungsfreiheit, wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“.

Podcast zur Zukunftsplanung: Auf gute Nachbarschaft: Patti Scott und David Hasbury berichten von ihrer Arbeit in New Jersey

Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung im Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung im Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Schorndorf (kobinet) „Auf gute Nachbarschaft: Patti Scott und David Hasbury berichten von ihrer Arbeit in New Jersey“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 14. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung berichtet Ellen Keune über Patti Scott und David Hasbury, die in New Jersey, das ist ein Bundesstaat der USA, leben. Patti begleitet seit über 40 Jahren Menschen mit Behinderungs-Erfahrung. Vor 30 Jahren hat sie einen Begleitungs-Dienst gegründet. Dieser heißt „neighbours“ – also Nachbarn.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Wilfried Oellers (CDU/CSU) im Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Wilfried Oellers
Cover des IGEL-Podcast mit Wilfried Oellers
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Wilfried Oellers (CDU/CSU) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Wilfried Oellers, teilhabepolitischer Sprecherin der Bundestagsfraktion der CDU/CSU, dem Sascha Lang eine Reihe kritischer Fragen wie beispielsweise zur derzeit im Bundestag beratenen Reform des Behindertengleichstellungsgesetz stellte.

Wohin führt ihr uns? Wo hin soll das führen?

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat mittlerweile ein Jahr hinter sich und behindertenpolitisch kann man nicht nur sagen „außer Spesen nichts gewesen“, sondern in diesem Jahr wurde viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen, was behinderte Menschen um den 5. Mai 2026 herum auf die Straßen getrieben hat. Auch bei der Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz hat die Regierungskoalition die Chance verpasst, behinderten Menschen Vertrauen zu geben, dass Barrieren wirklich abgebaut werden und dies nicht nur proklamatorisch in einem schwachen Gesetz verkündet wird. Und all dies in einer Zeit, in der die AfD mittlerweile auf Bundesebene in Umfragen mit 27 Prozent stärkste Partei wäre, wenn jetzt Bundestagswahlen sind, sondern in Sachsen-Anhalt bei über 40 Prozent liegt und evtl. sogar dort mit absoluter Mehrheit regieren könnte. Daher fragt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar „wohin wir von dieser Regierung geführt werden und vor allem, wohin das alles führen soll?

IGEL-Podcast aktuell: Viel Diskussion, wenig Verbindlichkeit? – Bundestagsdebatte zum BGG analysiert

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „IGEL aktuell: Viel Diskussion, wenig Verbindlichkeit? – Bundestagsdebatte zum BGG analysiert“, so lautet der Titel der äusserst aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Kurz nach der Bundestagsdebatte zur Barrierefreiheit und zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vom 7. Mai 2026 sprach der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, mit dem Redakteur der kobinet-nachrichten Ottmar Miles-Paul über die Debatte und ob es dabei konkrete Zeichen für Änderungen an dem scharf kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung gibt. Soviel sei gesagt, Ottmar Miles-Paul hat sich ziemlich über die Debatte aufgeregt.

Behindertengleichstellungsgesetz mit Debatte zur Barrierefreiheit zur Beratung in den Bundestag eingebracht

Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Mit einer gut einstündigen Debatte wurde der Gesetzentwurf der Bundesregierung und Anträge zur Barrierefreiheit einzelner Fraktionen heute am 7. Mai 2026 in den Bundestag eingebracht. Nun geht es mit den Beratungen im Ausschuss für Arbeit und Soziales, einer Anhörung, einer weiteren Ausschusberatung und letztendlich mit der Abstimmung im Bundestag weiter. Die Debatte, die von engagierten behinderten Menschen auf der Bühne und Protestierenden vor dem Reichstag verfolgt wurde, bot keine Überraschungen. Sie bot auch kaum eine Orientierung, was die Regierungsparteien aus CDU/CSU und SPD im weiteren Gesetzgebungsverfahren konkret und abgestimmt verändern wollen. So werden die Betroffenen angesichts dieses schlechten Gesetzentwurfs weiterhin im Dunkeln darüber gelassen, ob sie ernsthafte Chancen bekommen, barrierefreier teilhaben zu können, vor allem bei Angeboten von Unternehmen in der Privatwirtschaft, wie Wiebke Schär von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in einer ersten Reaktion nach der Debatte den kobinet-nachrichten mitteilte.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Corinna Rüffer (Bündnis 90 die Grünen) im Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Corinna Rüffer
Cover des IGEL-Podcast mit Corinna Rüffer
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Corinna Rüffer (Bündnis 90 / Die Grünen) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die klare Worte zu den derzeitigen Herausforderungen in der Behindertenpolitik findet.

Die Kosten der Selbstbestimmung und der Preis ihrer Einschränkung

Zerfallendes UN-Symbol vor hellem Hintergrund.
Menschenrechtsversprechen unter Vorbehalt?
Foto: Ralph Milewski / KI

Fladungen (kobinet) Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Das Bundesteilhabegesetz wurde beschlossen. Selbstbestimmung, Inklusion, personenzentrierte Leistungen und „ambulant vor stationär“ wurden politisch ausdrücklich gewollt. Instrumente wie Persönliches Budget, Assistenzmodelle und individuelle Teilhabeleistungen wurden geschaffen, damit Menschen mit Behinderung nicht länger primär verwaltet, versorgt oder institutionell untergebracht werden, sondern selbstbestimmt leben können.

Und genau das kostet Geld.

Das hätte niemanden ernsthaft überraschen dürfen. Individualisierung ist teurer als Standardisierung. Persönliche Assistenz ist teurer als kollektive Versorgung. Ambulante Freiheit ist aufwendiger als institutionelle Ordnung.

Wer Rechte schafft, muss damit rechnen, dass sie genutzt werden.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im IGEL-Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Heike Heubach, die Behindertenbeauftragte der Bundestagsfraktion der SPD, die klare Ansichten zur derzeitigen Behindertenpolitik äußert.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman im IGEL-Podcast

Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman (DIE LINKE) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Sören Pellmann, der als behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE schon seit vielen Jahren in diesem Bereich aktiv ist und kritische Worte zu den derzeitigen Vorschlägen und dem Vorgehen der Bundesregierung hat.

Aktionen zum Protesttag beginnen: Menschenrechte sind nicht verhandelbar

Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Bereits zum 35. Mal nutzen eine Vielzahl von Akteur*innen, die sich für die Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen stark machen, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen dafür, um die Rechte behinderter Menschen einzufordern und für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einzutreten. Dieses Jahr finden die Aktionen zwischen dem 2. und 10. Mai 2026 statt und stehen unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar, das die Aktion Mensch, die über 500 Veranstaltungen zum Protesttag unterstützt, für dieses Jahr festgelegt hat. Ein Höhepunkt der Protestaktionen dürfte auch dieses Jahr die große Demonstation am 5. Mai vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus in Berlin sein.