Kassel (kobinet)
Die Regierungs-Koalition gibt es seit 1 Jahr.
Eine Koalition ist ein Bündnis aus mehreren Parteien.
Diese Parteien regieren gemeinsam.
Die Koalition besteht aus CDU, CSU und SPD.
In diesem Jahr ist viel Vertrauen verloren gegangen.
Behinderte Menschen sind deshalb auf die Straße gegangen.
Das war am 5. Mai 2026.
Es gab eine Debatte zum Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Eine Debatte ist ein Gespräch über verschiedene Meinungen.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz soll Barrieren abbauen.
Barrieren sind Hindernisse für behinderte Menschen.
Ein Gleichstellungs-Gesetz sorgt dafür, dass alle gleich behandelt werden.
Die Koalition hat diese Chance nicht genutzt.
Das Gesetz ist deshalb schwach geblieben.
Die AfD ist derzeit sehr stark.
In Bundes-Umfragen liegt die AfD bei 27 Prozent.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen befragt.
So erfährt man, was viele Menschen denken.
In Sachsen-Anhalt liegt die AfD sogar bei über 40 Prozent.
Dort könnte die AfD vielleicht alleine regieren.
Kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul schreibt einen Kommentar.
Ein Kommentar ist ein Text mit der Meinung einer Person.
Er fragt: Wohin führt uns diese Regierung?
Die Regierung übernimmt viele Ideen der AfD.
Das sollte die AfD schwächen.
Es hat aber nicht geholfen.
Die AfD wird immer stärker.
Die Regierung kündigt immer neue Verschlechterungen an.
Verschlechterungen bedeuten: Etwas wird schlechter als vorher.
Menschen haben danach weniger Geld oder weniger Rechte.
Die Menschen sollen immer mehr Opfer bringen.
Die Wirtschaft wird dagegen geschont.
Wirtschaft bedeutet: Menschen kaufen und verkaufen Sachen für Geld.
Das macht viele Menschen wütend.
Diese Wut ist schwer wieder zu stoppen.
Die hohen Umfrage-Werte der AfD sind ein Warn-Zeichen.
Ein Warn-Zeichen zeigt: Hier droht eine Gefahr.
Man soll aufpassen und handeln.
Aber die Regierung macht weiter wie bisher.
Das zeigt die Debatte zum Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Die Wirtschaft soll nicht zu stark belastet werden.
Behinderte Menschen bekommen nur leere Worte.
Seit Jahr-Zehnten bekommen behinderte Menschen weniger als andere.
Behinderte Menschen sind deshalb oft vom Zusammen-Leben ausgeschlossen.
Zusammen-Leben bedeutet: Menschen nehmen gemeinsam am Alltag teil.
Jetzt kommen noch Kürzungen für behinderte Menschen dazu.
Kürzungen bedeuten: Der Staat gibt weniger Geld aus.
Menschen bekommen dadurch weniger Unterstützung.
Auch ihre Rechte sollen eingeschränkt werden.
Das treibt die Menschen zu Protesten.
Protest bedeutet: Menschen sind gegen etwas.
Sie zeigen das öffentlich und wollen eine Änderung.
Sie merken: Ihre Rechte sind in Gefahr.
Solche Debatten schaden dem Zusammen-Halt.
Zusammen-Halt bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Sie stehen füreinander ein.
Sie sind ungerecht und einseitig.
Behinderte Menschen müssen nicht die Finanzen der Städte und Gemeinden retten.
Das ist eine Aufgabe für alle Menschen.
Menschen-Rechte gelten immer und für alle.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Sie gelten auf der ganzen Welt.
Derzeit bereitet die Regierung den Boden für rechte Kräfte.
Rechte Kräfte sind Gruppen oder Parteien mit bestimmten Ansichten.
Sie wollen oft, dass manche Menschen weniger Rechte haben.
Rechte Kräfte lehnen Menschen-Rechte ab.
Sie machen es benachteiligten Gruppen noch schwerer.
Es gibt viele Fragen und viele Ängste.
Die Bundes-Regierung baut derzeit keine Barrieren ab.
Sie schützt behinderte Menschen nicht besser vor Diskriminierung.
Diskriminierung bedeutet: Eine Person wird ungerecht behandelt.
Sie wird schlechter behandelt als andere Menschen.
Das muss sich ändern.

Foto: Irina Tischer
Kassel (kobinet) Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat mittlerweile ein Jahr hinter sich und behindertenpolitisch kann man nicht nur sagen "außer Spesen nichts gewesen", sondern in diesem Jahr wurde viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen, was behinderte Menschen um den 5. Mai 2026 herum auf die Straßen getrieben hat. Auch bei der Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz hat die Regierungskoalition die Chance verpasst, behinderten Menschen Vertrauen zu geben, dass Barrieren wirklich abgebaut werden und dies nicht nur proklamatorisch in einem schwachen Gesetz verkündet wird. Und all dies in einer Zeit, in der die AfD mittlerweile auf Bundesebene in Umfragen mit 27 Prozent stärkste Partei wäre, wenn jetzt Bundestagswahlen sind, sondern in Sachsen-Anhalt bei über 40 Prozent liegt und evtl. sogar dort mit absoluter Mehrheit regieren könnte. Daher fragt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar "wohin wir von dieser Regierung geführt werden und vor allem, wohin das alles führen soll?
Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul
Was braucht es noch, damit endlich ein Ruck durch diejenigen geht, die an der Regierung sind und denen der Erhalt unserer Demokratie, Menschenrechte und einer sozial gerechten Gesellschaft am Herzen liegt? Das Aufgreifen der AfD-Positionen, um dieser den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat sich als Irrweg herausgestellt, wenn man die aktuellen Umfragen betrachtet. Wer fast täglich die Menschen mit wilden Ankündigungen traktiert, was man alles verschlechtern will, was wir uns anscheinend nicht mehr leisten können und welche Opfer die Menschen bringen müssen, während gleichzeitig die Wirtschaft geschont und in weiten Bereichen aus ihrer Verantwortung entlassen wird, heizt eine Stimmung an, die nur noch schwer wieder einzufangen ist. 27 Prozent für die AfD bei Umfragen auf Bundesebene und über 40 Prozent bei der neuesten Umfrage für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September müssten eigentlich jede und jeden innehalten lassen. Doch wie die Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz zeigt, wird wie eh und je weitergemacht.
Die Wirtschaft soll bloß nicht überlastet werden – die Menschen, die von Barrieren betroffen sind, werden mit schnöden Appellen von Barrieren in den Köpfen abgespeist. Von Kompromissen ist die Rede, während behinderte Menschen bei solchen Kompromissen seit Jahrzehnten immer wieder den Kürzeren gezogen haben und weitgehend aufgrund von Barrieren vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind.
Und jetzt kommen noch die Kürzungsvorschläge sowie Einschränkungen bei den Rechten behinderter Menschen. Für die Organisation eines Protesttags sind das alles gute Nachrichten, denn es treibt die Leute zu Protesten. Sie merken, dass es langsam ernst wird mit der Einschränkung ihrer Rechte, wenn sie nicht schon längst damit konfrontiert sind. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind solche Kürzungsdebatte und Vorschläge absolutes Gift. Sie sind verantwortungslos und einseitig, als ob behinderte Menschen die Finanzen der Kommunen retten müssten und dies keine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Menschenrechte sind nicht verhandelbar und behinderte Menschen leben nicht im Schlaraffenland, wie dies in solchen Debatten schon verkündet wurde.
Wo bleibt eine bedachtsame Führung durch diese schweren Zeit von denjenigen, die gewählt wurden und demokratische Verantwortung tragen? Und wo führt das alles hin? Denn derzeit wird der Boden für so vieles bereitet, auf das rechte Kräfte, die nichts von Menschenrechten und benachteiligten Gruppen halten, nahtlos anknüpfen können. Wann geht hier endlich ein Ruck durch die Gesellschaft?
Fragen über Fragen, die mit vielen Ängsten und konkreten Benachteiligungen verbunden sind. Für den Abbau von Barrieren, für einen besseren Diskriminierungsschutz macht die derzeitige Bundesregierung ihre Hausaufgaben derzeit nicht – und das muss sich ändern!

Foto: Irina Tischer
Kassel (kobinet) Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat mittlerweile ein Jahr hinter sich und behindertenpolitisch kann man nicht nur sagen "außer Spesen nichts gewesen", sondern in diesem Jahr wurde viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen, was behinderte Menschen um den 5. Mai 2026 herum auf die Straßen getrieben hat. Auch bei der Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz hat die Regierungskoalition die Chance verpasst, behinderten Menschen Vertrauen zu geben, dass Barrieren wirklich abgebaut werden und dies nicht nur proklamatorisch in einem schwachen Gesetz verkündet wird. Und all dies in einer Zeit, in der die AfD mittlerweile auf Bundesebene in Umfragen mit 27 Prozent stärkste Partei wäre, wenn jetzt Bundestagswahlen sind, sondern in Sachsen-Anhalt bei über 40 Prozent liegt und evtl. sogar dort mit absoluter Mehrheit regieren könnte. Daher fragt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar "wohin wir von dieser Regierung geführt werden und vor allem, wohin das alles führen soll?
Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul
Was braucht es noch, damit endlich ein Ruck durch diejenigen geht, die an der Regierung sind und denen der Erhalt unserer Demokratie, Menschenrechte und einer sozial gerechten Gesellschaft am Herzen liegt? Das Aufgreifen der AfD-Positionen, um dieser den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat sich als Irrweg herausgestellt, wenn man die aktuellen Umfragen betrachtet. Wer fast täglich die Menschen mit wilden Ankündigungen traktiert, was man alles verschlechtern will, was wir uns anscheinend nicht mehr leisten können und welche Opfer die Menschen bringen müssen, während gleichzeitig die Wirtschaft geschont und in weiten Bereichen aus ihrer Verantwortung entlassen wird, heizt eine Stimmung an, die nur noch schwer wieder einzufangen ist. 27 Prozent für die AfD bei Umfragen auf Bundesebene und über 40 Prozent bei der neuesten Umfrage für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September müssten eigentlich jede und jeden innehalten lassen. Doch wie die Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz zeigt, wird wie eh und je weitergemacht.
Die Wirtschaft soll bloß nicht überlastet werden – die Menschen, die von Barrieren betroffen sind, werden mit schnöden Appellen von Barrieren in den Köpfen abgespeist. Von Kompromissen ist die Rede, während behinderte Menschen bei solchen Kompromissen seit Jahrzehnten immer wieder den Kürzeren gezogen haben und weitgehend aufgrund von Barrieren vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind.
Und jetzt kommen noch die Kürzungsvorschläge sowie Einschränkungen bei den Rechten behinderter Menschen. Für die Organisation eines Protesttags sind das alles gute Nachrichten, denn es treibt die Leute zu Protesten. Sie merken, dass es langsam ernst wird mit der Einschränkung ihrer Rechte, wenn sie nicht schon längst damit konfrontiert sind. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind solche Kürzungsdebatte und Vorschläge absolutes Gift. Sie sind verantwortungslos und einseitig, als ob behinderte Menschen die Finanzen der Kommunen retten müssten und dies keine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Menschenrechte sind nicht verhandelbar und behinderte Menschen leben nicht im Schlaraffenland, wie dies in solchen Debatten schon verkündet wurde.
Wo bleibt eine bedachtsame Führung durch diese schweren Zeit von denjenigen, die gewählt wurden und demokratische Verantwortung tragen? Und wo führt das alles hin? Denn derzeit wird der Boden für so vieles bereitet, auf das rechte Kräfte, die nichts von Menschenrechten und benachteiligten Gruppen halten, nahtlos anknüpfen können. Wann geht hier endlich ein Ruck durch die Gesellschaft?
Fragen über Fragen, die mit vielen Ängsten und konkreten Benachteiligungen verbunden sind. Für den Abbau von Barrieren, für einen besseren Diskriminierungsschutz macht die derzeitige Bundesregierung ihre Hausaufgaben derzeit nicht – und das muss sich ändern!





Hallo lieber Ottmar,
die Regierenden fragen, „Wohin führt ihr uns“? Und sie um bessere, „bedachtsame Führung“ bitten?
Ist das ein sprachlicher Lapsus oder ein weiteres Anzeichen der allgemeinen Refeudalisierung, Rückkehr zu vordemokratischem „Führerschafts- und Gefolgschaftsdenken“? Die Community als „Herde“, die anders, „bedachtsamer“ geführt zu werden verdiente?
Hans-Willi