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Wesentliche Lücken bei Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland

Mann mit weißem Haar im dunklen Anzug mit weißem Hemd und schwarzem Schlips
Pressefoto von Hubert Hüppe
Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Der Berichterstatter für die Belange von Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss, Hubert Hüppe wird sich bei der Staatenprüfung Deutschlands in Genf mit Inklusionsaktivist*innen treffen, die vor Ort mehr Einsatz für das Menschenrecht auf Teilhabe einfordern. „Ich werde ihren Protest unterstützen“, erklärte Hubert Hüppe in einem Statement für die kobinet-nachrichten im Vorfeld der Staatenprüfung am 29. und 30. August 2023. Und weiter betont er: „Das größte Problem ist der Sieg der Sonderstrukturen. Das gilt nicht nur für den Bund, sondern auch für die Länder.

Bewusstsein, dass schulische Inklusion Verpflichtung ist, fehlt

Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Martin Ladstätter bei der Pressekonferenz
Foto: Österreichischer Behindertenrat

Wien (kobinet) Am 22. und 23. August wurde Österreich vor dem Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention geprüft. Martin Ladstätter vom österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aus Wien, der in einem LIVE-Blog über die Staatenprüfung berichtet hat, ist es wichtig, die Staatenprüfung als langfristiges Projekt zu betrachten. „Die aktuelle IST-Situation muss gut aufgearbeitet und alle Stakeholder auf nationaler Ebene koordiniert werden, um gemeinsam die größten Herausforderungen zu benennen“, betonte er in einem Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul und seinem Resümee zur Staatenprüfung. Seiner Wahrnehmung nach gibt es noch kein allgemeines Bewusstsein dafür, dass Inklusion im Bildungsbereich keine Option, sondern eine Verpflichtung ist. Die Aussonderung von Schülern mit Behinderungen in Sonder- oder Förderschulen widerspricht den Menschenrechten.

Podcast: Wiese bekommen Werkstattbeschäftigte keinen Mindestlohn?

Bild zum Podcast
Bild zum Podcast
Foto: Justice Baby

Karlsruhe (kobinet) Im neuen Roman von Ottmar Miles-Paul „Zündeln an den Strukturen“ sind die Protagoinst*innen von der Situation in der Werkstatt für behinderte Menschen so frustriert, dass sie diese in Brand setzen. Unter anderem ärgern sie sich, dass sie keine angemessene Bezahlung weit unter dem Mindestlohn bekommen. In der 9. Folge von „Justice, Baby! Der Podcast zu Recht und Gerechtigkeit“ der Stiftung Forum Recht geht es u.a. um die Frage, die auch die Romanfiguren beschäftigen, nämlich warum Menschen mit Behinderungen in Werkstätten keinen Mindestlohn bekommen. Gastgeberin Kathrin Schön spricht mit Andrea Schöne, freie Journalistin und Beraterin für inklusive Medienangebote sowie Anti-Ableismus-Trainerin, und Stefan Flach-Bulwan, Leiter des Projekts „Recht haben, Recht bekommen“ der Pfeifferschen Stiftung Magdeburg.

Das Problem mit der richtigen Wahlentscheidung

Rotes Fragezeichen auf einer Hand links, grünes Ausrufezeichen auf einer Hand rechts
Fragen und Antworten unmittelbar erhältlich
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Die „richtige“ Partei zu wählen, das ist unbestritten ein schwieriges Problem. Man sollte die Partei- und die Wahlprogramme lesen und sich dann entscheiden – sagt man. Und dennoch werden nach der Wahl nicht alle Wünsche und Versprechen wahr. Zur Zeit gibt es immer mehr Menschen, die darauf hoffen, dass ihre Wünsche wahr werden, falls sie bei den nächsten Wahlen einfach mal die AfD, die Alternative für Deutschland, wählen. Diesen ist jetzt zu raten, sich auch einmal eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (diw) näher anzusehen. Darin kommen die Autoren nämlich zu einem interessanten Schluss: Die Hauptleittragenden der AfD-Politik wären vor allem die Wählerinnen und Wähler der AfD.

Anieke Fimmen: Deutschland braucht große strukturelle Veränderungen für Inklusion

Anieke Fimmen
Anieke Fimmen
Foto: privat

Berlin (kobinet) Anieke Fimmen, Referentin der Abteilung Sozialpolitik beim Sozialverband Deutschland (SoVD) freut sich, in der Delegation der Zivilgesellschaft bei der Staatenprüfung Deutschlands in Genf dabei sein zu dürfen, weil sie selbst mit einer Schwerbehinderung lebt und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Sie kennt daher neben ihrem juristischen Blick die Herausforderungen um Bildung und Ausbildung an Regelschulen und Universitäten, um ständiges Rechtfertigen, Zurückstecken und das Finden kreativer Lösungen. Dies sei für Menschen mit Behinderungen an der Tagesordnung, schreibt sie in ihrem Statement für die kobinet-nachrichten im Vorfeld der Staatenprüfung Deutschlands am 29. und 30. August 2023 durch den Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen.

Ist die Behindertenbewegung eine Befreiungsbewegung?

Prof. Dr. Marianne Hirschberg
Prof. Dr. Marianne Hirschberg
Foto: privat

Kassel (kobinet) Prof. Dr. Marianne Hirschberg von der Universität Kassel geht in ihren Forschungen u.a. auch der Frage nach, ob die Behindertenbewegung eine Befreiungsbewegung ist und welche Parallelen es zu anderen Befreiungsbewegungen gibt. kobinet-Redakteur Ottmar führte mit Marianne Hirschberg ein Interview zu diesen Fragen und ihren aktuellen Forschungsvorhaben.

Hubert Hüppe bekräftigt Kritik an der Förderung von Werkstätten aus der Ausgleichsabgabe

Porttraitfot eines Mannes mit weißem Haar, in weißem Hemd  und dunklen Anzug
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Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Welche Macht die Träger von Sondereinrichtungen haben, zeigt nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe die Entwicklung des Gesetzes zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes. „Dieses Gesetz hatte schon vor der Verabschiedung viele Inklusionsbefürworter enttäuscht. Maßnahmen, die wirklich ein Aufbrechen der Sonderwelten im Arbeitsleben bewirken könnten (zum Beispiel die Vereinfachung der Budgets für Arbeit und Ausbildung) blieben aus. Durch die Abschaffung der Bußgeldvorschrift wurde der Druck auf Unternehmen, Menschen mit Behinderungen einzustellen, sogar noch reduziert.“ Hubert Hüppe ärgert sich nun aber besonders, dass Werkstätten für behinderte Menschen auch über den 31. Dezember 2023 hinaus Mittel aus der Ausgleichsabgabe bekommen können, wenn sie diese bis Ende des Jahres beantragen, wie er im kobinet-Interview mit Ottmar Miles-Paul darstellt.

Zwischen uns – TV-Premiere auf ARTE

Eingangsszene des Films
Gefühleraten mit Asperger: Liv Lisa Fries, Jona Eisenblätter in „Zwischen uns“
Foto: Wild Bunch

Berlin (kobinet) Der Film „Zwischen uns“, der im vergangenen Jahr in die Kinos kam, hat heute auf ARTE TV-Premiere. „Eva setzt sich dafür ein, dass ihr Sohn Felix selbstbestimmt leben kann: Der Dreizehnjährige hat das Asperger-Syndrom und kämpft damit, ständig Außenseiter zu sein“, berichtet der deutsch-französische Sender über das Langfilmdebüt von Regisseur und Editor Max Fey.

Grenzenlos Urlaub am Stettiner Haff

Auf dem Kutter Lütt Matten
Kutter Lütt Matten auf dem Stettiner Haff
Foto: sch

Berlin (kobinet) Mit dem Kutter Lütt Matten kommen die Berliner Urlauber in einer viertel Stunde von Altwarp nach Nowe Warpno. Neben den Fährfahrten zu dem hübschen Städtchen auf der polnischen Seite bietet der Kutter auch Rundfahrten auf dem Stettiner Haff und Touren mit Schaufischen an. Ein Ehepaaar in Rollstühlen meldet sich gerade noch vor dem Ablegen zu einer Rundfahrt an. Es hat Unterkunft in einer Ferienwohnung gleich am Hafen von Altwarp gefunden.

Ergebnisse der Staatenprüfung werden politischer Auftrag und Zukunftsaufgabe

Takis Mehmet Ali
Takis Mehmet Ali
Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Berlin (kobinet) Der Sprecher für die Belange von Menschen mit Behinderung der SPD-Bundestagsfraktion, Takis Mehmet Ali, ist froh, dass mit dem Staatenberichtsverfahren zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein Instrument zur Verfügung steht, welches Fortschritte und Defizite in den Blick nimmt, kritisch hinterfragt, sich der Zivilgesellschaft bedient und Maßnahmen einfordert. „Ich rechne daher mit einem offenem Dialog, der ein Schlaglicht auf unsere Handlungsbedarfe wirft, aber auch gute Ansätze, Potentiale und Erfolge nicht übersieht. Die Ergebnisse werden zu unserer Zukunftsaufgabe und zu meinem politischen Auftrag“, schreibt der SPD-Bundestagsabgeordnete in seinem Statement im Vorfeld der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention am 29./30. August 2023 in Genf. Darin wird auch deutlich, dass ihm ein inklusiver Arbeitsmarkt besonders wichtig ist.

Hinter inklusionsfeindlichen Aussagen steckt menschenfeindliches Programm

Porträt von Corinna Rüffer
Bild von Corinna Rüffer
Foto: Corinna Rüffer

Berlin (kobinet) Die diskriminierenden Äußerungen von Björn Höcke gegen die schulische Inklusion sind für die Berichterstatterin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, keine bloßen Provokationen und Pöbeleien. „Dahinter steckt ein politisches Programm, das dezidiert menschenfeindlich gegen ganze Bevölkerungsgruppen ausgerichtet ist. Das ist brandgefährlich, insbesondere, wenn hier in irgendeiner Form Anschlussoffenheit für andere politische Kräfte suggeriert wird. Inklusion ist ein Menschenrecht. Das Recht auf gleichen Zugang zu inklusiver Bildung ist keine Ideologie, sondern seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention vor 14 Jahren in Deutschland gesetzlicher Anspruch“, stellte Corinna Rüffer im Interview der kobinet-nachrichten zum Umgang mit menschenfeindlichen Statements und Aktionen der AfD klar.

Hoffnung auf neuen Schwung für Inklusion bei Entwicklungszusammenarbeit

Veronika Hilber
Veronika Hilber
Foto: CBM

Berlin (kobinet) Mit der Hoffnung auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Defiziten und auf neuen Schwung für Inklusion in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe reisen Veronika Hilber und Michael Herbst von der Christoffel Blindenmission (CBM) Ende August 2023 zur Staatenprüfung Deutschlands in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nach Genf. Die beiden Mitarbeiter*innen der CBM werden dabei besonders kritisch die Fragen des Ausschusses und die Antworten der Bundesregierung in Sachen Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe verfolgen, wie in ihrem gemeinsamen Statement für die kobinet-nachrichten im Vorfeld der Staatenprüfung am 29./30. August deutlich wird.

Roman von Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul am 20jährigen kobinet-Jubiläum.
Ottmar Miles-Paul
Foto: sch

Berlin (kobinet) Ottmar Miles-Paul hat gut zwei Jahre an einem Roman gearbeitet. Das Buch erscheint Ende August. Der Autor erzählt die Geschichte einer Brandstiftung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Die Situation behinderter Menschen in den Werkstätten ist für ihn und die kobinet-Redaktion ein sehr aktuelles Thema. Es. wird bei der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Genf sicher eine Rolle spielen.

Unterwegs zur Hanse Sail

Wappen von Ueckermünde im Heimathafen
Rollisegler im Heimathafen an der Ueckermündung
Foto: sch

Ueckermünde (kobinet) Deutschlands erster behindertengerechter Großsegler legt bald wieder ab. Die Rostocker Hanse Sail sein Ziel. Der Zweimaster ist seit 2007 im Einsatz. Im Stettiner Haff und in der Ostsee haben inklusive Gruppen schon viele erlebnisreiche Segeltörns unternommen. Zwei professionelle Skipper leiten jeweils die Gruppe an und weisen in die Manöver auf See ein. Zur 32. Hanse Sail soll laut Programm Mitsegeln auf teilnehmenden Schiffen wieder möglich sein. Auch der Rollisegler „Wappen von Ueckermünde“ könnte im Rostocker Stadthafen10 Personen aufnehmen, darunter vier im Rollstuhl.

Markus Ertl: Wahlen müssen für alle barrierefrei sein

Markus Ertl
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Foto: privat

Lenggries (kobinet) “Am Ende bleibt Inklusion eine Haltungsfrage”, sagt der Inklusionsbotschafter Markus Ertl. Junges Forum-Studienleiterin Julia Wunderlich hat den blinden Lokalpolitiker und engagierten Streiter für Barrierefreiheit im Vorfeld der bayerischen Landtagswahlen im Herbst zum Thema Barrierefreiheit und Wahlen befragt. Das Interview wurde auf der Internetseite der Evangelischen Akademie Tutzing veröffentlicht.

Die musikalische Schule des Lebens mit Behinderung

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Soest / Marburg (kobinet) „‚Ich bin 577 Jahre alt.‘ Diese Altersangabe konnte Matthias Hoffmann durchaus plausibel begründen. Geboren wurde er am 13. Oktober 1939 in Rheinbach bei Bonn als Matthias Esser. Gestorben ist Matthias Hoffmann am 26. Juli 2023 in Soest. ‚Die Hälfte des tausendjährigen Reiches habe ich miterlebt‘, erklärte er. ‚Das sind 500 Jahre. Hinzu kommen dann noch die Jahre der Nachkriegszeit.‘ So begründete Hoffmann das unglaubliche Alter, das möglicherweise auch seine schwierige Kindheit in Kriegs- und Hungerjahren andeuten sollte.“ Dies schreibt der Journalist Franz-Josef Hanke in einem Nachruf auf seinen vor kurzem verstorbenen sehbehinderten Onkel Matthias Hoffmann aus Soest.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juli 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kniebis (kobinet) „Warum Genf und Gleichbehandlung nicht nur mit dem selben Buchstaben beginnen“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) Sascha Lang den Monatsrückblick zur Behindertenpolitik auf den Juli 2023. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang auf die Ereignisse und Berichterstattung der kobinet-nachrichten im Juni 2023 in Sachen Behindertenpolitik zurück und beleuchtet dabei eine Reihe aktueller Themen. Die beiden blicken aber auch voraus, auf die Staatenprüfungen von Deutschland und Österreich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im August.

Österreich vor der Staatenprüfung zur UN-Behindertenrechtskonvention

Christina Wurzinger
Christina Wurzinger
Foto: Monitoringausschuss Österreich

Wien (kobinet) Nicht nur Deutschland wird im August vom Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einer Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unterzeogen. Eine Woche vorher, am 22. und 23. August 2023, ist Österreich an der Reihe. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte daher mit Mag.a Christina Wurzinger, E.MA vom Referat Europa und Internationales des Österreichischen Behindertenrates ein Interview über die Bedeutung der Staatenprüfung für Österreich, entsprechende Erwartungen des Österreichischen Behindertenrates und über den Stand der Vorbereitungen.

Beschwerden über das psychiatrische Versorgungssystem in Berlin? Die BIP berät und begleitet.

Das Logo der BIP
Beschwerden sind wichtig für eine Verbesserung der psychiatrischen Versorgungslandschaft
Foto: BIP Berlin

Berlin (kobinet) Wer die Internetseite der Berliner Psychiatrie-Beschwerdestelle (BIP) besucht, findet Informationen zu den Rechten von Patient*innen, Auskunft über mögliche Beschwerdevorgehen und kostenfreie Beratung bei Beschwerdeanliegen im psychiatrischen Versorgungssystem. Beratung können sowohl Betroffene, Angehörige, aber auch klinisches und pflegendes Personal selbst bekommen. [1]

Jede*r wird bei der Staatenprüfung in Genf an uns vorbei müssen

Eva-Maria Thoms
Eva-Maria Thoms
Foto: Lingscheid/mittendrin e.V.

Köln (kobinet) „Kommt mit nach Genf“, mit diesem Aufruf hat sich der Verein mittendrin an die Öffentlichkeit gewandt. Eltern behinderter Kinder wollen am 29. und 30. August 2023 vor Ort in Genf anlässlich der zweiten Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aufzeigen, dass Deutschland die Vorgaben dieser Konvention nicht erfüllen. „Wir werden präsent sein und einige Gespräche führen, mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, aber auch mit anwesenden Politiker*innen und gern auch mit Medien und mit Vertreter*innen der Regierungsdelegation. Es wird ja jeder an uns vorbeilaufen müssen, der zur Staatenprüfung will“, betonte Eva-Maria Thoms, 1. Vorsitzende der Verein mittendrin, im Interview mit den kobinet-nachrichten zur geplanten Aktion in Genf.

Die Krankenhausreform ist keine Reform

Diana Hömmen
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Foto: privat

Löningen-Benstrup (kobinet) Die Krankenhausreform ist nach Ansicht von Diana Hömmen keine Reform. Als Krankenschwester und Schulgesundheitspflegerin ist ihrer Meinung nach die Entwicklung fatal und wird das System zum Absturz bringen, wie sie in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten schreibt, den wir im folgenden veröffentlichen.

Versuchte Heimunterbringung durch Berufsbetreuerin sorgt für Empörung

Symbol Ausrufezeichen

Bochum (kobinet) Von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung – EUTB – des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE e.V.) Bochum erreichte die kobinet-nachrichten einen Bericht über eine versuchte Heimunterbringung durch eine Berufsbetreuerin. Im folgenden veröffentlichen wir den Bericht der EUTB.

Sonntag trifft IGEL: Wie siehst du denn aus! Mode und Stil mit Gefühl

Sharepic zum IGEL-Podcast zum Thema Mode
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Foto: IGEL-Media

Halle / Bad Segeberg (kobinet) „Wie siehst du denn aus! Mode und Stil mit Gefühl“, so lautet der Titel der mittlerweile fünften Ausgabe der Reihe Sonntag trifft IGEL im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Die Moderatorin und Journalisitin Jennifer Sonntag tauscht sich dabei mit dem Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, u.a. über Mode, Stiliing und die damit verbundenen Gefühle aus.

barrierefrei aufgerollt zu Klimaaktivismus und Behinderung

Sharepic zur Sendung barrierefrei aufgrollt zum Klimaaktivismus
Sharepic zur Sendung barrierefrei aufgrollt zum Klimaaktivismus
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Klimaaktivismus und Behinderung“, so lautet der Titel der 60. Ausgabe der Sendung barrierefrei aufgerollt, die vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben BIZEPS herausgegeben wird. „In dieser Sendung sprechen wir mit der deutsch-französischen Umweltaktivistin Cécile Lecomte, die ihr Leben dem Protest für die Umwelt gewidmet hat“, heißt es dazu in der Ankündigung.

barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul

barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul
barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul
Foto: BIZEPS

Wien / Kassel (kobinet) Der Behindertenrechtler und Redakteur der kobinet-nachrichten Ottmar Miles-Paul ist zu Gast der Radiosendung „barrierefrei aufgerollt“, die vom Wiener Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen BIZEPS produziert wird. „barrierefrei aufgerollt mit Ottmar Miles-Paul lautet die mittlerweile 61. Episode, die nun auch online angehört werden kann. „Ottmar Miles-Paul ist ein bekannter Aktivist in der deutschen Behindertenbewegung und engagiert sich seit über 30 Jahren für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderungen. Er hat maßgeblich zum Aufbau des Behindertenverbandes „Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)“ beigetragen, der sich für die Selbstbestimmung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der knapp 30minütigen Sendung.

Mobilität für Alle und Führerschein für Menschen mit Behinderungen – ein Weg zur Exklusion ?

Parkschild Behindertenparkplatz: Wer hier partk ist Behindert oder Rücksichtslos
Parkschild mit Rollizeichen
Foto: ISL

POTSDAM (kobinet) Für Menschen mit Behinderungen ist es nicht immer und überall so ganz einfach, wirklich mobil zu sein. Da ist es durchaus ein Vorteil, einen Führerschein zu besitzen, ein Auto zu haben und selbst fahren zu können. Das alles bekommt man nicht „so einfach“. Der Weg zum Selbstfahren führt für Menschen mit Behinderungen über zusätzliche medizinische Untersuchungen und den technischen Nachweis, ein bestimmtes Fahrzeug auch zu beherrschen. Wer alle diese Prüfungen besteht und eventuell sogar noch einen Behindertenparkplatz erhält, kann schon recht gut und selbstbestimmt mobil sein. Nach einer Meldung der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ sieht man das aber wohl in der Führerscheinstelle der Stadt Potsdam etwas anders.

Keine Wohnungshilfe für neue Heizungsanlage in der Gesetzlichen Unfallversicherung

Symbol Paragraph

Celle (kobinet) Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen hat in einem Beschluss von Juni 2023 festgestellt, dass einem Leistungsbezieher der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) kein Anspruch zusteht, als Mieter einer Wohnung Kosten für eine Erneuerung der Heizungsanlage zu beanspruchen. Darüber berichtet Henry Spradau in einem Beitrag, den er den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

IGEL-Podcast: Was brauche ich? Was will ich? Persönliches Budget fördert Inklusion

Cover des IGEL-Podcast zum Persönlichen Budget
Cover des IGEL-Podcast zum Persönlichen Budget
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Was brauche ich? Was will ich? Persönliches Budget fördert Inklusion“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die neueste Episode des Podcasts getitelt, die nun erschienen ist. Dabei spricht der Inklusator mit Kim Andreas Mandl über die Möglichkeiten des Persönlichen Budgets und dessen Bedeutung für die Inklusion.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2023

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Besser in Szene setzen – vom Pride-Monat bis Special Olympics – Der Monatsrückblick mit den kobinet-nachrichten“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) den Monatsrückblick zur Behindertenpolitik auf den Juni 2023. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang auf die Ereignisse und Berichterstattung der kobinet-nachrichten im Juni 2023 in Sachen Behindertenpolitik zurück und beleuchtet dabei eine Reihe aktueller Themen.

Unterwegs für einen inklusiven Arbeitsmarkt

Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der BA in Nürnberg
Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der BA in Nürnberg
Foto: ISL

Regensburg/Nürnberg (kobinet) „Wir trafen uns heute mit der Koordinationsstelle #Inklusion der @Bundesagentur. Wir sprachen über folgende Themen: Übergang Schule-Beruf, Job-Speed-Dating, EAA, 4. Staffel der Ausgleichsabgabe. Vielen Dank für den guten Austausch!“ Dies twitterte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit einem Bild von Alexander Ahrens und Maria Trümper vor der Bundesagentur für Arbeit am 27. Juni. Dass die beiden diese Woche nicht nur in Nürnberg in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt unterwegs waren, sondern auch bei einem Coaching für barrierefreie und inklusive Job-Speed-Datings in Regensburg unterwegs waren, das erfurt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Gespräch mit Alexander Ahrens und Maria Trümper von der ISL.

IGEL-Podcast: Zerstörungsversuch des Arbeitgeber*innen-Modells in Berlin

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg/Berlin (kobinet) „Zerstörungsversuch des Arbeitgeber*innen Modells in der Persönlichen Assistenz durch das Land Berlin“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dass behinderte Menschen, die mehr Verantwortung in der Organisation ihrer Assistenz übernehmen, um selbstbestimmter Leben zu können, und ihre Assistent*innen im Vergleich zu anderen Diensten eher behindert statt gefördert werden, das wird in der Extra-Episode des IGEL-Podcast mit Birgit Stenger und Lena Merslikin deutlich. Sascha Lang sprach mit den beiden Mitgliedern der Arbeitsgruppe Persönliche Assistenz des Landesbehindertenbeirates Berlin.

Offener Brief an den OB der Landeshauptstadt München Dieter Reiter

Olympiastadion München von Jaimegfoto

München (kobinet) Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin schwerbehindert und nutze deswegen einen Elektrorollstuhl. In diesem muss ich fortwährend sitzen um mich fortbewegen zu können. Für meine Teilhabe nutze ich außerdem Assistenz zum Beispiel für meine Begleitung auf kulturelle Veranstaltungen.

IGEL-Podcast: REHAB in Karlsruhe – Innovation unterstützt Inklusion

Sharepic zum IGEL-Podcast über die REHAB 2023
Sharepic zum IGEL-Podcast über die REHAB 2023
Foto: IGEL-Media

Karlsruhe (kobinet) „22. REHAB in Karlsruhe – Innovation unterstützt Inklusion“, so lautet die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, war nicht nur selbst auf der Messe in Karlsruhe, die vom 15. bis 17. Juni 2023 stattfand, sondern fand mit Annika Gehrmeyer von der REHAB und Christiana Hennemann von Rehakind interessante Gesprächspartnerinnen für die aktuelle Ausgabe des IGEL-Podcast.

Patient*innen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf droht lebensbedrohliche Unterversorgung

Warnschild mit Ausrufezeichen
Warnschild mit Ausrufezeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Am 31. Oktober 2023 tritt Art. 2 des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes (GKV-IPReG) und damit eine Neufassung von § 37 Absatz 2 Satz 3 SGB V in Kraft. Dies hat zur Folge, dass Menschen mit einem besonders hohen Bedarf an medizinischer Behandlungspflege (nicht nur zwingend Beatmungspflege, also zum Beispiel auch bei neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie oder Stoffwechselerkrankungen) ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich keinen Anspruch mehr auf Leistungen der häuslichen Krankenpflege (HKP) nach § 37 Absatz 2 SGB V haben. Ab diesem Zeitpunkt besteht dann für diese Patient*innen ausschließlich ein Anspruch auf außerklinische Intensivpflege (AKI) nach § 37c SGB V. Patient*innen mit einem besonders hohen Bedarf an Überwachung ihrer Vitalfunktionen, die außerhalb von Kliniken unterstützt werden, droht eine lebensbedrohliche Unterversorgung, so dass der Gesetzgeber hier dringend handeln muss.

Fête de la Musique

Cover der Fête in Frankreich
Fête de la Musique
Foto: Fête de la Musique

Berlin (kobinet) Mit Musik auf Straßen und Plätzen wird morgen wieder der kalendarische Sommeranfang gefeiert. Die erste Fête de la Musique fand am 21. Juni 1982 in Paris statt. Die Initiative kam von Jack Lang. Der war damals französischer Kulturminister. Das Fest ist seitdem immer populärer geworden.

10 Mal besser – muss das sein? Sonntag trifft IGEL im Podcast

Sharepic zum Podcast 10 mal besser - muss das sein mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
Sharepic zum Podcast 10 mal besser – muss das sein mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang
Foto: IGEL-Media

Halle / Bad Segeberg (kobinet) „10 Mal besser – muss das sein?“ So lautet das Thema der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) in der Reihe „Sonntag trifft IGEL“. Jennifer Sonntag und Sascha Lang beschäftigen sich in ihrem vierten Sonntagsgespräch u.a. mit Fragen

Stillstand in Sachen Barrierefreiheit im Gesundheitswesen beklagt

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) „In Bezug auf #Barrierefreiheit & #Inklsuion hat sich im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten so gut wie nichts getan, meint @dbr_info Sprecherinnenratsvorsitzende Prof. Dr. Sigrid Arnade auf den #Inklusionstagen 2023 https://youtube.com.“ Diesen Hinweis twitterte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und weist damit auf ein gut 5minütiges Interview des Deutschen Gehörlosen-Bundes mit Prof. Dr. Sigrid Arnade hin, das am Rande der Inklusionstage in Berlin am 9. Mai geführt wurde und nun auf YouTube eingestellt ist.

IGEL-Podcast: Digitalkompass – ein Projekt aus der Mitte der Gesellschaft

Bild zum IGEL-Podcast zum Digital-Kompass
Bild zum IGEL-Podcast zum Digital-Kompass
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Ein Projekt aus der Mitte der Gesellschaft – der Digital-Kompass“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcast sprach mit Katharina Braun von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und Joachim Schulte vom Verein Deutschland sicher im Netz über das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) geförderte Projekt des Digital-Kompass.

Wenn Kultur Grenzen sprengt – Vorhang auf für Inklusion Bühnenreif

Cover zum IGEL-Podcast Kultur Inklusion Bühnenreif
Cover zum IGEL-Podcast Kultur Inklusion Bühnenreif
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Wenn Kultur Grenzen sprengt – Vorhang auf für Inklusion Bühnenreif“, so lautet der Titel der mittlerweile 120. Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang spricht dabei mit der Initiatorin Linda Steuernagel, den Teilnehmer*innen Silja Korn und Christian Federer über ein spannendes Projekt, den Dokumentarfilm und über die positiven Effekte, die das Theaterspielen auf die Menschen hat.

Betrachtungen zum Begriff geistige Behinderung

Dr. med. Maria del Pilar Andrino
Dr. med. Maria del Pilar Andrino
Foto: Franz Sales Haus

Essen (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel nimmt die Kritik behinderter Menschen ernst, die nicht mehr als „geistig behindert“ bezeichnet werden wollen. Seit einem Workshop mit Betroffenen, zu dem er eingeladen hatte, spricht er von „Menschen mit Lernbeeinträchtigung“. Gerade im Lichte der ab Mitte Juni anstehenden Special Olympics World Games in Berlin mit einer enormen öffentlichen Ausstrahlung tut eine breite Diskussion über den Begriff Not, weil die Veranstalter immer noch selbstverständlich von „Menschen mit geistiger Behinderung“ sprechen. Dr. med. Maria del Pilar Andrino hat sich daher einige Gedanken zur Verwendung und Einordnung des Begriffes gemacht. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen diese im Folgenden: