Bad Segeberg / Halle (kobinet)
Der Titel vom Podcast ist: „Begehrt, benutzt, begrenzt? – Wenn Behinderung zum Fetisch wird".
Ein Fetisch ist eine besondere sexuelle Vorliebe.
Manche Menschen finden bestimmte Dinge sehr aufregend.
Das können Gegen-Stände sein.
Oder Körper-Teile.
Oder bestimmte Situationen.
Das ist eine Folge vom Podcast „Sonntag trifft IGEL".
Ein Podcast ist wie eine Radio-sendung im Internet.
Du kannst den Podcast anhören wann du willst.
Jennifer Sonntag und Sascha Lang sprechen.
Sie reden über ein wichtiges Thema.
Über das Thema spricht fast niemand.
Es geht um: Wenn Behinderung zum Objekt wird.
Zum Objekt von sexueller Begierde.
Sexuelle Begierde bedeutet: Man hat Lust auf Sex.
Der Körper fühlt sich erregt an.
Man möchte mit einer anderen Person intim sein.
Das ist ein ganz normales Gefühl.
Am Anfang sprechen sie über die letzte Folge.
Da ging es um Heilung und Hoffnung.
Viele Hörer haben geschrieben.
Sie fühlen sich belastet.
Immer wieder werden sie gefragt: Kann man die Behinderung behandeln?
Die Hörer sagen: Man kann auch ohne Heilung gut leben.
Man kann ein selbst-bestimmtes Leben führen.
Das ist wichtig.
Dann geht es um das Haupt-Thema.
Es geht um Behinderten-Fetisch.
Und um Blinden-Fetisch.
Jennifer sagt: Sie benutzt das Wort bewusst.
Sie macht es nicht harmlos.
Jennifer erzählt von ihren Erfahrungen.
Sie wurde nicht als Mensch gesehen.
Sondern nur als Behinderung.
Manche Männer haben sie manipuliert.
Sie hat E-Mails bekommen.
Die E-Mails haben Grenzen überschritten.
Es gab auch Stalking.
Stalking bedeutet: Jemand verfolgt eine Person immer wieder.
Man lässt eine Person nicht in Ruhe.
Das ist sehr gefährlich.
Es sind oft ältere Männer.
Sie suchen gezielt blinde Frauen.
Oder behinderte Frauen.
Sie hoffen auf Dankbarkeit.
Sie denken: Die Frauen sind leichter zu kontrollieren.
Das ist ein gefährliches Problem.
Es gibt Ableismus.
Ableismus bedeutet: Menschen mit Behinderung werden schlecht behandelt.
Sie werden aus-geschlossen oder ab-gewertet.
Andere denken: Menschen mit Behinderung sind weniger wert.
Das ist Diskriminierung.
Das ist nicht in Ordnung.
Es gibt auch Frauen-Feindlichkeit.
Und es gibt Macht-Gefälle.
Ein Macht-Gefälle bedeutet: Eine Person hat mehr Macht.
Die andere Person hat weniger Macht.
Zum Beispiel: Ein Chef hat mehr Macht als ein Mitarbeiter.
Das kann unfair sein.
Jennifer und Sascha sprechen über Grenzen.
Wann ist etwas einvernehmlich?
Einvernehmlich bedeutet: Alle Personen sind einverstanden.
Alle sagen freiwillig Ja dazu.
Niemand wird gezwungen.
Alle wollen das Gleiche.
Wann wird etwas verletzend?
Sascha spricht über ein Klischee.
Ein Klischee ist eine falsche Meinung.
Menschen denken etwas Falsches über andere Menschen.
Viele sagen: Blinde Menschen sehen nur den Charakter.
Jennifer und Sascha sagen: Das stimmt nicht.
Auch blinde Menschen mögen Körper.
Sie mögen Ästhetik.
Ästhetik bedeutet: Man erforscht Kunst und Schönheit.
Man denkt über schöne Dinge nach.
Sie finden andere Menschen attraktiv.
Das ist ganz normal.
Wichtig ist: Wie begehrt jemand einen anderen Menschen?
Sieht man den ganzen Menschen?
Oder nur die Behinderung?
Das ist der Unterschied.
Jennifer erklärt: Menschen mit Behinderung sind oft verletzlich.
Sie sind manchmal abhängig.
Sie brauchen Assistenz.
Eine Assistenz hilft einem anderen Menschen.
Zum Beispiel beim Putzen oder Einkaufen.
Sie hoffen auf Nähe.
Das kann ausgenutzt werden.
Jennifer sagt auch: Ein Ja ist nur dann ein Ja.
Wenn es wirklich frei ist.
Schweigen ist kein Ja.
Angst ist kein Ja.
Druck ist kein Ja.
Jennifer und Sascha zeigen auch: Es gibt gute Beispiele.
Es gibt selbst-bestimmte Räume.
Zum Beispiel queere Kink-Communities.
Queer bedeutet: Ein Mann liebt Männer.
Oder eine Frau liebt Frauen.
Oder Menschen lieben verschiedene Geschlechter.
Kink-Communities sind Gruppen von Menschen.
Diese Menschen mögen besondere Sex-Spiele.
Sie treffen sich mit anderen Menschen.
Die anderen Menschen mögen die gleichen Sex-Spiele.
In diesen Räumen können Menschen mit Behinderung ihre Sexualität leben.
Sie sind sicher.
Sie sind auf Augen-Höhe.
Es gibt keine Objektifizierung.
Objektifizierung bedeutet: Ein Mensch wird wie eine Sache behandelt.
Der Mensch hat dann keine Gefühle mehr.
Der Mensch ist nur noch ein Gegen-Stand.
Das ist nicht gut.
Es gibt keinen Macht-Missbrauch.
Macht-Missbrauch bedeutet: Eine Person hat viel Macht.
Die Person nutzt die Macht falsch.
Die Person tut anderen Menschen damit weh.
Das ist verboten.
Das ist gut.
Das ist wichtig.
Jennifer und Sascha laden die Hörer ein.
Die Hörer können ihre Erfahrungen teilen.
Das geht auch anonym.
Anonym bedeutet: Ohne den Namen zu nennen.
Man kann belastende Erfahrungen teilen.
Aber auch schöne Erfahrungen.
Das steht in der Ankündigung vom Podcast.
Hier ist der Link zur November-Ausgabe von Sonntag trifft IGEL
Hier ist der Link zu allen Episoden vom IGEL-Podcast
Links zu den Berichten über die bisherigen Ankündigungen:

Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) "Begehrt, benutzt, begrenzt? - Wenn Behinderung zum Fetisch wird", so lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der dieses Mal etwas später also sonst im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) ausgestrahlt wurde. "In dieser Episode von 'Sonntag trifft IGEL' sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang über ein Thema, das viele betrifft, über das aber kaum jemand spricht: Was passiert, wenn Behinderung nicht nur als Merkmal wahrgenommen wird, sondern zum Objekt sexueller Begierde wird? Unter dem Titel 'Begehrt, benutzt, begrenzt? – Wenn Behinderung zum Fetisch wird' öffnen beide einen wichtigen, sensiblen und oft tabuisierten Raum", heißt es in der Ankündigung der November-Ausgabe der IGEL-Podcast-Reihe Sonntag trifft IGEL.
„Zu Beginn blicken sie auf die Rückmeldungen zur vorherigen Folge, in der es um Heilung, Hoffnung und Identität ging. Viele Hörer*innen haben beschrieben, wie belastend es ist, immer wieder mit der Frage konfrontiert zu werden, ob eine Behinderung ‚behandelbar‘ sei – besonders dann, wenn es keinerlei realistische medizinische Perspektiven gibt. Ein klarer Tenor: Auch ohne Heilung kann ein Mensch ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen. Von dort aus führt der Weg direkt zum Kernthema dieser Folge: Behindertenfetisch und Blindenfetisch. Jennifer erläutert, warum sie den Begriff bewusst klar benennt und nicht verharmlost. Sie berichtet von Situationen, in denen sie nicht als Mensch wahrgenommen wurde, sondern allein als Projektionsfläche für die Fantasien anderer – von manipulativem Interesse über grenzüberschreitende E-Mails bis hin zu echtem Stalking. Die typischen Muster dahinter ähneln sich: ältere Männer, die gezielt blinde oder behinderte Frauen suchen, in der Hoffnung auf ‚Dankbarkeit‘ oder ‚Anschmiegsamkeit‘, und Menschen, die glauben, die Behinderung mache einen leichter kontrollierbar. Ein gefährliches Zusammenspiel aus Ableismus, Frauenfeindlichkeit und Machtgefällen. Ein wichtiger Teil des Gesprächs dreht sich um die Frage, wo die Grenze zwischen einvernehmlichem Kink und verletzendem Fetisch verläuft. Sascha bringt dabei das verbreitete Klischee zur Sprache, blinde Menschen würden nur den Charakter sehen. Beide stellen klar: Körperlichkeit, Ästhetik und gegenseitige Attraktivität spielen selbstverständlich auch bei blinden oder sehbehinderten Menschen eine Rolle. Entscheidend ist nicht, dass jemand Menschen mit Behinderung begehrt, sondern wie – und ob das Begehren den Menschen sieht oder nur die Behinderung. Jennifer erklärt außerdem, warum Menschen mit Behinderung besonders verletzlich sein können: Abhängigkeiten, Assistenzsituationen, gesellschaftliche Unsicherheiten und die Hoffnung auf Nähe können ausgenutzt werden. Sie betont: Ein ‚Ja‘ ist nur dann ein Ja, wenn es wirklich frei ausgesprochen wird. Schweigen ist kein Ja. Angst ist kein Ja. Druck ist kein Ja.Trotz aller schwierigen Erfahrungen zeigen beide aber auch positive, empowernde Perspektiven: Es gibt selbstbestimmte Räume wie queere Kink-Communities, in denen Menschen mit Behinderung lustvoll, sicher und auf Augenhöhe ihre Sexualität leben können – ohne Objektifizierung, ohne Übergriffigkeit, ohne Machtmissbrauch. Zum Abschluss laden Jennifer und Sascha ihre Community ein, eigene Erfahrungen – gern anonym – zu teilen: belastende Begegnungen, aber auch schöne“, heißt es in der Ankündigung der Podcast-Episode Sonntag trifft IGEL im November 2025.
Link zur November-Ausgabe von Sonntag trifft IGEL
Link zu allen bisher erschienenen Episoden des IGEL-Podcast
Links zu den kobinet-Berichten über die bisherigen Ankündigungen der IGEL-Podcast-Reihe „Sonntag trifft IGEL“:
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Oktober 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom September 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juli 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Mai 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom April 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom März 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Februar 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Januar 2025
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2024
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom November 2024
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Oktober 2024
Link zur Ankündigung des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom September 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Juni 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Mai 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom April 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom März 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Februar 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Januar 2024
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2023
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom November 2023
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Oktober 2023
Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom September 2023
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Link zur Ausgabe des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom März 2023

Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) "Begehrt, benutzt, begrenzt? - Wenn Behinderung zum Fetisch wird", so lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der dieses Mal etwas später also sonst im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) ausgestrahlt wurde. "In dieser Episode von 'Sonntag trifft IGEL' sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang über ein Thema, das viele betrifft, über das aber kaum jemand spricht: Was passiert, wenn Behinderung nicht nur als Merkmal wahrgenommen wird, sondern zum Objekt sexueller Begierde wird? Unter dem Titel 'Begehrt, benutzt, begrenzt? – Wenn Behinderung zum Fetisch wird' öffnen beide einen wichtigen, sensiblen und oft tabuisierten Raum", heißt es in der Ankündigung der November-Ausgabe der IGEL-Podcast-Reihe Sonntag trifft IGEL.
„Zu Beginn blicken sie auf die Rückmeldungen zur vorherigen Folge, in der es um Heilung, Hoffnung und Identität ging. Viele Hörer*innen haben beschrieben, wie belastend es ist, immer wieder mit der Frage konfrontiert zu werden, ob eine Behinderung ‚behandelbar‘ sei – besonders dann, wenn es keinerlei realistische medizinische Perspektiven gibt. Ein klarer Tenor: Auch ohne Heilung kann ein Mensch ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben führen. Von dort aus führt der Weg direkt zum Kernthema dieser Folge: Behindertenfetisch und Blindenfetisch. Jennifer erläutert, warum sie den Begriff bewusst klar benennt und nicht verharmlost. Sie berichtet von Situationen, in denen sie nicht als Mensch wahrgenommen wurde, sondern allein als Projektionsfläche für die Fantasien anderer – von manipulativem Interesse über grenzüberschreitende E-Mails bis hin zu echtem Stalking. Die typischen Muster dahinter ähneln sich: ältere Männer, die gezielt blinde oder behinderte Frauen suchen, in der Hoffnung auf ‚Dankbarkeit‘ oder ‚Anschmiegsamkeit‘, und Menschen, die glauben, die Behinderung mache einen leichter kontrollierbar. Ein gefährliches Zusammenspiel aus Ableismus, Frauenfeindlichkeit und Machtgefällen. Ein wichtiger Teil des Gesprächs dreht sich um die Frage, wo die Grenze zwischen einvernehmlichem Kink und verletzendem Fetisch verläuft. Sascha bringt dabei das verbreitete Klischee zur Sprache, blinde Menschen würden nur den Charakter sehen. Beide stellen klar: Körperlichkeit, Ästhetik und gegenseitige Attraktivität spielen selbstverständlich auch bei blinden oder sehbehinderten Menschen eine Rolle. Entscheidend ist nicht, dass jemand Menschen mit Behinderung begehrt, sondern wie – und ob das Begehren den Menschen sieht oder nur die Behinderung. Jennifer erklärt außerdem, warum Menschen mit Behinderung besonders verletzlich sein können: Abhängigkeiten, Assistenzsituationen, gesellschaftliche Unsicherheiten und die Hoffnung auf Nähe können ausgenutzt werden. Sie betont: Ein ‚Ja‘ ist nur dann ein Ja, wenn es wirklich frei ausgesprochen wird. Schweigen ist kein Ja. Angst ist kein Ja. Druck ist kein Ja.Trotz aller schwierigen Erfahrungen zeigen beide aber auch positive, empowernde Perspektiven: Es gibt selbstbestimmte Räume wie queere Kink-Communities, in denen Menschen mit Behinderung lustvoll, sicher und auf Augenhöhe ihre Sexualität leben können – ohne Objektifizierung, ohne Übergriffigkeit, ohne Machtmissbrauch. Zum Abschluss laden Jennifer und Sascha ihre Community ein, eigene Erfahrungen – gern anonym – zu teilen: belastende Begegnungen, aber auch schöne“, heißt es in der Ankündigung der Podcast-Episode Sonntag trifft IGEL im November 2025.
Link zur November-Ausgabe von Sonntag trifft IGEL
Link zu allen bisher erschienenen Episoden des IGEL-Podcast
Links zu den kobinet-Berichten über die bisherigen Ankündigungen der IGEL-Podcast-Reihe „Sonntag trifft IGEL“:
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