Berlin (kobinet)
Viele Menschen besuchen gerne Weihnachts-Märkte.
Aber viele Weihnachts-Märkte sind nicht barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können gut besuchen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Das sagt Verena Bentele.
Sie ist die Chefin vom VdK.
VdK ist ein Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Behinderung.
Verena Bentele sagt: Viele Menschen haben Probleme.
Das sind zum Beispiel:
Menschen im Roll-Stuhl
Alte Menschen mit Roll-Ator
Mütter mit Kinder-Wagen
Die Wege sind oft holprig.
Die Gassen sind oft zu eng.
Das Pflaster ist uneben.
In Deutschland gibt es über 3.000 Weihnachts-Märkte.
Aber nur wenige sind barriere-frei.
Weniger als 1 von 100 Märkten.
Es gibt noch mehr Probleme:
Es gibt zu wenig Sitz-Plätze.
Das ist schwer für alte Menschen.
Das ist schwer für kranke Menschen.
Die Park-Plätze sind oft schlecht.
Die Toiletten sind oft nicht barriere-frei.
Blinde Menschen haben auch Probleme.
Sie können viele Hindernisse nicht sehen.
Es gibt keine Leit-Systeme.
Leit-Systeme helfen beim Weg-Finden.
Sie zeigen den Weg.
Zum Beispiel: Streifen am Boden.
Oder Pfeile an Wänden.
Leit-Systeme helfen bei der Orientierung.
Orientierung bedeutet: Sich zurecht-finden.
Du weißt, wo du bist.
Du weißt, wohin du gehen musst.
Es gibt keine Übersichts-Pläne.
Es ist sehr laut auf den Märkten.
Dann kann man sich nicht gut orientieren.
Aber es gibt auch gute Nachrichten.
Manche Märkte haben eine stille Stunde.
Das ist meist am frühen Nach-Mittag.
Dann ist es ruhiger auf dem Markt.
Das hilft vielen Menschen:
Menschen mit Autismus
Menschen mit ADHS
Menschen mit Angst-Störungen
Familien mit kleinen Kindern
Autismus bedeutet: Menschen erleben die Welt anders.
Sie denken anders und fühlen anders.
ADHS bedeutet: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung.
Angst-Störungen sind eine Krankheit.
Menschen haben dann sehr starke Angst.
Die Angst kommt ohne Grund.
Die Menschen brauchen Hilfe vom Arzt.
Verena Bentele sagt: Das ist ein guter Anfang.
Aber Barriere-Freiheit muss normal werden.
Sie darf keine Ausnahme sein.
Das muss sich ändern:
Es braucht tast-bare Leit-Linien
Es braucht ebene Wege
Es braucht nutz-bare Toiletten
Die Gassen müssen breit sein
Es braucht ruhige Rückzugs-Orte
Die Theken müssen tiefer sein
Barriere-Freiheit stört niemanden.
Barriere-Freiheit hilft allen Menschen.
Der VdK fordert: Politik muss mehr tun.
Die Veranstalter müssen mehr tun.
Barriere-Freiheit darf nicht freiwillig sein.
Weihnachts-Märkte sollen für alle da sein.
Niemand soll ausgeschlossen werden.
Alle Menschen sollen zusammen feiern können.
Das ist echte Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Alle Menschen können überall mit-machen.
Niemand wird ausgeschlossen.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zur Vorweihnachtszeit gehört für viele der Besuch eines Weihnachtsmarkts. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass aufgrund fehlender Barrierefreiheit einem großen Teil der Bürgerinnen und Bürger dies erschwert und zum Teil unmöglich gemacht wird: "Für viele Menschen mit Behinderung oder ältere, oft mobilitätseingeschränkte Personen, ist der Besuch eines Weihnachtsmarkts mit Hindernissen verbunden. Für die Rollstuhlfahrerin, den Senior mit Rollator oder die Mutter mit Kinderwagen ist der Weg über holpriges Kopfsteinpflaster und durch zu enge Gassen gleichermaßen ein Problem. Von den laut Deutschem Schaustellerbund rund 3.250 Weihnachtsmärkten gelten weniger als ein Prozent als barrierefrei."
Darüber hinaus finden sich nach Informationen des VdK auf den meisten Weihnachtsmärkten nur wenige Sitzmöglichkeiten, was für ältere oder kranke Menschen ein Problem sein kann. So werden viele Personengruppen von einem unbeschwerten Weihnachtsmarkterlebnis ausgeschlossen. Dabei wäre es gerade zu den Festtagen wünschenswert, dass alle auf den Weihnachtsmärkten zusammenkommen können. „Auch gut sichtbare Behindertenparkplätze oder barrierefreie Toiletten sind oft Wunsch statt Wirklichkeit. Blinde und sehbehinderte Menschen wiederum stoßen auf unmarkierte Hindernisse, es fehlen Leitsysteme oder Übersichtspläne, und es herrscht eine Geräuschkulisse, die Orientierung fast unmöglich macht. Inklusion sieht anders aus“, betonte Verena Bentele.
Es gibt nach Informationen des VdK aber auch ermutigende Entwicklungen: Immer mehr Weihnachtsmärkte in Deutschland integrieren eine sogenannte stille Stunde – meist am frühen Nachmittag. In dieser Zeit wird das Marktgeschehen bewusst ruhiger gestaltet. Das Angebot richtet sich an Menschen mit erhöhter Geräusch- und Reizsensibilität – etwa bei Autismus, ADHS oder Angststörungen – sowie an Familien mit kleinen Kindern. Ein Schritt, der nach Ansicht von Verena Bentele zeigt, dass Rücksichtnahme und Inklusion auch ohne große Umbauten gelingen können.
„Doch Barrierefreiheit muss endlich zur Selbstverständlichkeit werden und darf keine Ausnahme bleiben. Es bedarf der klaren Vorgaben und ihre konsequente Umsetzung: tastbare Leitlinien, ebene Wege, nutzbare Toiletten, ausreichend breite Marktgassen, ruhige Rückzugsorte für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten und tieferliegende Theken, die auch im Sitzen erreichbar sind. Barrierefreiheit ist für niemanden störend, sie ist für alle Menschen ein Gewinn“, erklärte Verena Bentele. Der VdK fordert daher Politik und Veranstalter auf, Barrierefreiheit nicht länger als freiwillige Kür zu behandeln. Schließlich sollten Weihnachtsmärkte Orte eines gemeinsamen Erlebens sein, nicht Orte der Ausgrenzung – damit aus weihnachtlicher Stimmung echte gesellschaftliche Teilhabe wird.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zur Vorweihnachtszeit gehört für viele der Besuch eines Weihnachtsmarkts. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass aufgrund fehlender Barrierefreiheit einem großen Teil der Bürgerinnen und Bürger dies erschwert und zum Teil unmöglich gemacht wird: "Für viele Menschen mit Behinderung oder ältere, oft mobilitätseingeschränkte Personen, ist der Besuch eines Weihnachtsmarkts mit Hindernissen verbunden. Für die Rollstuhlfahrerin, den Senior mit Rollator oder die Mutter mit Kinderwagen ist der Weg über holpriges Kopfsteinpflaster und durch zu enge Gassen gleichermaßen ein Problem. Von den laut Deutschem Schaustellerbund rund 3.250 Weihnachtsmärkten gelten weniger als ein Prozent als barrierefrei."
Darüber hinaus finden sich nach Informationen des VdK auf den meisten Weihnachtsmärkten nur wenige Sitzmöglichkeiten, was für ältere oder kranke Menschen ein Problem sein kann. So werden viele Personengruppen von einem unbeschwerten Weihnachtsmarkterlebnis ausgeschlossen. Dabei wäre es gerade zu den Festtagen wünschenswert, dass alle auf den Weihnachtsmärkten zusammenkommen können. „Auch gut sichtbare Behindertenparkplätze oder barrierefreie Toiletten sind oft Wunsch statt Wirklichkeit. Blinde und sehbehinderte Menschen wiederum stoßen auf unmarkierte Hindernisse, es fehlen Leitsysteme oder Übersichtspläne, und es herrscht eine Geräuschkulisse, die Orientierung fast unmöglich macht. Inklusion sieht anders aus“, betonte Verena Bentele.
Es gibt nach Informationen des VdK aber auch ermutigende Entwicklungen: Immer mehr Weihnachtsmärkte in Deutschland integrieren eine sogenannte stille Stunde – meist am frühen Nachmittag. In dieser Zeit wird das Marktgeschehen bewusst ruhiger gestaltet. Das Angebot richtet sich an Menschen mit erhöhter Geräusch- und Reizsensibilität – etwa bei Autismus, ADHS oder Angststörungen – sowie an Familien mit kleinen Kindern. Ein Schritt, der nach Ansicht von Verena Bentele zeigt, dass Rücksichtnahme und Inklusion auch ohne große Umbauten gelingen können.
„Doch Barrierefreiheit muss endlich zur Selbstverständlichkeit werden und darf keine Ausnahme bleiben. Es bedarf der klaren Vorgaben und ihre konsequente Umsetzung: tastbare Leitlinien, ebene Wege, nutzbare Toiletten, ausreichend breite Marktgassen, ruhige Rückzugsorte für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten und tieferliegende Theken, die auch im Sitzen erreichbar sind. Barrierefreiheit ist für niemanden störend, sie ist für alle Menschen ein Gewinn“, erklärte Verena Bentele. Der VdK fordert daher Politik und Veranstalter auf, Barrierefreiheit nicht länger als freiwillige Kür zu behandeln. Schließlich sollten Weihnachtsmärkte Orte eines gemeinsamen Erlebens sein, nicht Orte der Ausgrenzung – damit aus weihnachtlicher Stimmung echte gesellschaftliche Teilhabe wird.




