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Modellprojekt statt Menschenrecht. Was Aktion Mensch Inklusion nennt

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Im aktuellen Newsletter kündigt Aktion Mensch den Bau eines neuen „inklusiven Wohnquartiers“ in Unna an. Ab Ende 2025 sollen dort rund 30 barrierefreie Wohneinheiten für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. Wer dem Link im Newsletter folgt, landet allerdings nicht bei weiterführenden Informationen zu Unna, sondern auf einer Unterseite zum bereits realisierten Wohnprojekt  in Berlin-Wilmersdorf. Auch dort wirbt Aktion Mensch mit Begriffen wie „inklusives Wohnhaus“, „bunte Mischung“, „gelebte Teilhabe“ und liefert damit ein Beispiel für eine begriffliche Unschärfe, die dringend aufgeklärt gehört. Denn was hier als Inklusion vermarktet wird, sind in Wirklichkeit wohlfahrtsstaatlich organisierte Modellprojekte. Und ein Modellprojekt, das muss klargestellt werden, kann per Definition nicht inklusiv sein.

Die Katze bleibt im Sack – 10 Antworten von Christoph Sippel und Felix Martin zum „Teilhabe ist nichts für Feiglinge“-Interview

Kater
Wieder einmal muss Stephan Laux Kater in Ermangelung eines nicht urheberrechtsgeschützten Originals als Double herhalten. Totstellen kann er sich fast so gut wie ein Opossum.

Foto: Stephan Laux

Fladungen (kobinet)

Von einem Aktivisten erwartet man keine vorformulierte Zustimmung – von gewählten Abgeordneten jedoch klare Haltung.

In seiner Interviewreihe „Teilhabe ist nichts für Feiglinge“ stellte Stephan Laux zehn Fragen an die Grünen-Politiker Felix Martin und Christoph Sippel, beide Mitglieder des Hessischen Landtags. Es ist bemerkenswert, dass überhaupt jemand antwortete – andere, wie etwa die SPD-Fraktion, haben sich bis heute nicht einmal zurückgemeldet. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Auch diese Bereitschaft zur Antwort ist noch kein Beleg für echte Dialogfähigkeit. Die meisten Antworten bleiben unkonkret, weichgespült, ausweichend – und entziehen sich der politischen Verantwortung, die ihnen zugrunde liegt.

Zwischen Boje und Bot – über KI, Barrieren und persönliche Freiheit

Sharepic zum IGEL trifft Sonntag Podcast Juli 2025
Sharepic zum IGEL trifft Sonntag Podcast Juli 2025
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Zwischen Boje und Bot – über KI, Barrieren und persönliche Freiheit“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) aus der Reihe Sonntag trifft IGEL. In dieser Ausgabe sprechen Sascha Lang und Jennifer Sonntag u. a. darüber, was es bedeutet, in einer Gesellschaft zu leben, die ständig Leistung, Präsenz und Sichtbarkeit fordert – und dabei Menschen vergisst, die leise, sensibel oder einfach anders unterwegs sind. Es geht aber auch um Barrieren und Künstliche Intelligenz.

Bravo Sascha! Bravo Rosa!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
fällt auf einen Igel, der seine Stacheln ausfährt und einen Soziologen, der Klartext spricht (statt Politgeschwafel bei maischberger)
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Danke Sascha für deinen Facebook-Post! Ein echter Igel, der den Meistern des Tötens und ihrem mörderischen Geschäft seine Stacheln zeigt. Dank den klaren Worten des Soziologen Hartmut Rosa,  „Kriegstüchtigkeit heißt, besser darin zu werden, Menschen umzubringen“.

Zwei Stimmen, die sich energisch gegen die grassierende Normalisierung des Wahnsinns wenden, gegen die Militarisierung der Gesellschaft mit der Folge, dass unser alltägliches Leben immer noch brutaler wird. Wir behinderte Menschen zählen zu den besonders Leidtragenden der atmosphärischen und tatsächlichen Verrohrung einer sich auf Kriegstüchtigkeit trimmenden und das Tötungshandwerk normalisierenden Gesellschaft. Hier endlich die Worte, die ich mir unlängst bei Maischberger gewünscht hätte und dort schmerzlich vermisst habe.

Sichtbarkeit ersetzt keine Teilhabe. Zur Rolle Raúl Krauthausens bei maischberger

Porträt von Raul Krauthausen
Zeitzeuge Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Fladungen (kobinet) Raúl Krauthausen war am 15. Juli 2025 als Kommentator in der ARD-Talkshow maischberger zu sehen. Die Ankündigung auf kobinet deutete den Auftritt im Vorfeld als mögliche Chance, ein prominenter Aktivist zur besten Sendezeit, vielleicht würden klare Worte zur stockenden Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes folgen. Doch wer die Sendung gesehen hat, weiß, diese Hoffnung war unbegründet.

Krauthausen saß nicht am Tisch der politischen Debatte, sondern in einer Kommentarreihe, neben Theo Koll und Nena Brockhaus. Die angekündigten Themen der Sendung waren Trumps Handelskrieg, Deutschlands Innovationsfähigkeit, wirtschafts- und technologiepolitische Fragen. Behindertenpolitik kam nicht vor. Nicht im Skript, nicht in Nebensätzen, nicht einmal im Zwischenraum. Krauthausen hatte keine Möglichkeit, auf das zu sprechen zu kommen, was viele sich von ihm erhofft hatten. Und er hat es auch nicht versucht. Denn er war nicht als Aktivist eingeladen, sondern als Blogger, Moderator und Kommentator. Und das, das muss man festhalten, ist legitim.

Demokratie braucht Inklusion: IGEL-Podcast zur dritten Amtszeit von Jürgen Dusel

Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Foto: IGEL-Media

Berlin (kobinet) „Demokratie braucht Inklusion – dritte Amtszeit des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel“, so titelt Sascha Lang die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei packt der Macher des IGEL-Podcast im Gespräch mit Jürgen Dusel eine Reihe behindertenpolitisch aktueller Themen an, wie beispielsweise die dringend notwendige Reform des Behindertengleichstellungsgesetz für mehr Barrierefreiheit. Es geht aber auch um Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen, Deinstitutionalisierung und vieles mehr.

Krüppel gegen was für ein Rechts?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
fällt ganz zufällig auf „Krüppel gegen Rechts“ und es stellt sich die Frage, ob diesem Tiger noch ein Säbelzahn wächst
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wann wird das bei „Krüppel gegen Rechts“ mal argumentativ geklärt bzw. erörtert? Ich selber habe vor über einem Jahr mit meiner kobinet-Kolumne „Behinderte gegen Rechts“ das Thema auf die behindertenpolitische Agenda gesetzt. Raul Krauthausen brachte die Kolumne damals als aktuellen Aufmacher seines Newsletter. Darüber diskutiert wurde auf den behindertenpolitischen Netzforen anschließend nicht. Bis dato allenfalls plakative Verlautbarungen, um „Flagge zeigen“ gehe es, so Ottmar in Saschas Igel-Podcast. Gut gemeint, politisch jedoch ein zahnloser Tiger.

Unverständnis über Blockade von Gesetzesreform für mehr Barrierefreiheit

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) Es hätte ein behindertenpolitischer Aufschlag der schwarz-roten Regierungskoalition für mehr Barrierefreiheit werden können, der die Handlungsbereitschaft der neuen Regierungskoaltion von CDU/CSU und SPD aufzeigen und behinderten Menschen Hoffnung machen könnte, dass ihre Belange ernst genommen werden. Doch die Blockade der Anhörung der Verbände und der Länder der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes durch das unionsgeführte Wirtschafts- und Innenministerium erinnert wie ein Theater der Wiederholungen an die Blockade jeglicher behindertenpolitischen Weiterentwicklung durch die FDP aus der Ampelkoalition. Diese Blockadepolitik der CDU/CSU geführten Ministerien stößt bei kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul auf großes Unverständnis, wie es dieser es in seinem Kommentar zum Ausdruck bringt.

Perspektivwechsel ohne Konsequenz? Debatte um strukturelle Teilhabe von Künstler:innen mit Behinderung

Eingang einer BBK Galerie schwarz-weiß Bild
kein öffentlicher Diskursraum
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Anlass dieses Textes ist das im Frühjahr 2025 vom BBK Bundesverband, dem Deutschen Künstlerbund, der IGBK und dem British Council durchgeführte Seminar „Perspektivwechsel: Inklusion in der Bildenden Kunst“. Angekündigt wurde ein Austausch zu strukturellem Gatekeeping, zur Rolle der Künstler:innenverbände und zu Best-Practice-Modellen aus dem Vereinigten Königreich. Das Thema, die beteiligten Institutionen und der Anspruch lassen aufhorchen – gerade weil der Begriff Inklusion zunehmend seiner politischen Sprengkraft beraubt und in systemkonforme Bedeutungen überführt wird. Es geht in dieser Kritik nicht um eine Ablehnung des Vorhabens, sondern um die ernst gemeinte Auseinandersetzung mit seiner strukturellen Verfasstheit, seinen Leerstellen und den Konsequenzen, die es hätte haben können – aber nicht hatte.

Reden wir mal wieder über Potentiale des barrierefreien Tourismus

Herunter gelassene Bugklappe eines Schiffes über die alle Passagiere stufenlos an Deck gelangen
Weg an Bord zu einer Tour bei der alle mitreisen können
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Tourismus für Alle – das ist eines jener Themen über welche immer wieder einmal gesprochen und zu dem auch immer wieder einmal viel versprochen wird. Sich einmal ernsthaft über die Potentiale, auch über die wirtschaftlichen Potentiale zu verständigen, die im barrierefreien Tourismus „schlummern“, das ist schon nicht ganz so häufig. Wer dazu eine gute und aussagekräftige deutschsprachige Quelle sucht, der braucht schon ein gutes Gedächtnis – und muss im Archiv bis in das Jahr 2004 zurückgehen, um dort die Studie „Ökonomische Impulse eines barrierefreien Tourismus für Alle“ zu finden. Wer englischsprachige Studien nutzt, der kann sich aber auf aktuelles Material stützen, welches jedoch vor allem das bestätigt, was wir schon lange wissen, aber eben bisher auch nicht verändert haben.

Froschkönig, Hochhäuser oder Sonnenuntergang – Bilder zum be-greifen

Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung von Ellen Keune und Wiebke Kühl
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung von Ellen Keune und Wiebke Kühl
Foto: IGEL-Media

Schorndorf (kobinet) „Froschkönig, Hochhäuser oder Sonnenuntergang – Bilder zum be-greifen“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser Folge geht es um Visualisierung. Im Gespräch mit Wiebke Kühl erfährt Ellen Keune, dass es dabei nicht ausschließlich ums Zeichnen geht. Wie Visualisierung zu mehr Tiefgang und einem besseren Verständnis beitragen kann, darum geht es u.a. in dieser Podcastfolge.

IGEL-Podcast: Dann Mach Doch Mal! Wie Kunst Inklusion fördert

Cover des IGEL-Podcast
Cover des IGEL-Podcast
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Dann Mach Doch Mal! Wie Kunst Inklusion fördert“, so lautet die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang spricht dieses Mal mit Peter Kunz, Fotograf, Sozialarbeiter und kreativer Macher des inklusiven Kunstprojekts „Dann Mach Doch“. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wer bekommt eigentlich Zugang zu Bühne, Öffentlichkeit und Kunstbetrieb, wie es in der Ankündigung des IGEL-Podcast mit Peter Kunz heißt.

Inklusion als Showformat – Was Aktion Mensch wirklich veranstaltet

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Der 1. FC Köln wirbt aktuell mit dem Slogan „Zusammen laut für Inklusion“. Gemeinsam mit der Aktion Mensch setzt der Verein auf einen Aktionsspieltag, ein Fanfest mit Mitmachaktionen und ein Rahmenprogramm rund um inklusive Sportarten wie Blinden- oder Amputiertenfußball. Die begleitende Kommunikation spricht von Sichtbarkeit, Begegnung und Vielfalt und davon, ein starkes Zeichen zu setzen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell, dass das, was hier als Inklusion verkauft wird, in Wirklichkeit ein weiteres gut verpacktes Sonderformat ist.

Mit Erzählen, Storytelling, den Kriegsdämon bezähmen

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
richtet sich skeptisch, doch nicht ohne Sympathie auf Alexander kluges Idee, Kriege durch ein erzählerisches K.O. zu beenden
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Willis Blick nimmt einen skeptischen Ausdruck an. Klar, nichts sollte unversucht bleiben, der Menschheitsgeisel Krieg den Stecker zu ziehen.

Ableismus bei Aktion Mensch – Wenn Aufklärung zur Entschärfung wird

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Wenn eine der einflussreichsten Institutionen im deutschen Behindertendiskurs einen Beitrag zum Thema Ableismus veröffentlicht, könnte man hoffen, dass endlich Klartext gesprochen wird. Dass jemand die Dinge beim Namen nennt. Strukturelle Ausgrenzung, institutionelle Diskriminierung, systemische Normierung. Doch der Artikel „Was ist Ableismus“ auf der Website von Aktion Mensch verfehlt dieses Ziel in nahezu jeder Hinsicht. Nicht aus böser Absicht, sondern durch eine konsequente Verschiebung der Ebenen. Von der strukturellen zur persönlichen. Vom Politischen zum Pädagogischen. Vom Machtverhältnis zur Misskommunikation.

Frösche im kochenden KI-Topf

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Diesmal auf KI und ihrem Beitrag zum Klimakollaps.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wir alle kennen die Geschichte vom arglos anpasserischen Frosch im allmählich wärmer und wärmer werdenden Wassertopf. Merken aber nicht, dass wir uns selber wie ahnungslose Frösche verhalten, die begeistert im angenehm warmen KI-Wassertopf planschen und nicht mitbekommen, wie das Wasser langsam aber sicher, todsicher, auf Siedetemperatur steigt. Ehrliche und wirklich authentische KI-AnbeterInnen dagegen erkennt man an der kultischen Anrufung, dem AI-Prayer, „Be my eyes, be my mind and soul and finally my graveyard hole“, meine Senkgrube.

Knüppel gegen Endzeitfaschismus – oder doch schon zu spät und überhaupt

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Weis blickt mit Naomi Klein und Astra Taylor auf den Endzeitfaschismus und die Frage, was uns retten kann.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Greta Thunberg und „Fridays for Future“ sind nicht dieser Knüppel. Was auf dem Höhepunkt dieses globalen Jugendprotests noch anders aussah. Als Greta am Rednerpult der Vereinten Nationen den Mächtigen dieser Welt – darunter bereits einige der finsteren Fürsten des heraufziehenden Endzeitfaschismus – ihr zorniges „how can you dare“ entgegenschleuderte. Heute im Rückblick erscheint es, wie wenn damals für kurze Zeit das Potential einer weltweiten Bewegung aufleuchtete, um planetaren Bedrohungen wie gegenwärtig der des Endzeitfaschismus Paroli zu bieten. Nun, da es knüppeldick kommt, steht die Menschheit, stehen die „ninety nine percent“, wehrlos der neuen Herrenrasse gegenüber, die den Planeten zu ihrer Goldgrube macht und seine entrechteten Bewohner zu Frondienst und Sklavenarbeit heranzieht.

Die Registrierung von Menschen mit psychischen Behinderungen führt zu Gewalt

Porträt-Zeichnung von Thomas Künneke
Porträt-Zeichnung von Thomas Künneke
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die Registrierung von Menschen mit psychischen Behinderungen führt nach Ansicht von Thomas Künneke zu Gewalt. Angesichts der aktuellen Diskussion um eine mögliche Registrierung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen hat Thomas Künneke, der sich seit vielen Jahren für die Menschenrechte behinderter Menschen und besonders von Menschen mit psychischen Hindernissen stark macht, folgenden Kommentar für die kobinet-nachrichten verfasst:

Cool down – Brother Outsider zu seiner Rechtfertigung

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992); Audre Lorde: Brother Outsider wüsste gern, ob und wie Sister Outsider auf den Versteck-Vorwurf reagiert hätte.

Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Ich finde es bedauerlich und ungerecht, wenn Milewski auf meinen Meinungsbeitrag nicht inhaltlich antwortet, weil ich nicht meinen richtigen Namen nenne. Was er immer tut und auch von anderen erwartet, dass sie es tun. Man könne sie dann auch sofort googeln. Für mich ist es in Ordnung, dass er das macht und so sieht. Andere haben Gründe, es anders zu handhaben. Außerdem und das scheint mir die Hauptsache: Die Richtigkeit oder Falschheit eines vorgetragenen Arguments hängt nicht von der Person ab, die es vorträgt. Wem es also um die Sache geht, muss sich nicht daran stören, ob ein Beitrag mit vollständigem Namen gekennzeichnet ist.

Partei Die Linke will sich weiter für barrierefreien Tourismus einsetzen

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen „Barrierefreier Tourismus“ weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten. Nach der Antwort von Bündnis 90/Die Grünen hat nun auch die Partei „Die Linke“ auf unsere Fragen geantwortet.

Behindert und stolz – wie passt das zusammen?

Nico Wunderle
Nico Wunderle
Foto: privat

München (kobinet) „Behindert und stolz – wie passt das zusammen?“ Mit dieser Überschrift hat sich kobinet-Redakteur Nico Wunderle ein paar Gedanken zum am 1. Juli 2025 gestarteten Disability-Pride-Month gemacht. „Disability-Pride-Month – irgendwie ist das ein komisches Wort. Besonders, wenn wir es wörtlich ins Deutsche übersetzen: Behinderten-Stolz-Monat. Es gibt Begriffe, die bei mir ein leicht beklemmendes Gefühl hinterlassen. Stolz gehört dazu. Ich sage eher selten: ‚Ich bin richtig stolz auf mich.‘ Vielmehr ist alles, was ich mache, für mich so selbstverständlich und so normal, dass es keiner besonderen Erwähnung bedarf“, schreibt Nico Wunderle in der Einleitung seines Beitrags.

Von Merz‘ Sparkurs bis inklusiven Erfolgen: Was die Inklusionsszene im Juni bewegt hat

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Von Merz‘ Sparkurs bis inklusiven Erfolgen: Was die Inklusionsszene im Juni bewegt hat“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2025 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juni 2025 bestimmt haben.

Ich bin Brother Outsider und meine: Viele machen sich Illusionen, was Inklusion angeht

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992), Brother Outsider betrachtet mit den Augen von Sister Outsider, Audre Lorde, was Inklusion faktisch bedeutet.
Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Die kobinet-Nachrichten diskutieren, was Inklusion eigentlich ist. Milewski weist der „Aktion Mensch“ und anderen nach, wo sie mit ihrer Auffassung von Inklusion falsch liegen. Dies wird dann wieder kommentiert und auf diesem Weg Irriges über Inklusion ausgeräumt. Trotzdem glaube ich, bleibt ein Grundirrtum über Inklusion bestehen. Auf den will ich aufmerksam machen an den Erfahrungen der Bürgerrechtsbewegung in USA und der schwarzen Feministin Audre Lorde.

Bündnis90/Die Grünen antworten als bisher einzige Partei auf kobinet-Anfrage

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen „Barrierefreier Tourismus“ weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten.

Else, Willi und ich – Splitter eines Familienromans

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Wer mehr möchte als eine x-beliebige Meinung, folgt Willis Blick – Ein Blick der blind ins Schwarze trifft.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Sämtliche Meinungsbeiträge des notorischen Durchblickers Weis auf kobinet werden künftig unter Willis Blick erscheinen. Wie das? Ganz einfach: Die Welt ist voller Willis, man glaubt es kaum und doch ist es so. Denn wie sonst hätte kobinet Kollege Hubertus Thomasius auf einer Wanderung durch die Uckermark nahe Boitzeburg unversehens auf einen Stein stoßen können, einen Findling, mit der Aufschrift „Willis Blick“. Womit auch schon, gewissermaßen ein Wink von oben, das von nun an übliche Logo der Weis’schen Meinungsbeiträge feststand.

Spätestens am 3. Juni wurde die Forderung nach „Neustart Inklusion“ vom 5. Mai durch Merz beendet – kein Aprilscherz!

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Der 5. Mai ist vorbei. Einmal mehr hat Aktion Mensch den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unterstützt, mit Materialien, Plakaten, Imagevideos und einem bunten Strauß an Veranstaltungen im ganzen Land. Die Botschaft war klar: Teilhabe ist wichtig. Vielfalt ist schön. Inklusion ist ein Menschenrecht. Und jetzt? Jetzt, wo Friedrich Merz öffentlich die Eingliederungshilfe infrage stellt. Jetzt, wo die Teilhabe-Infrastruktur ins Wanken gerät. Jetzt, wo konkrete politische Kürzungen zur Debatte stehen. Von Aktion Mensch ist nichts zu hören.

Teilhabe ist kein Luxus

Cover des Video gegen Kürzungen bei der EGH
Cover des Video gegen Kürzungen bei der EGH
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) #TeilhabeIstKeinLuxus, so lautet der Hashtag und die klare Aussage von Lisa Behme, die vor kurzem eine Petition gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe auf change.org gestartet hat und schon über 160.000 Unterstützer*innen hat. Dennis Sonne, der für die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag sitzt, hat die Petition zum Anlass genommen und auf seiner Facebookseite ein Video mit Statements einiger bekannter Akteur*innen veröffentlicht, die dazu aufrufen, die Petition zu unterstützen.

Inklusionsquote für Kommunalparlamente gefordert

Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Foto: privat

Harsewinkel (kobinet) Am 14. September 2025 finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dabei wird entschieden, wer die Interessen der Büger*innen zukünftig vor Ort in den verschiedenen Gremien und Rathäusern vertritt. Dass es immer noch viel zu wenig behinderte Menschen gibt, die in den politischen Gremien aktiv sind und echte Chancen bekommen, hierfür gewählt zu werden, das macht Jürgen Linnemann in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten deutlich. Anders als beispielsweise Bruno Janßen, der bereits im Klever Stadtrat aktiv ist und aufgrund eines guten Listenplatzes für die Wahl wieder gute Chancen hat, gewählt zu werden, hat Jürgen Linnemann andere Erfahrungen in seiner Partei gemacht.

Inklusion in der Sonderwelt? Warum Sawickis Analyse zu kurz greift

eine verwitterte Fassade, gesehen durch ein Autofenster. Starr, blockhaft, funktional.
WfbM – ein überholtes System?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Allein die Überschrift „Inklusion in einer Sonderwelt“ offenbart bereits den grundlegenden Widerspruch des Artikels. Es gibt faktisch keine Inklusion in einer Sonderwelt. Inklusion bedeutet, Teil des allgemeinen gesellschaftlichen Lebens zu sein, nicht in ein separates System ausgelagert zu werden. Wer den Begriff der Inklusion auf ein geschlossenes Parallelsystem wie die Werkstätten anwendet, verschleiert die Realität struktureller Ausgrenzung. Dass der Artikel dennoch mit dieser Formulierung einsteigt, deutet bereits an, dass hier zwar Symptome benannt, aber die Konsequenzen nicht zu Ende gedacht werden.

Monitoring zur UN-Behindertenrechtskonvention in Rheinland-Pfalz gestartet

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Bei der Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschlands im Jahr 2023 haben die Vereinten Nationen insbesondere den Bundesländern aufgegeben, die menschenrechtliche Perspektive in ihrer Politik zu stärken. Einige Bundesländer unterziehen bereits den Prozess der Umsetzung der Konvention einem intensiven Monitoring der verschiedenen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen. So auch Rheinland-Pfalz, das das Deutsche Institut für Menschenrechte vor kurzem beauftragt hat, ein entsprechendes Monitoring durchzuführen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte dazu mit dem für das Monitoring zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Frieder Kurbjeweit, der selbst behindert ist und seit 2020 bei der Monitoring-Stelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention arbeitet, folgendes Interview.

Nichts verschüttet, Dank und Antwort an Riedl

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
Weis legt ein „Sondervermögen Nachdenken“ nach dem anderen auf und trinkt Bier, ohne es zu verschütten.
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Vielen Dank Stephan Riedl. Beachtlich, was Sie kenntnisreich und weit ausholend an Material zusammengetragen haben, um ihre Position darzustellen. So ist ein kontrast- und facettenreiches Bild unserer gegensätzlichen Positionen entstanden, das all denjenigen eine große Hilfe sein dürfte, die bereit sind, sich überhaupt derart ernsthaft und eingehend mit unserer Argumentation zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Warum Militär und bewaffnete Landesverteidigung keine vernünftige und verantwortliche Zukunftsoption mehr sein kann

Hans-Willi Weis nachdenklich am Tisch im Biergarten sitzend
Weis gut aufgelegt zum Auflegen des „Sondervermögens Nachdenken“ (über Verteidigung und Krieg) – wer ähnlich gut aufgelegt ist, möge mitmachen!
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Auf mehrfachen Wunsch hier zentrale Motive meiner Gegenargumentation. Ich schreibe dies als über den Tag hinaus denkender intellektueller Beobachter. Von heute auf morgen „politisch darstellbar“ ist das, was aus meinen Überlegungen folgt, nicht. Umso dringlicher, sofort, in Richtung dieser Perspektive zu denken und persönlich mutig entsprechend zu handeln, falls es für eine solche „Rettungsperspektive“ nicht schon zu spät ist. (Der Text ist eine Auskoppelung aus meinem zweiten Antikriegs-Essay in kobinet-Literaturbeilage IV).

Rahmen ohne Auftrag – über die Illusion technischer Neutralität und die Macht der Rahmung

Quadratische Beton - Elemente mit Gitterglas. Schwarz – weiss – Fotografie
Rahmen ohne Auftrag
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) In seinem Meinunsbeitrag Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion entwirft Oliver Gruber das Bild einer künstlichen Intelligenz, die neutral, urteilsfrei und damit prädestiniert sei, Inklusion zu fördern. Er spricht von KI als moralischer Brücke, als ethischer Chance – als Instanz, die den Menschen dort erreicht, wo Vorurteile sonst Mauern errichten. Was auf den ersten Blick wie ein hoffnungsvoller Ausblick klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als problematische Verkürzung. Gruber konstruiert ein Idealbild – aber ohne erkennbare eigene Erfahrungen im konkreten Umgang mit KI in assistiven oder behindertenpolitischen Kontexten. Die Realität ist differenzierter. Und sie ist oft schmerzhaft.

Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
Inklusion und KI
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) In meinen vorangegangenen Essays habe ich versucht, feine Spuren im Dickicht gesellschaftlicher Zuschreibungen sichtbar zu machen – sei es durch den Blick auf ADHS als epigenetische Antwort auf eine überreizte Leistungsgesellschaft oder durch das Nachdenken über Inklusion als lebendiges Menschenbild jenseits normierter Strukturen. Nun weitet sich der Raum erneut: Was, wenn Barrierefreiheit auch im Denken beginnt? Was geschieht, wenn wir Inklusion nicht mehr nur als pädagogisches oder politisches Thema betrachten, sondern als grundlegend menschliche Haltung – und dabei ein Werkzeug zur Seite nehmen, das so nüchtern wie spiegelklar agiert: die Künstliche Intelligenz? In diesem Essay erkunde ich KI nicht als Ersatz, sondern als Echo. Nicht als Lösung, sondern als Spiegel einer neuen Möglichkeit.

Ein persönlicher Essay von Oliver Gruber – eine zukunftsethische Betrachtung der moralisch-humanistischen Nutzung künstlicher Intelligenz zur Förderung innerer und äußerer Inklusion.

IGEL-Podcast: Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme

Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), in der deutlich wird, dass Eingliederungshilfe kein Luxus ist. Der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach aus aktuellem Anlass mit Lisa Behme, dreifache Mutter pflegebedürftiger Kinder. Sie ist Initiatorin einer Petition, die sich gegen mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe richtet – ausgelöst durch eine umstrittene Aussage von CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz. Mit dabei ist auch Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten, der die aktuelle Diskussion politisch einordnet.

Veteranen kämpfen um Inklusion und Sichtbarkeit, eine Entschuldigung

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
War der Veggie-Day der Grünen ein Rohrkrepierer, so ist der Veteranentag der Olivgrünen ein Volltreffer
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) In aller Form entschuldige ich hiermit für eine Terminverwechslung. Veteranentag ist am 15. Juni und nicht am 1.Juni, wie ich fälschlich in meiner Juni-Kolumne schrieb. Kann auch nur jemandem passieren, der nicht gedient hat. In den Streitkräften möge man meine Wehrtauglichkeitsfolge über eine Panzerbesatzung im Baltikum als Zeichen meines gute Willens nehmen. Der Unwillige erweist so der Koalition der Mutwilligen seine Ehrerbietung.

Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Berlin / Siegen (kobinet) „Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann“, so lautet der Titel eines Interviews von Sabrina Prem von der Monitoring-Stelle UN-Behindertenkonvention des Deutschen Institut für Menschenrechte mit Prof. Dr. Abrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen. „Die kommunale Ebene ist zentral, um den Alltag von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Doch wie setzen Kommunen die UN-Behindertenrechtskonvention tatsächlich um? Ein Forschungsprojekt der Universität Siegen und des Deutschen Instituts für Menschenrechte beleuchtet Herausforderungen und zeigt praxisnahe Lösungen auf“, heißt es dazu in der Einführung zum Interview.

Was Weis verschüttet – Unebenheiten in MoW 7-9

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Worte statt Waffen
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Die Masters of War 1-6 habe ich nach meinem ersten Artikel in zwei weiteren besprochen. Es wird Zeit für 7-9 und mein abschließendes Fazit über die gesamte Reihe. Wie im ersten
Artikel besprochen, gibt es zwei extreme Positionen, die man einnehmen kann: Pazifismus bis zur Selbstaufgabe oder Bellizismus bis zur Selbstvernichtung. Dazwischen gibt es
mehrere Abstufungen. Weis nimmt eine strikt pazifistische Position ein. Meine Position werde ich im Laufe dieses Artikels darlegen.

Eine Meinung zu Weis „After Inclusion“.

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992), eine schwarze Feministin und Antirace-Aktivistin. In ihren Essays „Sister Outsider“
finde ich Parallelen zu Weis behindertenpolitischen Texten auf kobinet. Brother Outsider.
Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Ich möchte mich mit Brother Outsider vorstellen und vertrete die Auffassung: Weis hat es geblickt.

Weis benutzt gern und häufig komplizierte Begriffe und Fachausdrücke, die schwer zu verstehen sind. Mir hilft das manchmal gerade nicht zu besserem Verständnis und macht es nur komplizierter.
Aber bestimmte Begriffe und Formulierungen können auch helfen, Sachverhalte deutlicher zu erkennen. Wie wenn ein Scheinwerfer auf sie gerichtet wäre. Bei „After Inclusion“ geht mir das so.