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Warum Militär und bewaffnete Landesverteidigung keine vernünftige und verantwortliche Zukunftsoption mehr sein kann

Hans-Willi Weis nachdenklich am Tisch im Biergarten sitzend
Weis gut aufgelegt zum Auflegen des „Sondervermögens Nachdenken“ (über Verteidigung und Krieg) – wer ähnlich gut aufgelegt ist, möge mitmachen!
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Auf mehrfachen Wunsch hier zentrale Motive meiner Gegenargumentation. Ich schreibe dies als über den Tag hinaus denkender intellektueller Beobachter. Von heute auf morgen „politisch darstellbar“ ist das, was aus meinen Überlegungen folgt, nicht. Umso dringlicher, sofort, in Richtung dieser Perspektive zu denken und persönlich mutig entsprechend zu handeln, falls es für eine solche „Rettungsperspektive“ nicht schon zu spät ist. (Der Text ist eine Auskoppelung aus meinem zweiten Antikriegs-Essay in kobinet-Literaturbeilage IV).

Rahmen ohne Auftrag – über die Illusion technischer Neutralität und die Macht der Rahmung

Quadratische Beton - Elemente mit Gitterglas. Schwarz – weiss – Fotografie
Rahmen ohne Auftrag
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) In seinem Meinunsbeitrag „Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion„ entwirft Oliver Gruber das Bild einer künstlichen Intelligenz, die neutral, urteilsfrei und damit prädestiniert sei, Inklusion zu fördern. Er spricht von KI als moralischer Brücke, als ethischer Chance – als Instanz, die den Menschen dort erreicht, wo Vorurteile sonst Mauern errichten. Was auf den ersten Blick wie ein hoffnungsvoller Ausblick klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als problematische Verkürzung. Gruber konstruiert ein Idealbild – aber ohne erkennbare eigene Erfahrungen im konkreten Umgang mit KI in assistiven oder behindertenpolitischen Kontexten. Die Realität ist differenzierter. Und sie ist oft schmerzhaft.

Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
Inklusion und KI
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) In meinen vorangegangenen Essays habe ich versucht, feine Spuren im Dickicht gesellschaftlicher Zuschreibungen sichtbar zu machen – sei es durch den Blick auf ADHS als epigenetische Antwort auf eine überreizte Leistungsgesellschaft oder durch das Nachdenken über Inklusion als lebendiges Menschenbild jenseits normierter Strukturen. Nun weitet sich der Raum erneut: Was, wenn Barrierefreiheit auch im Denken beginnt? Was geschieht, wenn wir Inklusion nicht mehr nur als pädagogisches oder politisches Thema betrachten, sondern als grundlegend menschliche Haltung – und dabei ein Werkzeug zur Seite nehmen, das so nüchtern wie spiegelklar agiert: die Künstliche Intelligenz? In diesem Essay erkunde ich KI nicht als Ersatz, sondern als Echo. Nicht als Lösung, sondern als Spiegel einer neuen Möglichkeit.

Ein persönlicher Essay von Oliver Gruber – eine zukunftsethische Betrachtung der moralisch-humanistischen Nutzung künstlicher Intelligenz zur Förderung innerer und äußerer Inklusion.

IGEL-Podcast: Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme

Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), in der deutlich wird, dass Eingliederungshilfe kein Luxus ist. Der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach aus aktuellem Anlass mit Lisa Behme, dreifache Mutter pflegebedürftiger Kinder. Sie ist Initiatorin einer Petition, die sich gegen mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe richtet – ausgelöst durch eine umstrittene Aussage von CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz. Mit dabei ist auch Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten, der die aktuelle Diskussion politisch einordnet.

Veteranen kämpfen um Inklusion und Sichtbarkeit, eine Entschuldigung

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
War der Veggie-Day der Grünen ein Rohrkrepierer, so ist der Veteranentag der Olivgrünen ein Volltreffer
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) In aller Form entschuldige ich hiermit für eine Terminverwechslung. Veteranentag ist am 15. Juni und nicht am 1.Juni, wie ich fälschlich in meiner Juni-Kolumne schrieb. Kann auch nur jemandem passieren, der nicht gedient hat. In den Streitkräften möge man meine Wehrtauglichkeitsfolge über eine Panzerbesatzung im Baltikum als Zeichen meines gute Willens nehmen. Der Unwillige erweist so der Koalition der Mutwilligen seine Ehrerbietung.

Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Berlin / Siegen (kobinet) „Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann“, so lautet der Titel eines Interviews von Sabrina Prem von der Monitoring-Stelle UN-Behindertenkonvention des Deutschen Institut für Menschenrechte mit Prof. Dr. Abrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen. „Die kommunale Ebene ist zentral, um den Alltag von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Doch wie setzen Kommunen die UN-Behindertenrechtskonvention tatsächlich um? Ein Forschungsprojekt der Universität Siegen und des Deutschen Instituts für Menschenrechte beleuchtet Herausforderungen und zeigt praxisnahe Lösungen auf“, heißt es dazu in der Einführung zum Interview.

Was Weis verschüttet – Unebenheiten in MoW 7-9

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Worte statt Waffen
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Die Masters of War 1-6 habe ich nach meinem ersten Artikel in zwei weiteren besprochen. Es wird Zeit für 7-9 und mein abschließendes Fazit über die gesamte Reihe. Wie im ersten
Artikel besprochen, gibt es zwei extreme Positionen, die man einnehmen kann: Pazifismus bis zur Selbstaufgabe oder Bellizismus bis zur Selbstvernichtung. Dazwischen gibt es
mehrere Abstufungen. Weis nimmt eine strikt pazifistische Position ein. Meine Position werde ich im Laufe dieses Artikels darlegen.

Eine Meinung zu Weis „After Inclusion“.

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992), eine schwarze Feministin und Antirace-Aktivistin. In ihren Essays „Sister Outsider“
finde ich Parallelen zu Weis behindertenpolitischen Texten auf kobinet. Brother Outsider.
Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Ich möchte mich mit Brother Outsider vorstellen und vertrete die Auffassung: Weis hat es geblickt.

Weis benutzt gern und häufig komplizierte Begriffe und Fachausdrücke, die schwer zu verstehen sind. Mir hilft das manchmal gerade nicht zu besserem Verständnis und macht es nur komplizierter.
Aber bestimmte Begriffe und Formulierungen können auch helfen, Sachverhalte deutlicher zu erkennen. Wie wenn ein Scheinwerfer auf sie gerichtet wäre. Bei „After Inclusion“ geht mir das so.

Welterbe trifft Inklusion: Die Welterbe Region Anhalt-Dessau-Wittenberg zeigt den Weg

Cover des IGEL-Podcast zum barrierefreien Tourismus
Cover des IGEL-Podcast zum barrierefreien Tourismus
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Welterbe trifft Inklusion: Die Welterbe Region Anhalt-Dessau-Wittenberg zeigt den Weg“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Folge spricht Sascha Lang mit Annika Kinnemann vom Regionalen Tourismusverbandes Welterbe-Region Anhalt-Dessau-Wittenberg und Manuela Fischer vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt über das Projekt Reisen für alle.

So kann Inklusion an Schulen gelingen

Cover des Podcast von Bob Blume mit Friedo Scharf
Cover des Podcast von Bob Blume mit Friedo Scharf
Foto: ARD

Berlin (kobinet) „Friedo Scharf: So kann Inklusion an Schulen gelingen“, so lautet der Titel des Bildungspodcast Die Schule brennt mit Bob Blume, der vor kurzem veröffentlicht wurde. „Viele Schulen und Lehrkräfte stehen vor dem Problem: Eigentlich finden sie die Idee einer inklusiven Schzule grundsätzlich sinnvoll, aber nicht leistbar – im derzeitigen Schulalltag schon gar nicht. Friedo Scharf ist Sonderpädagoge aus Berlin. Er hinterfragt nicht nur das vorherrschende Verständnis von ‚Inklusion‘, sondern er hat die App SPLINT entwickelt. Sie kann die Schulen und Lehrpersonen bei dieser Aufgabe deutlich entlasten und führt indirekt zu einer positiveren Haltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Die App ‚SPLINT‘ in der Praxis: Wie hilft sie? Was kann sie leisten?“ heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Was Weis weiß – MoW 1–3 unter der Lupe

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Worte statt Waffen
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Wohlan denn, nachdem ich MoW 4–6 in meiner ersten Analyse vorgezogen habe, wird es nun Zeit, MoW 1–3 genauer zu besprechen. Wie Weis es treffend in seiner Antwort auf
meinen ersten Artikel formulierte: Russische Literatur ist schwer verdaulich, aber sollte deshalb nicht verschmäht werden. Selbiges gilt auch für seine ersten drei MoW.

Dennis Sonne zu Inklusion und Eingliederungshilfen

Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Der Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag, Dennis Sonne, hat sich mit Videobeiträgen in die aktuelle Diskussion zur Eingliederungshilfe eingemischt. Seiner Ansicht nach könnte eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft entscheidend dazu beitragen, dass eine Reihe behinderter Menschen nicht mehr auf so viel Hilfen angewiesen sind.

40 Jahre Inklusionsbetriebe – Inklusion oder institutionalisierte Auslagerung?

Baustelleschild in gelb mit der Aufschrift
Dauerbaustelle „Inklusion“
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet)

Was auf den ersten Blick nach einem Erfolg klingt, muss uns eigentlich alarmieren: Nach 40 Jahren braucht es weiterhin Inklusionsbetriebe. Das Fehlen echter Inklusion wird verschleiert, indem diese Sonderstrukturen als Lösung gefeiert werden. Ursprünglich als Brücke zum regulären Arbeitsmarkt gedacht, haben sie sich längst zum System stabilisiert – ein System, das Teilhabe verwaltet, statt sie zu ermöglichen.

Inklusionsbetriebe werden formal dem allgemeinen Arbeitsmarkt zugerechnet und sind rechtlich anders strukturiert als Werkstätten. Sie beschäftigen zwischen 30 und 50 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung, zahlen Mindestlohn und werden durch Ausgleichsabgaben gefördert. Im Jahr 2023 waren 1 107 solcher Betriebe aktiv, sie beschäftigten 28 233 Menschen – darunter 13 641 mit Schwerbehinderung, von denen 89 Prozent als besonders beeinträchtigt gelten.

Inklusion ist kein Schulprojekt, sondern ein Menschenbild

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
ADHS und Evolution
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Warum wahre Bildung nicht am Lehrplan beginnt, sondern am Blick auf den Menschen

Ein Beitrag über Inklusion als Spiegel kollektiver Wertekultur – und den Bedarf einer ethisch fundierten Bildungsreform.

Was bedeutet es wirklich, „inkludierend“ zu leben – in einer Bildungswelt, die trennt, bewertet und normiert? Dieser Beitrag hinterfragt nicht nur Lehrpläne, sondern unser Menschenbild. Er zeigt, warum echte Inklusion nicht im Klassenzimmer beginnt, sondern in der Haltung – und warum Bildung nicht mehr disziplinieren, sondern entfalten muss. Ein Plädoyer für eine empathische, vielfältige und zukunftsfähige Bildungsreform.

Ich kritisiere Menschen, die es nicht besser wissen – und tue es trotzdem

Silhouette von Ralph Milewski im Rollstuhl gespiegelt in einem Fenster - sw Foto
Ralph Milewski
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Ich gebe zu: Manchmal hadere ich mit mir selbst.
Weil ich Menschen kritisiere, die eigentlich nur Gutes wollen.
Weil ich Strukturen hinterfrage, die seit Jahrzehnten „helfen“.
Weil ich mit Worten anstoße, die weh tun – auch jenen, die sich für „die Guten“ halten.

Und doch tue ich es.
Nicht aus Wut. Nicht aus Rechthaberei.
Sondern weil es nötig ist.

Denn was sich heute vielerorts „Inklusion“ nennt, ist in Wahrheit oft nur ein neuer Anstrich alter Verhältnisse.
Barrierefreiheit wird mit Teilhabe verwechselt.
Zugänglichkeit mit Gleichstellung.
Einladungen mit Mitbestimmung.

IGEL-Podcast: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz tritt am 28. Juni 2025 in Kraft

Cover der Episodes des IGEL-Podcast zum BFSG
Cover der Episodes des IGEL-Podcast zum BFSG
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – ab 28. Juni 2025 in Kraft“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast bei Sascha Lang ist dieses Mal Christiane Möller. Sie ist Juristin und stellvertretende Geschäftsführerin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Sie begleitet seit Jahren die Umsetzung des European Accessibility Acts in deutsches Recht. Ab dem 28. Juni 2025 tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Es verpflichtet Anbieter ausgewählter Produkte und Dienstleistungen zu digitaler und technischer Barrierefreiheit.

Die Mitte entscheidet selbst

Ralph Milewski
Ralph Milewski
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Immer wieder wird behauptet, die politische Mitte müsse auf rechten Druck reagieren, um demokratische Mehrheiten zu sichern oder „Themen nicht den Rechten zu überlassen“. Das mag in Teilen zutreffen, etwa in der Migrationspolitik. Doch wer sich Pflege-, Behinderten- und Teilhabepolitik genau ansieht, erkennt das Gegenteil: Hier gibt es keinen rechten Druck. Und trotzdem handeln die Regierenden aus eigenem Antrieb.

Andreas Braun, Lehrer und Ex-Feuerwehrmann: Hoffnungsvoller Retter im Rollstuhl

Andreas Braun steigt mit Rollstuhl aus dem Auto aus
Andreas Braun steigt mit Rollstuhl aus dem Auto aus
Foto: SWR Stefanie Meinecke

Stuttgart (kobinet) „Andreas Braun, Lehrer und Ex-Feuerwehrmann. Der hoffnungsvolle Retter im Rollstuhl. So lautet der Titel der renommierten Radiosendung SWR1 Leute, die am 4. Juni 2025 von 10:00 bis 12:00 Uhr live in SWR1 Baden-Württemberg gesendet und danach auch im Internet oder als Podcast angehört werden kann. „Bei einem Feuerwehreinsatz stürzt Andreas Braun als Retter sieben Meter in die Tiefe. Damals im Jahr 2005 ist er 24 Jahre alt und sitzt plötzlich im Rollstuhl. Der Neustettener (Kreis Tübingen) denkt nicht ans Aufgeben und möchte weiter Menschen helfen und unterstützen. Inzwischen ist er Gymnasiallehrer für Mathematik und Geschichte in Rottenburg“, heißt es in der Ankündigung der Sendung.

ADHS als evolutionäre Antwort auf kollektives Leid

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
ADHS und Evolution
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Diesen Text hat uns (kobinet) Oliver Gruber zugesandt. Über sich schreibt er uns:
„Oliver Gruber (Jg. 1983) ist ausgebildeter Industriekaufmann mit handwerklicher Vergangenheit und vielfältigen beruflichen Stationen, die ihm ein breites, lebensnahes Gesamtbild vermittelt haben. Heute schreibt er – nicht nur, weil es ihn drängt, sondern weil es ihn rettet. Seine Texte entstehen dort, wo gesellschaftlicher Druck auf individuelles Erleben trifft – und Ideen geboren werden, die anecken dürfen, ja sollen. “

Die gewählte Form und Zeichensetzung sind Teil des inhaltlichen Ausdrucks dieses Essays.
Sie spiegeln den inneren Rhythmus neurodivergenten Denkens wider und sind somit selbst Teil der Aussage.
Dieses Essay darf kopiert und weitergegeben werden. Änderungen sind nur mit Zustimmung des Autors erlaubt. Der Name des Autors muss angegeben werden.

IGEL-Monatsrückblick: Was der Mai der Behindertenbewegung wirklich gebracht hat

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Widerstand, Wandel, Würde: Was der Mai der Behindertenbewegung wirklich gebracht hat.“ So hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2025 getitelt. „Was war im Mai 2025 los in Sachen Inklusion, Teilhabe und Behindertenpolitik? In dieser Rückblick-Folge analysieren Sascha Lang – euer Inklusator – und Ottmar Miles-Paul – Redakteur der kobinet-Nachrichten – die spannendsten Entwicklungen, wichtigsten Aktionen und politischen Bewegungen rund um das Thema gelebte Inklusion. Mit dabei: viel Lob, klare Kritik, und ehrliche Emotionen“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Selbstvertretung ohne Systemkritik? Warum das taz-Interview mit Kerstin Scheinert mehr verschleiert als aufklärt

roter Hintergrund mit weißen SChriftzug
Journalismus mit Wohlfühlsiegel?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet)

Das Interview mit Kerstin Scheinert, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstatträte Schleswig-Holstein, erschien am 30. Mai 2025 in der taz – einer Zeitung, die sich oft als Stimme für die Rechte von Minderheiten und Benachteiligten versteht. Doch dieser Beitrag zeigt vor allem eines: Wie leicht sich symbolische Selbstvertretung, institutionelle Loyalität und journalistische Oberflächlichkeit gegenseitig verstärken können – und dabei das System Werkstatt stabilisieren, statt es zu hinterfragen.

Hitze – das unsichtbare Leiden

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Löningen (kobinet) Zum heutigen kalendarischen Sommeranfang am 1. Juni hat sich Diana Hömmen aus Löningen zu einem weitgehend unsichtbaren Leiden zu Wort gemeldet: Hitze. Deutschland sei für den Katastrophenfall durch mögliche große Hitzewellen nicht gerüstet. Hitze ist vor allem für „verwundbare“ oder „verletzliche“ Gruppen lebensbedrohlich, wie Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen, schreibt Diana Hömmen in ihrem Kommentar vor allem auch über ihre Erfahrungen im niedersächsischen Löningen und weist auf den Hitzeaktionstag am 4. Juni 2025 hin.

IGEL-Podcast: Warum die Sight City mehr ist als eine Messe

Cover des IGEL-Podcast zur Nachlese von der SightCity 2025
Cover des IGEL-Podcast zur Nachlese von der SightCity 2025
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Warum die Sight City mehr ist als eine Messe – ein Raum für Teilhabe, Austausch und Fortschritt“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast beim Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, ist diesem Mal Christian Stahlberg, Moderator und Produzent vom Podcast Sightviews. Er war auf der Sight City 2025, der Fachmesse, die sich speziell an blinde und sehbehinderte Menschen richtet, und hat spannende Eindrücke und Neuigkeiten mitgebracht, wie es in der Ankündigung des IGEL-Podcast heißt.

Interviews zur Mitmach-Tagung zur Behindertenrechtsbewegung

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Kassel (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) hatte für den 16. und 17. Mai 2025 zur Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ eingeladen. Zur Tagung sind nicht nur eine Reihe von engagierten behinderten Menschen gekommen, sondern auch Manuel Nagy vom Podcast MmB Community und Christian Draheim von Inklusion im Kopf. Die beiden haben mit verschiedenen Akteur*innen, die schön länger in der Behindertenbewegung aktiv sind, aber auch mit jüngeren Menschen, die noch recht neu in der Behindertenbewegung sind, Interviews geführt. Diese sind nun als Podcast und auf Instagram erschienen.

Podcast zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Christiane Möller am Telefon
Christiane Möller
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) „Damit Barrierefreiheit nicht nur ein Ziel bleibt, sondern gelebte Realität wird, tritt am 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Es verpflichtet Anbieter digitaler Produkte und Dienstleistungen – darunter Webseiten, Online-Shops, Geldautomaten und E-Books – zur Barrierefreiheit. Ziel ist es, allen Menschen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Angeboten zu ermöglichen. In der aktuellen Folge des „Präsidiumsgesprächs“ im Sichtweisen-Podcast sprechen Christiane Möller, Justiziarin und stellvertretende Geschäftsführerin des DBSV, und Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Präsidiumsmitglied des DBSV und Leiter des Deutschen Zentrums für barrierefreies Lesen (dzb lesen), über die Hintergründe und Auswirkungen des neuen Gesetzes.“ Darauf hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in seinem Newsletter dbsv-direkt hingewiesen.

Podcast: Mit Behinderung beidseits der Mauer

Cover des Podcast Mauerecho
Cover des Podcast Mauerecho
Foto: taz-Mauerecho

Erfurt / Berlin (kobinet) „Mit Behinderung beidseits der Mauer: Begehren, Barrieren, Befreiung“, so lautet der Titel des Podcast Mauerecho. Aufgezeichnet wurde ein Gespräch mit Steven Solbrig und Martin Theben auf der Fachtagung „Umgang mit Behinderung nach 1945 in Ost und West“.

Zwischen Selbstbehauptung und Selbstseparation: Warum „Krüppel gegen Rechts“ mehr Fragen aufwirft als beantwortet

Demoschild mit der Aufschrift
Zwischen Selbstbehauptung und Selbstseparation
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die Gründung der Initiative „Krüppel gegen Rechts“ mag auf den ersten Blick wie ein starkes zivilgesellschaftliches Zeichen erscheinen. Sie knüpft an historische Kontinuitäten der Krüppelbewegung der 1970er und 1980er Jahre an, bezieht sich auf Menschenrechte, Demokratie, Inklusion und positioniert sich gegen rechtspopulistische Ideologien. Doch bei näherer Betrachtung wirft sie mehr Fragen auf als sie beantwortet – insbesondere im Hinblick auf ihren gesellschaftspolitischen Ort und ihre strategische Wirksamkeit.

Warum braucht es eine eigene Initiative, die sich selbst als „Krüppel“ bezeichnet – und sich damit bewusst von der Gesellschaft abgrenzt –, um gegen Rechts zu protestieren? Warum genügen nicht Haltung, Widerspruch und Engagement als Teil dieser Gesellschaft, ohne Sonderbezeichnung, ohne symbolische Differenz?

Barrierefrei – aber bitte nicht nachts

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Kassel (kobinet) Dennis Falk aus Kassel nutzt einen Rollstuhl und hat in letzter Zeit eine Reihe negativer Erfahrungen mit dem Schaddel – einem On-Demand-Fahrdienst der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), der flexible Mobilität für alle ermöglichen soll, gemacht. Hierzu hat er einen Erfahrungsbericht geschickt, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.

Jungen Menschen mit Behinderungen eine Stimme geben

Bild von Lilith Fendt
Bild von Lilith Fendt
Foto: Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation

Kassel (kobinet) Bei der Mitmach-Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), die am 16. und 17. Mai 2025 in Kassel unter dem Motto „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ stattfand, ging es vor allem auch darum, jungen Menschen mit Behinderungen eine Stimme zu geben. Der Austausch jüngerer Menschen mit denjenigen, die schon länger in der Behindertenbewegung aktiv sind, sollte gefördert werden. Lilith Fendt von der Selbstvertretungsorganisation junger Menschen mit Behinderung (jumemb) mischte sich mit anderen jüngeren behinderten Menschen mit Workshops und Redebeiträgen engagiert ein und machte deutlich, was für sie wichtig ist. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten ihren Beitrag für die Podiumsdiskussion, die im Rahmen der Mitmach-Tagung durchgeführt wurde.

Rechte auf Barrierefreiheit konsequent einfordern und durchsetzen

Martin Ladstätter
Martin Ladstätter
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat ein Urteil bestätigt, das dem Rollstuhlfahrer Hans-Jürgen Groß und seiner Ehefrau Bianca Groß Schadenersatz zuspricht. Der Kläger hatte im Januar 2023 ein romantisches Abendessen geplant, konnte das Restaurant jedoch aufgrund fehlender Barrierefreiheit der WC-Anlagen nicht besuchen. Der Zugang zur Toilette war nur über drei Stufen möglich. Eine mobile Rampe sowie ein Haltegriff, die eine einfache Lösung dargestellt hätten, waren nicht vorhanden. Hans-Jürgen Groß erhielt 1.000 Euro Schadenersatz, seine Ehefrau 700 Euro. Da dieses Urteil in Sachen Barrierefreiheit auch in Deutschland für große Aufmerksamkeit gesorgt hat, hat kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul bei Martin Ladstätter vom österreichischen Onlinenachrichtendienst BIZEPS, der über die Entscheidung berichtet hatte, nachgehakt. Martin Ladstätter machte dabei deutlich, dass sich dieses Urteil in eine Reihe weiterer wichtiger Entscheidungen zur Barrierefreiheit in Österreich einreiht.

Selbstbestimmung braucht Durchsetzungskraft

Cover des IGEL-Podcast mit Heiner Popken
Cover des IGEL-Podcast mit Heiner Popken
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kiel (kobinet) „Selbstbestimmung braucht Durchsetzungskraft“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Folge des IGEL Podcasts spricht Sascha Lang mit Heiner Popken, der als Jurist, Peer-Counselor und Mitarbeiter beim ZSL Nord (Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland) aktiv ist. Im Fokus der Episode steht das Projekt ‚Meine Rechte durchsetzen‘, das vom ZSL Nord in Kiel initiiert wurde.

Behindertenbeauftragte des Bundes und der Länder treffen sich in Mainz

Ellen Kubica und Ottmar Miles-Paul vor Bild mit Freiheitsstatue im Rollstuhl
Ellen Kubica und Ottmar Miles-Paul vor Bild mit Freiheitsstatue im Rollstuhl
Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute, am 22. Mai 2025 beginnt in Mainz das Treffen der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder. Turnusgemäß hat dieses Mal die rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Ellen Kubica die Ehre, die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern und des Bundes in Mainz zu begrüßen. Bereits am Vortag trafen sich einigen Kolleg*innen für die Redaktion der Mainzer Erklärung, die am Ende des Treffens vorgestellt werden soll und zu einem ersten Austausch. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul besuchte im Vorfeld des Treffens der Beauftragten, in dessen Mittelpunkt das Thema Partizipation stehen soll, die rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Ellen Kubica und sprach mit ihr darüber, was bei diesem Treffen der Behindertenbeauftragten ansteht.

Junge Frauen mit Behinderung: Wegbereiterinnen und Zukunftsgestalterinnen der Behindertenrechtsbewegung

Lucienne Mindermann mit einem Plakat
Lucienne Mindermann mit einem Plakat
Foto: privat

München (kobinet) „Die Beteiligung junger Frauen mit Behinderung ist der Schlüssel zu einer starken, zukunftsfähigen und vielfältigen Behindertenrechtsbewegung. Ihre Erfahrungen, ihr Engagement und ihre Visionen sind heute wichtiger denn je.“ Dies ist das Fazit von Lucienne Mindermann, die den kobinet-nachrichten einen Beitrag zum Thema behinderte Frauen in der Behindertenbewegung zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Zuletzt wurde bei der Mitmach-Tagung zur Behindertenrechtsbewegung am 16. und 17. Mai 2025 die Power behinderter Frauen und vor allem das Engagement jüngerer behinderter Frauen deutlich.

Generationswechsel in der Behindertenrechtsbewegung – unsere Stimmen zählen!

Bild von der Mitmach-Tagung des bifos am 17. Mai 2025
Bild von der Mitmach-Tagung des bifos am 17. Mai 2025
Foto: Wiebke Schär / ISL

München / Kassel (kobinet) „Was für ein inspirierendes Wochenende! Ich durfte an der Mitmach-Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel teilnehmen – und bin voller Eindrücke, Motivation und neuer Ideen.“ Das schrieb Lucienne Mindermann, die am 16. und 17. Mai 2025 an der Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog teilgenommen hat, in ihrem Beitrag „Generationswechsel in der Behindertenrechtsbewegung – unsere Stimmen zählen!“, den diese den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Vom Zimmermann zum Zimmermädchen oder warum Ordnung wichtig ist

Cover des Buchs von Stephan Laux
Cover des Buchs von Stephan Laux
Foto: Stephan Laux

Villmar-Weyer / Kassel (kobinet) Stephan Laux wäre gerne bei der Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“, die am 16. und 17. Mai 2025 vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) in Kassel durchgeführt wurde, dabei gewesen. Da dies leider nicht möglich war, hat er einen Text über seine Erfahrungen als Heilerziehungspfleger in die Tagung eingebracht, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen. Dabei bezog er sich auf sein Buch „Bei geschlossener Schranke bitte anhalten!‘ Und ‚Die Stimme aus dem Off‘: Berufliche Biografie und Zwischenrufe eines ehemaligen Heilerziehungspflegers“.

Unsichtbar gemacht: Wenn Bürokratie Behindertenrechte verhindert

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL für Mai 2025
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL für Mai 2025
Foto: IGEL-Media

Berlin (kobinet) „‚Unsichtbar gemacht!‘ – Wenn Bürokratie Behindertenrechte verhindert: Über das Schweigen der Akten, die Wut der Betroffenen und den Mut, endlich sichtbar zu werden“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) aus der Reihe Sonntag trifft IGEL. In dieser Ausgabe spricht Sascha Lang gemeinsam mit Jennifer Sonntag darüber, wie strukturelle Hürden, bürokratische Abläufe und fehlendes Verständnis dazu führen, dass Menschen mit Behinderung durch das Raster fallen – obwohl es Gesetze gibt, die eigentlich ihre Teilhabe sichern sollen.

Von der Paralympics-Studie zur echten Inklusion – Teil 2: Wer Inklusion will, muss Trennung beenden

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die IGEL Podcastfolge zur Studie der Aktion Mensch lieferte aufschlussreiche Aussagen – aber auch eine bezeichnende Leerstelle: Die grundsätzliche Struktur der Paralympics als separiertes System wurde nicht wirklich infrage gestellt. Zwar wurde die Rede von „ungleichen Chancen“ und „fehlender Nachhaltigkeit“ geführt – doch die eigentliche Konsequenz, nämlich die Auflösung solcher Sonderstrukturen, blieb unausgesprochen.

Hilfsmittel-Richtlinie 2025: Symbolpolitik statt echter Erleichterung

Erste-Hilfe-kasten mit Kreuz drauf an einer Wand, Angelehnte Schubkarre, alter Stuhl, schwarz-weiß
Hilfsmittelversorgung bleibt eine Baustelle
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die neue Hilfsmittel-Richtlinie soll laut offizieller Darstellung die Verordnungspraxis erleichtern. Ein genauer Blick in die Regelung zeigt jedoch: Was als Fortschritt präsentiert wird, ist in Wirklichkeit eine juristische Einschränkung etablierter Praxis. Menschen mit Behinderungen profitieren davon kaum – im Gegenteil.

Die Welt ist bunt – und das ist gut so!

Bild von der Mitmach-Tagung des bifos am 17. Mai 2025
Bild von der Mitmach-Tagung des bifos am 17. Mai 2025
Foto: Wiebke Schär / ISL

Kassel / Braunschweig (kobinet) Christian Draheim engagiert sich für Inklusion und berichtet vor allem gerne über gelungene Beispiele bzw. packt auch kritische Themen an. Zuletzt hat er am 5. Mai 2025 eine Fernsehsendung zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen zum Thema inklusive Arbeit für den Fernsehsender h1 in Hannover moderiert. Am 17. Mai 2025 hat Christian Draheim an der Mitmach-Tagung „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“ des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) in Kassel teilgenommen. Wie aus seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten über die aktuelle Entwicklung und vor allem über seine Eindrücke während der Veranstaltung hervorgeht, hat diese ihm und vielen anderen behinderten Menschen neuen Schwung gegeben.