Menu Close

Willis Blick: Was ist „rechts“ und was hat „links“ damit zu tun?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
schaut politisch nach rechts und links und sieht, es besteht Klärungsbedarf
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Seltsame Frage? Nicht unbedingt, seitdem nach einem Artikel des ZEIT-Feuilletonisten Jens Jessen von Ende August in den politischen Feuilletons genau diese Frage hitzig diskutiert wird. Tenor des Artikels: Schuld am Aufstieg von Rechtsaußen sei die Linke selbst. Wokeness, Diversity und Gendergerechtigkeit seien das größte Geschenk, das die Linke der Rechten machen konnte. Die Co-Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, hat noch in derselben ZEIT-Ausgabe den Vorwurf Jessens zurückgewiesen. Zurzeit schaukelten sich wieder einmal rechte und linke Ränder gegenseitig hoch. Auch darüber, was es mit der politischen Mitte auf sich hat, wird in diesem Zusammenhang gestritten.

Sonntag trifft IGEL: Mobbing stoppen – Kinder wie Erwachsene brauchen Schutz

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Thema Mobbing
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Thema Mobbing
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Mobbing stoppen – Kinder wie Erwachsene brauchen Schutz“, so lautet der Titel des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) aus der Reihe Sonntag trifft IGEL. Nach der Sommerpause sprechen Sascha Lang und Jennifer Sonntag offen über Mobbing – besonders bei Kindern. Ein Tag nach dem Weltkindertag fragen sie: Wie gelingt frühe Inklusion wirklich? Im Fokus stehen Grund- und weiterführende Schulen – Mobbing durch Mitschülerinnen und Mitschüler, aber auch durch Strukturen und teilweise Lehrkräfte, wie es unter anderem in der Ankündigung heißt.

Politische Panzermänner und Panzerfrauen, wohin man sieht (II)

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
nimmt die Rückkehr der soldatischen Männlichkeit ins Visier.

Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Und gleichzeitig fühlen sich zunehmend mehr Behinderte und andere besonders Vulnerable, Kinder und Alte schutzlos und verwundbar. Einem medialen Kriegsgetöse sondergleichen preisgegeben, dürften die meisten von ihnen keine Antwort haben auf die Frage: Was tun? Wie verhalten und wohin mit uns, insbesondere dann, „wenn der Krieg zu uns kommt“, wie die politischen Panzermänner und Panzerfrauen dies als immer wahrscheinlicher beschwören? Werden Blinde mit ihren Stöcken, Gehbehinderte in ihren Rollstühlen draußen zu sehen sein, hastig unterwegs zu einem barrierefreien Schutzraum oder verzweifelt auf der Suche danach? Die Kampfdrohnen und Raketen bereits im Anflug.

Laura Maria Strehl: Frankfurt im Herzen – Visionen für eine inklusive Gesellschaft

Cover des IGEL-Podcast mit Laura-Maria Strehl aus Frankfurt
Cover des IGEL-Podcast mit Laura-Maria Strehl aus Frankfurt
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „Frankfurt im Herzen – Visionen für eine inklusive Gesellschaft“, so lautet der Titel des aktuellen Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast beim Inklusator Sascha Lang ist diesmal die 22-jährige Laura Maria Strehl. Sie brennt nicht nur für Inklusion, sondern auch für Frankfurt, wo sie sich in verschiedenen Bereichen engagiert. „Sie baut Communities, räumt Barrieren aus dem Weg und zeigt: Begegnung wirkt“, wie es in der Ankündigung der aktuellen Episode des IGEL-Podcasts heißt.

Politische Panzermänner und Panzerfrauen, wohin man sieht

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
nimmt die Rückkehr der soldatischen Männlichkeit ins Visier.

Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Ich zitiere Klaus Theweleit: „Die politischen Reden geschehen mit großer Selbstverständlichkeit im Irrealen.“ Das soll heißen: Real ist das blutige Gemetzel des Krieges, die zerfetzten Körper und so weiter.

Berlin: Wo selbstbestimmte Assistenz gezielt torpediert wird

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Wer Selbstbestimmung nicht will, findet Wege, diese zu verhindern – auch wenn das mehr kostet.“ Dieses Motto trifft auf die derzeitige Situation in Berlin in Sachen Finanzierung der Persönlichen Assistenz für behinderte Menschen zu, wie aus einem Bericht des Tagesspiegels hervorgeht. Während der Personalmangel in der Behindertenhilfe beklagt wird, werden in Berlin diejenigen bestraft, die selbst Verantwortung übernehmen, Personal suchen und dieses selbst bei sich anstellen, um selbstbestimmter mit Persönlicher Assistenz leben zu können. Ihre Beschäftigten bekommen dabei wesentlich weniger Geld, als wenn die Assistentinnen und Assistenten bei ambulanten Diensten beschäftigt sind und dort die gleiche Tätigkeit ausüben. Und billiger ist es allemal, weil diejenigen, die ihre Assistenz selbst organisieren, keine Miet- und Regiekosten für die Organisation der Assistenz haben. Dass dies der Berliner Verwaltung ein Dorn im Auge ist und so die Selbstbestimmung behinderter Menschen massiv beeinträchtigt wird, darüber schüttelt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul den Kopf, wie in seinem Kommentar zu lesen ist.

Das WIRZ haus: Ich lebe meinen Traum statt vom Leben zu träumen

Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung über das WIRZhaus
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung über das WIRZhaus
Foto: IGEL-Media

Berlin (kobinet) „Das WIRZ haus: Ich lebe meinen Traum, statt vom Leben zu träumen“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile zehnten Ausgabe zur Persönlichen Zukunftsplanung besuchte Ellen Keune Angélique Wirz, die Inhaberin des „WIRZ hauses“ in Degersheim (Ostschweiz). Diese erzählt von ihrer beruflichen Reise, die von verschiedenen Jobs bis hin zur Eröffnung ihrer eigenen Kneipe führte. Jetzt lebt sie ihren Traum, der mithilfe eines Traumzirkels Wirklichkeit wurde. Die Folge gibt Einblicke in das „WIRZ haus“, dessen Konzept und die besondere Atmosphäre, wie es in der Ankündigung des Podcasts heißt.

70 Menschen, 16 Workshops, 1 Botschaft: Aktiv werden! IGEL-Podcast zur Mitmachtagung in Kassel

Cover des IGEL-Podcast zur Mitmachtung in Kassel
Cover des IGEL-Podcast zur Mitmachtung in Kassel
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin / Schorndorf (kobinet) 70 Menschen, 16 Workshops, 1 Botschaft: Aktiv werden! – die Mitmachtagung in Kassel sorgt für laute Stimmen für Inklusion“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcasts „Inklusion Ganz Einfach Leben“ (IGEL). Zu Gast beim Macher des IGEL-Podcasts Sascha Lang sind diesmal Ellen Keune, Moderatorin des IGEL-Podcasts „Lust auf Zukunftsplanung“ und Aktivistin für Selbstbestimmung, sowie Juliane Harms vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) als Organisatorin der Mitmachtagung, die im Bereich Empowerment und Selbstvertretung arbeitet.

Hans-Willis Nachricht der Woche

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Unschwer zu erraten ist es natürlich die Umbenennung des US-Verteidigungsministeriums, des Pentagon, in Kriegsministerium. Eine seit Langem überfällige Korrektur. Eine Richtigstellung, die auch dem hiesigen Kriegsminister gut anstünde. Ein deutsches Kriegsministerium reimte sich gleich viel besser auf die geforderte Kriegstüchtigkeit. Warum mit der Wahrheit noch länger hinterm Berg halten?

#TeilhabeIstKeinLuxus – aber unglaubwürdig aus dem Mund der Lebenshilfe

Weiße Eingangstür, rechts Klingelschild „Lebenshilfe“, über der Tür grobes Holzbrett mit Nägeln, darauf die Aufschrift #TeilhabeIstKeinLuxus.
Lebenshilfe vs. Teilhabe
Foto: Ralph Milewski / KI generiert

Fladungen (kobinet) „#TeilhabeIstKeinLuxus“ – unter diesem Hashtag haben auch die Lebenshilfe und ihre Selbstvertretung ihre Forderung gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe platziert. Die Forderung nach ihrem Erhalt ist legitim und notwendig. Widersprüchlich wird es dort, wo die Lebenshilfe sich diesen Hashtag aneignet. Denn sie steht mit ihren Sonderwelten seit Jahrzehnten für das Gegenteil von echter Teilhabe.

In den Werkstätten der Lebenshilfe arbeiten Hunderttausende Menschen mit Behinderungen zu einem Lohn, der oft nicht mehr als ein Taschengeld ist. Für die meisten bleibt der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt eine Illusion. Was als Förderung verkauft wird, ist in Wahrheit ein geschlossenes System, das Menschen vom regulären Arbeitsleben fernhält.

Woher wohl barrierefreier Wohnraum kommen wird ?

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) In der kommenden Woche, am 14. September 2025, finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dann werden die Volksvertretungen auf der Ebene der Gemeinden, Städte und Kreise im ganzen Bundesland neu gewählt. Wir stehen also vor einer politisch spannenden Woche, und im Ergebnis der Wahlen werden gewiss die Weichen wieder neu gestellt. Was sich verändern wird, ist schwer vorauszusagen. Nur wenige Ergebnisse lassen sich erahnen – zum Beispiel ist wohl die Vermutung berechtigt, dass kaum mehr barrierefreier Wohnraum entstehen wird.

Podcast Bildung, bitte: Inklusion in Deutschland zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) „Deutschland tut nicht genug, um seine menschenrechtlichen Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention zu erfüllen. Behinderte Menschen haben das Recht auf ein inklusives Bildungssystem, doch stattdessen gibt es in Deutschland ein hochentwickeltes System von Sonderstrukturen. Diese fördern jedoch nur die soziale Segregation. Fast 73 Prozent aller Schülerinnen und Schüler einer Förderschule verlassen die Einrichtung ohne Abschluss und die Kinder verlieren oft den gesellschaftlichen Anschluss“, so heißt es in der Ankündigung des Podcasts „Bildung, bitte!“. Moderator Andreas Bursche spricht mit Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen und der 17-jährigen Schülerin und Mitorganisatorin der „Bildungswende, JETZT! Bremen“ Janne Schmidmann über Inklusion und Barrierefreiheit – und warum das weit mehr bedeutet als ein paar Rampen oder Aufzüge, wie es in der Ankündigung heißt.

Was Österreich nach Hamburgs historischem Schritt tun sollte

Lukas Huber
Lukas Huber
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) Über Generationen wurde der Gebrauch der Gebärdensprache im Unterricht systematisch unterbunden und durch den sogenannten „Oralismus“ ersetzt. Am 16. Juli 2025 hat die Hamburgische Bürgerschaft – getragen von SPD, CDU, Grünen und der Linken – eine formelle Entschuldigung für das jahrzehntelange Unrecht gegenüber gehörlosen Menschen beschlossen und zugleich Aufarbeitung, Unterstützungsleistungen sowie die Initiative für einen bundesweiten Entschädigungsfonds angekündigt. Dieser parteiübergreifende Beschluss setzt Maßstäbe im deutschsprachigen Raum. Darüber und was Österreich nach diesem historischen Schritt tun sollte, berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS mithilfe eines Kommentars von Lukas Huber, dem Generalsekretär des Österreichischen Gehörlosenbundes und Leiter des Gehörlosenverbandes Niederösterreich.

„Ich muss mal raus!“

Angelika Eckly sitzt auf ihrem Rollator vor der Porta Nigra in Trier https://www.youtube.com/watch?v=wAKSHGbZXes
Angelika Eckly sitzt auf ihrem Rollator vor der Porta Nigra in Trier
https://www.youtube.com/watch?v=wAKSHGbZXes
Foto: Peter Kunz

Villmar – Weyer (kobinet) Der Aktivist und Fotograf Peter Kunz redet nicht gerne über Inklusion. Er macht einfach. So hat er auch einfach Frau Ecklys Ausflug nach Trier beobachtet. Nicht kommentiert, nicht gewertet, nicht pädagogisch begleitet. Und keinen Imagefilm für eine Sondereinrichtung gedreht.

Inklusion – der Weg der Würde: Eine sozialphilosophische Betrachtung

Inklusion und Würde
Inkludierte Würde
Foto: Oliver Gruber

Berlin (kobinet) Dieses Essay lädt ein, Inklusion als innere Bewegung zu erfahren – nicht als Pflicht oder Regel, sondern als Resonanz aus dem Herzen. Es öffnet den Blick auf die unsichtbare Kraft des Mitgefühls, die aus dem Inneren heraus Begegnungen verwandelt, verbindet und Gesellschaft formt. Jeder Schritt in Richtung Würde wird damit zugleich ein Schritt in Richtung Menschlichkeit.

IGEL-Monatsrückblick: Kürzen oder Teilhaben? Zwischen Merz, Märchen und Menschenrechten

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Kürzen oder Teilhaben? – Zwischen Merz, Märchen und Menschenrechten“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2025 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im August 2025 bestimmt haben. Unter anderem geht es um die ungleiche Behandlung beim Blindengeld und dem Einzug der Rundfunk- und Fernsehgebühren, um die 30jährige Präsenz des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS im Internet und um wachsende Probleme bei humanitären Hilfen.

Der drohende Verlust: Wer hat Angst vor den Disability Studies?

Cover des IGEL-Podcast zu Disability Studies
Cover des IGEL-Podcast zu Disability Studies
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Hamburg / Köln (kobinet) „Der drohende Verlust – Wer hat Angst vor den Disability Studies?“ So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In Deutschland stehen zentrale Strukturen der Disability Studies unter massivem Druck. Im Gespräch mit Dr. Sarah Karim von der Universität Köln und Prof. Dr. Siegfried Saerberg aus Hamburg greift der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, die aktuelle Diskussion über drohende Kürzungen bei den Disability Studies in Hamburg und Köln in dieser Ausgabe des IGEL-Podcast auf.

Podcast mit Tina Deeken: Weltrekorde, Eisschwimmen und Inklusion

Cover zum impact ix. Podcast mit Tina Deeken
Cover zum impact ix. Podcast mit Tina Deeken
Foto: impact ix.

Hannover (kobinet) „Im Rahmen des Podcasts impact ix. von innolethix sprachen Meik und Basti mit einer außergewöhnlichen Frau: Tina Deeken, Lehrerin, Para-Sportlerin und mehrfache Weltmeisterin im Para-Eisschwimmen. Das Gespräch beleuchtet nicht nur sportliche Spitzenleistungen, sondern auch die Realität des Parasports, die Herausforderungen der Inklusion und den gesellschaftlichen Impact von Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.“ So heißt es in der Ankündigung der 13. Episode des Podcast impact ix. mit dem Titel „Weltrekorde, Eisschwimmen und Inklusion mit Para-Sportlerin Tina Deeken“.

Eindruck, dass Inklusion seitens der Politik nicht gewollt ist

Uwe Heineker
Uwe Heineker
Foto: privat

Kassel (kobinet) Uwe Heineker engagiert sich schon seit über einem halben Jahrhundert in der Behindertenpolitik. Er kann sich mittlerweile des Eindrucks nicht mehr verwehren, dass Inklusion seitens der Politik – entgegen ihrer Inklusionsrhetorik – in Wirklichkeit nicht gewollt ist. Dies ist eine seiner Aussagen im Interview, das kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit ihm vor allem im Hinblick auf nicht erfolgende und seit langem geforderte Reformen im Werkstätten-System geführt hat.

Hans-Willis philosophische Top-Meldung der Woche

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
macht auf einen verstorbenen Philosophenkollegen aufmerksam
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Vor 125 Jahren, am 25. August 1900, starb der Philosoph Friedrich Nietzsche. Sein Lebtag litt er an schwachem Augenlicht und war überdies chronisch krank. Also einer von uns, ein Behinderter. Ohne Schwerbehindertenausweis, einen solchen Wisch hätte er wahrscheinlich von sich gewiesen. Er verstand sich als Inbegriff des Menschen, „ecce homo“! Wie Ralph Milewski wollte er nicht als Behinderter, sondern als Mensch wahrgenommen und geachtet werden. Obgleich er auf gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe an der bürgerlichen Spießerelite gepfiffen hat. Ebenso wie Hans-Willi Weis, da sind wir zwei Philosophen uns einig. Gemeinsam ist uns beiden auch die Lust am Denken. Eine Passion, die heute bei vielen Menschen nicht sonderlich gut ankommt, vielmehr eine allergische Reaktion hervorruft, einen Gaslighting-Reflex. – Wer bei sich diese lästige Antihaltung abbauen möchte, ein erster Schritt erlaubt der SWR-Wissenspodcast.

Hunger auf Bildungsdaten in einem unverändert selektiven Schulsystem

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Der Paradigmenwechsel zu einer datengestützten Lern-, Unterrichts- und Schulentwicklung vollzieht sich geräuschlos und präsentiert sich beispielsweise im Rahmen des Startchancenprogramms mit großen bildungspolitischen Versprechungen, während die Lernenden in den Schulen mit immer mehr diagnostischen Tests überzogen und an normierten Leistungsvorgaben in einem unverändert selektiven Schulsystem gemessen werden. Die bildungspolitische und wissenschaflich gestützte Zielperspektive eines Bildungsverlaufsregisters mit Schüler-ID sollte nicht so einfach ohne Diskussion über Sinn und Zweck hingenommen werden.“ Dies schreibt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann zu einem von ihr auf der Plattform Bildungsklick veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Hunger auf Bildungsdaten“.

Nachgehakt II: BR-Radltour 2025 – „Positives Feedback“ ersetzt keine Informationspflicht

Ein Mann in einen Anzug und Zylinder aus dem Letzte Jahrhundert stzeht bei seinem Hoch-Rad. Schwarz Weiß Foto
35 Jahre BR-Radltour – und immer noch mit Denkweisen von vorgestern!
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Am 9. April 2025 veröffentlichte ich auf kobinet einen Beitrag über die fehlenden Standards zur Barrierefreiheit bei der BR-Radltour, einer der größten und traditionsreichsten Veranstaltungen des Bayerischen Rundfunks. In seiner Antwort erklärte der BR damals, man befinde sich noch in der Planungsphase und arbeite daran, Informationen zur Barrierefreiheit schnellstmöglich bereitzustellen. Heute, Ende August 2025, steht fest: Diese Zusage wurde nicht eingelöst. Bis zum Start der Radltour am 3. August gab es keinerlei veröffentlichte Informationen auf den Seiten des BR oder der Etappenorte.

Auszeit statt Ausbrennen – Raum für Erholung und Zusammenhalt

Cover des IGEL-Podcast zur Familienauszeit
Cover des IGEL-Podcast zur Familienauszeit
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Meitingen (kobinet) „Auszeit statt Ausbrennen – Raum für Erholung und Zusammenhalt“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Episode des IGEL-Podcasts spricht Sascha Lang mit Heike Rabas, Gründerin von Familienauszeit Meitingen e.V. Heike erzählt von ihrer persönlichen Geschichte als Mutter von vier Kindern, darunter einem Sohn mit einer seltenen genetischen Erkrankung und von ihrer Idee für eine Auszeit mit Erholung und Zusammenhalt, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.

Zwei Jahre Zündeln an den Strukturen: Was hat sich im Werkstättensystem verändert?

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Kassel (kobinet) Vor zwei Jahren, Ende August 2023, hat Ottmar Miles-Paul seinen ersten Roman mit dem Titel „Zündeln an den Strukturen“ veröffentlicht. Mit der fiktiven Geschichte der Brandstiftung von Helen Weber und ihren Freunden am Werkstattgebäude öffnet er mit dem Werk den Blick dafür, welche Entwicklungen es für einen inklusiveren Arbeitsmarkt geben könnte, wenn es keine Werkstatt in der Stadt mehr gäbe. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit dem Romanautor über sein Werk, aber vor allem darüber, was sich in den zwei Jahren seit dessen Veröffentlichung in Sachen Reform des Werkstättensystems und für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt getan hat.

Krüppel bleib bei deinen Leisten!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Lädt zum Wiederlesen erstklassiker Texte ein, die kobinet barrierefrei dem intelligenten Teil seiner Leserschaft bereitstellt.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Schuster bleib bei deinen Leisten! So lautet das Original. Von einem Bekannten, soeben zum Vorsitzenden des lokalen Behindertenbeirats gewählt, erfahre ich, Tenor in der Lokalpolitik ist es, die Behinderten möchten sich doch bitte auf ihre Angelegenheiten beschränken, Beispiel Bordsteinabsenkung. Und wem das nicht reicht, wer in diesem Sinne behindertenpolitisch nicht spurt, werde mit Angst vor den Russen eingeschüchtert. – Nun bin ich ein Behinderter, der sich so leicht nicht einschüchtern lässt. Ich spreche und schreibe auch über den behindertenpolitischen Tellerrand hinaus über das, was ich politisch und gesellschaftlich um mich her beobachte. Und das ist in der Tat beunruhigend. Was allerdings ein Grund mehr ist, davon nicht zu schweigen!

Vom Tiefpunkt zum Neuanfang: Podcast zu Robins Weg zurück in die Schule

Cover des Podcast Die Macht der Schule
Cover des Podcast Die Macht der Schule
Foto: Podcast Die Macht der Schule

Kassel (kobinet) Im Podcast „Die Macht der Schule“ wurde am 22. August 2025 eine Folge mit dem Titel „Vom Tiefgang zum Neuanfang: Robins Weg zurück in die Schule“ veröffentlicht. „Robin, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt wurde, erzählt, wie er den Weg zurück in die Schule gefunden hat – und was Inklusion im Alltag tatsächlich bedeutet. ‚Ich wollte, dass die anderen mich sehen – nicht nur den Rollstuhl‘, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast von Rosetta Scianna, ehemalige Schulleiterin und Macherin des Podcast „Die Macht der Schule“.

Able-was? – und ewig lockt der Fettnapf – Ableis-mus(s) nicht sein

Schwarz-Weiß-Porträt von Ralph Milewski mit dramatischer Beleuchtung von unten, die markante Schatten und starke Kontraste hervorhebt und dem Bild eine intensive, ausdrucksstarke Wirkung verleiht
Ableismus – da vergeht einem das Lachen!
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Able-was? fragt das niedersächsische Sozialministerium. Die Antwort liefert es gleich selbst – beim Anmeldeformular.

Am 24. September lädt das niedersächsische Sozialministerium unter dem Titel „Able-was? Behinderung und Ableismus“ ins Alte Rathaus Hannover ein. Auf dem Programm stehen Grußworte, ein Vortrag, ein Poetry Slam und eine Podiumsdiskussion. Ziel ist es, den Begriff Ableismus bekannter zu machen und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen.

Der ICD-11 – Ein kleiner Schritt, aber ein wichtiges Signal zur besseren Teilhabe bei ADHS und Autismus-Spektrum (ASS)

ADHS und ASS atmen gemeinsam
ADHS und ASS atmen gemeinsam
Foto: Oliver Gruber / KI generiert

Berlin (kobinet) Ein Spalt im Mauerwerk öffnet sich – das Fenster zur Teilhabe weitet sich. ADHS und Autismus atmen nun gemeinsam, ein kleiner Bruch im alten Raster, ein leiser Aufbruch zu mehr Menschlichkeit.

Die uralte Blutspur der Herrschenden

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Dem roten Teppich auf der Spur und was ein Blinder erzählt.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Was hat es eigentlich mit dem roten Teppich auf sich, über den hohe Herrschaften so gerne schreiten wie dieser Tage in Alaska? Um an den Ursprung des roten Teppichs zu gelangen, muss man zu den mythischen Anfängen der Herrschaftsgeschichte zurückgehen. Von dort berichtet uns ein Behinderter, der blinde Erzähler Homer unter anderem folgendes.

Diskriminierende Sprache ist nicht gleich Ableismus – Warum das neue Aktion-Mensch-Tool ABLE am Kern vorbeigeht

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Jüngst hat Aktion Mensch die KI-Anwendung ABLE vorgestellt. Das Tool soll Chatbots auf ableistische Sprache überprüfen und damit digitale Kommunikation inklusiver machen. Der Ansatz klingt vielversprechend, enthält jedoch einen gravierenden Kategorienfehler. Es wird so getan, als sei die Analyse diskriminierender Sprache gleichbedeutend mit dem Erkennen von Ableismus. Genau das ist falsch und führt zu einem verzerrten Bild.

Diskriminierende Sprache beschreibt Formulierungen, die herabsetzen, ausschließen oder stereotype Zuschreibungen enthalten. Solche Marker sind technisch vergleichsweise leicht erkennbar. Ableismus dagegen ist ein strukturelles Machtverhältnis. Er wirkt auch dann, wenn Sprache äußerlich neutral erscheint.

Inklusive Kunstausstellung? Zwischen Empfehlung und Zuschreibung – Der Kritiker erscheint als „Störer“

Ein Ölgemälde zeigt eine Leinwand auf einer Staffelei. Darauf ein Kreis aus bunten Farbklecksen, die nach unten verlaufen, darunter das Wort „INKLUSION“. Davor liegen Farbpalette und Pinsel.
Inklusion in der Kunst
Foto: Ralph Milewski / KI generiert

Fladungen (kobinet) Bereits einige Wochen vor der aktuellen Situation hatte ich Kontakt mit der Vorsitzenden eines regionalen Kunstvereins aufgenommen. Anlass war eine Ausschreibung, die als „inklusive Kunstausstellung“ angekündigt wurde. Im Einladungstext wurden ausdrücklich Kunstschaffende mit Migrationshintergrund oder Behinderung hervorgehoben. Ich habe daraufhin nachgefragt, welche Überlegungen hinter dieser Verknüpfung stehen. Warum werden so unterschiedliche Gruppen zusammengeführt, als ob sie strukturell zusammengehörten? Und was genau versteht man unter einer „inklusiven Kunstausstellung“?

Ich fragte zudem nach ganz praktischen Bedingungen einer möglichen Mitgliedschaft. Gibt es barrierefreie Toiletten? Wie ist der Zugang zum Gebäude gestaltet? Und wie können Menschen mit körperlichen Einschränkungen die vorgesehenen Arbeitsstunden im Verein leisten? Eine schriftliche Antwort blieb jedoch aus – stattdessen kam nur der ausweichende Hinweis, man könne das telefonisch besprechen.

Barrierefreiheit ist unsere Utopie – Interview zu Kürzungen bei Disability Studies

Sharepic: Disability Studies stärken!
Sharepic: Disability Studies stärken!
Foto: campact

Hamburg (kobinet) Siegfried Saerberg ist Professor für Disability Studies an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Die Hochschule ist in Trägerschaft der Stiftung „Das Rauhe Haus“ in Hamburg. Derzeit ist die Disziplin in Deutschland von Kürzungen und Schließungen bedroht. So heißt es zu dem Wissenschaftler, der vor kurzem ein Interview im nd Journalismus von links zu den geplanten Kürzungen bei den Disability Studies in Hamburg und Köln gegeben hat. „Barrierefreiheit ist unsere Utopie: Die Disability Studies in Hamburg und NRW stehen – auch wegen ihrer Gesellschaftskritik – vor dem Aus“ lautet der Titel des Beitrags mit dem Interview.

Heute planen, morgen profitieren: Schwellenfreiheit fürs ganze Leben

Cover des IGEL-Podcast zu schwellenlosem Planen
Cover des IGEL-Podcast zu schwellenlosem Planen
Foto: IGEL-Media

Altenkirchen (kobinet) „Heute planen, morgen profitieren: Schwellenfreiheit fürs ganze Leben“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In dieser Episode sprechen wir über ein Thema, das auf den ersten Blick klein wirkt, aber im Alltag große Wirkung hat: barrierefreie Türschwellen“, heißt es in der Ankündigung.

Wer eine Reise tut, kann viele Barrieren erleben

Screenshot der Bahninfo
Screenshot der Bahninfo
Foto: omp

Berlin / Kassel (kobinet) „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“ So schrieb es einst Matthias Claudius, der in der Zeit von 1740 bis 1815 lebte. Über zwei Jahrhunderte später wandelt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul dieses Sprichwort dahingehend etwas um. „Wer eine Reise tut, kann viele Barrieren erleben.“, So seine Eindrücke, als er heute am 17. August 2025, mit dem ICE von Berlin nach Kassel fuhr und sich mit den entsprechenden Informationen der Bahn zu dieser Zugfahrt beschäftigte. Stoff für einen kurzen kobinet-Kommentar.

Ignoranz in Konstanz: Bodenlose Respektlosigkeit gegenüber Blinden am Bodensee

Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Foto: privat

Marburg / Konstanz (kobinet) „Im Urlaub sollte man sich eigentlich entspannen. Doch diesen Sommer ist uns das am Bodensee nicht immer gelungen. Schon bei der Anreise gab es Probleme: Unser direkter ICE von Marburg nach Karlsruhe fiel aus. Also mussten wir in Frankfurt umsteigen, wo wir in einem vollbesetzten Ersatzzug Sitzplätze zugewiesen bekamen. Zweimal mussten wir diese Plätze jedoch räumen, weil die Inhaber der jeweiligen Reservierung die Plätze beanspruchten“, schreibt der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke u.a. in einem Bericht von seinem Urlaub in Konstanz mit dem Titel Ignoranz in Konstanz: „Bodenlose Respektlosigkeit gegenüber Blinden am Bodensee“, den er den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Wie es mit – Reisen für Alle – weitergeht

Bild zeigt die acht Piktogramme des Informations- und Zertifizierungssystems
Piktogramme „Reisen für Alle“
Foto: BTG / screenshot

MÜNCHEN (kobinet) Mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministerium wurde das Kennzeichnungs- und Informationssystem „Reisen für Alle“ vom Deutschen Seminar für Fremdenverkehr (DSFT) und der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo) – „Tourismus für Alle Deutschland“  seit dem Jahr 2011 entwickelt. Die Bundesregierung zeigte in den folgenden Jahren immer weniger Bereitschaft, dieses Projekt, trotz immer umfangreicherer Beratungsleistung der Beteiligten durch finanzielle Förderung abzusichern. Das war ein wesentlicher Grund für die Insolvenz der NatKo im Juni 2019. Obwohl das System „Reisen für Alle“ durch das DSFT überbrückungsweise weitergeführt wurde musste somit eine andere tragfähige Lösung gefunden werden.  Am 22. Dezember 2023 hatte dann die Bayern Tourist GmbH (BTG) den Zuschlag im Vergabeverfahren als bundesweite Prüf- und Koordinierungsstelle „Reisen für Alle“ im Rahmen eines Konzessionsvertrages erhalten. Ausgehend von der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Absicht der neuen Bundesregierung, eine neue nationale Tourismusstrategie zu erarbeiten, war das für die „kobinet-Redaktion“ Grund genug, einmal nachzufragen, wie es denn nun mit dem System „Reisen für Alle“ weitergehen wird.

Am 11. September 2025 wird der Deutsche Radiopreis verliehen

Mikrophon und Kopfhörer
Mikrophon und Kopfhörer
Foto: Pexels In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Am 11. September 2025 wird der Deutsche Radiopreis verliehen. In der Kategorie „Bestes Interview“ wurde der Beitrag „Schwerbehindert und superfit, doch der Job fehlt – Eine Stunde reden mit Martin Hassenpflug“ nominiert. Darauf hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. „Martin Hassenpflug kann viel – aber was er will, wird ihm nicht zugetraut. Weil sich bei der Geburt die Nabelschnur um seinen Hals wickelte, ist er spastisch gelähmt und Tag und Nacht auf Hilfe angewiesen. Oder, wie es der 47-Jährige selbst formuliert: “Ich hab‘ den ersten Bungee-Sprung meines Lebens verkackt“ heißt es u.a. in der Ankündigung des Interviews.

Katrin Langensiepen im Podcast zum Ausstieg aus dem System Werkstatt

Titelbild des Podcast #berlinklusiv
Titelbild des Podcast #berlinklusiv
Foto: USE

Berlin / Hannover (kobinet) „Ausstieg aus dem System Werkstatt? – In der Diskussion mit der Grünen EU-Abgeordneten Katrin Langensiepen“, so lautet der Titel der 9. Ausgabe des Werkstatt-Podcast #berlinklusiv. Mit dabei ist auch Michelle Houschka vom USE Werkstattrat. Sie vertritt die Anliegen der Werkstatt-Beschäftigten. „Katrin Langensiepen ist nicht nur Politikerin, sondern auch die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im Europa-Parlament. Sie kämpft gegen strukturelle Behinderten-Feindlichkeit. Und prangert die Arbeitsbedingungen in Werkstätten an. Wir haben die Grünen-Politikerin in unseren Podcast eingeladen und die Frage gestellt: Wie kann die Zukunft der Werkstatt-Leistung aussehen, Frau Langensiepen? Denn es gibt eines, was Katrin Langensiepen und uns eint: Wir sind nicht zufrieden mit dem aktuellen System“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

„After Inclusion“  bleibt Inklusion im Kommen

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
schleißt mit philosohischer Miene nichts aus, nicht einmal ein Auftauchen aus dem Sommerloch.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Was soll das denn heißen? So reden bzw. schreiben Philosophen, erwartungsgemäß zunächst unverständlich. Dem kann Abhilfe geschaffen werden, gemäß dem Verursacherprinzip seitens der Philosophierenden selber. Unter denen es auch behinderte, beispielsweise blinde Philosophen gibt (vgl. „Willis Blick“ von letzter Woche). Daher beschäftigt sich die vorliegende philosophische Ausführung mit dem behindertenspezifischen Verständnis von Inklusion.

The Good News: Reportagereihe von Stephan Laux. Heute EUTB® (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) Limburg-Weilburg.

Roter Bus
Stephan Laux in seinem „Reportage Bus“
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (kobinet) Für diesen Teil meiner Reportagereihe brauchte es keine weite Anreise. In Limburg, der Kreisstadt meiner Region, wurde am 05. Mai dieses Jahres eine EUTB eröffnet. War die Eröffnungsfeier noch von Grußworten und allgemeinen Informationen geprägt, bot sich mir im Juli die Gelegenheit, ausführlich mit Eva Hartenstein und Manuel Plaum ins Gespräch zu kommen.