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Mit Erzählen, Storytelling, den Kriegsdämon bezähmen

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
richtet sich skeptisch, doch nicht ohne Sympathie auf Alexander kluges Idee, Kriege durch ein erzählerisches K.O. zu beenden
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Willis Blick nimmt einen skeptischen Ausdruck an. Klar, nichts sollte unversucht bleiben, der Menschheitsgeisel Krieg den Stecker zu ziehen.

Ableismus bei Aktion Mensch – Wenn Aufklärung zur Entschärfung wird

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Wenn eine der einflussreichsten Institutionen im deutschen Behindertendiskurs einen Beitrag zum Thema Ableismus veröffentlicht, könnte man hoffen, dass endlich Klartext gesprochen wird. Dass jemand die Dinge beim Namen nennt. Strukturelle Ausgrenzung, institutionelle Diskriminierung, systemische Normierung. Doch der Artikel „Was ist Ableismus“ auf der Website von Aktion Mensch verfehlt dieses Ziel in nahezu jeder Hinsicht. Nicht aus böser Absicht, sondern durch eine konsequente Verschiebung der Ebenen. Von der strukturellen zur persönlichen. Vom Politischen zum Pädagogischen. Vom Machtverhältnis zur Misskommunikation.

Frösche im kochenden KI-Topf

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Diesmal auf KI und ihrem Beitrag zum Klimakollaps.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wir alle kennen die Geschichte vom arglos anpasserischen Frosch im allmählich wärmer und wärmer werdenden Wassertopf. Merken aber nicht, dass wir uns selber wie ahnungslose Frösche verhalten, die begeistert im angenehm warmen KI-Wassertopf planschen und nicht mitbekommen, wie das Wasser langsam aber sicher, todsicher, auf Siedetemperatur steigt. Ehrliche und wirklich authentische KI-AnbeterInnen dagegen erkennt man an der kultischen Anrufung, dem AI-Prayer, „Be my eyes, be my mind and soul and finally my graveyard hole“, meine Senkgrube.

Knüppel gegen Endzeitfaschismus – oder doch schon zu spät und überhaupt

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Weis blickt mit Naomi Klein und Astra Taylor auf den Endzeitfaschismus und die Frage, was uns retten kann.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Greta Thunberg und „Fridays for Future“ sind nicht dieser Knüppel. Was auf dem Höhepunkt dieses globalen Jugendprotests noch anders aussah. Als Greta am Rednerpult der Vereinten Nationen den Mächtigen dieser Welt – darunter bereits einige der finsteren Fürsten des heraufziehenden Endzeitfaschismus – ihr zorniges „how can you dare“ entgegenschleuderte. Heute im Rückblick erscheint es, wie wenn damals für kurze Zeit das Potential einer weltweiten Bewegung aufleuchtete, um planetaren Bedrohungen wie gegenwärtig der des Endzeitfaschismus Paroli zu bieten. Nun, da es knüppeldick kommt, steht die Menschheit, stehen die „ninety nine percent“, wehrlos der neuen Herrenrasse gegenüber, die den Planeten zu ihrer Goldgrube macht und seine entrechteten Bewohner zu Frondienst und Sklavenarbeit heranzieht.

Die Registrierung von Menschen mit psychischen Behinderungen führt zu Gewalt

Porträt-Zeichnung von Thomas Künneke
Porträt-Zeichnung von Thomas Künneke
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die Registrierung von Menschen mit psychischen Behinderungen führt nach Ansicht von Thomas Künneke zu Gewalt. Angesichts der aktuellen Diskussion um eine mögliche Registrierung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen hat Thomas Künneke, der sich seit vielen Jahren für die Menschenrechte behinderter Menschen und besonders von Menschen mit psychischen Hindernissen stark macht, folgenden Kommentar für die kobinet-nachrichten verfasst:

Cool down – Brother Outsider zu seiner Rechtfertigung

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992); Audre Lorde: Brother Outsider wüsste gern, ob und wie Sister Outsider auf den Versteck-Vorwurf reagiert hätte.

Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Ich finde es bedauerlich und ungerecht, wenn Milewski auf meinen Meinungsbeitrag nicht inhaltlich antwortet, weil ich nicht meinen richtigen Namen nenne. Was er immer tut und auch von anderen erwartet, dass sie es tun. Man könne sie dann auch sofort googeln. Für mich ist es in Ordnung, dass er das macht und so sieht. Andere haben Gründe, es anders zu handhaben. Außerdem und das scheint mir die Hauptsache: Die Richtigkeit oder Falschheit eines vorgetragenen Arguments hängt nicht von der Person ab, die es vorträgt. Wem es also um die Sache geht, muss sich nicht daran stören, ob ein Beitrag mit vollständigem Namen gekennzeichnet ist.

Partei Die Linke will sich weiter für barrierefreien Tourismus einsetzen

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen „Barrierefreier Tourismus“ weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten. Nach der Antwort von Bündnis 90/Die Grünen hat nun auch die Partei „Die Linke“ auf unsere Fragen geantwortet.

Behindert und stolz – wie passt das zusammen?

Nico Wunderle
Nico Wunderle
Foto: privat

München (kobinet) „Behindert und stolz – wie passt das zusammen?“ Mit dieser Überschrift hat sich kobinet-Redakteur Nico Wunderle ein paar Gedanken zum am 1. Juli 2025 gestarteten Disability-Pride-Month gemacht. „Disability-Pride-Month – irgendwie ist das ein komisches Wort. Besonders, wenn wir es wörtlich ins Deutsche übersetzen: Behinderten-Stolz-Monat. Es gibt Begriffe, die bei mir ein leicht beklemmendes Gefühl hinterlassen. Stolz gehört dazu. Ich sage eher selten: ‚Ich bin richtig stolz auf mich.‘ Vielmehr ist alles, was ich mache, für mich so selbstverständlich und so normal, dass es keiner besonderen Erwähnung bedarf“, schreibt Nico Wunderle in der Einleitung seines Beitrags.

Von Merz‘ Sparkurs bis inklusiven Erfolgen: Was die Inklusionsszene im Juni bewegt hat

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Von Merz‘ Sparkurs bis inklusiven Erfolgen: Was die Inklusionsszene im Juni bewegt hat“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2025 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juni 2025 bestimmt haben.

Ich bin Brother Outsider und meine: Viele machen sich Illusionen, was Inklusion angeht

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992), Brother Outsider betrachtet mit den Augen von Sister Outsider, Audre Lorde, was Inklusion faktisch bedeutet.
Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Die kobinet-Nachrichten diskutieren, was Inklusion eigentlich ist. Milewski weist der „Aktion Mensch“ und anderen nach, wo sie mit ihrer Auffassung von Inklusion falsch liegen. Dies wird dann wieder kommentiert und auf diesem Weg Irriges über Inklusion ausgeräumt. Trotzdem glaube ich, bleibt ein Grundirrtum über Inklusion bestehen. Auf den will ich aufmerksam machen an den Erfahrungen der Bürgerrechtsbewegung in USA und der schwarzen Feministin Audre Lorde.

Bündnis90/Die Grünen antworten als bisher einzige Partei auf kobinet-Anfrage

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen „Barrierefreier Tourismus“ weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten.

Else, Willi und ich – Splitter eines Familienromans

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Wer mehr möchte als eine x-beliebige Meinung, folgt Willis Blick – Ein Blick der blind ins Schwarze trifft.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Sämtliche Meinungsbeiträge des notorischen Durchblickers Weis auf kobinet werden künftig unter Willis Blick erscheinen. Wie das? Ganz einfach: Die Welt ist voller Willis, man glaubt es kaum und doch ist es so. Denn wie sonst hätte kobinet Kollege Hubertus Thomasius auf einer Wanderung durch die Uckermark nahe Boitzeburg unversehens auf einen Stein stoßen können, einen Findling, mit der Aufschrift „Willis Blick“. Womit auch schon, gewissermaßen ein Wink von oben, das von nun an übliche Logo der Weis’schen Meinungsbeiträge feststand.

Spätestens am 3. Juni wurde die Forderung nach „Neustart Inklusion“ vom 5. Mai durch Merz beendet – kein Aprilscherz!

roter Schriftzug
Ein Los für das gute Gewissen
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Der 5. Mai ist vorbei. Einmal mehr hat Aktion Mensch den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unterstützt, mit Materialien, Plakaten, Imagevideos und einem bunten Strauß an Veranstaltungen im ganzen Land. Die Botschaft war klar: Teilhabe ist wichtig. Vielfalt ist schön. Inklusion ist ein Menschenrecht. Und jetzt? Jetzt, wo Friedrich Merz öffentlich die Eingliederungshilfe infrage stellt. Jetzt, wo die Teilhabe-Infrastruktur ins Wanken gerät. Jetzt, wo konkrete politische Kürzungen zur Debatte stehen. Von Aktion Mensch ist nichts zu hören.

Teilhabe ist kein Luxus

Cover des Video gegen Kürzungen bei der EGH
Cover des Video gegen Kürzungen bei der EGH
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) #TeilhabeIstKeinLuxus, so lautet der Hashtag und die klare Aussage von Lisa Behme, die vor kurzem eine Petition gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe auf change.org gestartet hat und schon über 160.000 Unterstützer*innen hat. Dennis Sonne, der für die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag sitzt, hat die Petition zum Anlass genommen und auf seiner Facebookseite ein Video mit Statements einiger bekannter Akteur*innen veröffentlicht, die dazu aufrufen, die Petition zu unterstützen.

Inklusionsquote für Kommunalparlamente gefordert

Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Foto: privat

Harsewinkel (kobinet) Am 14. September 2025 finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dabei wird entschieden, wer die Interessen der Büger*innen zukünftig vor Ort in den verschiedenen Gremien und Rathäusern vertritt. Dass es immer noch viel zu wenig behinderte Menschen gibt, die in den politischen Gremien aktiv sind und echte Chancen bekommen, hierfür gewählt zu werden, das macht Jürgen Linnemann in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten deutlich. Anders als beispielsweise Bruno Janßen, der bereits im Klever Stadtrat aktiv ist und aufgrund eines guten Listenplatzes für die Wahl wieder gute Chancen hat, gewählt zu werden, hat Jürgen Linnemann andere Erfahrungen in seiner Partei gemacht.

Inklusion in der Sonderwelt? Warum Sawickis Analyse zu kurz greift

eine verwitterte Fassade, gesehen durch ein Autofenster. Starr, blockhaft, funktional.
WfbM – ein überholtes System?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Allein die Überschrift „Inklusion in einer Sonderwelt“ offenbart bereits den grundlegenden Widerspruch des Artikels. Es gibt faktisch keine Inklusion in einer Sonderwelt. Inklusion bedeutet, Teil des allgemeinen gesellschaftlichen Lebens zu sein, nicht in ein separates System ausgelagert zu werden. Wer den Begriff der Inklusion auf ein geschlossenes Parallelsystem wie die Werkstätten anwendet, verschleiert die Realität struktureller Ausgrenzung. Dass der Artikel dennoch mit dieser Formulierung einsteigt, deutet bereits an, dass hier zwar Symptome benannt, aber die Konsequenzen nicht zu Ende gedacht werden.

Monitoring zur UN-Behindertenrechtskonvention in Rheinland-Pfalz gestartet

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Bei der Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschlands im Jahr 2023 haben die Vereinten Nationen insbesondere den Bundesländern aufgegeben, die menschenrechtliche Perspektive in ihrer Politik zu stärken. Einige Bundesländer unterziehen bereits den Prozess der Umsetzung der Konvention einem intensiven Monitoring der verschiedenen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen. So auch Rheinland-Pfalz, das das Deutsche Institut für Menschenrechte vor kurzem beauftragt hat, ein entsprechendes Monitoring durchzuführen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte dazu mit dem für das Monitoring zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Frieder Kurbjeweit, der selbst behindert ist und seit 2020 bei der Monitoring-Stelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention arbeitet, folgendes Interview.

Nichts verschüttet, Dank und Antwort an Riedl

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
Weis legt ein „Sondervermögen Nachdenken“ nach dem anderen auf und trinkt Bier, ohne es zu verschütten.
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Vielen Dank Stephan Riedl. Beachtlich, was Sie kenntnisreich und weit ausholend an Material zusammengetragen haben, um ihre Position darzustellen. So ist ein kontrast- und facettenreiches Bild unserer gegensätzlichen Positionen entstanden, das all denjenigen eine große Hilfe sein dürfte, die bereit sind, sich überhaupt derart ernsthaft und eingehend mit unserer Argumentation zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Warum Militär und bewaffnete Landesverteidigung keine vernünftige und verantwortliche Zukunftsoption mehr sein kann

Hans-Willi Weis nachdenklich am Tisch im Biergarten sitzend
Weis gut aufgelegt zum Auflegen des „Sondervermögens Nachdenken“ (über Verteidigung und Krieg) – wer ähnlich gut aufgelegt ist, möge mitmachen!
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Auf mehrfachen Wunsch hier zentrale Motive meiner Gegenargumentation. Ich schreibe dies als über den Tag hinaus denkender intellektueller Beobachter. Von heute auf morgen „politisch darstellbar“ ist das, was aus meinen Überlegungen folgt, nicht. Umso dringlicher, sofort, in Richtung dieser Perspektive zu denken und persönlich mutig entsprechend zu handeln, falls es für eine solche „Rettungsperspektive“ nicht schon zu spät ist. (Der Text ist eine Auskoppelung aus meinem zweiten Antikriegs-Essay in kobinet-Literaturbeilage IV).

Rahmen ohne Auftrag – über die Illusion technischer Neutralität und die Macht der Rahmung

Quadratische Beton - Elemente mit Gitterglas. Schwarz – weiss – Fotografie
Rahmen ohne Auftrag
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) In seinem Meinunsbeitrag Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion entwirft Oliver Gruber das Bild einer künstlichen Intelligenz, die neutral, urteilsfrei und damit prädestiniert sei, Inklusion zu fördern. Er spricht von KI als moralischer Brücke, als ethischer Chance – als Instanz, die den Menschen dort erreicht, wo Vorurteile sonst Mauern errichten. Was auf den ersten Blick wie ein hoffnungsvoller Ausblick klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als problematische Verkürzung. Gruber konstruiert ein Idealbild – aber ohne erkennbare eigene Erfahrungen im konkreten Umgang mit KI in assistiven oder behindertenpolitischen Kontexten. Die Realität ist differenzierter. Und sie ist oft schmerzhaft.

Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
Inklusion und KI
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) In meinen vorangegangenen Essays habe ich versucht, feine Spuren im Dickicht gesellschaftlicher Zuschreibungen sichtbar zu machen – sei es durch den Blick auf ADHS als epigenetische Antwort auf eine überreizte Leistungsgesellschaft oder durch das Nachdenken über Inklusion als lebendiges Menschenbild jenseits normierter Strukturen. Nun weitet sich der Raum erneut: Was, wenn Barrierefreiheit auch im Denken beginnt? Was geschieht, wenn wir Inklusion nicht mehr nur als pädagogisches oder politisches Thema betrachten, sondern als grundlegend menschliche Haltung – und dabei ein Werkzeug zur Seite nehmen, das so nüchtern wie spiegelklar agiert: die Künstliche Intelligenz? In diesem Essay erkunde ich KI nicht als Ersatz, sondern als Echo. Nicht als Lösung, sondern als Spiegel einer neuen Möglichkeit.

Ein persönlicher Essay von Oliver Gruber – eine zukunftsethische Betrachtung der moralisch-humanistischen Nutzung künstlicher Intelligenz zur Förderung innerer und äußerer Inklusion.

IGEL-Podcast: Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme

Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), in der deutlich wird, dass Eingliederungshilfe kein Luxus ist. Der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach aus aktuellem Anlass mit Lisa Behme, dreifache Mutter pflegebedürftiger Kinder. Sie ist Initiatorin einer Petition, die sich gegen mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe richtet – ausgelöst durch eine umstrittene Aussage von CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz. Mit dabei ist auch Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten, der die aktuelle Diskussion politisch einordnet.

Veteranen kämpfen um Inklusion und Sichtbarkeit, eine Entschuldigung

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
War der Veggie-Day der Grünen ein Rohrkrepierer, so ist der Veteranentag der Olivgrünen ein Volltreffer
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) In aller Form entschuldige ich hiermit für eine Terminverwechslung. Veteranentag ist am 15. Juni und nicht am 1.Juni, wie ich fälschlich in meiner Juni-Kolumne schrieb. Kann auch nur jemandem passieren, der nicht gedient hat. In den Streitkräften möge man meine Wehrtauglichkeitsfolge über eine Panzerbesatzung im Baltikum als Zeichen meines gute Willens nehmen. Der Unwillige erweist so der Koalition der Mutwilligen seine Ehrerbietung.

Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Berlin / Siegen (kobinet) „Wie Inklusion in deutschen Kommunen gelingen kann“, so lautet der Titel eines Interviews von Sabrina Prem von der Monitoring-Stelle UN-Behindertenkonvention des Deutschen Institut für Menschenrechte mit Prof. Dr. Abrecht Rohrmann vom Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen. „Die kommunale Ebene ist zentral, um den Alltag von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Doch wie setzen Kommunen die UN-Behindertenrechtskonvention tatsächlich um? Ein Forschungsprojekt der Universität Siegen und des Deutschen Instituts für Menschenrechte beleuchtet Herausforderungen und zeigt praxisnahe Lösungen auf“, heißt es dazu in der Einführung zum Interview.

Was Weis verschüttet – Unebenheiten in MoW 7-9

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Worte statt Waffen
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Die Masters of War 1-6 habe ich nach meinem ersten Artikel in zwei weiteren besprochen. Es wird Zeit für 7-9 und mein abschließendes Fazit über die gesamte Reihe. Wie im ersten
Artikel besprochen, gibt es zwei extreme Positionen, die man einnehmen kann: Pazifismus bis zur Selbstaufgabe oder Bellizismus bis zur Selbstvernichtung. Dazwischen gibt es
mehrere Abstufungen. Weis nimmt eine strikt pazifistische Position ein. Meine Position werde ich im Laufe dieses Artikels darlegen.

Eine Meinung zu Weis „After Inclusion“.

Porträt Audre Lorde
Audre Lorde (1934-1992), eine schwarze Feministin und Antirace-Aktivistin. In ihren Essays „Sister Outsider“
finde ich Parallelen zu Weis behindertenpolitischen Texten auf kobinet. Brother Outsider.
Foto: Audre Lorde

Berlin (kobinet) Ich möchte mich mit Brother Outsider vorstellen und vertrete die Auffassung: Weis hat es geblickt.

Weis benutzt gern und häufig komplizierte Begriffe und Fachausdrücke, die schwer zu verstehen sind. Mir hilft das manchmal gerade nicht zu besserem Verständnis und macht es nur komplizierter.
Aber bestimmte Begriffe und Formulierungen können auch helfen, Sachverhalte deutlicher zu erkennen. Wie wenn ein Scheinwerfer auf sie gerichtet wäre. Bei „After Inclusion“ geht mir das so.

Welterbe trifft Inklusion: Die Welterbe Region Anhalt-Dessau-Wittenberg zeigt den Weg

Cover des IGEL-Podcast zum barrierefreien Tourismus
Cover des IGEL-Podcast zum barrierefreien Tourismus
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Welterbe trifft Inklusion: Die Welterbe Region Anhalt-Dessau-Wittenberg zeigt den Weg“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Folge spricht Sascha Lang mit Annika Kinnemann vom Regionalen Tourismusverbandes Welterbe-Region Anhalt-Dessau-Wittenberg und Manuela Fischer vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt über das Projekt Reisen für alle.

So kann Inklusion an Schulen gelingen

Cover des Podcast von Bob Blume mit Friedo Scharf
Cover des Podcast von Bob Blume mit Friedo Scharf
Foto: ARD

Berlin (kobinet) „Friedo Scharf: So kann Inklusion an Schulen gelingen“, so lautet der Titel des Bildungspodcast Die Schule brennt mit Bob Blume, der vor kurzem veröffentlicht wurde. „Viele Schulen und Lehrkräfte stehen vor dem Problem: Eigentlich finden sie die Idee einer inklusiven Schzule grundsätzlich sinnvoll, aber nicht leistbar – im derzeitigen Schulalltag schon gar nicht. Friedo Scharf ist Sonderpädagoge aus Berlin. Er hinterfragt nicht nur das vorherrschende Verständnis von ‚Inklusion‘, sondern er hat die App SPLINT entwickelt. Sie kann die Schulen und Lehrpersonen bei dieser Aufgabe deutlich entlasten und führt indirekt zu einer positiveren Haltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Die App ‚SPLINT‘ in der Praxis: Wie hilft sie? Was kann sie leisten?“ heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Was Weis weiß – MoW 1–3 unter der Lupe

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Worte statt Waffen
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Wohlan denn, nachdem ich MoW 4–6 in meiner ersten Analyse vorgezogen habe, wird es nun Zeit, MoW 1–3 genauer zu besprechen. Wie Weis es treffend in seiner Antwort auf
meinen ersten Artikel formulierte: Russische Literatur ist schwer verdaulich, aber sollte deshalb nicht verschmäht werden. Selbiges gilt auch für seine ersten drei MoW.

Dennis Sonne zu Inklusion und Eingliederungshilfen

Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Der Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag, Dennis Sonne, hat sich mit Videobeiträgen in die aktuelle Diskussion zur Eingliederungshilfe eingemischt. Seiner Ansicht nach könnte eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft entscheidend dazu beitragen, dass eine Reihe behinderter Menschen nicht mehr auf so viel Hilfen angewiesen sind.

40 Jahre Inklusionsbetriebe – Inklusion oder institutionalisierte Auslagerung?

Baustelleschild in gelb mit der Aufschrift
Dauerbaustelle „Inklusion“
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet)

Was auf den ersten Blick nach einem Erfolg klingt, muss uns eigentlich alarmieren: Nach 40 Jahren braucht es weiterhin Inklusionsbetriebe. Das Fehlen echter Inklusion wird verschleiert, indem diese Sonderstrukturen als Lösung gefeiert werden. Ursprünglich als Brücke zum regulären Arbeitsmarkt gedacht, haben sie sich längst zum System stabilisiert – ein System, das Teilhabe verwaltet, statt sie zu ermöglichen.

Inklusionsbetriebe werden formal dem allgemeinen Arbeitsmarkt zugerechnet und sind rechtlich anders strukturiert als Werkstätten. Sie beschäftigen zwischen 30 und 50 Prozent Menschen mit Schwerbehinderung, zahlen Mindestlohn und werden durch Ausgleichsabgaben gefördert. Im Jahr 2023 waren 1 107 solcher Betriebe aktiv, sie beschäftigten 28 233 Menschen – darunter 13 641 mit Schwerbehinderung, von denen 89 Prozent als besonders beeinträchtigt gelten.

Inklusion ist kein Schulprojekt, sondern ein Menschenbild

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
ADHS und Evolution
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Warum wahre Bildung nicht am Lehrplan beginnt, sondern am Blick auf den Menschen

Ein Beitrag über Inklusion als Spiegel kollektiver Wertekultur – und den Bedarf einer ethisch fundierten Bildungsreform.

Was bedeutet es wirklich, „inkludierend“ zu leben – in einer Bildungswelt, die trennt, bewertet und normiert? Dieser Beitrag hinterfragt nicht nur Lehrpläne, sondern unser Menschenbild. Er zeigt, warum echte Inklusion nicht im Klassenzimmer beginnt, sondern in der Haltung – und warum Bildung nicht mehr disziplinieren, sondern entfalten muss. Ein Plädoyer für eine empathische, vielfältige und zukunftsfähige Bildungsreform.

Ich kritisiere Menschen, die es nicht besser wissen – und tue es trotzdem

Silhouette von Ralph Milewski im Rollstuhl gespiegelt in einem Fenster - sw Foto
Ralph Milewski
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Ich gebe zu: Manchmal hadere ich mit mir selbst.
Weil ich Menschen kritisiere, die eigentlich nur Gutes wollen.
Weil ich Strukturen hinterfrage, die seit Jahrzehnten „helfen“.
Weil ich mit Worten anstoße, die weh tun – auch jenen, die sich für „die Guten“ halten.

Und doch tue ich es.
Nicht aus Wut. Nicht aus Rechthaberei.
Sondern weil es nötig ist.

Denn was sich heute vielerorts „Inklusion“ nennt, ist in Wahrheit oft nur ein neuer Anstrich alter Verhältnisse.
Barrierefreiheit wird mit Teilhabe verwechselt.
Zugänglichkeit mit Gleichstellung.
Einladungen mit Mitbestimmung.

IGEL-Podcast: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz tritt am 28. Juni 2025 in Kraft

Cover der Episodes des IGEL-Podcast zum BFSG
Cover der Episodes des IGEL-Podcast zum BFSG
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – ab 28. Juni 2025 in Kraft“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast bei Sascha Lang ist dieses Mal Christiane Möller. Sie ist Juristin und stellvertretende Geschäftsführerin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Sie begleitet seit Jahren die Umsetzung des European Accessibility Acts in deutsches Recht. Ab dem 28. Juni 2025 tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Es verpflichtet Anbieter ausgewählter Produkte und Dienstleistungen zu digitaler und technischer Barrierefreiheit.

Die Mitte entscheidet selbst

Ralph Milewski
Ralph Milewski
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Immer wieder wird behauptet, die politische Mitte müsse auf rechten Druck reagieren, um demokratische Mehrheiten zu sichern oder „Themen nicht den Rechten zu überlassen“. Das mag in Teilen zutreffen, etwa in der Migrationspolitik. Doch wer sich Pflege-, Behinderten- und Teilhabepolitik genau ansieht, erkennt das Gegenteil: Hier gibt es keinen rechten Druck. Und trotzdem handeln die Regierenden aus eigenem Antrieb.

Andreas Braun, Lehrer und Ex-Feuerwehrmann: Hoffnungsvoller Retter im Rollstuhl

Andreas Braun steigt mit Rollstuhl aus dem Auto aus
Andreas Braun steigt mit Rollstuhl aus dem Auto aus
Foto: SWR Stefanie Meinecke

Stuttgart (kobinet) „Andreas Braun, Lehrer und Ex-Feuerwehrmann. Der hoffnungsvolle Retter im Rollstuhl. So lautet der Titel der renommierten Radiosendung SWR1 Leute, die am 4. Juni 2025 von 10:00 bis 12:00 Uhr live in SWR1 Baden-Württemberg gesendet und danach auch im Internet oder als Podcast angehört werden kann. „Bei einem Feuerwehreinsatz stürzt Andreas Braun als Retter sieben Meter in die Tiefe. Damals im Jahr 2005 ist er 24 Jahre alt und sitzt plötzlich im Rollstuhl. Der Neustettener (Kreis Tübingen) denkt nicht ans Aufgeben und möchte weiter Menschen helfen und unterstützen. Inzwischen ist er Gymnasiallehrer für Mathematik und Geschichte in Rottenburg“, heißt es in der Ankündigung der Sendung.

ADHS als evolutionäre Antwort auf kollektives Leid

Grafik Evolution mehrere Menschen von linksnach rechts größer werdend, mit verzerrten Schatten
ADHS und Evolution
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) Diesen Text hat uns (kobinet) Oliver Gruber zugesandt. Über sich schreibt er uns:
„Oliver Gruber (Jg. 1983) ist ausgebildeter Industriekaufmann mit handwerklicher Vergangenheit und vielfältigen beruflichen Stationen, die ihm ein breites, lebensnahes Gesamtbild vermittelt haben. Heute schreibt er – nicht nur, weil es ihn drängt, sondern weil es ihn rettet. Seine Texte entstehen dort, wo gesellschaftlicher Druck auf individuelles Erleben trifft – und Ideen geboren werden, die anecken dürfen, ja sollen. “

Die gewählte Form und Zeichensetzung sind Teil des inhaltlichen Ausdrucks dieses Essays.
Sie spiegeln den inneren Rhythmus neurodivergenten Denkens wider und sind somit selbst Teil der Aussage.
Dieses Essay darf kopiert und weitergegeben werden. Änderungen sind nur mit Zustimmung des Autors erlaubt. Der Name des Autors muss angegeben werden.

IGEL-Monatsrückblick: Was der Mai der Behindertenbewegung wirklich gebracht hat

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Widerstand, Wandel, Würde: Was der Mai der Behindertenbewegung wirklich gebracht hat.“ So hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2025 getitelt. „Was war im Mai 2025 los in Sachen Inklusion, Teilhabe und Behindertenpolitik? In dieser Rückblick-Folge analysieren Sascha Lang – euer Inklusator – und Ottmar Miles-Paul – Redakteur der kobinet-Nachrichten – die spannendsten Entwicklungen, wichtigsten Aktionen und politischen Bewegungen rund um das Thema gelebte Inklusion. Mit dabei: viel Lob, klare Kritik, und ehrliche Emotionen“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Selbstvertretung ohne Systemkritik? Warum das taz-Interview mit Kerstin Scheinert mehr verschleiert als aufklärt

roter Hintergrund mit weißen SChriftzug
Journalismus mit Wohlfühlsiegel?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet)

Das Interview mit Kerstin Scheinert, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstatträte Schleswig-Holstein, erschien am 30. Mai 2025 in der taz – einer Zeitung, die sich oft als Stimme für die Rechte von Minderheiten und Benachteiligten versteht. Doch dieser Beitrag zeigt vor allem eines: Wie leicht sich symbolische Selbstvertretung, institutionelle Loyalität und journalistische Oberflächlichkeit gegenseitig verstärken können – und dabei das System Werkstatt stabilisieren, statt es zu hinterfragen.