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Bündnis90/Die Grünen antworten als bisher einzige Partei auf kobinet-Anfrage

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Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen "Barrierefreier Tourismus" weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten.

Weil in den Ausschüssen des Bundestages verschiedene Fraktionen vertreten sind, die unterschiedliche Meinungen vertreten können, konnten  wir selbstverständlich keine Antwort erhalten, die für den Ausschuss insgesamt spricht, aber Matthias Gastel, MdB und Mitglied des Tourismusausschusses hat uns für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geantwortet.

„Wir haben uns als Grüne in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass möglichst viele Reisen für alle Menschen möglich sind. Dies ist uns auch weiterhin ein großes Anliegen.“ erklärt Matthias Gastel und seiner Antwort und verweist darauf, dass diese Partei Barrierefreiheit ganzheitlich denkt, also im Bezug auf den Tourismus immer auch die An- und Abreise, die Mobilität am Urlaubsort sowie die Unterkünfte im Blick behält. Barrierefreiheit ganzheitlich bedeutet demnach an die Menschen mit Gehbehinderung ebenso zu denken wie beispielsweise an die Menschen mit Sehbehinderung.

Als Mitglied des Tourismusausschusses unterstreicht Matthias Gastel in seiner Antwort an die kobinet-Nachrichten, dass das Informations- und Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ für seine Partei ein wichtiges Anliegen ist, mit dem sie sich bereits mehrfach beschäftigt haben.

Ein wichtiges Thema sind nach der Antwort auf unsere Anfrage für Bündnis90/Die Grünen auch die Barrierefreiheit von Haltestellen, Bahnhöfen und Zügen. „Darauf können wir den größten Einfluss ausüben.“ sagt Matthias Gastel. Zugleich berichtet er, dass er sich immer wieder, wie auch weitere Mitglieder seiner Partei, mit Behindertenverbänden an Bahnhöfen trifft, um die Notwendigkeit für Umbaumaßnahmen zugunsten der Barrierefreiheit zu besprechen.

Abschließend kann festgestellt werden, dass auch Überlegungen dazu, wie zukünftig das Wissen und die Erfahrungen über Barrierefreiheit breiter in Studium, Lehre und Ausbildung eingebunden werden kann, weiter im Gespräch sind. Von dem Bundestagsabgeordneten haben wir von mehrfachen Gesprächen mit Wissenschaftlern dazu erfahren.

Nun hätten wir unsere Leserinnen und Leser gern darüber informiert, wie auch andere im Bundestag vertretenen Parteien die Zukunft des barrierefreien Tourismus in Deutschland sehen – aber bisher haben wir dazu von weiteren Parteien keine Auskunft zu den Fragen unserer Anfrage erhalten. Sollten diese Antworten eintreffen, dann werden wir unsere Leserinnen und Leser über die Standpunkte der anderen  Parteien, die im Tourismusausschuss vertreten sind, informieren.