BERLIN (kobinet)
Die Bundes-Regierung verhandelt über Geld.
In Deutschland bestimmt die Bundesregierung, was im Land passiert.
Sie besteht aus der Kanzlerin oder dem Kanzler und den Ministern.
Viele Vereine fordern die Bundes-Regierung auf:
Gebt mehr Geld für Kinder und Familien aus.
49 Vereine haben einen Brief geschrieben.
In dem Brief steht:
Investitionen in Kinder sind wichtig.
Investitionen bedeutet: Geld ausgeben für etwas Wichtiges.
Das ist gut für unser Land.
Das ist gut für die Demokratie.
Eine Demokratie ist eine Art, wie ein Land regiert wird.
Alle Menschen dürfen wählen und mitbestimmen.
In Deutschland haben nicht alle Kinder die gleichen Chancen.
Manche Kinder leben in Armut.
Diese Kinder haben weniger Möglichkeiten.
Das liegt an ihrer Familie.
Das liegt an ihrem Wohn-Ort.
Kinder in Armut haben viele Nachteile.
Das ist schlecht für unser Land.
Alle Kinder sollen gute Chancen haben.
Dann können sie ihr Leben selbst bestimmen.
Wichtige Vereine haben den Brief unterschrieben.
Zum Beispiel:
- Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk
- Die Arbeiter-Wohlfahrt
- Der Deutsche Caritas-Verband
- Die Diakonie Deutschland
Kinder in Armut brauchen besondere Hilfe.
Sie brauchen eine gute soziale Infrastruktur.
Soziale Infrastruktur bedeutet:
Hilfs-Angebote für alle Menschen.
Zum Beispiel:
- Beratung für Familien
- Freizeit-Angebote
- Förder-Unterricht
- Sprach-Unterricht
- Kinder-Betreuung
- Öffentliche Verkehrs-Mittel
- Sport-Vereine
Diese Angebote helfen Kindern.
Die Kinder können sich besser entwickeln.
Aber es gibt zu wenig von diesen Angeboten.
Es gibt viele Probleme.
Zum Beispiel:
- Es fehlen Fach-Kräfte
- Die Betreuungs-Zeiten sind unsicher
- Die Schul-Toiletten sind kaputt
Die 49 Vereine fordern die Bundes-Regierung auf:
Gebt mehr Geld aus für soziale Infrastruktur.
Dann haben alle Kinder bessere Chancen.
Die Vereine wollen zum Beispiel:
- Mehr Geld für Kinder-Gärten
- Mehr Geld gegen Kinder-Armut
- Mehr Geld für Jugend-Hilfe
- Kostenloses Mittag-Essen für arme Kinder
Der Bund, die Länder und die Städte müssen zusammen-arbeiten.
Sie müssen mehr Geld bereit-stellen.
Dann wird die soziale Infrastruktur besser.
Investitionen in Kinder lohnen sich.
Es gibt dann weniger Armut.
Unser Land wird reicher.
Die Menschen halten besser zusammen.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Angesichts der Haushaltsverhandlungen fordert Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Bundesregierung auf, mit umfassenden Strukturreformen die soziale Infrastruktur für Kinder und Familien massiv zu stärken. "Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in Wohlstand und Demokratie", erklärt der Ratschlag Kinderarmut, ein Zusammenschluss aus 49 Organisationen und drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, in einem gemeinsamen Appell.
In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. Familien und Kinder, die in Armut leben, sind mit vielfältigen Benachteiligungen konfrontiert. „Wirtschaft und Gesellschaft können jedoch ihr volles Potential nicht entfalten, wenn einem Teil der Kinder und Jugendlichen keine echte Chance auf Entwicklung gegeben wird“, erklärt das Bündnis. Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Caritasverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Diakonie Deutschland, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK den Appell unterzeichnet.
In Armut lebende Kinder und Familien sind besonders auf eine funktionierende soziale Infrastruktur angewiesen, die Ungleichheiten kompensiert und die Weichen für ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut stellen kann. Niedrigschwellige Unterstützungs-, Beratungs- und Freizeitangebote, Förder- und Sprachunterricht, eine ausreichende Kinderbetreuung, ein Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr oder die Nähe zu einem Sportverein – all diese Möglichkeiten beeinflussen die Biografien und können die Entwicklungsmöglichkeiten positiv prägen. Aktuell wird die soziale Infrastruktur in Deutschland den Bedarfen nicht gerecht.
Die Liste der Probleme ist lang und reicht von fehlenden Fachkräften über unzuverlässige Betreuungszeiten bis hin zu maroden Schultoiletten. Die 49 unterzeichnenden Organisationen des Appells fordern daher die Bundesregierung auf: „Nehmen Sie Geld im Bereich der sozialen Infrastruktur in die Hand, damit Kinder und Jugendliche nicht ihrer Chancen beraubt werden!“ Notwendig ist eine breite Palette an Maßnahmen, darunter eine bedarfsgerechte Finanzierung der frühkindlichen Bildung, mehr Haushaltsmittel für den Kampf gegen Kinderarmut, eine verlässliche finanzielle Absicherung bundesweiter Strukturen der Jugendsozialarbeit oder ein kostenloses Mittagessen für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen.
Bund, Länder und Kommunen müssen demnach an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die soziale Infrastruktur massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu weniger Armut, mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Angesichts der Haushaltsverhandlungen fordert Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Bundesregierung auf, mit umfassenden Strukturreformen die soziale Infrastruktur für Kinder und Familien massiv zu stärken. "Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in Wohlstand und Demokratie", erklärt der Ratschlag Kinderarmut, ein Zusammenschluss aus 49 Organisationen und drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, in einem gemeinsamen Appell.
In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. Familien und Kinder, die in Armut leben, sind mit vielfältigen Benachteiligungen konfrontiert. „Wirtschaft und Gesellschaft können jedoch ihr volles Potential nicht entfalten, wenn einem Teil der Kinder und Jugendlichen keine echte Chance auf Entwicklung gegeben wird“, erklärt das Bündnis. Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Caritasverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Diakonie Deutschland, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK den Appell unterzeichnet.
In Armut lebende Kinder und Familien sind besonders auf eine funktionierende soziale Infrastruktur angewiesen, die Ungleichheiten kompensiert und die Weichen für ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut stellen kann. Niedrigschwellige Unterstützungs-, Beratungs- und Freizeitangebote, Förder- und Sprachunterricht, eine ausreichende Kinderbetreuung, ein Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr oder die Nähe zu einem Sportverein – all diese Möglichkeiten beeinflussen die Biografien und können die Entwicklungsmöglichkeiten positiv prägen. Aktuell wird die soziale Infrastruktur in Deutschland den Bedarfen nicht gerecht.
Die Liste der Probleme ist lang und reicht von fehlenden Fachkräften über unzuverlässige Betreuungszeiten bis hin zu maroden Schultoiletten. Die 49 unterzeichnenden Organisationen des Appells fordern daher die Bundesregierung auf: „Nehmen Sie Geld im Bereich der sozialen Infrastruktur in die Hand, damit Kinder und Jugendliche nicht ihrer Chancen beraubt werden!“ Notwendig ist eine breite Palette an Maßnahmen, darunter eine bedarfsgerechte Finanzierung der frühkindlichen Bildung, mehr Haushaltsmittel für den Kampf gegen Kinderarmut, eine verlässliche finanzielle Absicherung bundesweiter Strukturen der Jugendsozialarbeit oder ein kostenloses Mittagessen für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen.
Bund, Länder und Kommunen müssen demnach an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die soziale Infrastruktur massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu weniger Armut, mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt.




