Berlin (kobinet)
Ende Juni gab es eine starke Hitze-Welle in Deutschland.
Eine Hitze-Welle bedeutet: Es ist viele Tage sehr heiß.
Die Temperaturen sind höher als normal.
Der Paritätische Gesamt-Verband hat eine Umfrage gemacht.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Zusammen-Schluss von sozialen Organisationen in Deutschland.
Diese Organisationen helfen Menschen, die Unterstützung brauchen.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen gefragt.
Alle antworten auf die gleichen Fragen.
2.871 soziale Ein-richtungen haben mitgemacht.
Ein-richtungen sind besondere Orte.
Dort bekommen Menschen Hilfe und Unterstützung.
Soziale Ein-richtungen sind zum Beispiel Pflege-Heime oder Beratungs-Stellen.
82 Prozent der Ein-richtungen waren stark betroffen.
Prozent ist ein Zeichen für einen Teil von 100.
82 Prozent bedeutet: fast alle.
Fast alle Ein-richtungen hatten also große Probleme.
Die Gebäude wurden sehr heiß.
Manche Räume hatten bis zu 40 Grad.
Diese Räume konnten nicht mehr genutzt werden.
Das war gefährlich für die Menschen dort.
Die Beschäftigten mussten trotzdem weiterarbeiten.
Beschäftigte sind Menschen, die einen Job haben.
Sie arbeiten bei einer Firma oder einem Betrieb.
Die Hitze war eine große Belastung für sie.
Belastung bedeutet: Jemand hat sehr viel Schwieriges auf einmal.
Das ist anstrengend und macht müde.
Katja Kipping ist die Geschäfts-Führerin des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Sie sagt: Hitze ist kein Problem nur für die Zukunft.
Hitze ist jetzt schon ein großes Problem.
Das Robert Koch-Institut hat Zahlen veröffentlicht.
Das Robert Koch-Institut ist eine Behörde für Gesundheit in Deutschland.
Eine Behörde ist ein Amt.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Das Institut zählt, wie viele Menschen durch Hitze gestorben sind.
Bis Ende Juni sind rund 5.120 Menschen durch Hitze gestorben.
Mitte Juli könnte es noch heißer werden.
Der Paritätische fordert deshalb schnelle Hilfe.
Der Paritätische fordert einen Hitze-Krisen-Stab auf Bundes-Ebene.
Ein Hitze-Krisen-Stab ist eine Gruppe von Fachleuten.
Diese Gruppe entscheidet, was bei starker Hitze zu tun ist.
Bundes-Ebene bedeutet: für ganz Deutschland zuständig.
Nicht nur für eine Stadt oder ein Bundes-Land.
Der Bund ist die Regierung für ganz Deutschland.
Die Länder sind die 16 Teile von Deutschland.
Die Gruppe soll Bund, Länder und Kommunen zusammenbringen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Das sind Orte, wo Menschen zusammen wohnen.
Die Gruppe soll bei Hitze die Lage beobachten.
So können Fachleute schnell helfen und Menschen schützen.
Schutz-Maßnahmen sind Dinge, die man tut, um Menschen sicher zu halten.
Zum Beispiel: Kühl-Geräte kaufen oder sichere Orte bauen.
Außerdem brauchen Ein-richtungen Geld für Schutz-Maßnahmen.
Der Paritätische fordert deshalb einen Hitze-Notfall-Fonds.
Ein Fonds ist Geld, das extra gesammelt wird.
Mit dem Geld sollen Menschen bei starker Hitze geschützt werden.
Mit dem Geld können zum Beispiel Kühl-Geräte gekauft werden.
Auch Schatten-Dächer sollen damit gebaut werden.
Schatten-Dächer geben Schatten.
Darunter ist es kühler.
Personal bedeutet: alle Menschen, die an einem Ort arbeiten.
Mit dem Geld soll auch mehr Personal bezahlt werden.
Manche Menschen sind bei Hitze besonders gefährdet.
Das sind zum Beispiel ältere Menschen und Kinder.
Auch Pflege-Bedürftige und Menschen mit Behinderungen sind gefährdet.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen.
Sie können viele Dinge nicht mehr alleine tun.
Eine Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann manche Dinge nicht so leicht tun wie andere.
Zum Beispiel kann jemand nicht gut laufen oder nicht gut sehen.
Auch Menschen ohne Wohnung sind gefährdet.
Menschen mit psychischen Erkrankungen sind ebenfalls gefährdet.
Psychische Erkrankung bedeutet: Die Seele ist krank.
Die Gedanken und Gefühle machen Probleme.
Diese Menschen brauchen bei Hitze besondere Unterstützung.
Die Umfrage zeigt ein wichtiges Ergebnis.
87,6 Prozent der Ein-richtungen berichten von überlasteten Mitarbeitenden.
Mitarbeitende sind Menschen, die in einer Firma oder Behörde arbeiten.
Man sagt dazu auch Angestellte.
75,3 Prozent der Ein-richtungen sagen: Unsere Gebäude waren viel zu heiß.
Überhitzt bedeutet: Ein Raum oder Gebäude ist viel zu heiß.
Es ist so heiß, dass man dort nicht mehr gut sein kann.
74,3 Prozent sagen: Betreute Menschen waren stark betroffen.
Viele Menschen konnten ihre Termine nicht wahrnehmen.
Manche Menschen konnten die Beratungs-Stelle nicht besuchen.
Die Ein-richtungen haben schnell und sofort geholfen.
Sie haben zum Beispiel mehr Getränke angeboten.
Sie haben die Tages-Abläufe angepasst.
Tages-Abläufe bedeutet: Wie der Tag geplant ist.
Zum Beispiel: wann gegessen, geschlafen oder gearbeitet wird.
Sie haben auch mehr gelüftet.
Doch das reicht nicht aus.
Manche Gebäude bleiben tagelang heiß.
Dann brauchen die Ein-richtungen mehr Hilfe.
Katja Kipping sagt: Jetzt muss die Politik schnell handeln.
Nur so können Ein-richtungen auch bei Hitze sicher helfen.
Die Umfrage kann hier heruntergeladen werden:

Foto: Fatih Turan
Berlin (kobinet) Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen massiv belastet: 82 Prozent der 2.871 Einrichtungen und Dienste, die sich bundesweit an einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes beteiligt haben, geben an, stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Überhitzte Gebäude, gesundheitliche Risiken und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.
„Hitze ist längst keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr, sondern eine konkrete Belastung für Menschen, soziale Einrichtungen und die gesamte öffentliche Daseinsvorsorge. Die Rückmeldungen aus den beteiligten Einrichtungen zeigen, dass besonders gefährdete Menschen bereits heute einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind“, erklärt Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. „Einige Einrichtungen berichten von Innenraumtemperaturen zwischen 30 und 40 Grad, überhitzten Wohn- und Gruppenräumen und Situationen, in denen Räume zeitweise nicht mehr nutzbar waren. Gleichzeitig leisten Beschäftigte unter extremen Bedingungen zusätzliche Arbeit, um die Versorgung und den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen sicherzustellen. Die zunehmenden Belastungen durch extreme Hitze können nicht allein vor Ort aufgefangen werden, sondern erfordern verlässliche politische Unterstützung und gemeinsame Lösungen“, so Kipping.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis zur Kalenderwoche 26 bereits rund 5.120 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Mitte Juli stehen womöglich noch die heißesten Wochen vor uns. Der Paritätische mahnt deshalb an, extreme Hitze als Aufgabe des Bevölkerungsschutzes zu behandeln und kurzfristig einen ressortübergreifenden Hitzekrisenstab auf Bundesebene einzurichten. Dieser müsse während Hitzeperioden die Lage bewerten, Maßnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen koordinieren und sicherstellen, dass Schutzmaßnahmen schnell und verbindlich umgesetzt werden.
Zudem brauche es einen bundesweiten Hitzenotfallfonds, damit Kommunen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, soziale Träger und Hilfsorganisationen notwendige Schutzmaßnahmen wie Kühltechnik, Verschattung, Trinkwasserversorgung und zusätzliche Personalressourcen finanzieren können. Besonders gefährdete Menschen wie ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, wohnungslose Menschen, Kinder und Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigten während Hitzewellen einen verlässlichen Schutz durch aufsuchende Unterstützung, erreichbare kühle Aufenthaltsorte, gezielte Information und Begleitung sowie eine bedarfsgerechte Versorgung.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf: 87,6 Prozent der Einrichtungen berichten von erheblichen Belastungen der Mitarbeitenden, 75,3 Prozent von überhitzten Gebäuden und 74,3 Prozent von Auswirkungen auf betreute, gepflegte oder begleitete Menschen. Die Rückmeldungen zeigen zudem, dass Hitze auch die Erreichbarkeit sozialer Angebote einschränkt: Menschen konnten Termine nicht wahrnehmen, Beratungsangebote nicht aufsuchen oder benötigten zusätzliche Unterstützung durch aufsuchende Hilfen. Gleichzeitig setzen Einrichtungen zahlreiche kurzfristige Maßnahmen um – von zusätzlichen Trinkangeboten und angepassten Tagesabläufen über häufigeres Lüften in Wohn- und Einzelräumen bis hin zu vermehrter Begleitung und Betreuung besonders gefährdeter Menschen. „Viele Einrichtungen und Dienste tun bereits alles, was kurzfristig möglich ist. Doch organisatorische Maßnahmen stoßen an Grenzen, wenn sich Gebäude über mehrere Tage aufheizen und keine geeigneten kühlen Rückzugsräume vorhanden sind“, so Kipping. „Die notwendigen Maßnahmen sind bekannt. Jetzt braucht es politisches Handeln und Tempo, damit soziale Einrichtungen und Dienste und andere wichtige Akteure auch bei zunehmender Hitze eine sichere Versorgung gewährleisten können.“
Die vollständige Auswertung der Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes können Sie hier herunterladen:

Foto: Fatih Turan
Berlin (kobinet) Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen massiv belastet: 82 Prozent der 2.871 Einrichtungen und Dienste, die sich bundesweit an einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes beteiligt haben, geben an, stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Überhitzte Gebäude, gesundheitliche Risiken und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.
„Hitze ist längst keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr, sondern eine konkrete Belastung für Menschen, soziale Einrichtungen und die gesamte öffentliche Daseinsvorsorge. Die Rückmeldungen aus den beteiligten Einrichtungen zeigen, dass besonders gefährdete Menschen bereits heute einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind“, erklärt Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. „Einige Einrichtungen berichten von Innenraumtemperaturen zwischen 30 und 40 Grad, überhitzten Wohn- und Gruppenräumen und Situationen, in denen Räume zeitweise nicht mehr nutzbar waren. Gleichzeitig leisten Beschäftigte unter extremen Bedingungen zusätzliche Arbeit, um die Versorgung und den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen sicherzustellen. Die zunehmenden Belastungen durch extreme Hitze können nicht allein vor Ort aufgefangen werden, sondern erfordern verlässliche politische Unterstützung und gemeinsame Lösungen“, so Kipping.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis zur Kalenderwoche 26 bereits rund 5.120 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Mitte Juli stehen womöglich noch die heißesten Wochen vor uns. Der Paritätische mahnt deshalb an, extreme Hitze als Aufgabe des Bevölkerungsschutzes zu behandeln und kurzfristig einen ressortübergreifenden Hitzekrisenstab auf Bundesebene einzurichten. Dieser müsse während Hitzeperioden die Lage bewerten, Maßnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen koordinieren und sicherstellen, dass Schutzmaßnahmen schnell und verbindlich umgesetzt werden.
Zudem brauche es einen bundesweiten Hitzenotfallfonds, damit Kommunen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, soziale Träger und Hilfsorganisationen notwendige Schutzmaßnahmen wie Kühltechnik, Verschattung, Trinkwasserversorgung und zusätzliche Personalressourcen finanzieren können. Besonders gefährdete Menschen wie ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, wohnungslose Menschen, Kinder und Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigten während Hitzewellen einen verlässlichen Schutz durch aufsuchende Unterstützung, erreichbare kühle Aufenthaltsorte, gezielte Information und Begleitung sowie eine bedarfsgerechte Versorgung.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf: 87,6 Prozent der Einrichtungen berichten von erheblichen Belastungen der Mitarbeitenden, 75,3 Prozent von überhitzten Gebäuden und 74,3 Prozent von Auswirkungen auf betreute, gepflegte oder begleitete Menschen. Die Rückmeldungen zeigen zudem, dass Hitze auch die Erreichbarkeit sozialer Angebote einschränkt: Menschen konnten Termine nicht wahrnehmen, Beratungsangebote nicht aufsuchen oder benötigten zusätzliche Unterstützung durch aufsuchende Hilfen. Gleichzeitig setzen Einrichtungen zahlreiche kurzfristige Maßnahmen um – von zusätzlichen Trinkangeboten und angepassten Tagesabläufen über häufigeres Lüften in Wohn- und Einzelräumen bis hin zu vermehrter Begleitung und Betreuung besonders gefährdeter Menschen. „Viele Einrichtungen und Dienste tun bereits alles, was kurzfristig möglich ist. Doch organisatorische Maßnahmen stoßen an Grenzen, wenn sich Gebäude über mehrere Tage aufheizen und keine geeigneten kühlen Rückzugsräume vorhanden sind“, so Kipping. „Die notwendigen Maßnahmen sind bekannt. Jetzt braucht es politisches Handeln und Tempo, damit soziale Einrichtungen und Dienste und andere wichtige Akteure auch bei zunehmender Hitze eine sichere Versorgung gewährleisten können.“
Die vollständige Auswertung der Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes können Sie hier herunterladen:





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