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Dokumentation der Inklusionstage 2026 veröffentlicht

Logo der Inklusionstage 2026
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Foto: BMAS

Berlin (kobinet)

Die diesjährigen Inklusionstage, die am 6. und 7. Juli 2026 in Berlin stattfanden, waren auch in diesem Jahr wieder ein Ort für engagierte Diskussionen und Vernetzung. Das diesjährige Thema der Fachveranstaltung war "Ausbildung und Arbeit für junge Menschen mit Behinderungen – barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß". Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie junge Menschen mit Behinderungen bestmöglich beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf unterstützt werden können und welche Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben geschaffen werden müssen. Auf der Internetseite www.gemeinsam-einfach-machen.de/ikt26 wurde nun die Dokumentation der Inklusionstage 2026 veröffentlicht, wie das Organisationsteam der Inklusionstage des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mitteilte.

In Podiumsdiskussionen, Projektvorstellungen, Fachdialogen und Workshops gab es bei den Inklusionstagen einen intensiven Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Praxis, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Mit rund 300 Teilnehmenden vor Ort und über 300 Personen online waren die Inklusionstage 2026 wieder sehr gut besucht. Auch der Bundesteilhabepreis 2026 mit dem Schwerpunkt "BERUFSEINSTIEG INKLUSIV – Übergang von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderungen" setzte wichtige Impulse für gelingende Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung. Informationsstände von Organisationen und Projekten boten zusätzlich Gelegenheit für einen konstruktiven Austausch, heißt es vom Organistionsteam zu den Inklusionstagen am 6. und 7. Juli 2026.

Auf der Website www.gemeinsam-einfach-machen.de/ikt26 ist nun die Dokumentation der Inklusionstage 2026 eingestellt. Dort finden sich:

• ein kurzes Video zu den Inklusionstagen 2026 mit Untertiteln und Gebärdensprache sowie in Leichter Sprache,

• ein Video mit den Grußworten der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas mit Untertiteln und Gebärdensprache sowie in Leichter Sprache,

• eine Fotogalerie sowie

• eine Zusammenfassung der Inklusionstage 2026 in Alltagssprache.

Sobald das Datum und das Thema der nächsten Inklusionstage feststehen, sollen weitere Informationen auf der Webseite www.gemeinsam-einfach-machen.de veröffentlicht werden.

Lesermeinungen

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3 Lesermeinungen
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Ralph Milewski
20.08.2026 18:07

2062: 50 Jahre Inklusionstage!

Seit nunmehr fünf Jahrzehnten bieten die Inklusionstage einen wichtigen Raum für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Auch in diesem Jahr diskutierten Expertinnen und Experten darüber, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt teilhaben können.

Uwe Heineker
Antwort auf  Ralph Milewski
20.08.2026 20:51

…. Deutschland kassiert weitere UN-Rügen bis 2062 …

Uwe Heineker
20.08.2026 12:22

Inklusionstage 2026: Gute Show – schlechte Gesetze

Auf 28 Seiten viele richtige Sätze: Barrierefreiheit, Wahlmöglichkeiten statt Automatismus Werkstatt, verbindliche Rahmenbedingungen statt freiwilliges Engagement.

Ministerin Bas sagt im Grußwort: Menschen mit Behinderung dürfen nicht wieder zu Bittstellern werden und seien keine Kostenfaktoren.

Nur: Genau das passiert gerade hinter der Bühne.

1. BGG: Die Bundesregierung feiert, dass sie die Privatwirtschaft „stärker in die Pflicht nehmen“ will. Der Entwurf tut das Gegenteil: Barrierefreiheit nur auf Anfrage, wenn es keine „unverhältnismäßige Belastung“ ist. Kein Schadensersatz, keine Entschädigung, keine Standards. Die Monitoring-Stelle UN-BRK sagt: bleibt hinter der UN-BRK zurück. Ohne Klage kein Recht.

2. Werkstätten: Seit 2023 wird eine Reform versprochen. 2026 heißt es immer noch: Ein Entwurf „solle erarbeitet werden“. 300.000 Menschen arbeiten weiter für 1,50 € die Stunde ohne Arbeitsvertrag – das ist nach Art. 27 UN-BRK nicht inklusiv, sondern Sonderarbeitsmarkt.

3. Eingliederungshilfe: Während wir über „Budget für Arbeit“ diskutieren, liegt ein Bund-Länder-Papier auf dem Tisch mit über 70 Kürzungsvorschlägen und mindestens 8,6 Mrd. Euro Kürzungsvolumen in Eingliederungshilfe und Jugendhilfe. Das hat der Paritätische im April öffentlich gemacht.

Juristisch ist das einfach: Art. 9 Barrierefreiheit, Art. 19 selbstbestimmtes Leben und Art. 27 Arbeit werden in Sonntagsreden gelobt und in Montagssgesetzen ausgehöhlt. Die Inklusionstage sind dann kein Fortschritt, sondern ein Feigenblatt.

Wer Inklusion will, braucht kein weiteres Leuchtturm-Projekt, sondern drei Dinge:

  • Ein BGG, das Barrierefreiheit als einklagbare Pflicht mit Schadensersatz verankert,
  • ein Werkstatt-Gesetz mit Mindestlohn und Übergangsgarantie auf den allgemeinen Arbeitsmarkt,
  • und ein Stopp der Kürzungspläne in der Eingliederungshilfe.

Alles andere ist Inklusionsrhetorik auf Kosten derer, die auf Rechte warten.