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BSK übergibt Unterschriften gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe an CDU-Vertreter

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Foto: BSK e.V.

KRAUTHEIM (kobinet)

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) hat am 23. September 2026 die seit dem 5. Mai 2026 gesammelten Unterschriften gegen die geplanten Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe an Winfried Oellers übergeben. Oellers ist der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Der BSK sprach sich in dem Gespräch ausdrücklich gegen jegliche Kürzungen in der Eingliederungshilfe aus. Zudem forderte der Verband, dass die Bundesregierung keine Ausweitung der gemeinschaftlichen Leistungserbringung sowie pauschaler Leistungen gegen den Willen von Menschen mit Behinderungen vornehmen darf. "Dies verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht der UN-Behindertenrechtskonvention. Wenn gemeinschaftliche Leistungserbringung zum Regelfall erklärt und die Entscheidung gegen den Willen von Menschen mit Behinderungen getroffen werden soll, dann ist dies ein massiver Eingriff in das Wunsch- und Wahlrecht und schränkt die Würde von Menschen mit Behinderungen stark ein", erklärte Verena Gotzes, Bundesvorsitzende des BSK.

Gotzes ergänzte: "Pauschale Leistungen sind oft nicht bedarfsdeckend ausgestaltet, dies ist insbesondere für Menschen mit schweren mehrfachen Behinderungen sehr problematisch. Wenn hier dann zusätzliche Anträge für weitere Bedarfe gestellt werden müssen, dann warten die Menschen mit Behinderungen länger auf ihre benötigte Leistung, und dies erhöht wiederum die Bürokratiekosten, was die Bundesregierung selbst vermeiden möchte."

Der BSK kritisierte zudem die vollständige Nichtbeteiligung im vom Bundeskanzleramt organisierten Prozess zur Erarbeitung des Arbeitspapiers zu den Kürzungsvorschlägen in der Eingliederungshilfe. "Dies widerspricht massiv dem Partizipationsgebot der UN-Behindertenrechtskonvention", betonte Gotzes.

Der BSK verwies darauf, dass eine Möglichkeit zur Erhöhung der Einnahmeseite des Bundeshaushalts die Einführung einer Börsentransaktionssteuer und die Erhöhung der Vermögenssteuer sei. Dies lehnte Oellers als CDU-Vertreter ab.

Oellers verwies darauf, dass Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Rede vor Kommunen geäußert habe, dass Menschen mit Behinderungen, die Leistungen benötigen, diese auch erhalten werden. Der BSK und alle Selbstvertretungsorganisationen und Verbände von Menschen mit Behinderungen würden den Bundeskanzler und die gesamte Bundesregierung daran messen.

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