BERLIN (kobinet)
Es gibt Streit in der Regierung.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern und einem Chef.
Der Streit geht um ein neues Pflege-Gesetz.
Pflege bedeutet: Menschen helfen anderen Menschen im Alltag.
Zum Beispiel helfen sie alten oder kranken Menschen.
Das Pflege-Gesetz ist eine Regel vom Staat.
Die Regel sagt, wie Menschen bei der Pflege unterstützt werden.
Dr. Joachim Rock hat dazu etwas gesagt.
Er ist der Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Zusammen-Schluss von Hilfs-Organisationen.
Die Hilfs-Organisationen setzen sich für Menschen ein, die Hilfe brauchen.
Rock sagt: Das Pflege-System muss sich grundlegend ändern.
Grundlegend ändern bedeutet: Die wichtigsten Regeln werden neu gemacht.
Das Pflege-System ist alles, was zur Pflege gehört.
Dazu zählen Pflege-Heime, Pflege-Kräfte und die Pflege-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung zahlt Geld für Menschen, die Pflege brauchen.
Heute müssen kranke Menschen zu viel selbst bezahlen.
Das ist nicht fair.
Pflege darf kein Armuts-Risiko sein.
Armuts-Risiko bedeutet: Man wird arm, weil man krank ist.
Rock fordert eine solidarische Pflege-Voll-Versicherung.
Solidarisch bedeutet: Alle Menschen helfen sich gegenseitig.
Eine Pflege-Voll-Versicherung zahlt alle Kosten für Pflege.
Kranke Menschen sollen nichts mehr selbst bezahlen müssen.
Auch die Familien sollen entlastet werden.
Entlastet werden bedeutet: Familien müssen weniger bezahlen.
Heute gibt es 2 verschiedene Pflege-Versicherungen.
Die 1. heißt: Soziale Pflege-Versicherung.
Die Soziale Pflege-Versicherung ist eine Versicherung vom Staat.
Fast alle Menschen in Deutschland zahlen dort ein.
Die 2. heißt: Private Pflege-Versicherung.
Die Private Pflege-Versicherung ist eine Versicherung bei einer privaten Firma.
Manche Menschen zahlen dort statt bei der staatlichen Versicherung ein.
Rock will, dass alle in eine gemeinsame Versicherung kommen.
Dann zahlen mehr Menschen ein.
Das macht die Versicherung stabiler.
Rock fordert auch schnelle Hilfe.
In der Corona-Pandemie wurden viele Menschen krank.
Pandemie bedeutet: Eine Krankheit breitet sich weltweit aus.
Die Regierung hat damals Geld aus der Pflege-Versicherung genommen.
Das Geld wurde für andere Dinge genutzt.
Dieses Geld soll die Regierung jetzt zurückzahlen.
Es geht um mehr als 5 Milliarden Euro.
Eine Milliarde ist eine sehr große Zahl.
1 Milliarde bedeutet: 1.000 Millionen.
Es gibt auch einen Pflege-Vorsorge-Fonds.
Fonds bedeutet: Geld, das für später gespart wurde.
Dort liegen über 14 Milliarden Euro.
Rock sagt: Dieses Geld muss jetzt genutzt werden.
Der Paritätische Gesamt-Verband will bei der Pflege-Reform mitentscheiden.
Reform bedeutet: Etwas wird verändert und verbessert.
Rock will, dass der Verband bei den Gesprächen dabei ist.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Koalitionsstreits um das Pflegeneuordnungsgesetz hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, für eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Der aktuelle Streit um Nachbesserungen am Gesetz sei überfällig, so Rock. Die bisherige Praxis, immer mehr Kosten auf Versicherte und Pflegebedürftige zu verlagern, Leistungen zu kürzen und sich mit Darlehen nur Zeit zu kaufen, bleibe Stückwerk und werde den Herausforderungen nicht gerecht.
Rock betonte, Pflegebedürftigkeit dürfe nicht länger zum Armutsrisiko werden. Notwendig sei eine solidarische Pflegevollversicherung, die die pflegebedingten Kosten vollständig übernehme und Pflegebedürftige wie Angehörige wirksam von den steigenden Eigenanteilen entlaste. Dazu gehöre, die Trennung zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung zu überwinden und Privatversicherte in den solidarischen Ausgleich einzubeziehen. Eine gemeinsame Versicherung aller würde die Finanzierungsbasis verbreitern und bestehende Ungleichgewichte zwischen den Versicherungssystemen abbauen.
Kurzfristig forderte Rock den Bund auf, die während der Pandemie erfolgte Zweckentfremdung von Beitragsmitteln der Pflegeversicherung rückgängig zu machen und die über fünf Milliarden Euro an die Pflegekassen zurückzuzahlen. Auch der Pflegevorsorgefonds, die Rücklage der Pflegeversicherung für spätere Jahre, sei in einer Finanznotlage eine Option. Mit über 14 Milliarden Euro sei er gut gefüllt und müsse in die Überlegungen einbezogen werden. Eine weitere Kommission ohne die Expertise der Verbände reiche nicht aus, so Rock. Der Paritätische Gesamtverband fordere, in die weitere Debatte um die Ausrichtung der Pflegereform einbezogen zu werden.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des Koalitionsstreits um das Pflegeneuordnungsgesetz hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, für eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Der aktuelle Streit um Nachbesserungen am Gesetz sei überfällig, so Rock. Die bisherige Praxis, immer mehr Kosten auf Versicherte und Pflegebedürftige zu verlagern, Leistungen zu kürzen und sich mit Darlehen nur Zeit zu kaufen, bleibe Stückwerk und werde den Herausforderungen nicht gerecht.
Rock betonte, Pflegebedürftigkeit dürfe nicht länger zum Armutsrisiko werden. Notwendig sei eine solidarische Pflegevollversicherung, die die pflegebedingten Kosten vollständig übernehme und Pflegebedürftige wie Angehörige wirksam von den steigenden Eigenanteilen entlaste. Dazu gehöre, die Trennung zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung zu überwinden und Privatversicherte in den solidarischen Ausgleich einzubeziehen. Eine gemeinsame Versicherung aller würde die Finanzierungsbasis verbreitern und bestehende Ungleichgewichte zwischen den Versicherungssystemen abbauen.
Kurzfristig forderte Rock den Bund auf, die während der Pandemie erfolgte Zweckentfremdung von Beitragsmitteln der Pflegeversicherung rückgängig zu machen und die über fünf Milliarden Euro an die Pflegekassen zurückzuzahlen. Auch der Pflegevorsorgefonds, die Rücklage der Pflegeversicherung für spätere Jahre, sei in einer Finanznotlage eine Option. Mit über 14 Milliarden Euro sei er gut gefüllt und müsse in die Überlegungen einbezogen werden. Eine weitere Kommission ohne die Expertise der Verbände reiche nicht aus, so Rock. Der Paritätische Gesamtverband fordere, in die weitere Debatte um die Ausrichtung der Pflegereform einbezogen zu werden.





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