SAARBRÜCKEN (kobinet)
Der Sozial-Verband VdK Saarland will etwas ändern.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen.
Diese Menschen brauchen Unterstützung.
Der Verband will leichteren Zugang zur Nachbarschafts-Hilfe.
Zugang bedeutet: Ein Weg führt zu einem Ort.
Menschen können diesen Weg benutzen.
Nachbarschafts-Hilfe ist Hilfe von Nachbarn.
Zum Beispiel beim Einkaufen oder im Haushalt.
Dagmar Heib ist die Landes-Vorsitzende vom VdK.
Die Landes-Vorsitzende leitet den Verband in einem Bundes-Land.
Dagmar Heib sagt: Das ist realitäts-fern.
Realitäts-fern bedeutet: Das passt nicht zur Wirklichkeit.
So sagt Dagmar Heib: Das ist nicht realistisch.
Denn ein Nachbar soll ein Führungs-Zeugnis zeigen.
Das Führungs-Zeugnis ist ein Papier vom Amt.
Darauf steht: Die Person hat nichts Böses getan.
Das Zeugnis darf nicht älter als 3 Monate sein.
Die Regel gilt für Fenster-Putzen und Staub-Saugen.
Fenster-Putzen bedeutet: Fenster sauber machen.
Staub-Saugen bedeutet: Staub mit einem Gerät entfernen.
Die Regel gilt auch für Einkaufen.
Die Pflege-Bedürftigen kennen die Helfer meist schon gut.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe brauchen.
Sie sind alt oder krank.
Sie schaffen nicht alles allein.
Die hohen Auflagen schrecken viele Helfer ab.
Auflagen sind Regeln.
Du musst diese Regeln erfüllen.
Du brauchst auch eine private Haftpflicht-Versicherung.
Das ist eine Versicherung.
Sie zahlt, wenn du jemandem Schaden zufügst.
Du brauchst auch eine Hygiene-Schulung.
Das ist ein Kurs.
Dort lernst du, wie du sauber bleibst.
Das sind zusammen zu viele Hürden.
Hürden sind Schwierigkeiten.
Sie machen eine Sache schwerer.
Im Saarland gibt es nur knapp 1.400 Nachbarschafts-Helfer.
Das sind Menschen, die anderen helfen.
Zum Beispiel beim Einkaufen.
Diese Helfer helfen etwa 1.700 Pflege-Bedürftigen.
Aber knapp 70.000 Pflege-Bedürftige wohnen zu Hause.
Das ist viel zu wenig Hilfe.
In Baden-Württemberg geht es einfacher.
Dort brauchst du keine Registrierung.
Bei einer Registrierung gibst du deine Daten ein.
So legst du ein Konto an.
Dort brauchst du kein Führungs-Zeugnis danach.
Du kannst die Hilfe bei der Pflege-Kasse abrechnen.
Die Pflege-Kasse ist eine Versicherung.
Sie zahlt Geld für Menschen, die Pflege brauchen.
Oder für Menschen, die andere pflegen.
Die Nachbarschafts-Hilfe ist sehr wichtig.
So können Pflege-Bedürftige lange zu Hause wohnen.
Das ist wichtig ohne Angehörige in der Nähe.
Angehörige sind Familie oder Freunde.
Die Landes-Regierung könnte hier schnell helfen.
Die Minister regieren ein Bundes-Land.
Sie entscheiden wichtige Dinge.
Der VdK warnt vor einer Änderung.
Das Pflege-Neuordnungs-Gesetz streicht bei Pflege-Grad 1 etwas.
Das Gesetz soll die Regeln für Pflege neu machen.
Ein Pflege-Grad zeigt, wie viel Hilfe ein Mensch braucht.
Es gibt 5 Pflege-Grade.
Je höher die Zahl, desto mehr Hilfe bekommt man.
Der monatliche Entlastungs-Betrag von 131 Euro soll wegfallen.
Der Entlastungs-Betrag ist Geld vom Staat.
Damit können Familien Hilfe bei der Pflege bezahlen.
Das gefährdet die Nachbarschafts-Hilfe.
Dann müssen Menschen früher ins teure Pflege-Heim.
Im Pflege-Heim hilft Pflege-Personal kranken Menschen.
Pflege-Personal sind Menschen, die kranke Menschen pflegen.
Sie arbeiten in Krankenhäusern.
Krankenhäuser sind große Häuser für kranke Menschen.
Foto: Sozialverband VdK Saarland e. V.
SAARBRÜCKEN (kobinet)
Der Sozialverband VdK Saarland fordert einen leichteren Zugang zur Nachbarschaftshilfe im Saarland. "Es ist realitätsfern, dass ein Nachbar zum Fensterputzen, Staub saugen oder Einkaufen ein Führungszeugnis vorlegen soll, das nicht älter als drei Monate ist, da die Pflegebedürftigen die Person in der Regel schon gut kennen. Die hohen Auflagen schrecken potenzielle Helfer ab", sagt die VdK-Landesvorsitzende Dagmar Heib. Zusammen mit dem Nachweis einer privaten Haftpflichtversicherung und der Hygieneschulung sind die Hürden für den Zugang zur Nachbarschaftshilfe einfach zu groß, wie auch die Zahlen belegen
Im Saarland sind derzeit lediglich knapp 1.400 Nachbarschaftshelfer registriert, von denen rund 1.700 Pflegebedürftige profitieren. Angesichts von knapp 70.000 Pflegebedürftigen, die im Land zu Hause versorgt werden, ist das viel zu wenig. Ein Blick nach Baden-Württemberg beweist, dass es unbürokratischer geht: Dort lässt sich die Nachbarschaftshilfe ohne Registrierung oder polizeiliches Führungszeugnis im Nachhinein mit der Pflegekasse abrechnen.
"Die Nachbarschaftshilfe ist ein wichtiges Instrument, um pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen, möglichst lange eigenständig zuhause wohnen zu bleiben – gerade dann, wenn sie keine Angehörigen in der Nähe haben. Hier könnte die Landesregierung schnell und unkompliziert ein positives Zeichen des Bürokratieabbaus setzen", so Heib. Sinnvoll ist aus Sicht des VdK außerdem eine Vermittlung von Helfern und Pflegebedürftigen, was die staatliche Registrierungsstelle aktuell nicht leistet.
Der Sozialverband VdK warnt vor den Kürzungen beim Pflegegrad 1 durch das neue Pflegeneuordnungsgesetz. Durch den geplanten Wegfall des monatlichen Entlastungsbetrags von 131 Euro sieht der Verband die niederschwellige Nachbarschaftshilfe gefährdet. Dies führe langfristig zu höheren Kosten, da Pflegebedürftige ohne die nötige Alltagshilfe früher in ein teures Pflegeheim umziehen müssten.
Foto: Sozialverband VdK Saarland e. V.
SAARBRÜCKEN (kobinet)
Der Sozialverband VdK Saarland fordert einen leichteren Zugang zur Nachbarschaftshilfe im Saarland. "Es ist realitätsfern, dass ein Nachbar zum Fensterputzen, Staub saugen oder Einkaufen ein Führungszeugnis vorlegen soll, das nicht älter als drei Monate ist, da die Pflegebedürftigen die Person in der Regel schon gut kennen. Die hohen Auflagen schrecken potenzielle Helfer ab", sagt die VdK-Landesvorsitzende Dagmar Heib. Zusammen mit dem Nachweis einer privaten Haftpflichtversicherung und der Hygieneschulung sind die Hürden für den Zugang zur Nachbarschaftshilfe einfach zu groß, wie auch die Zahlen belegen
Im Saarland sind derzeit lediglich knapp 1.400 Nachbarschaftshelfer registriert, von denen rund 1.700 Pflegebedürftige profitieren. Angesichts von knapp 70.000 Pflegebedürftigen, die im Land zu Hause versorgt werden, ist das viel zu wenig. Ein Blick nach Baden-Württemberg beweist, dass es unbürokratischer geht: Dort lässt sich die Nachbarschaftshilfe ohne Registrierung oder polizeiliches Führungszeugnis im Nachhinein mit der Pflegekasse abrechnen.
"Die Nachbarschaftshilfe ist ein wichtiges Instrument, um pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen, möglichst lange eigenständig zuhause wohnen zu bleiben – gerade dann, wenn sie keine Angehörigen in der Nähe haben. Hier könnte die Landesregierung schnell und unkompliziert ein positives Zeichen des Bürokratieabbaus setzen", so Heib. Sinnvoll ist aus Sicht des VdK außerdem eine Vermittlung von Helfern und Pflegebedürftigen, was die staatliche Registrierungsstelle aktuell nicht leistet.
Der Sozialverband VdK warnt vor den Kürzungen beim Pflegegrad 1 durch das neue Pflegeneuordnungsgesetz. Durch den geplanten Wegfall des monatlichen Entlastungsbetrags von 131 Euro sieht der Verband die niederschwellige Nachbarschaftshilfe gefährdet. Dies führe langfristig zu höheren Kosten, da Pflegebedürftige ohne die nötige Alltagshilfe früher in ein teures Pflegeheim umziehen müssten.





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