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Versorgungslücke schließen: Projekt GaViD-Sinne stärkt Diagnostik bei Taubblindheit und Hörsehbehinderung

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Foto: Susanne Göbel

Hannover / Berlin / Würzburg / Stuttgart (kobinet)

Wer weder gut sehen noch hören kann, fällt in der universitären Regelversorgung oft durch das Raster, da beide Sinne meist getrennt betrachtet werden. Hier setzt das Projekt "GaViD-Sinne" (Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Sinnesbehinderungen) an: Es schließt diese Lücke bundesweit durch aufeinander abgestimmte, kostenlose Angebote multiprofessioneller Befundung und Beratung. Ziel ist, die interdisziplinäre Diagnostik und Versorgung für Menschen mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit für alle Altersgruppen bundesweit nachhaltig zu verbessern.

Statt isolierter Einzeltests stehen die individuellen Kommunikationsformen (wie taktile Gebärden) und Alltagsbedürfnisse der Betroffenen bei diesem Projekt im Mittelpunkt. "Wir sind für Sie da, wenn bei Ihnen eine Hörsehbehinderung/Taubblindheit oder der Verdacht darauf vorliegt. Ebenso sind wir Ihre Anlaufstelle, wenn Ihr Sehen und Hören in der bestehenden Regelversorgung schwer einzuschätzen sind oder Sie Betroffene im Alltag begleiten", heißt es auf der Projektwebseite.

Interessierte können sich fortlaufend und ohne feste Fristen an die 4 regionalen Projektstandorte Berlin, Hannover, Stuttgart/Tübingen und Würzburg wenden. Weitere Informationen, Kontaktdaten und Videos in Gebärdensprache gibt es unter www.gavid-sinne.de.

Hintergrund:

Das dreijährige Projekt (September 2024 bis August 2027) wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Unter Konsortialführung des Deutschen Taubblindenwerks arbeiten Fach- und Sozialeinrichtungen, Universitätskliniken, Krankenkassen und Selbsthilfeorganisationen zusammen, um die Strukturen langfristig in die Regelversorgung zu überführen.

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