BERLIN (kobinet)
Deutsche Firmen sparen jedes Jahr viel Geld.
Sie machen das mit einem Trick.
Sie stellen keine Menschen mit Behinderung ein.
Aber sie müssen das eigentlich tun.
Das Gesetz sagt: Große Firmen müssen Menschen mit Behinderung einstellen.
5 von 100 Arbeits-Plätzen müssen für Menschen mit schwerer Behinderung sein.
Machen die Firmen das nicht?
Dann müssen sie Geld zahlen.
Das nennt man: Ausgleichs-Abgabe.
Firmen zahlen Geld an den Staat.
Das passiert wenn sie zu wenige behinderte Menschen einstellen.
Die Ausgleichs-Abgabe soll helfen.
Menschen mit Behinderung sollen bessere Chancen auf Arbeit bekommen.
Aber viele Firmen wollen das Geld nicht zahlen.
Sie nutzen einen Trick.
Menschen mit Behinderung arbeiten oft in Werkstätten.
In den Werkstätten machen sie zum Beispiel:
- Papp-Boxen falten
- Papier für Zigaretten drehen
- Tank-Deckel für Autos bauen
Die Werkstätten sind aber nicht gut für Menschen mit Behinderung.
In den Werkstätten sind Menschen mit Behinderung von anderen getrennt.
Sie bekommen wenig Geld für ihre Arbeit.
Das ist nicht fair.
Firmen können Aufträge an die Werkstätten geben.
Dann müssen sie weniger Ausgleichs-Abgabe zahlen.
Das ist der Trick.
Die Firmen sparen so viel Geld.
Aber sie stellen trotzdem keine Menschen mit Behinderung ein.
Reporter haben das untersucht.
Menschen sammeln Nachrichten und schreiben Artikel.
Sie arbeiten für Zeitungen oder das Fernsehen.
Sie informieren die Menschen über wichtige Ereignisse.
Sie arbeiten für verschiedene Zeitungen.
Sie haben heraus-gefunden: Deutsche Firmen haben 2022 so 84 Millionen Euro gespart.
Die Ämter machen es schwer.
Dort arbeiten Menschen vom Staat.
Sie helfen den Bürgern bei vielen Sachen.
Zum Beispiel beim Ausweis oder bei Anträgen.
Man bekommt nur schwer Informationen über dieses Problem.
Die Ämter wollen oft nichts sagen.
Ihr könnt die ganze Untersuchung lesen.
Informationen suchen und sammeln.
Man will etwas Bestimmtes heraus-finden.
Dafür liest man viele Texte oder fragt viele Menschen.
Sie steht im Internet.
Hier ist der Link zur Untersuchung.

Foto: Irina Tischer
BERLIN (kobinet) Deutsche Unternehmen drücken sich jedes Jahr um Millionenbeträge, indem sie die Inklusion von Menschen mit Behinderung umgehen. Eigentlich verpflichtet der Gesetzgeber größere Unternehmen dazu, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen – tun sie das nicht, müssen sie eine sogenannte Ausgleichsabgabe zahlen. Das soll Anreize für mehr Inklusion im Arbeitsmarkt schaffen. Doch die Realität sieht, wie eine Recherche des inklusiven Magazin "andererseits" und der "Süddeutschen Zeitung" zeigt, anders aus.
Jeder von uns hatte wohl schon mal etwas in den Händen, das von einem Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt hergestellt wurde – eine gefaltete Pappbox vom Router, das Drehpapier für die Zigarette, der Tankdeckel vom Auto. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen seit Jahren in der Kritik, denn anstelle echter Inklusion werden behinderte Menschen dort isoliert und entrechtet. Durch ein Schlupfloch im Gesetz können Unternehmen diese Ausgleichsabgaben mit einem einfachen Trick umgehen: Sie vergeben Aufträge an Werkstätten für Menschen mit Behinderung und können so ihre Strafzahlungen reduzieren.
Die Recherche einer Investigativjournalistin von „rag den Staat“ mit dem inklusiven Magazin „andererseits“ und der „Süddeutschen Zeitung“ zeigt, in welchem Ausmaß dieses System ausgenutzt wird. Gemeinsam haben sie herausgefunden, wie sich deutsche Unternehmen allein im Jahr 2022 84 Millionen Euro mit diesem Trick erspart haben. Aber das ist noch nicht alles: Während sich Unternehmen vor Inklusion drücken, mauern die Behörden – denn selten war es so schwer, an Informationen zu kommen.
Alle, die diese Recherche lesen möchten, können das auf dieser Internetseite tun.

Foto: Irina Tischer
BERLIN (kobinet) Deutsche Unternehmen drücken sich jedes Jahr um Millionenbeträge, indem sie die Inklusion von Menschen mit Behinderung umgehen. Eigentlich verpflichtet der Gesetzgeber größere Unternehmen dazu, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen – tun sie das nicht, müssen sie eine sogenannte Ausgleichsabgabe zahlen. Das soll Anreize für mehr Inklusion im Arbeitsmarkt schaffen. Doch die Realität sieht, wie eine Recherche des inklusiven Magazin "andererseits" und der "Süddeutschen Zeitung" zeigt, anders aus.
Jeder von uns hatte wohl schon mal etwas in den Händen, das von einem Menschen mit Behinderung in einer Werkstatt hergestellt wurde – eine gefaltete Pappbox vom Router, das Drehpapier für die Zigarette, der Tankdeckel vom Auto. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen seit Jahren in der Kritik, denn anstelle echter Inklusion werden behinderte Menschen dort isoliert und entrechtet. Durch ein Schlupfloch im Gesetz können Unternehmen diese Ausgleichsabgaben mit einem einfachen Trick umgehen: Sie vergeben Aufträge an Werkstätten für Menschen mit Behinderung und können so ihre Strafzahlungen reduzieren.
Die Recherche einer Investigativjournalistin von „rag den Staat“ mit dem inklusiven Magazin „andererseits“ und der „Süddeutschen Zeitung“ zeigt, in welchem Ausmaß dieses System ausgenutzt wird. Gemeinsam haben sie herausgefunden, wie sich deutsche Unternehmen allein im Jahr 2022 84 Millionen Euro mit diesem Trick erspart haben. Aber das ist noch nicht alles: Während sich Unternehmen vor Inklusion drücken, mauern die Behörden – denn selten war es so schwer, an Informationen zu kommen.
Alle, die diese Recherche lesen möchten, können das auf dieser Internetseite tun.




