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Raul Krauthausen heute am 15. Juli 2025 bei maischberger

Porträt von Raul Krauthausen
Zeitzeuge Raul Krauthausen
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) Raul Krauthausen kann heute am 15. Juli 2025 nicht nur seinen 45jährigen Geburtstag feiern, sondern hat die Gelegenheit bei der renommierten Talkshow maischberger ab 22:50 Uhr in der ARD seine Sicht der Dinge zu schildern. Das Thema ist "Trumps Handelskrieg und Deutschlands Innovationsfähigkeit", wozu u.a. die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär und die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Franziska Brantner Stellung beziehen werden. Zudem ist Bundespräsident a.D. Christian Wulff Gast im Studio. "Es kommentieren: Der langjährige Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Theo Koll, der Moderator und Blogger Raúl Krauthausen und die Journalistin und Buchautorin Nena Brockhaus", heißt es u.a. in der Ankündigung der Talkshow maischberger.

Dass Raul Krauthausen einiges zu erzählen hat, das kennt man. Gerade heute, da der Entwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes für mehr Barrierefreiheit gerade auch bei privaten Dienstleistungen und Produkten vom Bundeswirtschafts- und vom Bundesinnenministerium blockiert wird, findet der Gründer der Sozialhelden und Aktivist sicherlich klare Worte.

Link zur Ankündigung der Talkshow maischberger vom 15. Juli 2025, an der u.a. auch Raul Krauthausen mitwirkt

Lesermeinungen

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Ralph Milewski
15.07.2025 18:34

Raúl Krauthausen ist heute Abend bei maischberger zu sehen, und mancherorts wird das bereits erwartungsvoll als Chance gefeiert, „klare Worte“ zur stockenden Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes zu hören. Doch worauf gründet sich diese Hoffnung eigentlich? Auf die Einladungspolitik der Redaktion? Auf das Thema der Sendung? Oder bloß auf die symbolische Präsenz eines prominenten Aktivisten?

Die Realität ist ernüchternd: Maischberger diskutiert Trumps Handelskrieg und Deutschlands Innovationsfähigkeit. Krauthausen sitzt nicht am Tisch der Entscheidungsträgerinnen, sondern in der Kommentarreihe – zwischen Theo Koll und Nena Brockhaus. Behindertenpolitik steht weder auf der Agenda noch im Subtext. Und das Format ist nicht dafür bekannt, spontane Themenverschiebungen zuzulassen. Wer maischberger kennt, weiß: Dort läuft nichts unbeabsichtigt. Jede Aussage folgt einem klar gesetzten dramaturgischen Bogen. Exkurse in „fremde“ Themen? Unerwünscht – oder elegant abgeschnitten.

Es bleibt die Frage: Wird Krauthausen tatsächlich die Gelegenheit bekommen, auf das zu sprechen zu kommen, was man ihm bereits ans Herz legt? Oder erleben wir einmal mehr das alte Spiel: symbolische Inklusion zur besten Sendezeit – und strukturelle Leerstelle im Inhalt?

Vielleicht bin ich ja auch nur zu voreilig und voreingenommen. Wer weiß …
Man darf also gespannt sein.