Berlin (kobinet)
Im letzten Jahr gab es schlimme Taten.
Die Taten waren in Deutschland.
Sie waren in diesen Städten:
Solingen, Magdeburg, Aschaffenburg, Mannheim und Hamburg.
Viele Zeitungen haben darüber berichtet.
Und viele Politiker haben darüber geredet.
Die Menschen haben sich auf 2 Dinge konzentriert:
Die Täter waren psychisch krank.
Oder: Die Täter kamen aus anderen Ländern.
Psychisch krank bedeutet: Jemand hat eine seelische Krankheit.
Das Psychisch-Kranken-Gesetz regelt die Behandlung von Menschen mit seelischen Krankheiten.
Marta Bociek arbeitet beim Paritätischen Gesamt-Verband.
Carola Pohlen arbeitet auch beim Paritätischen Gesamt-Verband.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft sozialen Einrichtungen.
Soziale Einrichtungen helfen Menschen in Not.
Sie haben einen wichtigen Text geschrieben.
Der Text heißt: Menschen-Rechte statt Stigma-tisierung.
Stigma-tisierung bedeutet: Menschen werden unfair behandelt.
Sie werden ausgeschlossen.
Andere Menschen denken schlecht über sie.
Die beiden Frauen schreiben:
Viele Menschen denken etwas Falsches.
Sie denken: Psychisch kranke Menschen sind gefährlich.
Das stimmt aber nicht.
Die meisten Gewalt-Taten haben einen anderen Grund.
Sie haben nichts mit psychischen Krankheiten zu tun.
Gewalt-Taten bedeutet: Jemand tut anderen Menschen weh.
Das kann mit Schlägen sein.
Oder mit schlimmen Worten.
Gewalt-Taten sind verboten.
Deshalb ist es falsch zu sagen:
Nur psychisch kranke Menschen sind das Problem.
Aber wichtig ist trotzdem:
Wir brauchen bessere Hilfen.
Wir brauchen Hilfen für psychisch kranke Menschen.
Diese Hilfen können auch Gewalt verhindern.
Dafür brauchen wir gute Angebote.
Und wir brauchen gute Unterstützung.
Hier können Sie den ganzen Text lesen:
Der vollständige Debatten-Beitrag als PDF-Datei
Ein Debatten-Beitrag ist ein Streit-Gespräch.
Menschen reden über verschiedene Meinungen zu einem wichtigen Thema.
Eine PDF-Datei ist ein Text am Computer.
Man kann den Text lesen.
Man kann den Text drucken.
Man kann den Text aber nicht verändern.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) "Solingen, Magdeburg, Aschaffenburg, Mannheim, Hamburg – diese Städte standen im Laufe des vergangenen Jahres teilweise synonym für schreckliche Taten, über die medial intensiv berichtet und politisch teils hitzig diskutiert wurde. Mit Blick auf die Täter konzentrierte sich die öffentliche Aufmerksamkeit schnell auf ihre psychische Erkrankung, ihre Flucht- und Migrationsgeschichte oder die Kombination aus beidem. Marta Bociek, Referentin für Flüchtlingshilfe, humanitäre Auslandshilfe und internationale Kooperation, und Carola Pohlen, Referentin für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen vom Gesamtverband des Paritätischen, haben hierzu einen Debattenbeitrag unter dem Motto "Menschenrechte statt Stigmatisierung – Unterstützung psychisch erkrankter Menschen verbessern" veröffentlicht.
„Der Fokus auf psychisch erkrankte Menschen, ob mit oder ohne Flucht- und Migrationshintergrund als Täterinnen und Täter, verstellt den Blick auf die Tatsache, dass Gewalttaten sich in den meisten Fällen nicht auf eine psychische Erkrankung zurückführen lassen. Es ist daher nicht sinnvoll, in einer Debatte um die Prävention von Gewalt allein diese Personengruppe zu adressieren. Nichtsdestotrotz gilt es, die Versorgungsstrukturen und Präventionsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung so aufzustellen, dass sie ihren Beitrag zur Gewaltprävention leisten können“, schreiben die Autorinnen und Autoren unter anderem in dem Beitrag.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) "Solingen, Magdeburg, Aschaffenburg, Mannheim, Hamburg – diese Städte standen im Laufe des vergangenen Jahres teilweise synonym für schreckliche Taten, über die medial intensiv berichtet und politisch teils hitzig diskutiert wurde. Mit Blick auf die Täter konzentrierte sich die öffentliche Aufmerksamkeit schnell auf ihre psychische Erkrankung, ihre Flucht- und Migrationsgeschichte oder die Kombination aus beidem. Marta Bociek, Referentin für Flüchtlingshilfe, humanitäre Auslandshilfe und internationale Kooperation, und Carola Pohlen, Referentin für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen vom Gesamtverband des Paritätischen, haben hierzu einen Debattenbeitrag unter dem Motto "Menschenrechte statt Stigmatisierung – Unterstützung psychisch erkrankter Menschen verbessern" veröffentlicht.
„Der Fokus auf psychisch erkrankte Menschen, ob mit oder ohne Flucht- und Migrationshintergrund als Täterinnen und Täter, verstellt den Blick auf die Tatsache, dass Gewalttaten sich in den meisten Fällen nicht auf eine psychische Erkrankung zurückführen lassen. Es ist daher nicht sinnvoll, in einer Debatte um die Prävention von Gewalt allein diese Personengruppe zu adressieren. Nichtsdestotrotz gilt es, die Versorgungsstrukturen und Präventionsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung so aufzustellen, dass sie ihren Beitrag zur Gewaltprävention leisten können“, schreiben die Autorinnen und Autoren unter anderem in dem Beitrag.




