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Keine Rampe für Sportlerin mit Rollstuhl

Titelbild der tagesschau
Titelbild der tagesschau
Foto: ARD tagesschau

STUTTGART (kobinet) Weil das zu teuer sei und zu viele Plätze wegnehme, so Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos), will die Stadt Tübingen einer Tischtennisspielerin im Rollstuhl für eine Sportlerehrung Ende Juni keine Rampe aufbauen. Die Rampe braucht die Frau im Rollstuhl aber, um auf die Bühne zu kommen. Das hat die betroffene Sportlerin Cary Hailfinger öffentlich gemacht und darüber hat auch die „Tagesschau“ berichtet. „Bin ich weniger wert?“, fragt die Sportlerin nach diesem Bericht der „Tagesschau“ – eine Frage, die Boris Palmer nun auch öffentlich beantworten sollte.

Pränataltests: Ängste vor Behinderung abbauen und Familien Sicherheit geben

Foto: privat

Hannover (kobinet) Auf der Tagesordnung der heute am 20. Mai 2026 stattfindenden Sitzung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales steht u.a. die abschließende Beratung des Antrags mit dem Titel „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums„. Vor der Sommerpause werden sich die einzelnen Bundestagsabgeordneten dazu positionieren müssen, wie sie zu einem entsprechenden Monitoring der nicht-invasiven Pränataltests stehen. In einer ersten Debatte zur Einbringung des Antrags zeigten sich schon erhebliche Unterschiede bei den Meinungen der Abgeordneten. Im Vorfeld der heutigen Ausschusssitzung und der anstehenden endgültigen Beratung des Antrags im Bundestagsplenum sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Jana Petersen-Franke, die sich als eine der Sprecherinnen für Bioehtik der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, aber auch als behinderte Mutter mit diesem Thema auseinandersetzt.

Perspektiven-Podcast zu Werkstätten für behinderte Menschen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Kopfhörer
Kopfhörer
Foto: snsnep In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet) „Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen schon länger in der Kritik: Sie würden die Menschen dort ausbeuten – anstatt ihnen zu helfen, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Ist das so? Wie können die Werkstätten Menschen mit Behinderungen beim Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen? Und welche politischen Veränderungen braucht es?“ Darum geht es in der neuesten Ausgabe des Perspektiven-Podcast mit dem Titel „Arbeitsplatz oder Abstellgleis? Werkstätten für Menschen mit Behinderungen – und jetzt!“

Für eine Psychotherapie drohen noch längere Wartezeiten

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Viele Psychotherapeut*innen müssen seit Kurzem mit weniger Honorar auskommen. Im Interview erklärt Eva-Lotta Brakemeier, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, warum sie die Kürzung seitens der Krankenkassen gerade in dieser Zeit für ein falsches Zeichen hält.“ So heißt es in einem Beitrag des Vorwärts mit dem Titel „Sparkurs bei Psychotherapie: ‚Es drohen noch längere Wartezeiten'“, auf den Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Mai 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal um die Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz und warum wir in Deutschland in Sachen Inklusion kaum vorankommen.

Theresia Degener im Podcast: Warum brauchen wir die Disability Studies?

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof Dr. Theresia Degener
Foto: omp

Bochum (kobinet) „Warum brauchen wir die Disability Studies?“ Darum geht es im aktuellen Heilpädagigk-Podcast „Irgendwas mit Menschen“, bei dem Prof. Dr. Theresia Degener zu Gast ist. Theresia Degener verfügt im Rahmen ihres jahrzehntelangen Engagements in der Lehre, der Forschung und in ihrem Wirken im Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen über vielfältige Erfahrungen in Sachen Disability Studies.

Deutschland braucht starke Pflege mit Handlungsspielraum

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Benstrup (kobinet) „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“ So bringt Diana Hömmen ihre Erfahrungen und ihre Forderungen im Nachgang zum Tag der Pflegenden, der am 12. Mai begangen wurde, in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck.

Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen

Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Foto: IGEL-Media

Kiel (kobinet) „Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen“, so lautete der Titel einer Podiumsdiskussion anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai 2026 in Kiel auf Einladung des ZSL Nord, des BSVSH und der Lebenshilfe Schleswig-Holstein. Diese Diskussionsrunde wurde nicht nur von Sascha Lang moderiert, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat diese auch aufgezeichnet und nun als Podcast veröffentlicht. So können auch diejenigen, die in Kiel nicht dabei sein konnten, die gut besuchte und engagiert geführte Diskussion im Nachhinein im IGEL-Podcat verfolgen.

Vor 10 Jahren ketteten sich behinderte Menschen für Barrierefreiheit und Selbstbestimmung in der Bannmeile des Reichstags an

Ankettaktion vom 11./12. Mai 2016 am Spreeufer
Ankettaktion vom 11./12. Mai 2016 am Spreeufer
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Heute vor zehn Jahren, am 12. Mai 2016, hat nicht nur der Deutsche Bundestag die damalige Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes beschlossen und mit den Stimmen fast aller Abgeordneten der Koalition aus CDU, SPD und CSU die Verpflichtung privater Anbieter zu angessenen Vorkehrungen zur Barrierefreiheit abgelehnt. Heute vor zehn Jahren hatten sich auch Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in der Bannmeile am Spreeufer in der Nähe des Reichstages angekettet, um über 22 Stunden hinweg für Barrierefreiheit und ein gutes Bundesteilhabegesetz zu demonstrieren. Die Parallelen von damals zur heutigen Situation sind nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der damals mit vielen Aktivist*innen bei den Protesten mit dabei war, offensichtlich. Denn wieder steht eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetz an, wieder traut sich die Regierung nicht, Unternehmen ernsthaft zur Barrierefreiheit zu verpflichten und leider gilt es derzeit auch die Erfolge des Bundesteilhabegesetzes gegen Vorschläge zu Leistungskürzungen und zur Einschränkung der Rechte behinderter Menschen zu verteidigen.

Die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die Perspektiven der Inklusion

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei

MAGDEBURG (kobinet) Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Mit dem Ausgang dieser Wahlen könnte sich in diesem Bundesland sehr vieles verändern. Wir haben uns in der kobinet-Redaktion einmal die aktuellen Umfragen sowie die Wahlprogramme jener Parteien unter dem Stichwort „Inklusion“ angesehen, welche dann im neuen Magdeburger Landtag vertreten sein könnten. Nach den Wahlumfragen vom 7. Mai 2026 könnte die „Alternative für Deutschland – AfD“ 41 Prozent der Stimmen der Wählerinnen und Wähler erreichen. Das wären rund 20 Prozent mehr als zu den Wahlen im Jahr 2021. Mit 26 Prozent der Wählerstimmen könnte die CDU Sachsen-Anhalt den zweitgrößten Teil der Wählerstimmen bekommen und somit rund zehn Prozent der Wählerstimmen gegenüber dem Wahlergebnis von 2021 verlieren. Die Partei „DIE LINKE“ und die SPD liegen nach aktueller Umfrage auf dem Niveau von 2021. Bei der aktuellen Wahlumfrage mit Blick auf die Wahlen im September 2026 haben sich zwölf Prozent der Wählerinnen und Wähler für DIE LINKE entschieden und sieben Prozent für die SPD. Weitere Parteien wären nach aktueller Wahlumfrage nicht mehr im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Jürgen Dusel im IGEL-Podcast-Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Cover des IGEL-Podcast mit Jürgen Dusel
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Jürgen Dusel (Bundesbehindertenbeauftragter) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in der letzten Episode dieser Reihe ist Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Sascha Lang spricht mit Jürgen Dusel über eine Reihe aktueller behindertenpolitischer Fragen, die auch die Menschen bei den Protestaktionen der letzten Tage beschäftigen, so auch über die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und die Vorschläge für Kürzungen von Leistungen für behinderte Menschen.

Recht auf Meinungsfreiheit großzügiger auslegen! empfiehlt Ronen Steinke

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Mehr Gelassenheit und Liberalität mit an die Politik adressierten Wutäußerungen von Bürgern zieht der SZ-Autor und Jurist Ronen Steinke entgegengesetzten Reaktionen vor, insbesondere einer juristischen Ahndung. Verbalem Volkszorn rechtliche Daumenschrauben anzulegen, davon verspricht er sich keine meinungspolitische Klimaverbesserung, fürchtet eher das Gegenteil. Demokratietheoretisch wie -praktisch lässt sich Steinke bei seinen diskurspolitischen Überlegungen von einer bemerkenswerten Prämisse leiten: Noch in der sozusagen besten aller realexistierenden Demokratien besteht zwischen Regierenden und Regierten, Politikern und Bürgern ein beträchtliches Machtgefälle. Das bei den Regierten mitunter jenes Ohnmachtsempfinden bedingt und psychologisch plausibel macht und das sich dann in wüsten verbalen Attacken auf die politisch Mächtigen Bahn bricht. Und demokratisch sogar insofern gerechtfertigt erscheint, als die quasi selbstherrlich Regierenden sich nur noch auf diese rabiate Weise vom „Souverän“, von Bürgern überhaupt beeindrucken lassen. – So jedenfalls mein Verständnis der Botschaft von Steinkes publizistischer Intervention, seinem Buch „Meinungsfreiheit, wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen“.

Podcast zur Zukunftsplanung: Auf gute Nachbarschaft: Patti Scott und David Hasbury berichten von ihrer Arbeit in New Jersey

Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung im Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung im Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Schorndorf (kobinet) „Auf gute Nachbarschaft: Patti Scott und David Hasbury berichten von ihrer Arbeit in New Jersey“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 14. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung berichtet Ellen Keune über Patti Scott und David Hasbury, die in New Jersey, das ist ein Bundesstaat der USA, leben. Patti begleitet seit über 40 Jahren Menschen mit Behinderungs-Erfahrung. Vor 30 Jahren hat sie einen Begleitungs-Dienst gegründet. Dieser heißt „neighbours“ – also Nachbarn.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Wilfried Oellers (CDU/CSU) im Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Wilfried Oellers
Cover des IGEL-Podcast mit Wilfried Oellers
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Wilfried Oellers (CDU/CSU) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Wilfried Oellers, teilhabepolitischer Sprecherin der Bundestagsfraktion der CDU/CSU, dem Sascha Lang eine Reihe kritischer Fragen wie beispielsweise zur derzeit im Bundestag beratenen Reform des Behindertengleichstellungsgesetz stellte.

Wohin führt ihr uns? Wo hin soll das führen?

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat mittlerweile ein Jahr hinter sich und behindertenpolitisch kann man nicht nur sagen „außer Spesen nichts gewesen“, sondern in diesem Jahr wurde viel Porzellan und Vertrauen zerschlagen, was behinderte Menschen um den 5. Mai 2026 herum auf die Straßen getrieben hat. Auch bei der Debatte zum Behindertengleichstellungsgesetz hat die Regierungskoalition die Chance verpasst, behinderten Menschen Vertrauen zu geben, dass Barrieren wirklich abgebaut werden und dies nicht nur proklamatorisch in einem schwachen Gesetz verkündet wird. Und all dies in einer Zeit, in der die AfD mittlerweile auf Bundesebene in Umfragen mit 27 Prozent stärkste Partei wäre, wenn jetzt Bundestagswahlen sind, sondern in Sachsen-Anhalt bei über 40 Prozent liegt und evtl. sogar dort mit absoluter Mehrheit regieren könnte. Daher fragt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar „wohin wir von dieser Regierung geführt werden und vor allem, wohin das alles führen soll?

IGEL-Podcast aktuell: Viel Diskussion, wenig Verbindlichkeit? – Bundestagsdebatte zum BGG analysiert

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „IGEL aktuell: Viel Diskussion, wenig Verbindlichkeit? – Bundestagsdebatte zum BGG analysiert“, so lautet der Titel der äusserst aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Kurz nach der Bundestagsdebatte zur Barrierefreiheit und zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vom 7. Mai 2026 sprach der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, mit dem Redakteur der kobinet-nachrichten Ottmar Miles-Paul über die Debatte und ob es dabei konkrete Zeichen für Änderungen an dem scharf kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung gibt. Soviel sei gesagt, Ottmar Miles-Paul hat sich ziemlich über die Debatte aufgeregt.

Behindertengleichstellungsgesetz mit Debatte zur Barrierefreiheit zur Beratung in den Bundestag eingebracht

Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Mit einer gut einstündigen Debatte wurde der Gesetzentwurf der Bundesregierung und Anträge zur Barrierefreiheit einzelner Fraktionen heute am 7. Mai 2026 in den Bundestag eingebracht. Nun geht es mit den Beratungen im Ausschuss für Arbeit und Soziales, einer Anhörung, einer weiteren Ausschusberatung und letztendlich mit der Abstimmung im Bundestag weiter. Die Debatte, die von engagierten behinderten Menschen auf der Bühne und Protestierenden vor dem Reichstag verfolgt wurde, bot keine Überraschungen. Sie bot auch kaum eine Orientierung, was die Regierungsparteien aus CDU/CSU und SPD im weiteren Gesetzgebungsverfahren konkret und abgestimmt verändern wollen. So werden die Betroffenen angesichts dieses schlechten Gesetzentwurfs weiterhin im Dunkeln darüber gelassen, ob sie ernsthafte Chancen bekommen, barrierefreier teilhaben zu können, vor allem bei Angeboten von Unternehmen in der Privatwirtschaft, wie Wiebke Schär von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in einer ersten Reaktion nach der Debatte den kobinet-nachrichten mitteilte.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Corinna Rüffer (Bündnis 90 die Grünen) im Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Corinna Rüffer
Cover des IGEL-Podcast mit Corinna Rüffer
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Corinna Rüffer (Bündnis 90 / Die Grünen) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die klare Worte zu den derzeitigen Herausforderungen in der Behindertenpolitik findet.

Die Kosten der Selbstbestimmung und der Preis ihrer Einschränkung

Zerfallendes UN-Symbol vor hellem Hintergrund.
Menschenrechtsversprechen unter Vorbehalt?
Foto: Ralph Milewski / KI

Fladungen (kobinet) Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Das Bundesteilhabegesetz wurde beschlossen. Selbstbestimmung, Inklusion, personenzentrierte Leistungen und „ambulant vor stationär“ wurden politisch ausdrücklich gewollt. Instrumente wie Persönliches Budget, Assistenzmodelle und individuelle Teilhabeleistungen wurden geschaffen, damit Menschen mit Behinderung nicht länger primär verwaltet, versorgt oder institutionell untergebracht werden, sondern selbstbestimmt leben können.

Und genau das kostet Geld.

Das hätte niemanden ernsthaft überraschen dürfen. Individualisierung ist teurer als Standardisierung. Persönliche Assistenz ist teurer als kollektive Versorgung. Ambulante Freiheit ist aufwendiger als institutionelle Ordnung.

Wer Rechte schafft, muss damit rechnen, dass sie genutzt werden.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im IGEL-Gespräch

Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Cover des IGEL-Podcast mit Heike Heubach
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Heike Heubach (SPD) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Heike Heubach, die Behindertenbeauftragte der Bundestagsfraktion der SPD, die klare Ansichten zur derzeitigen Behindertenpolitik äußert.

Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman im IGEL-Podcast

Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Cover des IGEL-Podcast mit Sören Pellmann
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Verhindert die Politik echte Teilhabe? – Söhren Pellman (DIE LINKE) im Gespräch“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen hat der Macher des IGEL-Podcast in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch eine extra Podcast-Rubrik mit dem Titel „Verhindert die Politik echte Teilhabe?“ gestartet. Zu Gast in dieser Episode ist Sören Pellmann, der als behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE schon seit vielen Jahren in diesem Bereich aktiv ist und kritische Worte zu den derzeitigen Vorschlägen und dem Vorgehen der Bundesregierung hat.

Aktionen zum Protesttag beginnen: Menschenrechte sind nicht verhandelbar

Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Bereits zum 35. Mal nutzen eine Vielzahl von Akteur*innen, die sich für die Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen stark machen, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen dafür, um die Rechte behinderter Menschen einzufordern und für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einzutreten. Dieses Jahr finden die Aktionen zwischen dem 2. und 10. Mai 2026 statt und stehen unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar, das die Aktion Mensch, die über 500 Veranstaltungen zum Protesttag unterstützt, für dieses Jahr festgelegt hat. Ein Höhepunkt der Protestaktionen dürfte auch dieses Jahr die große Demonstation am 5. Mai vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus in Berlin sein.

IGEL-Monatsrückblick: Wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird – Sozialabbau auf Kosten von Inklusion

Cover des IGEL-Podcast zum Monatsrückblick April 2026
Cover des IGEL-Podcast zum Monatsrückblick April 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird – Sozialabbau auf Kosten von Inklusion“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im April 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im April 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. auch um die Frage: „was passiert, wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird?“

Vom Zündeln an den Strukturen zum Zündeln in der Walpurgisnacht

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Storytelling about Peers und Maikäfer
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Mehr Geschichten von und mit Behinderten, dies wünschen sich Ottmar Miles-Paul und Jennifer Sonntag (unlängst im Igel-Podcast). Ihrem Wunsch kann entsprochen werden, etwa mit der folgenden Kindheitserinnerung aus der Feder des kobinet-Kolumnisten Hans-Willi Weis. Der Autor und die Kommentarfunktion würden sich über ein Aufmerksamkeitszeichen der beiden und von weiteren Lesenden freuen.

IGEL-Podcast: SightCity 2026 im Wachstum – Mehr Raum für Innovation, mehr Zukunft für Inklusion

Cover des IGEL-Podcast zur Sight City 2026
Cover des IGEL-Podcast zur Sight City 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „SightCity 2026 im Wachstum – Mehr Raum für Innovation, mehr Zukunft für Inklusion“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In der Episode 318 des IGEL-Podcast spricht Sascha Lang mit Dagmar Kruzki über die SightCity 2026 in Frankfurt – die weltweit größte Plattform für Blindheit, Sehbehinderung, Hilfsmittel, Innovation und Austausch. Vom 27. bis 29. Mai wird das Kap Europa wieder zum Treffpunkt für Betroffene, Fachleute, Aussteller, Entwickler, Politik und alle, die Barrierefreiheit wirklich weiterdenken wollen“, heißt es u.a. n der Ankündigung des Podcast.

„Männer und unsere patriarchale Gesellschaft“ moralisieren! Erfolgversprechend?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
auf den Selbstwiderspruch im progressiven Neoliberalismus
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wie aussichtsreich ist das Vorhaben einer Moralisierung der Männer und unserer patriarchalen Gesellschaft, zu dem Raul Krauthausen und andere Stimmen aufrufen? Aktuell veranlasst durch den „Schock“, den die „Vorwürfe“ der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes, Opfer digitaler sexualisierter Gewalt von Seiten ihres Ex-Mannes zu sein, bei ihnen ausgelöst haben. „Männer und unsere patriarchale Gesellschaft sind ein elementarer Teil der Strukturen, die solche Missstände möglich machen oder eben Veränderungen verhindern“, konstatiert Krauthausen und „eben deshalb“, wegen dieser ursächlichen patriarchalen Strukturen also „reicht es nicht aus, einfach nur schockiert zu sein“. Sind jedoch die von ihm geforderten „echten Taten“ – Kontaktabbrüche, Canceln, Anprangern und Anzeigen sexistischer Äußerungen und Handlungen, moralische und rechtliche Sanktionierung – etwa schon diese strukturverändernden Taten?

Nein, denn die Strukturen des Patriarchats sind primär sozioökonomische Strukturen, keine moralischen. Sie werden nicht allein von Cis-Männern aufrechterhalten.

Neue IGEL-Podcast-Serie: Berlin – Die Behindertenpolitik muss in der Spur bleiben

Sharepic zum IGEL-Podcast zur Behindertenpolitik in Berlin
Sharepic zum IGEL-Podcast zur Behindertenpolitik in Berlin
Foto: IGEL-Media

Berlin (kobinet) „Berlin – Die Behindertenpolitik muss in der Spur bleiben“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Mit dieser Episode startet der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, eine neue Rubrik. Fortan spricht Sascha Lang im IGEL-Podcast vierteiljährlich mit der Landesbehindertenbeauftragten von Berlin, Christine Braunert-Rümenapf, über die behindertenpolitischen Entwicklungen und Herausforderungen in der Bundeshauptstatt. Zum Start der neuen IGEL-Podcast-Reihe geht es u.a. um den barrierefreien Nahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.

Auch bezüglich Kriegsvorbereitung muss die Scham die Seite wechseln

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
entsetzt über schamlose Kriegsvorbereitungspropaganda

Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) „Die Scham muss die Seite wechseln“, den Buchtitel von Gisele Pelicot, vielfaches Vergewaltigungsopfer, haben Raul Krauthausen und auch andere im Zusammenhang mit dem Fall Christian Ulmen aufgegriffen und zum Motto ihrer Solidaritätskampagne gemacht gegen cis-männliche sexualisierte Gewalt. Schämen müssen sich in Wahrheit die Täter und nicht ihre Opfer, die die Scham einmal mehr wehrlos macht.

Ich will raus – Lesung und Autoren Gespräch im IGEL-Podcast zum Welttag des Buches

Cover des IGEL-Podcast zur Lesung und Autorengespräch
Cover des IGEL-Podcast zur Lesung und Autorengespräch
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel / Halle (kobinet) „Ich will raus – Lesung und Autoren Gespräch“, so hat Sascha Lang, der Herausgeber des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die 315. Ausgabe des IGEL-Podcast getitelt. Passend zum Welttag des Buches, der von der UNESCO 1995 initiiert wurde und jährlich am 23. April ausgerichtet wird, gibt es im IGEL-Podcast „eine ganz besondere Episode“, wie es in der Ankündigung heißt. Dabei wird nämlich eine Lesung und ein Autoren Gespräch veröffentlicht. Sabine Lohner liest aus dem neustem Roman von Ottmar Miles-Paul „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ und Jennifer Sonntag unterhält sich anschließend mit dem Autor.

Jugend-Podcast Durchblick erklärt die Kritik am Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz

Logo des Podcast Durchblick
Logo des Podcast Durchblick
Foto: Durchblick

Berlin (kobinet)

In der 24. Folge des Podcast „Durchblick“ auf dem Jugendinfo Blog geht es auch um die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik an dem vorliegenden Gesetzenwurfs der Bundesregierung. Die Redakteurinnen sprechen dabei mit dem Aktivisten Ottmar Miles-Paul, der in der Behindertenbewegung aktiv ist. „Er erklärt uns, wie die Reformen nicht wirklich zu einer Gleichstellung für Behinderte in Deutschland führt“, heißt es in der Ankündigung des Podcast, der am 17. April 2026 veröffentlicht wurde.

Monopoly Gesundheitspolitik

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Benstrup (kobinet) Als Krankenschwester macht Diane Hömmen die Gesundheitspolitik und vor allem die Sparvorschläge wütend und stellen für sie keine echte und ehrliche Reform dar. Das bringt sie in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck und benennt einige Probleme bzw. Fehlfinanzierungen des Gesundheitswesens angesichts der aktuellen Einsparungsdiskussionen.

Sparzwang? Behinderte bekommen bestimmt nicht zuviel!

Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Foto: privat

Marburg (kobinet) „Wer an Behinderten spart und Milliardäre ungeschoren davonkommen lässt, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob er wirklich ein überzeugter Demokrat ist.“ So fasst der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke seinen Kommentar zusammen, den er für marburg.news und die kobinet-nachrichten anlässlich der massiven Einsparungsdebatten bei der Krankenversicherung und der Behindertenhilfe verfasst hat.

Wie wohnst du denn? Auf was achten Menschen mit Behinderung beim Wohnen?

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Wohnen
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Wohnen
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Wie wohnst du denn? Auf was achten Menschen mit Behinderung beim Wohnen?“ So lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im April 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal ums Wohnen mit Behinderung – ganz praktisch, ganz persönlich und manchmal auch überraschend humorvoll, wie es in der Ankündigung der mittlerweile 313. Ausgabe des IGEL-Podcast.

Krauthausens Forderung: Von cis-männlicher Täterschaft zu „echtem Allyship“!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
skeptisch, was Krauthausens Moralappell gegen patriarchalische Strukturen auszurichten vermag
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Raul Krauthausen hat auf der Plattform „Die Neue Norm“ am 23.März unter der Überschrift „Mut beginnt da, wo Widerspruch im eigenen Feld unbequem wird“ eine persönliche Erklärung veröffentlicht, in der er auf die zu dieser in allen wichtigen Nachrichtenmedien verbreiteten „Vorwürfe“ der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen regiert. Und zwar indem er sich mit einer Heftigkeit schockiert zeigt und sich mit einem verbalen Furor einer persönlichen Schuld, eigenen Verfehlungen in diesem Zusammenhang bezichtigt, dass es mich wiederum schockiert hat. Nicht zuletzt auch wegen der Absolutheit, mit der er im Anschluss daran von allen Cis-Männern (damit also auch von mir), auf der Stelle „echte Taten“ verlangt, „echte Solidarität“ einfordert. Worauf ich nun im folgenden eingehen werde.

Wir können auch anders

Waschbecken mit Aufkleber am Spiegel: keine Duftstoffe
Ein Aufklber genügt
Foto: Britta Wilkens

Berlin (kobinet) Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan des LIORA-Modells der Organisation „stille Stunde“ zum Abbau von unsichtbaren Barrieren bin (https://kobinet-nachrichten.org/2026/03/24/warum-wir-liora-brauchen/). Darin enthalten ist auch ein Leitfaden für Arbeitgeber zum Abbau von unsichtbaren Barrieren.

Krauthausens Schambekundung und der fragwürdige Zweck dieser „Selbstinszenierung“

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
irritiert über Raulkrauthausens Fernandes-Ulmen-Statement
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Krauthausens eilige Distanzierung in der Causa Christian Ulmen (Neue Norm vom 23.03. 2026) atmet weniger solidarischen Widerstandsgeist gegen das Patriarchat, als dass sie den fragwürdigen Geist demonstrativer Anpassung und Unterwerfung unter eine wokistische Verhaltensnorm verströmt. – Dabei ist er ehrlich und realistisch genug, einzuräumen, dass der Social-Media-Kontext, in dem er sich bewegt und als eine prominente Stimme wahrgenommen und gehört wird, kein Sprechen zulässt, das nicht auch selbstinszenatorisch ist: Lediglich „nicht bloße Selbstinszenierung“ will sein Statement sein, wo es ohne Selbstinszenierung gar nicht geht.

Hans-Willis Top-Nachrichtenloch der zurückliegenden Tage

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Staufen (kobinet) Ist das Verstummen der Berichterstattung im „Fall Ulmen“. Die „Vorwürfe“ der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen. Tagelang der Topaufreger in sämtlichen Medien, Thema auf allen Nachrichtenkanälen. Erneut eine Frau wehrloses Opfer männlich-sexistischer Gewalt, digitaler Gewalt per „Deepfake“. Eine gigantische Empörungswelle auf Social-Media, Solidaritätsaufrufe. Ein besonders entschiedener auf der Behinderten-Plattform “ Die Neue Norm“ von Raul Krauthausen.

Habermas Sprachbehinderung und warum er das Schreiben dem Sprechen vorgezogen hat

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
betrachtet Habermas und Weis im Behinderten-Vergleich
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Wiederum knüpfe ich an den Vortrag von Jürgen Habermas an aus dem Jahr 2004 über die „lebensgeschichtlichen Wurzeln“ zweier zentraler Gedankenmotive seiner Philosophie und Soziologie. Gleich zu Anfang bekennt er, „ich gestehe meine Verlegenheit angesichts der Bitte, ihnen in allgemein verständlichen Worten etwas Lehrreiches über meinen Lebensweg und meiner Lebenserfahrungen mitzuteilen …“ Was liegt diesem verblüffenden Verlegenheitsbekenntnis eines an sich doch sprachgewandten Philosophen zugrunde, sich in „allgemein verständlichen“ Worten auszudrücken und einem Publikum mitzuteilen?

Habermas und Behinderung Teil 2

Kluges Erinnern: An Nuklearkatastrophe oder Bombenangriff 1945

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Kluges Erinnern mittels Erzählen
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Staufen (kobinet) Karwoche und Ostern. An diesen Tagen versammelten sich von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre in der alten Bundesrepublik Menschen im Namen der Bewegung „Kampf dem Atomtod und der Ostermarschbewegung“. Um unter den damaligen weltpolitischen Verhältnissen für Friedenserhalt und Abrüstung zu demonstrieren. Heute, bald acht Jahrzehnte danach, ist in der Bundesrepublik erneut „Ostermarsch“ angesagt. Weil in Anbetracht der von der Politik forcierten Kriegsvorbereitung die Menschen allen Grund haben, sich um die Erhaltung des Friedens zu sorgen. Und sich zu erinnern, da Erinnerung eine Kraftquelle und eine Lehrmeisterin ist. – Ein in diesem Zusammenhang vorbildlicher politischer Erinnerungskünstler, Alexander Kluge, ist vor einer Woche gestorben. Seine Idee und Weise des erzählenden Erinnerns habe ich (schon vor einer Weile) für mich einmal in der folgenden Notiz festzuhalten versucht.

Kluges Erzählen: In Gefahr und größter Not bringt „mehr Waffen!“ den Tod

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
betrübt über den Tod von Alexander Kluge
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Der Multi-Media-Jongleur Alexander Kluge ist tot. Mit 94 Jahren seinem Freund Jürgen Habermas gleichsam hinterher gestorben, an den er noch vor wenigen Tagen im ZEIT-Gespräch erinnert hat (Feuilleton-Spezial zum Tod von Habermas). – „Kluge und Krieg“, so ließe sich ein eigentümliches und ganz einzigartiges Erzähluniversum überschreiben. In welchem der Geschichtenerzähler Kluge mit seinem sich endlos fortspinnenden Fabuliernetz die je individuelle, subjektiven Erfahrungen der Menschen im Krieg birgt und vor dem namenlosen Vergessen bewahrt. Wer sich mit Kluge und einem ebenso kühlen Blick wie er in die Labyrinthe des Kriegs begibt und dessen unterirdische, von Tod und Verderben kündenden Verliese durchstreift, steht hernach der Ignoranz und der Hybris heutiger „Masters of War“ einmal mehr fassungslos gegenüber. – Hier nochmals der im vergangenen Jahr auf kobinet erschienener Beitrag von Alexander Kluge.