Veröffentlicht am 18.03.2026 06:03 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
zurück in Wohlgefallen auf Schulstreikende gegen Wehrpflicht, ermutigend! Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Die fiesen Fragen fieser Männer gekonnt parieren – dazu muss imstande sein, wer sich in einer Art „meinungspolitischem Verdachtsfall“ (z.B. ein „Putin-Versteher“ zu sein) den inquisitorischen Verhör-Fragen von Deutschlandfunk-Redakteuren aussetzt. Redaktions-Mullahs, die als Wächterrat der „liberalen Demokratie“ auftreten. Und diejenigen, die es wagen, ihrem politischen Wahrheitsregime, der militärischen Bedrohungsthese etwa, zu widersprechen, in ein meinungspolitisches Abseits stellen, zu potentiellen Verfassungsfeinden oder Feinden im Innern erklären, sie menschlich und moralisch diskreditieren.
Veröffentlicht am 16.03.2026 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL März 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Ich bin mehr als meine Behinderung – Stimmen, Erfahrungen und Diskussionen aus der Community“, so lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im März 2026 ausgestrahlt wurde. Der monatliche Sonntags-IGEL-Talk geht mittlerweile ins vierte Jahr, so dass sich die beiden dieses Mal auch etwas Zeit genommen haben, zurückzublicken, was in dieser Zeit passiert ist.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Nancy Frind am Mikrofon Foto: privat
Erfurt (kobinet) Der Einsatz für Gleichberechtigung, Inklusion und ein Leben ohne Gewalt bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und nötiger denn je. Feministische Bewegungen stehen deshalb weiterhin vor der Aufgabe, laut, sichtbar und solidarisch zu bleiben. So die Einschätzung von Nancy Frind in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten. Am 8. und 9. März 2026 standen bundesweit Aktionen rund um den Internationalen Frauentag und den feministischen Frauen*streik im Mittelpunkt. Dabei ging es um internationale, feministische und solidarische Zusammenarbeit für mehr Gleichberechtigung. Viele Initiativen und Aktivistinnen machten deutlich: Frauenrechte müssen weiterhin sichtbar eingefordert werden.
Veröffentlicht am 11.03.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zur Zero-Conference in Wien Foto: IGEL-Media
Wien (kobinet) „Zero Conference 2026 – der Weg zur Inklusion geht nur in weltweiter Zusammenarbeit“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In dieser Episode des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang mit nach Wien zur Zero Project Conference 2026, einer der weltweit wichtigsten Konferenzen rund um Innovationen für Inklusion und den Abbau von Barrieren“, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.
Veröffentlicht am 09.03.2026 05:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des Podcast zur Zukunftsplanung vom März 2026 Foto: IGEL-Media
Schorndorf (kobinet) „Was haben wir heute getan, damit dein Leben glücklicher wird? – Wertgeschätzte Erfahrungen ermöglichen“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 13. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Nicolette Blok.
Veröffentlicht am 09.03.2026 05:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Collage von Bildern von der Veranstaltung am 6.3.26 in Erfurt Foto: Liga Selbstvertretung Thüringen
Erfurt (kobinet) Nancy Frind weiß, was es heißt, auf Unterstützung angewiesen zu sein und sich auf den Weg zu einem selbstbestimmteren Leben und Arbeiten zu machen. Nach einigen Jahren in der Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet sie mittlerweile seit vier Jahren bei der Liga Selbstvertretung Thüringen. Und dabei ist ihr die Förderung des Austausch von Frauenbeauftragten in Einrichtungen, von Bewohner*innenbeiräten und Werkstatträten besonders wichtig. Für den 6. März 2026 hatte Nancy Frind diese daher zu einer Veranstaltung nach Erfurt und online mit einer Lesung und zum Austausch eingeladen. Den kobinet-nachrichten hat sie folgenden Bericht über die Veranstaltung zugesandt.
Veröffentlicht am 08.03.2026 09:49 von Nico Wunderle in der Kategorie Meinung (?)
Nico Wunderle Foto: privat
Saarbrücken (kobinet) Paralympics gelten für viele als Symbol für Inklusion, Sichtbarkeit und sportliche Höchstleistungen von Menschen mit Behinderungen. Regelmäßig wird das internationale Sportereignis als Beleg dafür genannt, dass sich gesellschaftliche Bilder von Behinderung verändern. kobinet-Redakteur Nico Wunderle wirft in seinem Kommentar jedoch einen kritischeren Blick darauf, welche Rolle die Paralympics tatsächlich für Inklusion spielen – und welche Bilder von Behinderung dabei sichtbar werden.
Veröffentlicht am 07.03.2026 10:02 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
André Nowak, Sprecher der AG Tourismus während seines Grußwortes zum tag des barrierefreien Tourismus Foto: DZT
BERLIN (kobinet) Am Rande der Internationalen Tourismus Börse ITB hatte in dieser Woche wieder im City Cube der Berliner Messe der Tag des barrierefreien Tourismus stattgefunden. Von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) gemeinsam mit dem Länderarbeitskreis „Tourismus für Alle“ , der Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen – barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland“ und der AG Tourismus beim Deutschen Behindertenrat (DBR) vorbereitet, ist es insgesamt eine gute Veranstaltung geworden. In ihr wurden viele Erfahrungen beim Gestalten barrierefreier touristischer Angebote vermittelt, Fortschritte auf diesem Weg aufgezeigt und Rückstände ebenso benannt. Insgesamt also eine rund sechs Stunden andauernde Fachkonferenz, die Anlass zur Hoffnung auf weitere barrierefreie touristische Erlebnisse macht.
Veröffentlicht am 04.03.2026 05:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Liebe ohne Hindernisse Foto: Pixabay/Scigola
Berlin (kobinet) Die „Agentur für Berührung“ steht kurz vor ihrem Start als bundesweite Vermittlungsplattform für Sexualassistenz und -begleitung (SA/SB). Ziel ist es, Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung, im Alter oder in palliativer Situation einen selbstbestimmten Zugang zu Nähe, Sexualität und Lebensqualität zu ermöglichen – durch professionelle, qualifizierte und freiberuflich tätige Sexarbeitende. Damit greift die Initiative eine zentrale gesellschaftliche Versorgungslücke auf: Die Nachfrage nach Sexualassistenz und -begleitung übersteigt nach Informationen der Agentur für Berührung das vorhandene Angebot deutlich, bestehende Strukturen sind regional begrenzt und schwer auffindbar. Die Agentur legt besonderen Wert auf Barrierefreiheit (u.a. Leichte Sprache, Gebärdensprachvideos), Inklusion und hohe Qualitätsstandards. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten ein Interview mit der Agentur für Berührung.
Veröffentlicht am 03.03.2026 07:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Zeitzeuge Raul Krauthausen Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) In Übers Ohr – dem Podcast zum Sehen im Alter – war der Inklusionsaktivist, Medienmacher und engagierte Streiter für echte Beteiligung Raul Krauthausen zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, was Teilhabe älterer Menschen mit Sehbehinderung heute – und in Zukunft – tatsächlich bedeutet. Diskutiert wurde die „doppelte Unsichtbarkeit“ von Alter und Behinderung sowie die These: „Lieber behindert alt werden, als alt behindert.“ Deutlich wurde: Inklusion ist kein Wohlfühlbegriff. Sie verlangt Auseinandersetzung, strukturelle Veränderungen und politische Verantwortung. Barrierefreiheit darf nicht von Freiwilligkeit abhängen – sie braucht verbindliche gesetzliche Grundlagen. Und: Menschenrechte dürfen kein Preisschild tragen.
Veröffentlicht am 02.03.2026 10:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Im Sturm der Reformen – Community kämpft weiter für Teilhabe“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Februar 2026 bestimmt haben. Nicht fehlen darf dabei natürlich nicht der am 11. Februar 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und die massive Kritik behinderter Menschen und ihrer Verbände.
Veröffentlicht am 01.03.2026 09:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Nancy Frind Foto: privat
Erfurt (kobinet) Heute ist für Nancy Frind aus Thüringen ein besonderer Tag. Am 1. März 2022 hatte sie ihren ersten Arbeitstag bei der Liga Selbstvertretung in Thüringen und ihren ersten richtigen Job, sozialversichert und mit richtigem Lohn. Vorher hatte sie sieben Jahre lang in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet und Schritt für Schritt gemerkt, dass sie mehr kann und mehr will. Das Sozialamt hat ihr entscheidend dabei geholfen, dass sie seit vier Jahren der Förderung des Budget für Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Und Nancy Frind hat auch einen Tipp für all diejenigen, die ebenfalls sagen: „Ich will raus“ – aus der Werkstatt oder dem Wohnheim: „Seid laut, sucht euch Unterstützung und nutzt eure Chancen!“ kobinet-Redakteur sprach mit der engagierten Frau aus Thüringen, die immer wieder Aktzente für die Rechte behinderter Menschen und dabei besonders auch für behinderte Frauen setzt.
Veröffentlicht am 01.03.2026 08:01 von Nico Wunderle in der Kategorie Meinung (?)
Nico Wunderle Foto: privat
Dillingen (kobinet) Behindertenorganisationen haben sich schon so manche bewusstseinsbildende Selbsterfahrungsaktivitäten ausgedacht, um nichtbehinderten Menschen näher zu bringen, was es bedeutet mit einer Behinderung zu leben oder durch Barrieren behindert zu werden. Bürgermeister*innen fuhren mit Rollstühlen durch die Stadt, Abgeordnete setzten sich Dunkelbrillen auf oder Studierende erfuhren, was es bedeutet, wenn man nur die Hälte oder gar nicht hören kann. Die Gewerkschaft ver.di hat in den letzten Tagen al denjenigen, die auf öffentliche Verkehrsmitteln angewiesen sind, aufgezeigt, was es bedeutet, Busse und Bahnen nicht zu nutzen, nach Informationen zu suchen, ob nicht doch ein Bus oder eine Bahn fährt oder mittels des Einsatzes zusätzlichen Geldes mit dem Taxi zur Arbeit, zu Arztterminen oder zu Freizeitaktivitäten zu fahren. So geht es vielen behinderten Menschen häufig. Dass die Streiks aber auch ein Machtgefälle aufzeigen, wer sich was leisten kann, und wie wichtig der Einsatz der Gewerkschaften für faire Löhne ist, damit beschäftigt sich Nico Wunderle in seinem Kommentar nach zwei zum Teil sehr anstrengenden Streiktagen im Öffentlichen Personennahverkehr in vielen Städten Deutschlands. Denn für den Redakteur der kobinet-achrichten Nico Wunderle gehören öffentliche Verkehrsmittel zum Alltag sowie das Streikrecht. Dabei sind Machtverhältnisse und Verkehr für ihn wichtige sozialpolitische Themen.
Veröffentlicht am 28.02.2026 07:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zum Engagement in Vereinen Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Aktives Engagement in einem Verein – Das geht! mit DL Verein!“ So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der 306. Ausgabe des IGEL Podcasts spricht Sascha Lang mit Hansjörg Lienert über Engagement in Vereinen und darüber, wie digitale Werkzeuge Inklusion konkret ermöglichen können. Im Mittelpunkt steht die Fachanwendung DL-Verein, die speziell dafür entwickelt wurde, Vereinsarbeit barrierefrei zu gestalten und blinden sowie sehbehinderten Menschen aktive Rollen in Organisationen zu ermöglichen – bis hin zu Vorstandsaufgaben.
Veröffentlicht am 25.02.2026 08:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen Foto: LB Bremen
Kassel (kobinet) Und wieder übergibt die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf heute am 25. Februar 2026 einen Förderscheck an eine Werkstatt für behinderte Menschen. Dieses Mal gehen 3,9 Millionen Euro an die Donau-Ries-Werkstätten GmbH in Nördlingen für die Modernisierung und für weitere Plätze in der Werkstatt. Dies hat nicht nur Kritik bei behinderten Menschen ausgelöst, die sich für Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen wie beispielsweise das Budget für Arbeit engagieren, ausgelöst, wie von Nancy Frind. Es wirft auch die Frage auf, ob der im August 2023 von Ottmar Miles-Paul veröffentlichte Roman über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu mit dem Titel „Zündeln an den Strukturen“ noch so aktuell wie eh und je ist. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac hat sich mit der Kritik von Nancy Frind an der erneuten Förderung einer Werkstatt in Bayern beschäftigt und sprach mit Ottmar Miles-Paul über die Aktualität seines Romans und warum die Entwicklung bei der Reform des Werkstättensystems eine Schnecke zu sein scheint.
Veröffentlicht am 25.02.2026 06:29 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
begutachtet das ableistische Menschenbild Tei 2 Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Ich fahre fort mit meinen Ausführungen zu Ralph Milewskis grundsätzlichem Nachdenken, über den die Zeiten und die Systeme überdauernden Ableismus und das ihn leitende Menschenbild. Ergebnis meiner vorangehenden Überlegungen war, dass die ideengeschichtlich auf Kants Aufklärungsphilosophie zurückgehende universalistische Moral es bis heute nicht vermocht hat, das ableistische Menschenbild Schachmatt oder außer Kraft zu setzen. Gerade in unserer neoliberalen Gegenwart scheinen die sozioökonomischen Strukturen und die sich aus ihnen ergebenden prägenden Orientierungen und Verhaltensmuster das ableistische Menschenbild erneut zu plausibilisieren und zu einem handlungsleitenden Schema „abzudaten“. – Was also tun?
Veröffentlicht am 19.02.2026 07:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Irmgard Badura auf Flyer der Nürnberger Grünen zur Kommunalwahl 2026 Foto: Maximilian Hirschmann
Nürnberg (kobinet) „Nürnberg ist wirklich eine total interessante und auch aktive Stadt. Ich lebe sehr gerne hier. Wir sind geschichtlich höchst interessant, heutzutage extrem bunt, will heißen, wir haben über 50 % Menschen aus verschiedensten Ländern bei uns wohnen. Das ist Chance, aber Herausforderung zugleich: Ich wünsche mir, dass wir mehr miteinander leben, reden und uns begegnen, als nebeneinander in den jeweiligen Blasen“, so bringt Irmgard Badura auf den Punkt, warum sie nicht nur gerne in Nürnberg lebt, sondern am 8. März 2026 bei der Kommunalwahl für die Grünen für den Stadtrat von Nürnberg kandidiert. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit der blinden Politikwissenschaftlerin und ehemaligen Landesbehindertenbeauftragten von Bayern, die sich seit vielen Jahren für die Rechte behinderter Menschen und anderer benachteiligter Gruppen engagiert, über ihre Kandidatur, ihre Chancen und was ihr wichtig ist.
Veröffentlicht am 18.02.2026 08:33 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Ottmar Miles-Paul Foto: Irina Tischer
Kassel (kobinet) „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, so heißt es in einem bekannten Karnevalslied, das darauf verweist, dass die närrische Zeit an diesem Tag ein Ende hat, so dass die Kostüme und das übriggebliebene Konfetti für die nächste Karnevalszeit eingepackt werden können. Was behinderten Menschen am Mittwoch vor Beginn der entscheidenden Phase des diesjährigen Karnevals als „vergiftetes Geschenk“, wie Raul Krauthausen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) bezeichnet, ins Nest gelegt bekamen, wirkt leider auch am Aschermittwoch und wahrscheinlich noch lange danach. Nämlich dahingehend, dass sich in Sachen Abbau von Barrieren in Deutschland auch zukünftig wenig ändern dürfte. Denn behinderte Menschen scheinen eine solch große Bürde für die Gesellschaft zu sein, wie dies Andreas Bethke vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) kritisch hinterfragt, dass Unternehmen vor jeglicher Verpflichtung zur Barrierefreiheit und angemessenen Vorkehrungen für die Teilhabe behinderter Menschen geschützt werden müssen. Am Aschermittwoch ist für behinderte Menschen ganz und gar nicht alles vorbei und es droht ein ewig währendes Katerfrühstück, wenn wir uns nicht engagieren, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar feststellt.
Veröffentlicht am 18.02.2026 05:50 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
begutachtet das ableistische Menschenbild (Teil 1) Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Es wäre schön, wenn das ableistische Menschenbild verschwände wie ein mit Fingern in den Sand gezeichnetes Gesicht am Ufer des Meeres (in Anlehnung an das von Michel Foucault geprägte philosophische Denkbild). Dass dies irgendwann mit dem ableistischen Menschenbild geschieht, darauf sollten wir nicht hoffen, die Erwartung wäre illusorisch. Nicht einmal seine moralische Verurteilung und eine weltweite menschenrechtliche Sanktionierung haben zu nennenswerten oder gar verlässlichen Anzeichen geführt, das ableistische Menschenbild könnte über kurz oder lang im Verschwinden begriffen sein. Im Gegenteil. Das nunmehr bereits jahrzehntelang auf der Welt etablierte neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hat Strukturen, Institutionen und Verhaltensweisen installiert, die – ungeachtet moralischer Ächtung, gesetzlichen Verbots und juristischer Belangbarkeit ableistischer Diskriminierung – auf ihre Weise dafür sorgen, dass sich das ableistische Menschenbild verfestigt und perpetuiert.
Veröffentlicht am 16.02.2026 06:00 von Nico Wunderle in der Kategorie Meinung (?)
Nico Wunderle Foto: privat
Düsseldorf (kobinet) Vierzehn Plätze. Vierzehn Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator, die beim Rosenmontagszug in Düsseldorf nicht am Rand stehen, sondern mitten im Geschehen dabei sind. Der von der KG Gemeinsam Jeck gebaute Karnevalswagen zeigt eindrucksvoll: Inklusion im Karneval ist möglich – praktisch, sicher und ohne übermäßigen Aufwand.
Veröffentlicht am 16.02.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Thema Identität Foto: IGEL-Media
Halle / Bad Segeberg (kobinet) „Identität zuerst – oder definieren wir uns über die Behinderung?“ So lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) ausgestrahlt wurde. Jennifer Sonntag und Sascha Lang reden dabei u.a. über eine Frage, die viele schon gehört (oder gedacht) haben: Identität zuerst – oder definieren wir uns über die Behinderung?
Veröffentlicht am 11.02.2026 14:09 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung (?)
Ableismus jenseits der Systeme Foto: Ralph Milewski / KI
Fladungen (kobinet) Die Frage, warum Menschen mit Behinderung in nahezu allen Gesellschaften als Problem, Ausnahme oder Belastung behandelt werden, wird meist mit Verweisen auf politische oder wirtschaftliche Systeme beantwortet. Mal gilt der Kapitalismus als Ursache, weil er Menschen nach Produktivität sortiere. Mal der Sozialismus, weil er den normierten Kollektivmenschen erzeuge. Mal die autoritäre Herrschaft, weil sie Abweichung nicht dulde. Doch je weiter der Blick wird, desto weniger trägt diese Zuordnung. Das Grundmuster, Bewertung nach Nützlichkeit, Heroisierung der Helfenden, Trennung der Abweichenden, erscheint unabhängig von der jeweiligen Ordnung. Vielleicht liegt der Ursprung nicht im System, sondern im Menschenbild selbst.
Veröffentlicht am 10.02.2026 06:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Buchcover des Romans „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ mit Klappentext Foto: BSK
Krautheim (kobinet) „Am Ende stellt man fest: Dieses Buch ist mehr als ein Roman. Es fragt ganz klar: Wem gehört das Leben behinderter Menschen? Den Institutionen, den Gesetzen, den sogenannten Expert*innen – oder den Betroffenen selbst? Und es lässt die Lesenden mit einer unbequemen Erkenntnis zurück: Inklusion scheitert nicht an Fähigkeiten, sondern an Strukturen. ‚Ich will raus – Von der Exklusion zur Inklusion‘ ist ein starkes Buch, das gelesen werden sollte!“ So fasst die Online-Redakteurin des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) Anna Koch ihre Rezension zum neuen Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ zusammen, die sie auf der Internetseite des BSK veröffentlicht hat.
Veröffentlicht am 10.02.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Logo des DBSV Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat ein neues Audioformat mit dem Titel „Low Vision Stories“ gestartet. „In diesem Podcast begleiten wir blinde und sehbehinderte Menschen bei spannenden Aktivitäten und lernen dabei interessante Persönlichkeiten kennen. In jeder Folge steht eine Person im Mittelpunkt, die offen von ihren Herausforderungen berichtet und davon, wie sie mit Mut und Kreativität Barrieren überwindet“, heißt es in der Ankündigung im Newsletter dbsv-direkt.
Veröffentlicht am 09.02.2026 15:42 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung (?)
Ableismus – da vergeht einem das Lachen! Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet) Die Lebenshilfe Bayern wirbt für den Freiwilligendienst mit Superhelden und Heldentum unter der Adresse „freiwilligeinheld.de“. Was freundlich und bunt wirken soll, erzählt ein altes ableistisches Märchen: Menschen mit Behinderung erscheinen als Zumutung, Begegnung als Opfergang. Eine Kampagne, die Inklusion verspricht und Ausgrenzung reproduziert.
Mach ein heldenhaftes Jahr bei der Lebenshilfe. Ein Satz, der freundlich klingen soll, bunt, motivierend, jugendlich. Auf den Werbebildern lachen junge Leute in Umhängen und Masken wie aus einem Kindergeburtstag. Superheldenästhetik, Comic-Schrift, gute Laune. Wer wollte da widersprechen.
Veröffentlicht am 08.02.2026 23:43 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
nimmt zwei Gefährdungsblinde ins Visier Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Der Weckruf gilt Raul Krauthausen und seinem Podcast-Gast Aladin El- Mafaalani. Grob Fahrlässig mindestens, so würde man im Straßenverkehr sagen, wie die beiden in ihrem jüngsten Gespräch das Verteidigungsnarrativ der Mächtigen in Politik und Medien, sprich milliardenschwere Aufrüstung und damit implizit Kriegsvorbereitung, sich zu eigen machen. Kein Wort dazu, welche Gefahr dies angeblich alternativlose Politik insbesondere für behinderte und vulnerable Menschen heraufbeschwört. Welch negative, für uns Behinderte geradezu verheerende Mentalitätsveränderung das permanente Gerede von einer akuten Sicherheitsbedrohung und der eben deshalb notwendigen Kriegsertüchtigung in der nicht behinderten Mehrheitsbevölkerung bewirkt. Dass für diese der Gedanke „Krieg“ und „Behindertsein“ oder „angegriffen werden und sich verteidigen müssen“ eine Horrorvorstellung bedeutet, die reflexhaft Flucht- und Abwehrreaktionen erzeugt. Und bei einem Blick in die Geschichte sogar Schlimmeres!
Veröffentlicht am 06.02.2026 11:58 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) Ist, ich zitiere, „eine schreckliche, eine miserable, eine zutiefst gefährliche Entwicklung“, das Ende des New-Start- Atomwaffenabkommens nämlich – wenn das schon ein nüchterner „Sicherheitsexperte“ wie Wolfgang Ischinger sagt, dann ist der Zustand internationaler Politik wirklich desaströs und es steht wahrlich schlimm mit unserer Welt. Sie taumelt am Rande des Abgrunds.
Veröffentlicht am 04.02.2026 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Ina Fischer Foto: Grafschaft Erlangen
Erlangen (kobinet) Wenn es in Erlangen um das Thema Inklusion geht, dann mischt Ina Fischer meist mit. Sie hat nicht nur das Projekt Kommune Inklusiv beim Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter koordiniert, sondern mischt immer wieder in der Stadtpolitik mit. Nun kandidiert Ina Fischer für die Stadtratswahl in Erlangen, die am 8. März 2026 stattfindet. Mit ihrer Kandidatúr möchte die blinde Frau vor allem jetzt, wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als „Kostenfaktor“ gesehen werden, laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Dies und vieles mehr hat sie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview zu ihrer Kandidatur mitgeteilt.
Veröffentlicht am 02.02.2026 06:49 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast mit dem Monatsrückblick Januar 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Von Pleiten bis Stillstand – auch der Januar bringt die Inklusion nicht nach vorne“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Januar 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Januar 2026 bestimmt haben.
Veröffentlicht am 01.02.2026 23:50 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
gewährt einen Hoffnungsschimmer, einen Lichtblick Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Zivilgesellschaftlich organisierte solidarische Katastrophenhilfe, die nicht Bestandteil bellizistischer Bevölkerungsschutzpolitik ist und nach deren Pfeife tanzt. Also nicht mit Kriegsvorbereitung verquickt wäre. Sondern eine selbstorganisierte Nothilfe bei klimakatastrophischen Ereignissen wie bei einer Flutkatastrophe oder einem Kollaps von Teilen der Infrastruktur (etwa Stromausfall), ob infolge technischen Versagens oder durch einen kriminellen bzw. politisch extremistischen Anschlag. – „Solidarisches Preppen, wie man Nachbarn zu Katastrophenhelfern macht“, eine Hörspiel-Doku von Fritz Thietz aus dem Jahr 2024 (unlängst zum wiederholten Mal auf Deutschlandfunk zu hören), stellt anschaulich und beispielhaft eine Katastrophenhilfe vor, die nicht sogleich Wasser auf die Mühlen der „Masters of War“ in Politik und Medien ist. „Es sind deine Nachbarn, die bei Katastrophen als erstes helfen“, lautet das handlungsleitende Ausgangsmotto.
Denn wenn etwas passiert, sei nachbarschaftlich solidarisches Preppen das erste und naheliegenste, was hilft. Und es werde etwas passieren, spätestens wenn das Klima kollabiert, sagt der Autor. Wie sieht nachbarschaftlich gemeinsame Vorsorge für den Fall eines Kollaps oder der Katastrophe also konkret aus, angefangen beim Stromausfall…
Veröffentlicht am 01.02.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Logo des Deutschlandfunk Foto: Deutschlandfunk
Frankfurt / Köln (kobinet) In der Reihe „Hörsaal“ bei Deutschlandfunk Nova wurde am 29. Januar 2026 der Vortrag „Ablei’smus und Philosophie – Behindertenfeindliches Denken hat Tradition“ ausgestrahlt, der auch in der ARD-Audiothek verfügbar ist. „Die Philosophie ignoriert Menschen mit Behinderung oder wertet sie ab, sagt Regina Schidel. Die Philosophin analysiert in ihrem Vortrag diese Diskriminierung in unserer Denktradition und zeigt Wege zu einer nicht-ableistischen Gesellschaft auf“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Vortrags.
Veröffentlicht am 28.01.2026 12:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung ist mittlerweile davon überzeugt, dass das Thema Barrierefreiheit einen ganz großen Stellenwert in der Bundesregierung haben muss, förmlich einem äusserst komplizierten Staatsakt gleichkommt. Diese Erkenntnis ergibt sich aus der Tatsache, dass trotz mehrfacher Ankündigung wie, dass die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) für mehr Barrierefreiheit statt ursprünglich Anfang August 2025, dann am 17. Dezember 2025, nun zuletzt aber dann im Januar 2026 erneut wieder nicht vom Buskabinett beschlossen wurde. So können sich die Diskriminierer und Barrierenbauer auch weiterhin entspannen, denn verpflichtende und konkrete Vorschriften zur Barrierefreiheit für private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten bleiben weiterhin bloße Versprechungen. Zurücklehnen kann sich auch der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion Wilfried Oellers, der der Ampelkoalition ständig vorgeworfen hat, dass diese mit ihren Gesetzgebungsverfahren zur Behindertenpolitik nicht vorankommt. Der verpasste Herbst der Reformen folgt damit der Frühling der Diskriminierer, die weiterhin munter die Teilhabe behinderter Menschen behindern dürfen, stellt die LIGA Selbstvertretung fest.
Veröffentlicht am 28.01.2026 10:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Barrierefreiheit wirklich zu beurteilen, ist eine schwierige Angelegenheit, weil viele unterschiedliche Menschen eben auch durch verschiedene Barrieren behindert werden. Neben den DIN-Normen, einigen darauf basierenden Informationsangeboten und Zertifikaten kann jeder der entsprechende Auskünfte benötigt, sich damit ein gutes Stück weiterhelfen. Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt rund einer Million Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert haben jetzt „Die Sozialheld*innen“ mit dem a11y-Score ein digitales Werkzeug entwickelt, das die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum messbar und vergleichbar macht. Mit dem a11y-Score lassen sich erstmals einheitliche Punktwerte für die Barrierefreiheit in Regionen, Städten oder Landkreisen abrufen. Grundlage sind offene Daten aus der OpenStreetMap (OSM), die ausgewertet und zu einem Wert zwischen 0 und 100 zusammengeführt werden. Die Beta-Version zeigt ab sofort die Bewertungen von 16 Bundesländern sowie 418 kreisfreien Städten und Landkreisen.
Veröffentlicht am 28.01.2026 07:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Ottmar Miles-Paul Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) „Die Kommission empfiehlt, den laufenden Dialogprozess des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit den Ländern und Kommunen zur Eingliederungshilfe auch auf konkrete Maßnahmen zur zeitnahen Begrenzung der Kosten zu fokussieren und diesen verlässlich bis Mitte 2026 abzuschließen.“ So heißt es in der Überschrift der Empfehlung 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform, die am 27. Januar 2026 ihren Abschlussbericht der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, übergeben hat. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat sich den Bericht aus behindertenpolitischer Sicht genauer angeschaut.
Veröffentlicht am 28.01.2026 06:06 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
ist diesmal auf Behinderten-Peers gerichtet Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wer um das gegenwärtige Politikdesaster, dem insbesondere benachteiligte und marginalisierte Menschen schutzlos preisgegeben sind, lieber herumreden möchte, statt die Dinge beim Namen zu nennen, redet von „Weltschmerz“ und dem Wolkenkuckucksheim einer „schönen Zukunft“. Ich hoffe, ich liege falsch mit meiner Befürchtung, die für heute Abend um 18 Uhr angesetzte Konferenz „Weltschmerz trifft auf schöne Zukunft“ könnte auf eben dieses Ausweich- und Verdrängungsmanöver hinauslaufen.
Staufen (kobinet) Das altersunabhängig gültige Axiom nachhaltiger Verteidigungsbereitschaft muss sich immer wieder gegen die ein oder andere Anfechtung behaupten. Zum Beispiel seine scheinbare Widerlegung durch allerlei zivile Kollateralschäden. Lästige Nebenwirkungen der Bewaffnung und des Waffengebrauchs, wie sie wahllos Jung und Alt treffen können. So nehmen wir in dieser Folge Anteil am kollateralgeschädigten Schicksal von Personen, die uns aus vorangegangenen Folgen schon vertraut sind. Nehmen uns allerdings vor übertriebener Empathie in Acht, was nur zu Lasten von Resilienz und Wehrhaftigkeit gehen würde. Wie man stattdessen unverdrossen die Bewaffnung auch zivilgesellschaftlich flächendeckend vorantreibt, erfahren wir von unseren polnischen Nachbarn. Wie sehr sie mit gutem Beispiel vorangehen, darüber berichtet die Content-Createrin Britta, die als Wehrertüchtigungs-Scout in Polen unterwegs ist.
Veröffentlicht am 23.01.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Wegweiser, der in die Werkstatt und auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt zeigt Foto: privat
Nürnberg (kobinet) Jürgen Kunz hat auf der Plattform Abgeordneten Watch vor kurzem den bayerischen Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel, der auch Vorsitzender der AG Förderschulen und Inklusion der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ist, nach dessen Haltung in Sachen Werkstätten für behinderte Menschen befragt. Mit dessen Antwort, dass die Werkstattbeschäftigten keine Änderung für sich möchten und auch keine Inklusionsdebatte war er nicht zufrieden. In einem Gastbeitrag für die kobinet-nachrichten beschäftigt sich Jürgen Kunz daher nun intensiver mit der Frage, was 100 Jahre Fürsorge für das heutige Werkstättensystem bedeutet.
Staufen (kobinet) Es hat gepisst, der Regen rann in Bindfäden vom baltischen Himmel auf den Vorplatz der Kathedrale in der Vilniuser Altstadt, wo Kanzler Merz und Pistorius das eiserne Freundschaftsband beschworen zwischen Deutschen und Litauern. Würdiger Anlass, der Aufstellungs-Appell unserer 9. Panzerbrigade, zu der auch Kommandant Kevin, seine Crew und ihr Gerät zählen. Militär zum Anfassen für Grundschulklassen sowie Schaulustige aller Altersstufen. Abends auf der Stube schaut sich die deutsche Panzerbesatzung Videos von der Veranstaltung an, unvergessliche Bilder fürs Familienalbum, Kevin hat sie schon an Frau und Kind gepostet – so viel zu den Geschehnissen in Folge drei unserer Chronik der laufenden Wehrertüchtigungsereignisse. In der vierten Folge hält Kevins Frau ihren kriegstüchtigen Mann an der Nato-Ostflanke telefonisch darüber auf dem Laufenden, was sich unterdessen an der Heimatfront im Schwabenland zugetragen hat.
Staufen (kobinet) In der vorangegangenen Folge haben wir einen glasknochenkranken Jungen und einen hochbetagten Alten kennengelernt und miterlebt, wie sie sich trotz ihrer Vulnerabilität der aus erhöhter Verteidigungsbereitschaft gelegentlich entspringenden widrigen Umstände erwehren und Herausforderungen bewältigen. Diesmal begegnen wir in der litauischen Provinz einem testosterongeladenen Kraftpaket reinster Virilität, bereit, sich mit Gebrüll auf jeden Angreifer zu stürzen, der es wagt, auch nur einen Quadratzentimenter – doch lest selber, was die Viererbande unter Commander Kevin an Abenteuern zu bestehen hat.