Veröffentlicht am 01.05.2026 09:28 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zum Monatsrückblick April 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird – Sozialabbau auf Kosten von Inklusion“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im April 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im April 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. auch um die Frage: „was passiert, wenn Teilhabe zur Verhandlungsmasse wird?“
Staufen (kobinet) Mehr Geschichten von und mit Behinderten, dies wünschen sich Ottmar Miles-Paul und Jennifer Sonntag (unlängst im Igel-Podcast). Ihrem Wunsch kann entsprochen werden, etwa mit der folgenden Kindheitserinnerung aus der Feder des kobinet-Kolumnisten Hans-Willi Weis. Der Autor und die Kommentarfunktion würden sich über ein Aufmerksamkeitszeichen der beiden und von weiteren Lesenden freuen.
Veröffentlicht am 30.04.2026 06:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zur Sight City 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „SightCity 2026 im Wachstum – Mehr Raum für Innovation, mehr Zukunft für Inklusion“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In der Episode 318 des IGEL-Podcast spricht Sascha Lang mit Dagmar Kruzki über die SightCity 2026 in Frankfurt – die weltweit größte Plattform für Blindheit, Sehbehinderung, Hilfsmittel, Innovation und Austausch. Vom 27. bis 29. Mai wird das Kap Europa wieder zum Treffpunkt für Betroffene, Fachleute, Aussteller, Entwickler, Politik und alle, die Barrierefreiheit wirklich weiterdenken wollen“, heißt es u.a. n der Ankündigung des Podcast.
Veröffentlicht am 27.04.2026 05:06 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
auf den Selbstwiderspruch im progressiven Neoliberalismus Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wie aussichtsreich ist das Vorhaben einer Moralisierung der Männer und unserer patriarchalen Gesellschaft, zu dem Raul Krauthausen und andere Stimmen aufrufen? Aktuell veranlasst durch den „Schock“, den die „Vorwürfe“ der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes, Opfer digitaler sexualisierter Gewalt von Seiten ihres Ex-Mannes zu sein, bei ihnen ausgelöst haben. „Männer und unsere patriarchale Gesellschaft sind ein elementarer Teil der Strukturen, die solche Missstände möglich machen oder eben Veränderungen verhindern“, konstatiert Krauthausen und „eben deshalb“, wegen dieser ursächlichen patriarchalen Strukturen also „reicht es nicht aus, einfach nur schockiert zu sein“. Sind jedoch die von ihm geforderten „echten Taten“ – Kontaktabbrüche, Canceln, Anprangern und Anzeigen sexistischer Äußerungen und Handlungen, moralische und rechtliche Sanktionierung – etwa schon diese strukturverändernden Taten?
Nein, denn die Strukturen des Patriarchats sind primär sozioökonomische Strukturen, keine moralischen. Sie werden nicht allein von Cis-Männern aufrechterhalten.
Veröffentlicht am 25.04.2026 10:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Sharepic zum IGEL-Podcast zur Behindertenpolitik in Berlin Foto: IGEL-Media
Berlin (kobinet) „Berlin – Die Behindertenpolitik muss in der Spur bleiben“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Mit dieser Episode startet der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, eine neue Rubrik. Fortan spricht Sascha Lang im IGEL-Podcast vierteiljährlich mit der Landesbehindertenbeauftragten von Berlin, Christine Braunert-Rümenapf, über die behindertenpolitischen Entwicklungen und Herausforderungen in der Bundeshauptstatt. Zum Start der neuen IGEL-Podcast-Reihe geht es u.a. um den barrierefreien Nahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
Veröffentlicht am 24.04.2026 06:18 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
entsetzt über schamlose Kriegsvorbereitungspropaganda
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) „Die Scham muss die Seite wechseln“, den Buchtitel von Gisele Pelicot, vielfaches Vergewaltigungsopfer, haben Raul Krauthausen und auch andere im Zusammenhang mit dem Fall Christian Ulmen aufgegriffen und zum Motto ihrer Solidaritätskampagne gemacht gegen cis-männliche sexualisierte Gewalt. Schämen müssen sich in Wahrheit die Täter und nicht ihre Opfer, die die Scham einmal mehr wehrlos macht.
Veröffentlicht am 23.04.2026 08:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zur Lesung und Autorengespräch Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel / Halle (kobinet) „Ich will raus – Lesung und Autoren Gespräch“, so hat Sascha Lang, der Herausgeber des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die 315. Ausgabe des IGEL-Podcast getitelt. Passend zum Welttag des Buches, der von der UNESCO 1995 initiiert wurde und jährlich am 23. April ausgerichtet wird, gibt es im IGEL-Podcast „eine ganz besondere Episode“, wie es in der Ankündigung heißt. Dabei wird nämlich eine Lesung und ein Autoren Gespräch veröffentlicht. Sabine Lohner liest aus dem neustem Roman von Ottmar Miles-Paul „Ich will raus: von der Exklusion zur Inklusion“ und Jennifer Sonntag unterhält sich anschließend mit dem Autor.
Veröffentlicht am 21.04.2026 05:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Logo des Podcast Durchblick Foto: Durchblick
Berlin (kobinet)
In der 24. Folge des Podcast „Durchblick“ auf dem Jugendinfo Blog geht es auch um die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und die Kritik an dem vorliegenden Gesetzenwurfs der Bundesregierung. Die Redakteurinnen sprechen dabei mit dem Aktivisten Ottmar Miles-Paul, der in der Behindertenbewegung aktiv ist. „Er erklärt uns, wie die Reformen nicht wirklich zu einer Gleichstellung für Behinderte in Deutschland führt“, heißt es in der Ankündigung des Podcast, der am 17. April 2026 veröffentlicht wurde.
Veröffentlicht am 21.04.2026 05:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Diana Hömmen Foto: privat
Benstrup (kobinet) Als Krankenschwester macht Diane Hömmen die Gesundheitspolitik und vor allem die Sparvorschläge wütend und stellen für sie keine echte und ehrliche Reform dar. Das bringt sie in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck und benennt einige Probleme bzw. Fehlfinanzierungen des Gesundheitswesens angesichts der aktuellen Einsparungsdiskussionen.
Veröffentlicht am 20.04.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon Foto: privat
Marburg (kobinet) „Wer an Behinderten spart und Milliardäre ungeschoren davonkommen lässt, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob er wirklich ein überzeugter Demokrat ist.“ So fasst der Marburger Journalist Franz-Josef Hanke seinen Kommentar zusammen, den er für marburg.news und die kobinet-nachrichten anlässlich der massiven Einsparungsdebatten bei der Krankenversicherung und der Behindertenhilfe verfasst hat.
Veröffentlicht am 20.04.2026 05:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Wohnen Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Wie wohnst du denn? Auf was achten Menschen mit Behinderung beim Wohnen?“ So lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im April 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal ums Wohnen mit Behinderung – ganz praktisch, ganz persönlich und manchmal auch überraschend humorvoll, wie es in der Ankündigung der mittlerweile 313. Ausgabe des IGEL-Podcast.
Veröffentlicht am 20.04.2026 05:45 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
skeptisch, was Krauthausens Moralappell gegen patriarchalische Strukturen auszurichten vermag Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Raul Krauthausen hat auf der Plattform „Die Neue Norm“ am 23.März unter der Überschrift „Mut beginnt da, wo Widerspruch im eigenen Feld unbequem wird“ eine persönliche Erklärung veröffentlicht, in der er auf die zu dieser in allen wichtigen Nachrichtenmedien verbreiteten „Vorwürfe“ der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen regiert. Und zwar indem er sich mit einer Heftigkeit schockiert zeigt und sich mit einem verbalen Furor einer persönlichen Schuld, eigenen Verfehlungen in diesem Zusammenhang bezichtigt, dass es mich wiederum schockiert hat. Nicht zuletzt auch wegen der Absolutheit, mit der er im Anschluss daran von allen Cis-Männern (damit also auch von mir), auf der Stelle „echte Taten“ verlangt, „echte Solidarität“ einfordert. Worauf ich nun im folgenden eingehen werde.
Veröffentlicht am 16.04.2026 19:47 von Britta Wilkens in der Kategorie Meinung (?)
Ein Aufklber genügt Foto: Britta Wilkens
Berlin (kobinet) Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan des LIORA-Modells der Organisation „stille Stunde“ zum Abbau von unsichtbaren Barrieren bin (https://kobinet-nachrichten.org/2026/03/24/warum-wir-liora-brauchen/). Darin enthalten ist auch ein Leitfaden für Arbeitgeber zum Abbau von unsichtbaren Barrieren.
Veröffentlicht am 15.04.2026 05:56 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
irritiert über Raulkrauthausens Fernandes-Ulmen-Statement Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Krauthausens eilige Distanzierung in der Causa Christian Ulmen (Neue Norm vom 23.03. 2026) atmet weniger solidarischen Widerstandsgeist gegen das Patriarchat, als dass sie den fragwürdigen Geist demonstrativer Anpassung und Unterwerfung unter eine wokistische Verhaltensnorm verströmt. – Dabei ist er ehrlich und realistisch genug, einzuräumen, dass der Social-Media-Kontext, in dem er sich bewegt und als eine prominente Stimme wahrgenommen und gehört wird, kein Sprechen zulässt, das nicht auch selbstinszenatorisch ist: Lediglich „nicht bloße Selbstinszenierung“ will sein Statement sein, wo es ohne Selbstinszenierung gar nicht geht.
Veröffentlicht am 12.04.2026 23:45 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) Ist das Verstummen der Berichterstattung im „Fall Ulmen“. Die „Vorwürfe“ der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen. Tagelang der Topaufreger in sämtlichen Medien, Thema auf allen Nachrichtenkanälen. Erneut eine Frau wehrloses Opfer männlich-sexistischer Gewalt, digitaler Gewalt per „Deepfake“. Eine gigantische Empörungswelle auf Social-Media, Solidaritätsaufrufe. Ein besonders entschiedener auf der Behinderten-Plattform “ Die Neue Norm“ von Raul Krauthausen.
Veröffentlicht am 08.04.2026 05:59 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
betrachtet Habermas und Weis im Behinderten-Vergleich Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wiederum knüpfe ich an den Vortrag von Jürgen Habermas an aus dem Jahr 2004 über die „lebensgeschichtlichen Wurzeln“ zweier zentraler Gedankenmotive seiner Philosophie und Soziologie. Gleich zu Anfang bekennt er, „ich gestehe meine Verlegenheit angesichts der Bitte, ihnen in allgemein verständlichen Worten etwas Lehrreiches über meinen Lebensweg und meiner Lebenserfahrungen mitzuteilen …“ Was liegt diesem verblüffenden Verlegenheitsbekenntnis eines an sich doch sprachgewandten Philosophen zugrunde, sich in „allgemein verständlichen“ Worten auszudrücken und einem Publikum mitzuteilen?
Staufen (kobinet) Karwoche und Ostern. An diesen Tagen versammelten sich von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre in der alten Bundesrepublik Menschen im Namen der Bewegung „Kampf dem Atomtod und der Ostermarschbewegung“. Um unter den damaligen weltpolitischen Verhältnissen für Friedenserhalt und Abrüstung zu demonstrieren. Heute, bald acht Jahrzehnte danach, ist in der Bundesrepublik erneut „Ostermarsch“ angesagt. Weil in Anbetracht der von der Politik forcierten Kriegsvorbereitung die Menschen allen Grund haben, sich um die Erhaltung des Friedens zu sorgen. Und sich zu erinnern, da Erinnerung eine Kraftquelle und eine Lehrmeisterin ist. – Ein in diesem Zusammenhang vorbildlicher politischer Erinnerungskünstler, Alexander Kluge, ist vor einer Woche gestorben. Seine Idee und Weise des erzählenden Erinnerns habe ich (schon vor einer Weile) für mich einmal in der folgenden Notiz festzuhalten versucht.
Veröffentlicht am 29.03.2026 23:45 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
betrübt über den Tod von Alexander Kluge Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Der Multi-Media-Jongleur Alexander Kluge ist tot. Mit 94 Jahren seinem Freund Jürgen Habermas gleichsam hinterher gestorben, an den er noch vor wenigen Tagen im ZEIT-Gespräch erinnert hat (Feuilleton-Spezial zum Tod von Habermas). – „Kluge und Krieg“, so ließe sich ein eigentümliches und ganz einzigartiges Erzähluniversum überschreiben. In welchem der Geschichtenerzähler Kluge mit seinem sich endlos fortspinnenden Fabuliernetz die je individuelle, subjektiven Erfahrungen der Menschen im Krieg birgt und vor dem namenlosen Vergessen bewahrt. Wer sich mit Kluge und einem ebenso kühlen Blick wie er in die Labyrinthe des Kriegs begibt und dessen unterirdische, von Tod und Verderben kündenden Verliese durchstreift, steht hernach der Ignoranz und der Hybris heutiger „Masters of War“ einmal mehr fassungslos gegenüber. – Hier nochmals der im vergangenen Jahr auf kobinet erschienener Beitrag von Alexander Kluge.
Veröffentlicht am 29.03.2026 11:08 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast mit Stefan Sandner Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Bonn (kobinet) „Das Teilhabeplanverfahren – zu kompliziert für den Alltag“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „Das Teilhabeplanverfahren gilt als zentrales Instrument des Bundesteilhabegesetzes, doch im Alltag wirkt es oft komplizierter, als es eigentlich sein sollte“, heißt es u.a. in der Ankündigung des IGEL-Podcast. In dieser Episode spricht Sascha Lang mit Stefan Sandner von der Aktion Mensch über eine aktuelle Studie, die genau hier ansetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum ein eigentlich gut gemeintes Verfahren so häufig an der Realität scheitert. Diese Episode des IGEL-Podcast ist der Auftakt zu einer siebenteiligen Reihe rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai.
Veröffentlicht am 27.03.2026 20:24 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) „Dem Kanzler, was des Kanzlers ist – uns Krüppel die Krümel“. Gegen dieses der Bibel entlehnte Haushaltsmittel-Verteilungsprinzip wehren sich „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“ mit der bewährten Ein-Prozent-Forderung. Als Krüppel-Abgabe abzuziehen vom 500 Milliarden Sondervermögen Verteidigung.
Veröffentlicht am 26.03.2026 09:42 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig Foto: Pixabay/SatyaPrem
BERLIN (kobinet) Zum Wohnungsbau-Tag 2026 des „Verbändebündnis Wohnungsbau“ erklärte der baupolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jan-Marco Luczak: „In Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen, weil Bauen in Deutschland zu lange dauert und zu teuer ist. So kann kein bezahlbarer Wohnraum entstehen. Nach der Einführung des Bau-Turbos müssen unsere Bauvorschriften dauerhaft strukturell entschlackt und auf Schnelligkeit und Effizienz getrimmt werden. Die Baukosten müssen runter, wenn Wohnen bezahlbar bleiben soll.“ In dem Zusammenhang konnten wir von der Redaktion jedoch keinen Hinweis auf barrierefreies Bauen lesen.
Veröffentlicht am 26.03.2026 07:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Person mit kobinet-T-Shirt mit Blick auf den Reichstag Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet) Bundeskanzler Friedrich Merz hat es wieder einmal verpasst, sich auf die Seite behinderter Menschen zu stellen und im Vorfeld des 17. Jahrestages des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention eine klare Botschaft für Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung zu senden. Und dabei hatte die SPD-Politikerin Heike Heubach ihm in ihrer ersten Frage bei der Befragung der Bundesregierung im Plenum des Bundestages am 25. März 2026 mit dem Verweis auf die UN-Behindertenrechtskonvention eine Steilvorlage gegeben. So bleibt nach den Äußerungen des Kanzlers für kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hauptsächlich der Verweis auf große Behinderteneinrichtungen und die Schicksale behinderter Menschen und ihrer Angehörigen, hohe Kosten durch das Bundesteilhabegesetz und die damit verbundene Belastung der Kommunen sowie die Abwägung, dass den Unternehmen durch die Schaffung von Barrierefreiheit keine zusätzlichen Kosten entstehen dürfen. In seinem Kommentar stellt kobinet-Redakteur also zum 17. Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention, der heute am 26. März 2026 begangen wird, auf der Basis der Kanzleräußerungen fest: Behinderte Menschen sind eine Belastung und kosten viel Geld.
Veröffentlicht am 25.03.2026 06:08 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
betrübt über den Tod von Behindertenpeer Habermas Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) In seinem öffentlichen Vortrag zur Entgegennahme des Kyoto-Preises im November 2004 verknüpft Habermas werkgeschichtliche und autobiographische Fäden. Seine Rede ist unter dem Titel „Öffentlicher Raum und politische Öffentlichkeit“ – lebensgeschichtliche Wurzel von zwei Gedankenmotiven – in dem Suhrkamp-Band „Zwischen Naturalismus und Religion, philosophische Aufsätze“ (Frankfurt a.M. 2005) abgedruckt. Aus dieser Ausgabe zitiere ich im folgenden Seite 15 ff.
Veröffentlicht am 22.03.2026 23:16 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) ist der Tod des Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas, eines Behindertenpeer (dazu demnächst mehr). Ich möchte ihn in meiner redaktionellen Eigenschaft als „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“ auf kobinet ehren und bringe hier noch einmal den Habermas gewidmeten Text aus der letztjährigen Antikriegsserie „Den Masters of War widersprochen“. – Habermas hat für seine durchaus moderate Kritik am neuen deutschen und europäischen Bellizismus infolge des Ukrainekriegs aus Kreisen des linksliberalen intellektuellen und publizistischen Milieus diskursiv Prügel bezogen. Olivgrüne Scharfmacher wie der fragwürdiger Weise mit dem „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ ausgezeichnete Historiker Karl Schlögel richteten gar den Bannstrahl des „Verrats der Intellektuellen“ gegen Habermas antimilitaristische Unbeirrbarkeit. Mir scheint, dass es sich eher umgekehrt verhält. Wer die mahnenden Worte von Habermas aus einer seiner letzten öffentlichen Stellungnahmen aufmerksam liest, wird darin nichts weniger als ein Zeugnis intellektueller Redlichkeit erkennen.
Veröffentlicht am 22.03.2026 09:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit Foto: H. Smikac
SAINT-NAZAIRE (kobinet) In ihrem aktuellen Newsletter spricht die in Frankreich lebende Germanistin und Übersetzerin für leichte Sprache, Andrea Halbritter, wieder ein interessantes Thema an. Sie fragt danach, wie eigentlich Inklusion aussieht. Diese Frage ergibt sich für sie auch aus der Tatsache, dass sie häufiger Anfragen nach Menschen mit verschiedenen Behinderungen erhält, die man brauche um die Barrierefreiheit zu testen. Die Aussichten auf die Entlohnung für diese sachkundige Hilfe ist dann aber wohl nur „behelfsmäßig“ zu nennen. So wird ein dm-Gutscheine in Höhe von 20 Euro in Aussicht gestellt oder sogar die Übernahme der Kosten für die Anfahrt. Dieser Beitrag von Andrea Halbrittersollte aus Sicht der kobinet-Redaktion Anlass sein, darüber nachzudenken, wie Inklusion gehen muss sowie endlich einmal ehrlich über die Wertschätzung der Beiträge von Menschen mit Behinderungen zu reden.
Veröffentlicht am 20.03.2026 06:10 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) ist die sofortige Barrierefreiheit des Zugangs zu einer der zentralen Museumsstätten deutscher Geschichte und Politik. Die Meldung „barrierefreier Zugang zur Hohenzollerngruft“ in einer der stündlichen Hauptnachrichtensendungen des Deutschlandfunk hat bei mir und gewiss auch andernorts in der Behindertencommunity eingeschlagen wie eine Bombe. Die überaus zeitgemäße Wendung beschreibt treffender als jedes andere Bild, wie es mir beim Hören der Nachricht ergangen ist: Wie ich aus dem Stand heraus oder vielmehr dem Sitz, denn obzwar behindert, bin ich weder an meinen Sessel noch einen Rollstuhl gefesselt – wie ich also aus dem Stand oder Sitz einen Luftsprung vollführt habe. Nichts habe ich mehr vermisst als den barrierefreien Zugang zur Hohenzollerngruft. Diesem Barrierefreiheitsleuchtturm im Berliner Untergrund. Mit einem im Zuge der Renovierungsarbeiten eingebauten Fahrstuhl geht es von jetzt an barrierefrei hinab in die Katakomben unter dem Berliner Dom. Wo so viele gekrönte Häupter des brandenburgischen Herrschergeschlechts ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. An die siebzig gut erhaltene Totenköpfe sollen es sein aus den Tagen von Preußens Glanz und Gloria. Ein dreifaches Hurra!
Veröffentlicht am 18.03.2026 06:03 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung (?)
zurück in Wohlgefallen auf Schulstreikende gegen Wehrpflicht, ermutigend! Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Die fiesen Fragen fieser Männer gekonnt parieren – dazu muss imstande sein, wer sich in einer Art „meinungspolitischem Verdachtsfall“ (z.B. ein „Putin-Versteher“ zu sein) den inquisitorischen Verhör-Fragen von Deutschlandfunk-Redakteuren aussetzt. Redaktions-Mullahs, die als Wächterrat der „liberalen Demokratie“ auftreten. Und diejenigen, die es wagen, ihrem politischen Wahrheitsregime, der militärischen Bedrohungsthese etwa, zu widersprechen, in ein meinungspolitisches Abseits stellen, zu potentiellen Verfassungsfeinden oder Feinden im Innern erklären, sie menschlich und moralisch diskreditieren.
Veröffentlicht am 16.03.2026 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL März 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Ich bin mehr als meine Behinderung – Stimmen, Erfahrungen und Diskussionen aus der Community“, so lautet der Titel der Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im März 2026 ausgestrahlt wurde. Der monatliche Sonntags-IGEL-Talk geht mittlerweile ins vierte Jahr, so dass sich die beiden dieses Mal auch etwas Zeit genommen haben, zurückzublicken, was in dieser Zeit passiert ist.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Nancy Frind am Mikrofon Foto: privat
Erfurt (kobinet) Der Einsatz für Gleichberechtigung, Inklusion und ein Leben ohne Gewalt bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und nötiger denn je. Feministische Bewegungen stehen deshalb weiterhin vor der Aufgabe, laut, sichtbar und solidarisch zu bleiben. So die Einschätzung von Nancy Frind in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten. Am 8. und 9. März 2026 standen bundesweit Aktionen rund um den Internationalen Frauentag und den feministischen Frauen*streik im Mittelpunkt. Dabei ging es um internationale, feministische und solidarische Zusammenarbeit für mehr Gleichberechtigung. Viele Initiativen und Aktivistinnen machten deutlich: Frauenrechte müssen weiterhin sichtbar eingefordert werden.
Veröffentlicht am 11.03.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zur Zero-Conference in Wien Foto: IGEL-Media
Wien (kobinet) „Zero Conference 2026 – der Weg zur Inklusion geht nur in weltweiter Zusammenarbeit“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In dieser Episode des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang mit nach Wien zur Zero Project Conference 2026, einer der weltweit wichtigsten Konferenzen rund um Innovationen für Inklusion und den Abbau von Barrieren“, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.
Veröffentlicht am 09.03.2026 05:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des Podcast zur Zukunftsplanung vom März 2026 Foto: IGEL-Media
Schorndorf (kobinet) „Was haben wir heute getan, damit dein Leben glücklicher wird? – Wertgeschätzte Erfahrungen ermöglichen“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 13. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Nicolette Blok.
Veröffentlicht am 09.03.2026 05:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Collage von Bildern von der Veranstaltung am 6.3.26 in Erfurt Foto: Liga Selbstvertretung Thüringen
Erfurt (kobinet) Nancy Frind weiß, was es heißt, auf Unterstützung angewiesen zu sein und sich auf den Weg zu einem selbstbestimmteren Leben und Arbeiten zu machen. Nach einigen Jahren in der Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet sie mittlerweile seit vier Jahren bei der Liga Selbstvertretung Thüringen. Und dabei ist ihr die Förderung des Austausch von Frauenbeauftragten in Einrichtungen, von Bewohner*innenbeiräten und Werkstatträten besonders wichtig. Für den 6. März 2026 hatte Nancy Frind diese daher zu einer Veranstaltung nach Erfurt und online mit einer Lesung und zum Austausch eingeladen. Den kobinet-nachrichten hat sie folgenden Bericht über die Veranstaltung zugesandt.
Veröffentlicht am 08.03.2026 09:49 von Nico Wunderle in der Kategorie Meinung (?)
Nico Wunderle Foto: privat
Saarbrücken (kobinet) Paralympics gelten für viele als Symbol für Inklusion, Sichtbarkeit und sportliche Höchstleistungen von Menschen mit Behinderungen. Regelmäßig wird das internationale Sportereignis als Beleg dafür genannt, dass sich gesellschaftliche Bilder von Behinderung verändern. kobinet-Redakteur Nico Wunderle wirft in seinem Kommentar jedoch einen kritischeren Blick darauf, welche Rolle die Paralympics tatsächlich für Inklusion spielen – und welche Bilder von Behinderung dabei sichtbar werden.
Veröffentlicht am 07.03.2026 10:02 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
André Nowak, Sprecher der AG Tourismus während seines Grußwortes zum tag des barrierefreien Tourismus Foto: DZT
BERLIN (kobinet) Am Rande der Internationalen Tourismus Börse ITB hatte in dieser Woche wieder im City Cube der Berliner Messe der Tag des barrierefreien Tourismus stattgefunden. Von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) gemeinsam mit dem Länderarbeitskreis „Tourismus für Alle“ , der Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen – barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland“ und der AG Tourismus beim Deutschen Behindertenrat (DBR) vorbereitet, ist es insgesamt eine gute Veranstaltung geworden. In ihr wurden viele Erfahrungen beim Gestalten barrierefreier touristischer Angebote vermittelt, Fortschritte auf diesem Weg aufgezeigt und Rückstände ebenso benannt. Insgesamt also eine rund sechs Stunden andauernde Fachkonferenz, die Anlass zur Hoffnung auf weitere barrierefreie touristische Erlebnisse macht.
Veröffentlicht am 04.03.2026 05:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Liebe ohne Hindernisse Foto: Pixabay/Scigola
Berlin (kobinet) Die „Agentur für Berührung“ steht kurz vor ihrem Start als bundesweite Vermittlungsplattform für Sexualassistenz und -begleitung (SA/SB). Ziel ist es, Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung, im Alter oder in palliativer Situation einen selbstbestimmten Zugang zu Nähe, Sexualität und Lebensqualität zu ermöglichen – durch professionelle, qualifizierte und freiberuflich tätige Sexarbeitende. Damit greift die Initiative eine zentrale gesellschaftliche Versorgungslücke auf: Die Nachfrage nach Sexualassistenz und -begleitung übersteigt nach Informationen der Agentur für Berührung das vorhandene Angebot deutlich, bestehende Strukturen sind regional begrenzt und schwer auffindbar. Die Agentur legt besonderen Wert auf Barrierefreiheit (u.a. Leichte Sprache, Gebärdensprachvideos), Inklusion und hohe Qualitätsstandards. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten ein Interview mit der Agentur für Berührung.
Veröffentlicht am 03.03.2026 07:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Zeitzeuge Raul Krauthausen Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) In Übers Ohr – dem Podcast zum Sehen im Alter – war der Inklusionsaktivist, Medienmacher und engagierte Streiter für echte Beteiligung Raul Krauthausen zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, was Teilhabe älterer Menschen mit Sehbehinderung heute – und in Zukunft – tatsächlich bedeutet. Diskutiert wurde die „doppelte Unsichtbarkeit“ von Alter und Behinderung sowie die These: „Lieber behindert alt werden, als alt behindert.“ Deutlich wurde: Inklusion ist kein Wohlfühlbegriff. Sie verlangt Auseinandersetzung, strukturelle Veränderungen und politische Verantwortung. Barrierefreiheit darf nicht von Freiwilligkeit abhängen – sie braucht verbindliche gesetzliche Grundlagen. Und: Menschenrechte dürfen kein Preisschild tragen.
Veröffentlicht am 02.03.2026 10:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Im Sturm der Reformen – Community kämpft weiter für Teilhabe“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Februar 2026 bestimmt haben. Nicht fehlen darf dabei natürlich nicht der am 11. Februar 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und die massive Kritik behinderter Menschen und ihrer Verbände.
Veröffentlicht am 01.03.2026 09:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Nancy Frind Foto: privat
Erfurt (kobinet) Heute ist für Nancy Frind aus Thüringen ein besonderer Tag. Am 1. März 2022 hatte sie ihren ersten Arbeitstag bei der Liga Selbstvertretung in Thüringen und ihren ersten richtigen Job, sozialversichert und mit richtigem Lohn. Vorher hatte sie sieben Jahre lang in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet und Schritt für Schritt gemerkt, dass sie mehr kann und mehr will. Das Sozialamt hat ihr entscheidend dabei geholfen, dass sie seit vier Jahren der Förderung des Budget für Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Und Nancy Frind hat auch einen Tipp für all diejenigen, die ebenfalls sagen: „Ich will raus“ – aus der Werkstatt oder dem Wohnheim: „Seid laut, sucht euch Unterstützung und nutzt eure Chancen!“ kobinet-Redakteur sprach mit der engagierten Frau aus Thüringen, die immer wieder Aktzente für die Rechte behinderter Menschen und dabei besonders auch für behinderte Frauen setzt.
Veröffentlicht am 01.03.2026 08:01 von Nico Wunderle in der Kategorie Meinung (?)
Nico Wunderle Foto: privat
Dillingen (kobinet) Behindertenorganisationen haben sich schon so manche bewusstseinsbildende Selbsterfahrungsaktivitäten ausgedacht, um nichtbehinderten Menschen näher zu bringen, was es bedeutet mit einer Behinderung zu leben oder durch Barrieren behindert zu werden. Bürgermeister*innen fuhren mit Rollstühlen durch die Stadt, Abgeordnete setzten sich Dunkelbrillen auf oder Studierende erfuhren, was es bedeutet, wenn man nur die Hälte oder gar nicht hören kann. Die Gewerkschaft ver.di hat in den letzten Tagen al denjenigen, die auf öffentliche Verkehrsmitteln angewiesen sind, aufgezeigt, was es bedeutet, Busse und Bahnen nicht zu nutzen, nach Informationen zu suchen, ob nicht doch ein Bus oder eine Bahn fährt oder mittels des Einsatzes zusätzlichen Geldes mit dem Taxi zur Arbeit, zu Arztterminen oder zu Freizeitaktivitäten zu fahren. So geht es vielen behinderten Menschen häufig. Dass die Streiks aber auch ein Machtgefälle aufzeigen, wer sich was leisten kann, und wie wichtig der Einsatz der Gewerkschaften für faire Löhne ist, damit beschäftigt sich Nico Wunderle in seinem Kommentar nach zwei zum Teil sehr anstrengenden Streiktagen im Öffentlichen Personennahverkehr in vielen Städten Deutschlands. Denn für den Redakteur der kobinet-achrichten Nico Wunderle gehören öffentliche Verkehrsmittel zum Alltag sowie das Streikrecht. Dabei sind Machtverhältnisse und Verkehr für ihn wichtige sozialpolitische Themen.
Veröffentlicht am 28.02.2026 07:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung (?)
Cover des IGEL-Podcast zum Engagement in Vereinen Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Aktives Engagement in einem Verein – Das geht! mit DL Verein!“ So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der 306. Ausgabe des IGEL Podcasts spricht Sascha Lang mit Hansjörg Lienert über Engagement in Vereinen und darüber, wie digitale Werkzeuge Inklusion konkret ermöglichen können. Im Mittelpunkt steht die Fachanwendung DL-Verein, die speziell dafür entwickelt wurde, Vereinsarbeit barrierefrei zu gestalten und blinden sowie sehbehinderten Menschen aktive Rollen in Organisationen zu ermöglichen – bis hin zu Vorstandsaufgaben.