Erlangen (kobinet)
Ina Fischer lebt in Erlangen.
Sie arbeitet für In-klusion.
In-klusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Auch Menschen mit Behinderung.
Ina Fischer arbeitet beim ZSL.
ZSL bedeutet: Zentrum für selbst-bestimmtes Leben.
Das ZSL hilft Menschen mit Behinderung.
Ina Fischer ist blind.
Sie will in den Stadt-Rat.
Der Stadt-Rat ist in Erlangen.
Die Wahl ist am 8. März 2026.
Sie findet: Demo-kratie ist wichtig.
Demo-kratie bedeutet: Herrschaft des Volkes.
Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.
Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Sie haben die gleichen Rechte wie alle.
Warum wollen Sie in den Stadt-Rat?
Ich arbeite seit 20 Jahren für In-klusion.
Viele Dinge brauchen einen Stadt-Rats-Beschluss.
Das bedeutet: Der Stadt-Rat muss zu-stimmen.
Die Grünen haben gefragt:
Wollen Sie für uns antreten?
Antreten bedeutet: Eine Person möchte gewählt werden.
Ich habe ja gesagt.
So kann ich mehr für In-klusion tun.
Haben Sie gute Chancen?
Ich bin auf Platz 5.
Das ist ein guter Platz.
Bei den letzten Wahlen kam Platz 5 in den Stadt-Rat.
Viele Menschen kennen mich.
Ich lebe seit 27 Jahren in Erlangen.
Was wollen Sie erreichen?
Ich will laut sein.
Ich will für In-klusion kämpfen.
Menschen mit Behinderung sind wichtig.
Sie sollen überall mit-machen können.
Ich will andere Menschen mit Behinderung ermutigen.
Sie sollen auch in die Politik gehen.
Wie können Menschen helfen?
Alle Menschen in Erlangen können wählen.
Sie können mich wählen.
Das ist am 8. März 2026.
Menschen können mit mir reden.
Sie können wichtige Themen ansprechen.
Je mehr Menschen mit-machen, desto besser.
Was wünschen Sie sich?
Ich wünsche mir 2 Dinge:
Der Stadt-Rat soll nur demo-kratische Parteien haben.
Demo-kratische Parteien sind Gruppen.
Sie machen Politik.
Die Bürger dürfen mit-entscheiden.
So kann man gut über Sachen reden.
In-klusion soll selbst-verständlich sein.
Selbst-verständlich bedeutet: etwas ist ganz normal.
Niemand soll darüber diskutieren müssen.
Alle Menschen sollen gleiche Rechte haben.
Das bedeutet: Alle werden fair behandelt.

Foto: Grafschaft Erlangen
Erlangen (kobinet) Wenn es in Erlangen um das Thema Inklusion geht, dann mischt Ina Fischer meist mit. Sie hat nicht nur das Projekt Kommune Inklusiv beim Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter koordiniert, sondern mischt immer wieder in der Stadtpolitik mit. Nun kandidiert Ina Fischer für die Stadtratswahl in Erlangen, die am 8. März 2026 stattfindet. Mit ihrer Kandidatúr möchte die blinde Frau vor allem jetzt, wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als "Kostenfaktor" gesehen werden, laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Dies und vieles mehr hat sie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview zu ihrer Kandidatur mitgeteilt.
kobinet-nachrichten: Der 8. März 2026 ist für Sie ein spannender Tag, denn dann findet in Bayern und somit auch in Erlangen die Kommunalwahl statt. Was hat Sie dazu bewegt, für den Erlanger Stadtrat zu kandidieren?
Ina Fischer: Seit fast 20 Jahren setze ich mich im Rahmen meiner Arbeit im Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) und auf ehrenamtlicher Basis für Inklusion in Erlangen ein. Vieles konnte ich bewegen und mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. Aber immer wieder bekam ich zu hören: „Dieses und Jenes muss über einen Stadtratsbeschluss laufen“. Und als ich dann von den „Grünen“ gefragt wurde, ob ich nicht für den Stadtrat kandidieren möchte, war das ein klares Signal für mich, dass ist jetzt der Moment, um für Inklusion von einer anderen Seite aktiv zu werden.
kobinet-nachrichten: Wie rechnen Sie sich die Chancen aus, den Einzug in den Stadtrat zu schaffen?
Ina Fischer: Ich kandidiere auf dem Listenplatz fünf und bei den letzten Kommunalwahlen war der fünfte Platz eigentlich immer ein sicherer Platz im Stadtrat. Außerdem kennen mich viele Menschen durch meine Arbeit beim ZSL und durch die Tatsache, dass ich bereits 27 Jahre in der Stadt „sichtbar“ bin.
kobinet-nachrichten: Welche Ziele verbinden Sie mit Ihrer Kandidatur? Gibt es konkrete Dinge, die Sie verändern oder vorantreiben wollen?
Ina Fischer: Ich möchte – vor allem jetzt wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als „Kostenfaktor“ gesehen werden – laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Auch ist es mir wichtig, die begonnenen Prozesse für mehr Teilhabe weiter voran zu bringen. Gerne möchte ich auch andere behinderte Menschen ermutigen, sich politisch zu engagieren. Je mehr wir sind, desto mehr Gehör finden wir.
kobinet-nachrichten: Mit Ihrer Kandidatur haben Sie den Sprung vom außerparlamentarischen kommunalpolitischen Engagement hin zur Vertretung im Parlament beschritten. Hat dazu Ihr Wirken im Projekt Kommune Inklusiv des Erlanger Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen beigetragen? Oder gab es andere Gründe?
Ina Fischer: Meine Arbeit für „Kommune Inklusiv“ war sicher mit Auslöser, mich für politische Arbeit zu interessieren. Aber auch die Tatsache, dass vieles mit einer Stadtratsentscheidung ganz anders voran gebracht werden kann und auf einer anderen Ebene stattfinden kann, war mit ein Beweggrund.
kobinet-nachrichten: Wie kann man Sie im Wahlkampf unterstützen? Was können behinderte Menschen und ihre Angehörigen konkret tun, um sich in den Wahlkampf einzumischen?
Ina Fischer: Alle Erlangerinnen und Erlanger können mich natürlich am 8. März 2026 wählen, aber auch jederzeit auf mich zukommen, damit man zu relevanten Themen für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen im Austausch bleibt. Und jeder kann gerne die wichtigen Themen für Menschen mit Behinderung an die Politik herantragen. Je „lauter“ wir werden, um so sichtbarer werden wir. Und damit ist die Notwendigkeit meiner Kandidatur auch nochmal bestätigt.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, welche wären dies?
Ina Fischer: Ich wünsche mir einen Stadtrat, der ausschließlich aus demokratischen Parteien besteht, um einen Diskurs auf Sachebene führen zu können und nicht über Menschenrechte sprechen zu müssen. Ein großer Wunsch wäre es auch, über Inklusion nicht immer diskutieren und sich rechtfertigen zu müssen, sondern dass eine gleichberechtigte Teilhabe für alle selbstverständlich ist.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.
Ina Fischer: Gerne

Foto: Grafschaft Erlangen
Erlangen (kobinet) Wenn es in Erlangen um das Thema Inklusion geht, dann mischt Ina Fischer meist mit. Sie hat nicht nur das Projekt Kommune Inklusiv beim Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter koordiniert, sondern mischt immer wieder in der Stadtpolitik mit. Nun kandidiert Ina Fischer für die Stadtratswahl in Erlangen, die am 8. März 2026 stattfindet. Mit ihrer Kandidatúr möchte die blinde Frau vor allem jetzt, wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als "Kostenfaktor" gesehen werden, laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Dies und vieles mehr hat sie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview zu ihrer Kandidatur mitgeteilt.
kobinet-nachrichten: Der 8. März 2026 ist für Sie ein spannender Tag, denn dann findet in Bayern und somit auch in Erlangen die Kommunalwahl statt. Was hat Sie dazu bewegt, für den Erlanger Stadtrat zu kandidieren?
Ina Fischer: Seit fast 20 Jahren setze ich mich im Rahmen meiner Arbeit im Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) und auf ehrenamtlicher Basis für Inklusion in Erlangen ein. Vieles konnte ich bewegen und mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. Aber immer wieder bekam ich zu hören: „Dieses und Jenes muss über einen Stadtratsbeschluss laufen“. Und als ich dann von den „Grünen“ gefragt wurde, ob ich nicht für den Stadtrat kandidieren möchte, war das ein klares Signal für mich, dass ist jetzt der Moment, um für Inklusion von einer anderen Seite aktiv zu werden.
kobinet-nachrichten: Wie rechnen Sie sich die Chancen aus, den Einzug in den Stadtrat zu schaffen?
Ina Fischer: Ich kandidiere auf dem Listenplatz fünf und bei den letzten Kommunalwahlen war der fünfte Platz eigentlich immer ein sicherer Platz im Stadtrat. Außerdem kennen mich viele Menschen durch meine Arbeit beim ZSL und durch die Tatsache, dass ich bereits 27 Jahre in der Stadt „sichtbar“ bin.
kobinet-nachrichten: Welche Ziele verbinden Sie mit Ihrer Kandidatur? Gibt es konkrete Dinge, die Sie verändern oder vorantreiben wollen?
Ina Fischer: Ich möchte – vor allem jetzt wo Demokratie nicht mehr ganz so selbstverständlich ist und Menschen mit Behinderung leider oft nur als „Kostenfaktor“ gesehen werden – laut werden, um Inklusion weiterhin einzufordern und Teilhabe in der Stadt Erlangen für alle möglich zu machen. Auch ist es mir wichtig, die begonnenen Prozesse für mehr Teilhabe weiter voran zu bringen. Gerne möchte ich auch andere behinderte Menschen ermutigen, sich politisch zu engagieren. Je mehr wir sind, desto mehr Gehör finden wir.
kobinet-nachrichten: Mit Ihrer Kandidatur haben Sie den Sprung vom außerparlamentarischen kommunalpolitischen Engagement hin zur Vertretung im Parlament beschritten. Hat dazu Ihr Wirken im Projekt Kommune Inklusiv des Erlanger Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen beigetragen? Oder gab es andere Gründe?
Ina Fischer: Meine Arbeit für „Kommune Inklusiv“ war sicher mit Auslöser, mich für politische Arbeit zu interessieren. Aber auch die Tatsache, dass vieles mit einer Stadtratsentscheidung ganz anders voran gebracht werden kann und auf einer anderen Ebene stattfinden kann, war mit ein Beweggrund.
kobinet-nachrichten: Wie kann man Sie im Wahlkampf unterstützen? Was können behinderte Menschen und ihre Angehörigen konkret tun, um sich in den Wahlkampf einzumischen?
Ina Fischer: Alle Erlangerinnen und Erlanger können mich natürlich am 8. März 2026 wählen, aber auch jederzeit auf mich zukommen, damit man zu relevanten Themen für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen im Austausch bleibt. Und jeder kann gerne die wichtigen Themen für Menschen mit Behinderung an die Politik herantragen. Je „lauter“ wir werden, um so sichtbarer werden wir. Und damit ist die Notwendigkeit meiner Kandidatur auch nochmal bestätigt.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche frei hätten, welche wären dies?
Ina Fischer: Ich wünsche mir einen Stadtrat, der ausschließlich aus demokratischen Parteien besteht, um einen Diskurs auf Sachebene führen zu können und nicht über Menschenrechte sprechen zu müssen. Ein großer Wunsch wäre es auch, über Inklusion nicht immer diskutieren und sich rechtfertigen zu müssen, sondern dass eine gleichberechtigte Teilhabe für alle selbstverständlich ist.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.
Ina Fischer: Gerne




