Magdeburg (kobinet)
Am 24. Januar 2026 war ein besonderer Tag.
An diesem Tag gab es eine Wahl.
Die Wahl war bei der SPD.
SPD bedeutet: Sozial-demokratische Partei Deutschlands.
Das ist eine Partei in Deutschland.
Katrin Gensecke wurde gewählt.
Sie kam auf Platz 6 von der Liste.
Die Liste ist für die Land-tags-Wahl.
Im Landes-parlament arbeiten Politiker aus einem Bundes-land.
Sie machen Gesetze.
Das nennt man: Land-tag.
Die Land-tags-Wahl ist am 6. September 2026.
Viele Menschen haben für Katrin Gensecke gestimmt.
Katrin Gensecke hat selbst eine Behinderung.
Katrin Gensecke setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Das macht Katrin Gensecke schon lange.
Menschen aus der Behinderten-Bewegung haben sich gefreut.
Behinderten-Bewegung bedeutet: Viele Menschen mit Behinderung setzen sich gemeinsam für ihre Rechte ein.
Aber es gibt auch schlechte Nachrichten.
Die Nachrichten kommen von der AfD.
AfD bedeutet: Alternative für Deutschland.
Das ist eine Partei in Deutschland.
Die AfD hat Pläne für Sachsen-Anhalt gemacht.
Sachsen-Anhalt ist ein Bundes-Land in Deutschland.
Sachsen-Anhalt liegt in der Mitte von Deutschland.
Die Pläne stehen in einem Regierungs-Programm.
Regierungs-Programm bedeutet: In dem Text stehen Ziele von einer Partei.
Das will die Partei ändern.
Viele Menschen wollen die AfD wählen.
Das zeigen Umfragen.
Umfrage bedeutet: Menschen werden Fragen gestellt.
Die Antworten werden dann gezählt.
38 bis 40 von 100 Menschen wollen die AfD wählen.
Die AfD könnte viel Macht bekommen.
Die Pläne von der AfD sind gefährlich.
Die Pläne sind gefährlich für Menschen mit Behinderung.
Das steht im Regierungs-Programm von der AfD.
Die AfD will die Inklusion beenden
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Bei Inklusion lernen Kinder zusammen.
Kinder mit Behinderung und Kinder ohne Behinderung.
Die Kinder gehen in die gleiche Schule.
Die Kinder sind in der gleichen Klasse.
Die AfD will das nicht mehr.
Die AfD sagt: Inklusion ist gescheitert.
Gescheitert bedeutet: Etwas hat nicht funktioniert.
Das Ziel wurde nicht erreicht.
Das steht im Regierungs-Programm von der AfD.
Die AfD schreibt:
Kinder mit Behinderung bekommen nicht genug Hilfe.
Die Kinder finden keine Freunde.
Die Kinder lernen nicht genug.
Der Unterricht wird langsamer.
Die AfD will Förder-Schulen zurück.
Förder-Schule bedeutet: Eine Schule nur für Kinder mit Behinderung.
Dort sind keine Kinder ohne Behinderung.
Die AfD schreibt auch:
Kinder aus geflüchteten Familien sollen extra lernen.
Geflüchtete Familien bedeutet: Menschen sind aus ihrer Heimat geflohen.
Die Menschen mussten ihr Land verlassen wegen Krieg.
Die Kinder sollen in Sonder-Klassen gehen.
Sonder-Klasse bedeutet: Eine getrennte Klasse.
Die Kinder lernen nicht mit anderen Kindern zusammen.
Das steht auch auf der Internet-Seite t-online.de.
Dort steht eine Zusammen-Fassung.
Die Zusammen-Fassung ist vom Programm der AfD.
Zusammen-Fassung bedeutet: Eine kurze Version von einem Text.
Die wichtigsten Punkte aus einem längeren Text.
Die Zusammen-Fassung hat eine Überschrift.
Die Überschrift heißt:
National-Hymne singen.
National-Hymne bedeutet: Ein Lied von einem Land.
Jedes Land hat ein eigenes Lied.
Inklusion beenden.
Klassen-Fahrt nach Russland.
Die AfD will weniger Behinderten-Park-Plätze
Behinderten-Park-Plätze sind besondere Park-Plätze.
Die Park-Plätze sind für Menschen mit Behinderung.
Die Park-Plätze sind näher am Ziel.
Menschen mit Behinderung haben einen Ausweis.
Nur mit dem Ausweis darf man dort parken.
Die AfD sagt:
Viele Behinderten-Park-Plätze sind leer.
Niemand nutzt die Park-Plätze.
Das ist Verschwendung.
Verschwendung bedeutet: Man benutzt zu viel von etwas.
Oder man wirft etwas weg.
Die AfD will die Park-Plätze zählen.
Wenn Park-Plätze oft leer sind:
Dann sollen die Park-Plätze weg.
Die AfD will weniger Behinderten-Park-Plätze.
Die AfD hat Pläne für die Pflege
Pflege bedeutet:
Jemand hilft einem anderen Menschen.
Zum Beispiel beim Waschen.
Oder beim Anziehen.
Oder beim Essen.
Die AfD sagt:
Pflege ist Aufgabe von der Familie.
Früher haben Familien das gemacht.
Das soll wieder so sein.
Die AfD schreibt:
Pflege ist Ausdruck von Liebe.
Ausdruck von Liebe bedeutet hier: Man zeigt seine Liebe durch Pflege.
Man kümmert sich um jemanden.
Liebende Menschen in der Familie sollen pflegen.
Der Staat soll weniger helfen.
Die Familie soll mehr helfen.
Wo kann ich mehr lesen?
Mehr Informationen gibt es im Internet.
Hier sind 3 Links:

Foto: Irina Tischer
Magdeburg (kobinet) Am 24. Januar 2026 haben sich Vertreter*innen der Behindertenbewegung noch darüber gefreut, dass die langjährig behindertenpolitisch engagierte und selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Gensecke bei der Listenaufstellung der SPD von Sachsen-Anhalt auf den Listenplatz 6 für die Landtagswahl am 6. September 2026 mit großer Zustimmung gewählt wurde. Ein Blick auf den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD, die derzeit in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei Werten zwischen 38 und 40 Prozent gesehen und nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sein könnte, zeigt jedoch im Hinblick auf die Rechte behinderter Menschen erhebliche Gefahren auf. In einem Bericht auf t-online.de fasst das Nachrichtenportal die Vorhaben der AfD in der Schulpolitik mit folgender Zwischenüerschrift zusammen: "Schule: Nationalhymne singen, Inklusion beenden, Klassenfahrt nach Russland". Im Beitrag heißt es zur Inklusion: "In den Schulen will die AfD tief eingreifen. Sie will die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule prüfen und richtet sich unter der Überschrift 'Keine Experimente an unseren Kindern!' gegen den inklusiven Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Sie sollen nach Vorstellung der AfD getrennt unterrichtet, Förderschulen wieder verstärkt werden. Auch Kinder aus geflüchteten Familien sollen in 'Sonderklassen' unterrichtet werden."
Ab Zeile 1782 unter der Überschrift „Keine Experimente an unseren Kindern“ lesen sich die Ausführungen zur schulischen Inklusion wie folgt im Entwurf des AfD-Regierungsprogramms, das auf der Plattform von politico.eu veröffentlicht wurde, wie folgt:
„Das Experiment ‚Inklusion‘, also der gemeinsame Unterricht von behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, finden unter ihren Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist. Hinzu kommt, dass die in Inklusionsklassen oft praktizierte Doppelbesetzung (= zwei Lehrer pro Klasse) in Zeiten des Lehrersmangels wertvolle Kapazitäten bindet. Wir werden die Inklusion unverzüglich beenden und die Förderschulen ausbauen!“
Die AfD hat in Sachen Behindertenpolitik aber auch die Behindertenparkplätze im Visier. Unter der Überschrift „Behindertenparkplätze nach Bedarf!“ heißt es ab Zeile 4782 im Entwurf des Regierungsprogramms der AfD:
„Jedem Autofahrer ist die Situation bekannt, dass er verzweifelt einen Parkplatz sucht und keinen findet, weil alles belegt ist, aber immer mehrere Behindertenparkplätze frei bleiben. Offensichtlich existieren mehr Behindertenplätze als von berechtigten Nutzern mit Behindertenausweis nachgefragt werden. Wir werden deshalb landesweit die Auslastung der Behindertenparkplätze überprüfen und, wenn Überkapazitäten langfristig ungenutzt bleiben, diese reduzieren bzw. die Kommunen anregen und dabei unterstützten, in diesem Sinne zu handeln. Wir wollen Behinderten nicht zumuten, zusammen mit Nichtbehinderten um die gleichen Parkplätze konkurrieren zu müssen; es darf aber auch nicht sein, dass sinnfreie Überkapazitäten vorgehalten werden.“
Anlass zur Besorgnis bieten auch die Vorstellungen der AfD von Sachsen-Anhalt zum Thema Pflege. Dazu heißt es im Entwurf des Regierungsprogramms der AfD Sachsen-Anhalt u.a.:
„Was die Pflege angeht, so ist sie ebenso wie die Kindererziehung eine lebensnahe Tätigkeit, die ursprünglich nicht professionalisiert war und erst in jüngerer Zeit durch staatliche Institutionen übernommen wurde. Pflege ist ihrem Wesen nach Ausdruck der Fürsorge liebender Angehöriger. Wir werden die Familie fördern, damit sie ihre heilsame Funktion zur Entlastung des Gemeinwesens besser erfüllen kann.“

Foto: Irina Tischer
Magdeburg (kobinet) Am 24. Januar 2026 haben sich Vertreter*innen der Behindertenbewegung noch darüber gefreut, dass die langjährig behindertenpolitisch engagierte und selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Gensecke bei der Listenaufstellung der SPD von Sachsen-Anhalt auf den Listenplatz 6 für die Landtagswahl am 6. September 2026 mit großer Zustimmung gewählt wurde. Ein Blick auf den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD, die derzeit in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei Werten zwischen 38 und 40 Prozent gesehen und nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sein könnte, zeigt jedoch im Hinblick auf die Rechte behinderter Menschen erhebliche Gefahren auf. In einem Bericht auf t-online.de fasst das Nachrichtenportal die Vorhaben der AfD in der Schulpolitik mit folgender Zwischenüerschrift zusammen: "Schule: Nationalhymne singen, Inklusion beenden, Klassenfahrt nach Russland". Im Beitrag heißt es zur Inklusion: "In den Schulen will die AfD tief eingreifen. Sie will die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule prüfen und richtet sich unter der Überschrift 'Keine Experimente an unseren Kindern!' gegen den inklusiven Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Sie sollen nach Vorstellung der AfD getrennt unterrichtet, Förderschulen wieder verstärkt werden. Auch Kinder aus geflüchteten Familien sollen in 'Sonderklassen' unterrichtet werden."
Ab Zeile 1782 unter der Überschrift „Keine Experimente an unseren Kindern“ lesen sich die Ausführungen zur schulischen Inklusion wie folgt im Entwurf des AfD-Regierungsprogramms, das auf der Plattform von politico.eu veröffentlicht wurde, wie folgt:
„Das Experiment ‚Inklusion‘, also der gemeinsame Unterricht von behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, finden unter ihren Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist. Hinzu kommt, dass die in Inklusionsklassen oft praktizierte Doppelbesetzung (= zwei Lehrer pro Klasse) in Zeiten des Lehrersmangels wertvolle Kapazitäten bindet. Wir werden die Inklusion unverzüglich beenden und die Förderschulen ausbauen!“
Die AfD hat in Sachen Behindertenpolitik aber auch die Behindertenparkplätze im Visier. Unter der Überschrift „Behindertenparkplätze nach Bedarf!“ heißt es ab Zeile 4782 im Entwurf des Regierungsprogramms der AfD:
„Jedem Autofahrer ist die Situation bekannt, dass er verzweifelt einen Parkplatz sucht und keinen findet, weil alles belegt ist, aber immer mehrere Behindertenparkplätze frei bleiben. Offensichtlich existieren mehr Behindertenplätze als von berechtigten Nutzern mit Behindertenausweis nachgefragt werden. Wir werden deshalb landesweit die Auslastung der Behindertenparkplätze überprüfen und, wenn Überkapazitäten langfristig ungenutzt bleiben, diese reduzieren bzw. die Kommunen anregen und dabei unterstützten, in diesem Sinne zu handeln. Wir wollen Behinderten nicht zumuten, zusammen mit Nichtbehinderten um die gleichen Parkplätze konkurrieren zu müssen; es darf aber auch nicht sein, dass sinnfreie Überkapazitäten vorgehalten werden.“
Anlass zur Besorgnis bieten auch die Vorstellungen der AfD von Sachsen-Anhalt zum Thema Pflege. Dazu heißt es im Entwurf des Regierungsprogramms der AfD Sachsen-Anhalt u.a.:
„Was die Pflege angeht, so ist sie ebenso wie die Kindererziehung eine lebensnahe Tätigkeit, die ursprünglich nicht professionalisiert war und erst in jüngerer Zeit durch staatliche Institutionen übernommen wurde. Pflege ist ihrem Wesen nach Ausdruck der Fürsorge liebender Angehöriger. Wir werden die Familie fördern, damit sie ihre heilsame Funktion zur Entlastung des Gemeinwesens besser erfüllen kann.“




