München (kobinet)
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations-Lager Auschwitz befreit.
Konzentrations-Lager bedeutet: Das war ein Gefängnis in der Nazi-Zeit.
Dort wurden Menschen eingesperrt und getötet.
Dort wurden Menschen gequält.
Dort wurden Menschen ermordet.
Der Landes-Verband Bayern der Gehör-Losen findet diesen Tag wichtig.
Landes-Verband bedeutet: Das ist eine Gruppe von Menschen in einem Bundes-Land.
Die Menschen haben die gleichen Ziele.
Sie arbeiten zusammen.
Der Landes-Verband sagt: Wir müssen uns erinnern.
Wir dürfen das nicht vergessen.
Der Landes-Verband hat eine Presse-Mitteilung geschrieben.
Presse-Mitteilung bedeutet: Das ist ein Text für Zeitungen.
In dem Text stehen wichtige Informationen.
Die Überschrift ist: Erinnerung als Auftrag.
Der Landes-Verband sagt: Gehör-lose Menschen wurden verfolgt.
Das war in der NS-Zeit.
NS-Zeit bedeutet: Das ist die Zeit von 1933 bis 1945.
Damals haben die Nazis in Deutschland regiert.
Der Landes-Verband erinnert an jüdische gehör-lose Menschen.
Diese Menschen wurden doppelt verfolgt.
Sie waren jüdisch.
Und sie waren gehör-los.
Das nennt man auch: Deaf Holocaust.
Deaf Holocaust bedeutet: Verfolgung von gehör-losen Menschen.
Das war in der Nazi-Zeit.
Ein Beispiel ist David Ludwig Bloch.
David Ludwig Bloch lebte von 1910 bis 2002.
David Ludwig Bloch war Künstler aus Bayern.
David Ludwig Bloch kam aus der Stadt Floß.
David Ludwig Bloch wurde ins KZ Dachau gebracht.
KZ ist kurz für Konzentrations-Lager.
Später musste David Ludwig Bloch nach Shanghai fliehen.
Shanghai ist eine Stadt in China.
Der Landes-Verband erinnert auch an andere Verbrechen.
Zum Beispiel: Aktion T4.
Aktion T4 bedeutet: Das war ein Plan von den Nazis.
Die Nazis haben viele kranke Menschen getötet.
Oder: Zwangs-Sterilisationen.
Zwangs-Sterilisation bedeutet: Menschen durften keine Kinder mehr bekommen.
Das haben die Nazis mit Gewalt gemacht.
Kritik am Gedenk-Akt
Gedenk-Akt bedeutet: Das ist eine besondere Feier.
Menschen erinnern sich an wichtige Dinge aus der Vergangenheit.
Der Bayerische Land-Tag hat eine Gedenk-Feier gemacht.
Das war am 27. Januar 2026.
Die Feier war in Nürnberg.
Der Landes-Verband Bayern der Gehör-Losen wurde nicht eingeladen.
Bei der Feier gab es keine Übersetzung.
Es gab keine Deutsche Gebärden-Sprache.
Deutsche Gebärden-Sprache bedeutet: Das ist eine Sprache mit den Händen.
Gehör-lose Menschen sprechen mit Zeichen und Bewegungen.
Deutsche Gebärden-Sprache ist kurz: DGS.
Das ist die Sprache der Gehör-losen.
Der Landes-Verband hat das kritisiert.
Der Landes-Verband sagt: Das ist nicht richtig.
Gehör-lose Menschen müssen dabei sein können.
Das ist wichtig für die Erinnerungs-Kultur.
Erinnerungs-Kultur bedeutet: Menschen denken an wichtige Dinge aus der Vergangenheit.
Die Menschen wollen diese Dinge nicht vergessen.
Der Landes-Verband hat ein Ziel.
Nächstes Jahr soll es besser sein.
Gehör-lose Menschen sollen selbst-verständlich dabei sein.

Foto: ht
München (kobinet) Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Für den Landesverband Bayern der Gehörlosen ist dieser Tag Verpflichtung und Mahnung zugleich. In einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes mit der Überschrift "Erinnerung als Auftrag" stellt sich der Verband gegen das pauschale Vergessen. Er erinnert daran, dass gehörlose Menschen im NS-Staat unterschiedlichen Verfolgungsmechanismen ausgesetzt waren, die präzise benannt werden müssten.
Der Verband verweist dabei einerseits auf die Shoah: „Wir gedenken den jüdischen Gehörlosen, die im ‚Deaf Holocaust‘ doppelt isoliert waren. Stellvertretend erinnern wir an den bayerischen Künstler David Ludwig Bloch (1910–2002) aus Floß, der nach der Pogromnacht in das KZ Dachau verschleppt wurde und später ins Exil nach Shanghai fliehen musste.“ Zudem verweist er auf die „Aktion T4“ und Zwangssterilisationen.
Kritik am offiziellen Gedenkakt
Inklusion bedeutet nach Ansicht des Landesverband Bayern der Gehörlosen aber auch, gemeinsam zu gedenken. „Leider müssen wir feststellen, dass der Landesverband Bayern der Gehörlosen zum heutigen zentralen Gedenkakt des Bayerischen Landtags in Nürnberg nicht eingeladen wurde und vor Ort keine Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) vorgesehen ist. Wir haben dies gegenüber den Verantwortlichen deutlich kritisiert. Unser Ziel ist es, dass gehörlose Menschen im nächsten Jahr selbstverständlicher Teil der staatlichen Erinnerungskultur sind“, heißt es in der am 27. Januar 2026 verbreiteten Presseinformation.

Foto: ht
München (kobinet) Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Für den Landesverband Bayern der Gehörlosen ist dieser Tag Verpflichtung und Mahnung zugleich. In einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes mit der Überschrift "Erinnerung als Auftrag" stellt sich der Verband gegen das pauschale Vergessen. Er erinnert daran, dass gehörlose Menschen im NS-Staat unterschiedlichen Verfolgungsmechanismen ausgesetzt waren, die präzise benannt werden müssten.
Der Verband verweist dabei einerseits auf die Shoah: „Wir gedenken den jüdischen Gehörlosen, die im ‚Deaf Holocaust‘ doppelt isoliert waren. Stellvertretend erinnern wir an den bayerischen Künstler David Ludwig Bloch (1910–2002) aus Floß, der nach der Pogromnacht in das KZ Dachau verschleppt wurde und später ins Exil nach Shanghai fliehen musste.“ Zudem verweist er auf die „Aktion T4“ und Zwangssterilisationen.
Kritik am offiziellen Gedenkakt
Inklusion bedeutet nach Ansicht des Landesverband Bayern der Gehörlosen aber auch, gemeinsam zu gedenken. „Leider müssen wir feststellen, dass der Landesverband Bayern der Gehörlosen zum heutigen zentralen Gedenkakt des Bayerischen Landtags in Nürnberg nicht eingeladen wurde und vor Ort keine Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) vorgesehen ist. Wir haben dies gegenüber den Verantwortlichen deutlich kritisiert. Unser Ziel ist es, dass gehörlose Menschen im nächsten Jahr selbstverständlicher Teil der staatlichen Erinnerungskultur sind“, heißt es in der am 27. Januar 2026 verbreiteten Presseinformation.




