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„Daumen hoch für Schulstreik gegen Wehrpflicht“! Wo bleiben „Krüppel gegen Kriegsvorbereitung“?

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Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
zurück in Wohlgefallen auf Schulstreikende gegen Wehrpflicht, ermutigend!
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Die fiesen Fragen fieser Männer gekonnt parieren – dazu muss imstande sein, wer sich in einer Art "meinungspolitischem Verdachtsfall" (z.B. ein "Putin-Versteher" zu sein) den inquisitorischen Verhör-Fragen von Deutschlandfunk-Redakteuren aussetzt. Redaktions-Mullahs, die als Wächterrat der "liberalen Demokratie" auftreten. Und diejenigen, die es wagen, ihrem politischen Wahrheitsregime, der militärischen Bedrohungsthese etwa, zu widersprechen, in ein meinungspolitisches Abseits stellen, zu potentiellen Verfassungsfeinden oder Feinden im Innern erklären, sie menschlich und moralisch diskreditieren.

Umso beeindruckender (in Anbetracht des duckmäuserischen Schweigens meiner Behindertenpeers zum Rüstungswahn), für mich ermutigend, wie der Sprecher der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ sich nicht einschüchtern lässt von der fiesen Fragerei eines dieser Deutschlandfunk-Mullahs. Sich nicht provozieren lässt, sondern sachlich und freundlich auf dessen unverhohlen unfreundliche und unverschämt unsachliche Vorhaltungen antwortet. Die den Schülerprotest politisch und moralisch diskreditierenden und delegitimierenden Invektiven, mit denen ihn der meinungspolitische Wächter traktiert, ins Leere laufen lässt. Politischer Diffamierung und moralischer Erpressung damit mutig standhält.

Hier haben welche den Mut, junge Leute in diesem Fall, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Sie wagen es, den Mullahs aus Politik und Medien zu widersprechen, ihnen und ihrem „geistlichen Oberhaupt“, dem Führer der wertebasierten neuen europäischen Großmachtpolitik Ayatollah Merz ins Wort und in den Arm zu fallen. Ehe es zu spät ist und ihre sogenannte Verteidigungs- und Sicherheitspolitik in tödlichem Zusammenspiel mit den übrigen politisch Irren dieser Welt – Autokraten, Plutokraten, Kleptokraten – unseren Planeten in eine unbewohnbare Schutthalde verwandelt (mit Ausnahme der Bunkeranlagen und vergoldeten Residenzen der Mächtigen, sowie der Inselresorts von Superreichen) . – Dass mutige junge Menschen dem gemeingefährlichen Irrsinn miliärischer Abschreckung nicht auf den Leim gehen, sich weigern, die Beruhigungspille des “ civis pacem para bellum“ (Krieg vorbereiten, um ihn nicht führen zu müssen) zu schlucken, während diejenigen, die sie uns verordnen, unentwegt neue Kriege und „bewaffnete Konflikte“ lostreten oder rechtfertigen – dies sollte auch andere zum Widerspruch ermuntern, dazu, statt zu resignieren oder gar zu willfahren, sich der mentalen und logistischen Kriegsvorbereitung zu widersetzen.

Entgegenzutreten dem Ausbund an Verleugnung, vulgo Verlogenheit, der Unaufrichtigkeit und terminologischen Schönfärberei wie sie die politischen, die medialen und mit ihnen ein Teil der wissenschaftlich intellektuellen Eliten in Sachen Krieg und Kriegsvorbereitung an den Tag legen. Ihre Sprache eine einzige Verschleierung dessen, „was Krieg eigentlich ist“, so der seinem Erschrecken darüber auch stimmlichen Ausdrucke verleihende Markus Lanz im Podcastgespräch (Thema Irankrieg) mit Richard David Precht. Da niemand sonst dies so deutlich sage, zitiert er Harald Welzer, „Krieg ist auf eine unvorstellbar brutale Art und Weise Menschen zu zerstören, das ist das worum es geht“. Und was üblicherweise sprachlich verschleiert werde! „Das ist der Zynismus von Krieg“, so ein hörbar erregter Lanz, „wo bleibt eigentlich die breite gesellschaftliche Debatte darüber, wo ist eigentlich derjenige, der sich hinstellt und sagt, Freunde wir müssen darüber reden, was tut ihr da eigentlich, ihr begeht gerade Kriegsverbrechen …“ Und der vernehmlich um Fassung bemühte Talkmaster fragt seinen ihm zustimmenden Gesprächspartner Precht, „wo bleibt der Aufschrei, natürlich wird es irgendwie berichtet, aber da ist irgendwie so ein seltsames Schweigen … nach dem Motto, irgendwas ist ja immer, muss halt jetzt sein, weil es geht ja gegen die Richtigen …“

In einem die grausige Wirklichkeit von krieg sprachlich systematisch vernebelnden Mainstreamdiskurs will es folglich schon etwas heißen, wenn ein junger Mensch auf offener Medienbühne einem Meinungs-Mullah so gelassen und entschieden widerspricht wie der Pressesprecher der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ Hannes Kramer.
https://www.deutschlandfunk.de/schulstreik-gegen-moegliche-rueckkehr-zur-wehrpflicht-int-mit-initiator-kramer-100.html