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Rollstuhlfahrer auf dem Karnevalswagen – ein starkes Zeichen für mehr Inklusion

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Nico Wunderle
Nico Wunderle
Foto: privat

Düsseldorf (kobinet) Vierzehn Plätze. Vierzehn Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator, die beim Rosenmontagszug in Düsseldorf nicht am Rand stehen, sondern mitten im Geschehen dabei sind. Der von der KG Gemeinsam Jeck gebaute Karnevalswagen zeigt eindrucksvoll: Inklusion im Karneval ist möglich – praktisch, sicher und ohne übermäßigen Aufwand.

Kommentar von kobinet-Redakteur Nico Wunderle

Rampe statt Treppe, Schienen zur sicheren Fixierung von Rollstühlen, zusätzliche Sitzmöglichkeiten für Menschen mit Rollator. Der Wagen macht sichtbar, dass Barrierefreiheit keine Frage komplizierter Technik ist, sondern vor allem eine Frage der Haltung. Nach Angaben des Vereins entsprach der Bau in Zeit und Kosten dem eines herkömmlichen Karnevalswagens. Ein wichtiges Signal – auch für andere Vereine.

Die große Nachfrage bestätigt den Bedarf: Alle 14 Plätze sind bereits vergeben. Für die Mitfahrenden bedeutet der Wagen mehr als nur eine Fahrt durch die Stadt. Er steht für Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und dafür, Karneval als das zu erleben, was er sein will – ein Fest für alle.

Das Projekt der KG Gemeinsam Jeck verdient Anerkennung, weil es zeigt, was möglich ist, wenn Inklusion von Anfang an mitgedacht wird. Der Wagen kann als Vorbild dienen – für andere Karnevalsgesellschaften, für Zugleitungen und für Kommunen.

Der inklusive Karnevalswagen macht Mut. Er zeigt: Teilhabe ist umsetzbar, wenn sie gewollt ist. Und er lädt dazu ein, diesen Weg weiterzugehen – damit Inklusion im Karneval künftig nicht die Ausnahme bleibt, sondern selbstverständlich wird.

Denn wo gemeinsam gefeiert wird, sollte auch gemeinsam teilgenommen werden können.

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