Kassel (kobinet)
Der November ist ein trüber Monat.
Im November regnet es oft.
Viele Menschen denken im November an verstorbene Menschen.
Verstorben bedeutet: Die Menschen sind tot.
Im November 2025 sind 3 wichtige Frauen gestorben.
Die Frauen hatten eine Behinderung.
Die Frauen haben sich für Menschen mit Behinderung eingesetzt.
Das nennt man: Behinderten-Bewegung.
Die Behinderten-Bewegung kämpft für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Ottmar Miles-Paul arbeitet bei kobinet.
Ottmar Miles-Paul ist Redakteur.
Ein Redakteur schreibt Texte.
Ottmar Miles-Paul erinnert heute an 3 starke Frauen.
Die 3 Frauen kamen aus verschiedenen Ländern:
Marita Boos-Waidosch ist am 1. Oktober 2025 gestorben.
Roswitha Schachinger ist am 18. Oktober 2025 gestorben.
Molly Holsapple ist am 23. Oktober 2025 gestorben.
Bericht von Ottmar Miles-Paul
Marita Boos-Waidosch
Mainz ist eine schöne Stadt in Deutschland.
In Mainz gibt es viele Dinge ohne Barrieren.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können überall hin.
Zum Beispiel: Menschen im Roll-Stuhl.
Ein Roll-stuhl ist ein Sessel mit Rädern.
Menschen können damit fahren.
Marita Boos-Waidosch hat dafür gekämpft.
Marita Boos-Waidosch ist am 1. Oktober 1953 geboren.
Marita Boos-Waidosch ist am 1. Oktober 2025 gestorben.
Marita Boos-Waidosch wurde 72 Jahre alt.
Marita Boos-Waidosch ist an ihrem Geburts-Tag gestorben.
Marita Boos-Waidosch saß im Roll-Stuhl.
Marita Boos-Waidosch war 25 Jahre lang Behinderten-Beauftragte.
Eine Behinderten-Beauftragte hilft Menschen mit Behinderung.
Diese Person arbeitet für die Regierung.
Marita Boos-Waidosch hat in der Stadt Mainz gearbeitet.
Marita Boos-Waidosch war in den 80er Jahren in den USA.
Das ist 40 Jahre her.
In den USA hat Marita Boos-Waidosch viel gelernt.
Marita Boos-Waidosch hat viele gute Ideen nach Deutschland gebracht.
Marita Boos-Waidosch war eine warme Person.
Marita Boos-Waidosch mochte junge Menschen mit Behinderung.
Marita Boos-Waidosch hat die jungen Menschen ermuntert.
Ermuntert bedeutet: Marita Boos-Waidosch hat gesagt:
Ihr könnt etwas verändern.
Setzt euch für eure Rechte ein.
In den 90er Jahren gab es einen Erfolg.
Das ist 30 Jahre her.
Die Busse in Mainz wurden barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Menschen im Roll-Stuhl können mit-fahren.
Marita Boos-Waidosch hat dafür gekämpft.
Marita Boos-Waidosch hat auch für das Theater gekämpft.
Das Theater heißt: Staats-Theater Mainz.
Heute können alle Menschen in das Theater gehen.
Auch Menschen im Roll-Stuhl.
Marita Boos-Waidosch war im Behinderten-Beirat von Mainz.
Ein Behinderten-Beirat ist eine Gruppe.
Die Gruppe setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Marita Boos-Waidosch war auch Landes-Behinderten-Beauftragte.
Das war in Rheinland-Pfalz.
Rheinland-Pfalz ist ein Bundes-Land in Deutschland.
Deutschland hat 16 Bundes-Länder.
Jedes Bundes-Land hat eine eigene Regierung.
Marita Boos-Waidosch kannte sehr viele Menschen.
Das nennt man: Ein großes Netz-Werk haben.
Ein Netz-Werk ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen.
Marita Boos-Waidosch konnte viel helfen.
Marita Boos-Waidosch hat Tipps gegeben.
Die Tipps haben vielen Menschen geholfen.
Marita Boos-Waidosch trug oft rote Kleidung.
Viele Menschen kannten Marita Boos-Waidosch in Mainz.
Marita Boos-Waidosch war überall dabei.
Wo etwas los war.
Marita Boos-Waidosch liebte Kultur.
Kultur bedeutet: Theater, Musik und Kunst.
Marita Boos-Waidosch war im Stadt-Rat.
Das war für die Partei: Die Grünen.
Im Stadt-Rat hat sich Marita Boos-Waidosch für Kultur eingesetzt.
Eingesetzt bedeutet: Marita Boos-Waidosch hat dafür gekämpft.
Marita Boos-Waidosch wollte: Alle Menschen können Kultur erleben.
Auch Menschen mit Behinderung.
Marita Boos-Waidosch konnte sich auf-regen.
Zum Beispiel: Wenn es keine Barriere-Freiheit gab.
Oder: Wenn Menschen mit Behinderung ungerecht behandelt wurden.
Marita Boos-Waidosch hat dann nicht locker gelassen.
Nicht locker gelassen bedeutet: Marita Boos-Waidosch hat weiter gekämpft.
Das war gut so.
Oft hat sich dann etwas verändert.
Es gibt in Mainz ein Zentrum.
Das Zentrum heißt: Zsl Mainz.
Zsl ist die Abkürzung für: Zentrum für selbst-bestimmtes Leben.
Selbst-bestimmtes Leben bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Man bestimmt sein Leben selbst.
Marita Boos-Waidosch hat das Zentrum mit gegründet.
Das war in den 90er Jahren.
Das ist über 30 Jahre her.
Marita Boos-Waidosch hat Referenten nach Deutschland geholt.
Referenten halten Vorträge.
Die Referenten kamen aus den USA.
Die Referenten haben neue Ideen mitgebracht.
Das war gut für die Behinderten-Bewegung in Deutschland.
Es gab oft Schulungen in Mainz.
Die Schulungen hießen: Empowerment-Schulungen.
Empowerment bedeutet: Selbst-Bestimmung.
Das bedeutet: Menschen mit Behinderung werden stark gemacht.
Menschen mit Behinderung entscheiden selbst über ihr Leben.
Marita Boos-Waidosch hat bei den Schulungen mit-gemacht.
Marita Boos-Waidosch hat Stadt-Führungen gemacht.
Marita Boos-Waidosch hat über ihre Arbeit erzählt.
Marita Boos-Waidosch war nicht nur eine Kämpferin.
Marita Boos-Waidosch war auch ein lieber Mensch.
Marita Boos-Waidosch hat sich für einzelne Menschen interessiert.
Marita Boos-Waidosch hatte viel zu erzählen.
Marita Boos-Waidosch hat aber auch zugehört.
Marita Boos-Waidosch wollte wissen: Wie geht es dir?
Marita Boos-Waidosch wird am 7. November 2025 beigesetzt.
Beigesetzt bedeutet: Der Körper wird beerdigt.
Am 18. November 2025 gibt es eine Gedenk-Veranstaltung.
Eine Gedenk-Veranstaltung ist ein Treffen.
Dort denken Menschen an Marita Boos-Waidosch.
Die Gedenk-Veranstaltung ist im Glas-Haus.
Das Glas-Haus ist im Staats-Theater Mainz.
Die Gedenk-Veranstaltung beginnt um 14 Uhr 30.
Roswitha Schachinger
Am 18. November 2025 gibt es noch eine Veranstaltung.
Die Veranstaltung ist in Wien.
Wien ist die Haupt-Stadt von Österreich.
Bei der Veranstaltung nehmen Menschen Abschied.
Die Menschen nehmen Abschied von Roswitha Schachinger.
Die Veranstaltung ist im Albert Schweitzer Haus.
Roswitha Schachinger hat für die Rechte von Menschen mit Behinderung gekämpft.
Roswitha Schachinger wollte: Menschen mit Behinderung bestimmen selbst über ihr Leben.
Roswitha Schachinger wollte nicht in der ersten Reihe stehen.
Das bedeutet: Roswitha Schachinger wollte nicht im Mittel-Punkt stehen.
Aber: Roswitha Schachinger hat viel bewegt.
Das war über viele Jahre hinweg.
Im Jahr 1994 wurde ein Zentrum gegründet.
Das Zentrum heißt: Wiener Zentrum für selbst-bestimmtes Leben.
Roswitha Schachinger hat bei der Gründung mit-gemacht.
Roswitha Schachinger war später Vize-Präsidentin.
Vize-Präsidentin bedeutet: Stell-vertretende Präsidentin.
Das war beim Österreichischen Behinderten-Rat.
Roswitha Schachinger hat auch eine Assistenz-Genossenschaft geleitet.
Die Assistenz-Genossenschaft heißt: WAG.
WAG ist die Abkürzung für: Wiener Assistenz-Genossenschaft.
Eine Assistenz-Genossenschaft hilft Menschen mit Behinderung.
Die Menschen bekommen Unterstützung im Alltag.
Das nennt man: Persönliche Assistenz.
Roswitha Schachinger hat einen Preis bekommen.
Der Preis heißt: Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig-Preis.
Der Preis ist für selbst-bestimmtes Leben.
Roswitha Schachinger ist am 21. November 1968 geboren.
Roswitha Schachinger ist am 18. Oktober 2025 gestorben.
Roswitha Schachinger wurde 56 Jahre alt.
Viele Menschen sind traurig über den Tod von Roswitha Schachinger.
Das gilt auch außerhalb von Österreich.
Roswitha Schachinger war ein liebevoller Mensch.
Roswitha Schachinger hat sich sehr engagiert.
Engagiert bedeutet: Roswitha Schachinger hat viel getan.
Roswitha Schachinger hat sich für andere Menschen eingesetzt.
Auf der Internet-Seite BIZEPS steht ein Text.
BIZEPS ist ein Nachrichten-Dienst aus Österreich.
In dem Text steht:
Roswitha Schachinger ist nach langer Krankheit gestorben.
Roswitha Schachinger hat bis zuletzt gekämpft.
Roswitha Schachinger hat sich für Menschen mit Behinderung eingesetzt.
Roswitha Schachinger ist in Nieder-Österreich geboren.
Roswitha Schachinger hat in Wien gewohnt.
Roswitha Schachinger hat mit Persönlicher Assistenz gelebt.
Persönliche Assistenz bedeutet: Menschen helfen im Alltag.
Roswitha Schachinger wollte: Alle Menschen bekommen Persönliche Assistenz.
Wenn die Menschen Persönliche Assistenz brauchen.
Roswitha Schachinger hatte einen Leit-Satz.
Ein Leit-Satz ist ein wichtiger Satz.
Der Satz zeigt, was einem wichtig ist.
Der Leit-Satz war: Selbst-Bestimmung ist ein Menschen-Recht.
Selbst-Bestimmung ist kein Privileg.
Privileg bedeutet: Etwas Besonderes.
Nur wenige Menschen haben ein Privileg.
Im November 2024 hat Roswitha Schachinger einen Preis bekommen.
Der Preis heißt: Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig-Preis.
Der Preis ist für selbst-bestimmtes Leben.
Roswitha Schachinger hat den Preis in einer Kategorie bekommen.
Kategorie bedeutet: Eine Gruppe von ähnlichen Dingen.
Die Kategorie heißt: Außer-gewöhnlicher persönlicher Einsatz.
Das bedeutet: Roswitha Schachinger hat sich besonders eingesetzt.
Roswitha Schachinger hat sich für Selbst-Bestimmung eingesetzt.
Der Preis würdigt das Lebens-Werk von Roswitha Schachinger.
Würdigt bedeutet: Der Preis zeigt Respekt.
Der Preis zeigt: Die Arbeit war wichtig.
Roswitha Schachinger hat ihr ganzes Leben für Menschen mit Behinderung gekämpft.
Roswitha Schachinger wollte: Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Menschen mit Behinderung können mit-machen.
Menschen mit Behinderung bestimmen selbst.
Roswitha Schachinger war klar in ihrer Sprache.
Roswitha Schachinger war aber auch warm-herzig.
Roswitha Schachinger konnte Miss-Stände benennen.
Miss-Stände bedeutet: Dinge, die nicht gut sind.
Dinge, die nicht richtig sind.
Roswitha Schachinger hatte keine Angst davor.
Roswitha Schachinger konnte aber auch Hoffnung schenken.
Viele Menschen haben von Roswitha Schachinger gelernt.
Die Menschen haben gelernt: Man muss für seine Überzeugungen ein-stehen.
Überzeugungen bedeutet: Dinge, an die man glaubt.
Dinge, die einem wichtig sind.
Ein-stehen bedeutet: Man soll sagen, was man denkt.
Man soll dafür kämpfen.
Das soll man mit Haltung machen.
Das soll man mit Herz machen.
Das soll man mit Mut machen.
Roswitha Schachinger war beharrlich.
Beharrlich bedeutet: Roswitha Schachinger hat nicht aufgegeben.
Roswitha Schachinger hat weiter gekämpft.
Roswitha Schachinger hat an Inklusion geglaubt.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind dabei.
Jeder Mensch kann überall mit-machen.
Roswitha Schachinger wird fehlen.
Auf der Internet-Seite BIZEPS gibt es mehr Informationen.
Dort könnt ihr mehr über Roswitha Schachinger lesen.
Dort steht mehr über das Leben von Roswitha Schachinger.
Dort steht mehr über die Arbeit von Roswitha Schachinger.
Molly Holsapple
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 2025 ist Molly Holsapple gestorben.
Molly Holsapple wurde 77 Jahre alt.
Molly Holsapple hat in der Nähe von Portland gewohnt.
Portland ist eine Stadt im Bundes-Staat Oregon.
Oregon ist ein Bundes-Staat in den USA.
Molly Holsapple hatte eine Behinderung.
Die Behinderung heißt: Zerebral-Parese.
Zerebral-Parese bedeutet: Das Gehirn ist verletzt.
Deshalb kann der Körper sich nicht richtig bewegen.
Molly Holsapple hatte auch eine Seh-Behinderung.
Das bedeutet: Molly Holsapple konnte nicht gut sehen.
Molly Holsapple hat ihre Behinderung nicht als Problem gesehen.
Molly Holsapple hat die Behinderung in Motivation verwandelt.
Motivation bedeutet: Der Antrieb, etwas zu tun.
Die Kraft, etwas zu machen.
Molly Holsapple wollte die Welt verbessern.
Molly Holsapple wollte das für Menschen mit Behinderung tun.
Molly Holsapple hat vor über 40 Jahren angefangen zu arbeiten.
Molly Holsapple hat in einer großen Einrichtung gearbeitet.

Foto: ISL
Kassel (kobinet) Der November ist meist ein trüber und regnerischer Monat, ein Monat, in dem verstärkt an die Verstorbenen gedacht wird. Im November 2025 muss die Behindertenbewegung in verschiedenen Ländern Abschied von langjährig aktiven und prägenden behinderten Frauen nehmen, die die Behindertenbewegung entscheidend vorangebracht haben. Während die kobinet-nachrichten mit ihren begrenzten ehrenamtlichen und finanziellen Ressourcen leider nur eingeschränkt berichten können, wenn jemand aus der Behindertenbewegung gestorben ist, erinnert kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul heute an drei starke behinderte Frauen aus verschiedenen Ländern. Diese sind im Oktober gestorben und werden im November 2025 beigesetzt. Marita Boos-Waidosch aus Mainz ist am 1. Oktober 2025, Roswitha Schachinger aus Wien am 18. Oktober und Molly Holsapple aus Portland, Oregon in den USA in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober gestorben.
Bericht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul
Marita Boos-Waidosch
Diejenigen, die schon einmal die schöne Stadt Mainz besucht haben oder die Gelegenheit dafür bekommen, wandeln dort an vielen Stellen auf den Spuren des langjährigen Engagements vieler behinderter Menschen für mehr Barrierefreiheit und Inklusion. Die am 1. Oktober 1953 geborene Marita Boos-Waidosch, die an ihrem 72. Geburtstag gestorben ist, war eine prägende Person, die das Stadtbild von Mainz entscheidend mitgeprägt hat. Beschwingt durch erste Erfolge und ihre Erfahrungen, die sie in den frühen 80er Jahren in den USA sammeln konnte, wirkte die Rollstuhlnutzerin u.a. 25 Jahre lang als Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Mainz. Marita Boos-Waidosch war eine herzenswarme Menschenfängerin und hatte es vor allem auf junge behinderte Menschen abgesehen, die sie besonders zum Engagement ermunterte. Sie war maßgeblich beteiligt als in den 90er Jahren der Umschwung für barrierefreie Busse und Straßenbahnen in Mainz geschafft werden konnte. Sie hat mit anderen nach einer Lösung gesucht, um den Haupteingang des Staatstheaters barrierefrei zugänglich zu machen. Sie hat das Wirken des Mainzer Behindertenbeirats beflügelt und war für kurze Zeit sogar Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz.
Ihr Netzwerk war enorm weit gespannt und so konnte sie immer wieder Impulse und Tipps geben, die behinderten Menschen so manche Türen öffneten. Mit ihrer meist roten Kleidung war Marita Boos-Waidosch ein fester Bestandteil des Mainzer Stadtbildes. Denn, wo was los war, da war sie dabei. Und ihr Interesse an der Kultur war unermüdlich. Während den letzten Jahren, als sie im Stadtrat für die Grünen aktiv war, war daher auch die Kulturpolitik einer ihrer Schwerpunkte, dabei ging es natürlich auch um barrierefreie Teilhabe. Und Marita Boos-Waidosch konnte sich aufregen. Aufregen darüber, wenn die Barrierefreiheit nicht berücksichtigt wurde, aufregen darüber, wenn behinderte Menschen ungerecht behandelt wurden. Und meist löste es etwas aus, wenn sie sich aufregte, denn sie ließ nicht locker – und das war auch gut so!
Natürlich war Marita Boos-Waidosch an der Gründung des Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (Zsl) Mainz in den frühen 90er Jahren maßgeblich beteiligt. Sie brachte immer wieder Referent*innen aus der US-amerikanischen Independent Living Bewegung und damit neue Impulse nach Mainz und Deutschland. Und wenn Empowerment-Schulungen in Mainz stattfanden, Marita Boos-Waidosch war immer für eine Stadtführung oder einen input zu haben. Denn sie war nicht nur eine Menschenfängerin und eine Strippenzieherin, sondern den einzelnen Menschen sehr zugewandt. Sie hatte viel zu erzählen, interessierte sich aber immer, wie es anderen geht. Marita Boos-Waidosch wird am 7. November beigesetzt. Am 18. November 2025 findet um 14:30 Uhr im Glashaus des Mainzer Staatstheater eine Gedenkveranstaltung für sie und ihr Wirken statt.
Roswitha Schachinger
Ebenfalls am Nachmittag des 18. November 2025 wird im Rahmen einer Veranstaltung Abschied von Roswitha Schachinger im Albert Schweitzer Haus in Wien genommen. Das Leben und Wirken von Roswitha Schachinger war von ihrem Engagement für die Selbstbestimmung und für die Rechte behinderter Menschen geprägt. Auch wenn sie sich ungern in die erste Reihe stellte, prägte sie über Jahrzehnte hinweg entscheidend die Aktivitäten der österreichischen Behindertenbewegung. Sie mischte bereits 1994 bei der Gründung des Wiener Zentrums für selbstbestimmtes Leben entscheidend mit. Die Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrats, geschäftsführende Vorständin der in Wien ansässigen Assistenzgenossenschaft WAG und Preisträgerin des Dr.-Elisabeth-Wundsam-Hartig-Preises für selbstbestimmtes Leben, die am 21. November 1968 geboren wurde, verstarb am 18. Oktober 2025. Die Trauer über diesen Verlust einer liebevollen und engagierten Person reicht weit über die Grenzen Österreichs hinaus.
„Mit tiefer Betroffenheit und großem Respekt nehmen wir Abschied von Roswitha Schachinger, die nach langer, schwerer Krankheit am 18. Oktober 2025 im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Bis zuletzt hat sie sich mit ganzer Kraft und unerschütterlicher Hingabe für die Anliegen und Rechte von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Roswitha Schachinger wurde in Niederösterreich geboren und war in Wien zu Hause. Sie lebte mit Persönlicher Assistenz und setzte sich bis zuletzt u. a. dafür ein, dass alle Menschen, die Persönliche Assistenz benötigen, diese auch bekommen“, heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS. Ihr Leitsatz war: „Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht – kein Privileg.“
Erst im November 2024 wurde Roswitha Schachinger, die auch Gründungsmitglied der Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) war, der Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig-Preis für selbstbestimmtes Leben in der Kategorie „außergewöhnlicher persönlicher Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen“ verliehen. „Diese Auszeichnung würdigt ihr lebenslanges Engagement, mit dem sie unermüdlich für die Rechte, die Teilhabe und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen eingetreten ist. Roswitha verband Klarheit mit Wärme. Sie konnte Missstände unerschrocken benennen und zugleich Hoffnung schenken. Viele Menschen haben durch sie gelernt, mit Haltung, Herz und Mut für ihre Überzeugungen einzustehen. Ihre Beharrlichkeit und ihr unerschütterlicher Glaube an Inklusion werden uns fehlen“, heißt es weiter im BIZEPS-Beitrag mit weiteren Informationen zum Leben und Wirken von Roswitha Schachinger.
Molly Holsapple
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 2025 verstarb Molly Holsapple im Alter von 77 Jahren in der Nähe von Portland, Oregon in den USA. Molly Holsapple lebte mit Zerebralparese und einer Sehbehinderung. Was für andere ein Hindernis gewesen wäre, wandelte sie in Motivation um – in den Antrieb, die Welt für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Ihre Karriere begann vor über vierzig Jahren in einer großen Behinderteneinrichtung, dem Fairview Training Center, wo sie im Sommer als Freizeittherapeutin im orthopädischen Bereich arbeitete. Ihre persönlichen Werte stimmten mit dieser Großeinrichtung nicht überein. So entfachte sich ein Funke. Molly Holsapple widmete ihr weiteres Berufsleben der Verbesserung des Versorgungssystems für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Entwicklungsbeeinträchtigungen in Oregon. Ihr Fokus lag stets darauf, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen durch personenzentrierte Ansätze und echte Selbstbestimmung zu steigern. Von den Anfängen der Schließung des Fairview Training Centers, über die Entwicklung von alternativen Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten mitten in der Gemeinde, Molly Holsapple war immer an der Seite behinderter Menschen. Sie war eine standhafte und leidenschaftliche Stimme, die sich für Systemveränderungen und die Deinstitutionalisierung einsetzte. 2011 besuchte die Aktivistin Deutschland und berichtete u.a. im rheinland-pfälzischen Sozialministerium über die Erfahrungen mit der Deinstitutionalisierung und Personenzentrierung in Oregon. Der Termin für die Gedenkveranstaltung für die lebenslustige Frau, die für sie durchgeführt wird, steht noch nicht fest.
Was bleibt?
Neben den vielen anderen behinderten Menschen, die die Behindertenbewegung in den verschiedenen Ländern geprägt haben und die wir vermissen, werden auch diese drei starke Frauen fehlen. Ihr Empowerment, nicht aufzugeben, ihre Ideen, ihre Erfahrungen und ihre Herzlichkeit und Menschlichkeit, dies wird uns fehlen. Es bleibt die Erinnerung derjenigen, die sie näher kannten oder von oder über sie gelesen bzw. gehört haben. Es bleibt die Idee, die sie geprägt und konsequent vorangetrieben haben, Die Idee eines selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen in einer Welt, die Barrieren aus dem Weg räumt statt neue aufzubauen. Und es bleibt der Geist des Empowerment, der geprägt davon ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen, dass wir gemeinsam viel erreichen können und dass wir unser Wissen weitergeben.
Es bleibt aber auch die Hoffnung. Die Hoffnung, dass jüngere behinderte Menschen nachkommen und die Behindertenbewegung neu beflügeln. Dass mehr behinderte Menschen rechtzeitig erkennen, dass die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Sachen Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz kein Geschenk des Himmels oder von sonst jemand waren, sondern hart und mühsam Stück für Stück erkämpft wurden. Erkämpft von Menschen, wie Marita Boos-Waidosch, Roswitha Schachinger, Molly Holsapple und vielen vielen anderen. Errungenschaften, die nicht gesetzt sind, sondern jeden Tag neu gelebt und vor allem verteidigt werden müssen.
Es bleibt die Hoffnung auf das Engagement vieler anderer, denn diejenigen, die Wege bereitet haben, verlassen uns früher oder später bzw. erleben bereits, wie eingeschränkt ihre Kräfte sind. So wichtig und richtig der Slogan „Nichts über uns ohne uns ist“, so wichtig ist es, dass dieser von uns behinderten Menschen selbst immer wieder eingefordert und mit Leben gefüllt werden muss. Ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.

Foto: ISL
Kassel (kobinet) Der November ist meist ein trüber und regnerischer Monat, ein Monat, in dem verstärkt an die Verstorbenen gedacht wird. Im November 2025 muss die Behindertenbewegung in verschiedenen Ländern Abschied von langjährig aktiven und prägenden behinderten Frauen nehmen, die die Behindertenbewegung entscheidend vorangebracht haben. Während die kobinet-nachrichten mit ihren begrenzten ehrenamtlichen und finanziellen Ressourcen leider nur eingeschränkt berichten können, wenn jemand aus der Behindertenbewegung gestorben ist, erinnert kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul heute an drei starke behinderte Frauen aus verschiedenen Ländern. Diese sind im Oktober gestorben und werden im November 2025 beigesetzt. Marita Boos-Waidosch aus Mainz ist am 1. Oktober 2025, Roswitha Schachinger aus Wien am 18. Oktober und Molly Holsapple aus Portland, Oregon in den USA in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober gestorben.
Bericht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul
Marita Boos-Waidosch
Diejenigen, die schon einmal die schöne Stadt Mainz besucht haben oder die Gelegenheit dafür bekommen, wandeln dort an vielen Stellen auf den Spuren des langjährigen Engagements vieler behinderter Menschen für mehr Barrierefreiheit und Inklusion. Die am 1. Oktober 1953 geborene Marita Boos-Waidosch, die an ihrem 72. Geburtstag gestorben ist, war eine prägende Person, die das Stadtbild von Mainz entscheidend mitgeprägt hat. Beschwingt durch erste Erfolge und ihre Erfahrungen, die sie in den frühen 80er Jahren in den USA sammeln konnte, wirkte die Rollstuhlnutzerin u.a. 25 Jahre lang als Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Mainz. Marita Boos-Waidosch war eine herzenswarme Menschenfängerin und hatte es vor allem auf junge behinderte Menschen abgesehen, die sie besonders zum Engagement ermunterte. Sie war maßgeblich beteiligt als in den 90er Jahren der Umschwung für barrierefreie Busse und Straßenbahnen in Mainz geschafft werden konnte. Sie hat mit anderen nach einer Lösung gesucht, um den Haupteingang des Staatstheaters barrierefrei zugänglich zu machen. Sie hat das Wirken des Mainzer Behindertenbeirats beflügelt und war für kurze Zeit sogar Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz.
Ihr Netzwerk war enorm weit gespannt und so konnte sie immer wieder Impulse und Tipps geben, die behinderten Menschen so manche Türen öffneten. Mit ihrer meist roten Kleidung war Marita Boos-Waidosch ein fester Bestandteil des Mainzer Stadtbildes. Denn, wo was los war, da war sie dabei. Und ihr Interesse an der Kultur war unermüdlich. Während den letzten Jahren, als sie im Stadtrat für die Grünen aktiv war, war daher auch die Kulturpolitik einer ihrer Schwerpunkte, dabei ging es natürlich auch um barrierefreie Teilhabe. Und Marita Boos-Waidosch konnte sich aufregen. Aufregen darüber, wenn die Barrierefreiheit nicht berücksichtigt wurde, aufregen darüber, wenn behinderte Menschen ungerecht behandelt wurden. Und meist löste es etwas aus, wenn sie sich aufregte, denn sie ließ nicht locker – und das war auch gut so!
Natürlich war Marita Boos-Waidosch an der Gründung des Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (Zsl) Mainz in den frühen 90er Jahren maßgeblich beteiligt. Sie brachte immer wieder Referent*innen aus der US-amerikanischen Independent Living Bewegung und damit neue Impulse nach Mainz und Deutschland. Und wenn Empowerment-Schulungen in Mainz stattfanden, Marita Boos-Waidosch war immer für eine Stadtführung oder einen input zu haben. Denn sie war nicht nur eine Menschenfängerin und eine Strippenzieherin, sondern den einzelnen Menschen sehr zugewandt. Sie hatte viel zu erzählen, interessierte sich aber immer, wie es anderen geht. Marita Boos-Waidosch wird am 7. November beigesetzt. Am 18. November 2025 findet um 14:30 Uhr im Glashaus des Mainzer Staatstheater eine Gedenkveranstaltung für sie und ihr Wirken statt.
Roswitha Schachinger
Ebenfalls am Nachmittag des 18. November 2025 wird im Rahmen einer Veranstaltung Abschied von Roswitha Schachinger im Albert Schweitzer Haus in Wien genommen. Das Leben und Wirken von Roswitha Schachinger war von ihrem Engagement für die Selbstbestimmung und für die Rechte behinderter Menschen geprägt. Auch wenn sie sich ungern in die erste Reihe stellte, prägte sie über Jahrzehnte hinweg entscheidend die Aktivitäten der österreichischen Behindertenbewegung. Sie mischte bereits 1994 bei der Gründung des Wiener Zentrums für selbstbestimmtes Leben entscheidend mit. Die Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrats, geschäftsführende Vorständin der in Wien ansässigen Assistenzgenossenschaft WAG und Preisträgerin des Dr.-Elisabeth-Wundsam-Hartig-Preises für selbstbestimmtes Leben, die am 21. November 1968 geboren wurde, verstarb am 18. Oktober 2025. Die Trauer über diesen Verlust einer liebevollen und engagierten Person reicht weit über die Grenzen Österreichs hinaus.
„Mit tiefer Betroffenheit und großem Respekt nehmen wir Abschied von Roswitha Schachinger, die nach langer, schwerer Krankheit am 18. Oktober 2025 im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Bis zuletzt hat sie sich mit ganzer Kraft und unerschütterlicher Hingabe für die Anliegen und Rechte von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Roswitha Schachinger wurde in Niederösterreich geboren und war in Wien zu Hause. Sie lebte mit Persönlicher Assistenz und setzte sich bis zuletzt u. a. dafür ein, dass alle Menschen, die Persönliche Assistenz benötigen, diese auch bekommen“, heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS. Ihr Leitsatz war: „Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht – kein Privileg.“
Erst im November 2024 wurde Roswitha Schachinger, die auch Gründungsmitglied der Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) war, der Dr. Elisabeth Wundsam-Hartig-Preis für selbstbestimmtes Leben in der Kategorie „außergewöhnlicher persönlicher Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen“ verliehen. „Diese Auszeichnung würdigt ihr lebenslanges Engagement, mit dem sie unermüdlich für die Rechte, die Teilhabe und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen eingetreten ist. Roswitha verband Klarheit mit Wärme. Sie konnte Missstände unerschrocken benennen und zugleich Hoffnung schenken. Viele Menschen haben durch sie gelernt, mit Haltung, Herz und Mut für ihre Überzeugungen einzustehen. Ihre Beharrlichkeit und ihr unerschütterlicher Glaube an Inklusion werden uns fehlen“, heißt es weiter im BIZEPS-Beitrag mit weiteren Informationen zum Leben und Wirken von Roswitha Schachinger.
Molly Holsapple
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 2025 verstarb Molly Holsapple im Alter von 77 Jahren in der Nähe von Portland, Oregon in den USA. Molly Holsapple lebte mit Zerebralparese und einer Sehbehinderung. Was für andere ein Hindernis gewesen wäre, wandelte sie in Motivation um – in den Antrieb, die Welt für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Ihre Karriere begann vor über vierzig Jahren in einer großen Behinderteneinrichtung, dem Fairview Training Center, wo sie im Sommer als Freizeittherapeutin im orthopädischen Bereich arbeitete. Ihre persönlichen Werte stimmten mit dieser Großeinrichtung nicht überein. So entfachte sich ein Funke. Molly Holsapple widmete ihr weiteres Berufsleben der Verbesserung des Versorgungssystems für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Entwicklungsbeeinträchtigungen in Oregon. Ihr Fokus lag stets darauf, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen durch personenzentrierte Ansätze und echte Selbstbestimmung zu steigern. Von den Anfängen der Schließung des Fairview Training Centers, über die Entwicklung von alternativen Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten mitten in der Gemeinde, Molly Holsapple war immer an der Seite behinderter Menschen. Sie war eine standhafte und leidenschaftliche Stimme, die sich für Systemveränderungen und die Deinstitutionalisierung einsetzte. 2011 besuchte die Aktivistin Deutschland und berichtete u.a. im rheinland-pfälzischen Sozialministerium über die Erfahrungen mit der Deinstitutionalisierung und Personenzentrierung in Oregon. Der Termin für die Gedenkveranstaltung für die lebenslustige Frau, die für sie durchgeführt wird, steht noch nicht fest.
Was bleibt?
Neben den vielen anderen behinderten Menschen, die die Behindertenbewegung in den verschiedenen Ländern geprägt haben und die wir vermissen, werden auch diese drei starke Frauen fehlen. Ihr Empowerment, nicht aufzugeben, ihre Ideen, ihre Erfahrungen und ihre Herzlichkeit und Menschlichkeit, dies wird uns fehlen. Es bleibt die Erinnerung derjenigen, die sie näher kannten oder von oder über sie gelesen bzw. gehört haben. Es bleibt die Idee, die sie geprägt und konsequent vorangetrieben haben, Die Idee eines selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen in einer Welt, die Barrieren aus dem Weg räumt statt neue aufzubauen. Und es bleibt der Geist des Empowerment, der geprägt davon ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen, dass wir gemeinsam viel erreichen können und dass wir unser Wissen weitergeben.
Es bleibt aber auch die Hoffnung. Die Hoffnung, dass jüngere behinderte Menschen nachkommen und die Behindertenbewegung neu beflügeln. Dass mehr behinderte Menschen rechtzeitig erkennen, dass die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Sachen Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz kein Geschenk des Himmels oder von sonst jemand waren, sondern hart und mühsam Stück für Stück erkämpft wurden. Erkämpft von Menschen, wie Marita Boos-Waidosch, Roswitha Schachinger, Molly Holsapple und vielen vielen anderen. Errungenschaften, die nicht gesetzt sind, sondern jeden Tag neu gelebt und vor allem verteidigt werden müssen.
Es bleibt die Hoffnung auf das Engagement vieler anderer, denn diejenigen, die Wege bereitet haben, verlassen uns früher oder später bzw. erleben bereits, wie eingeschränkt ihre Kräfte sind. So wichtig und richtig der Slogan „Nichts über uns ohne uns ist“, so wichtig ist es, dass dieser von uns behinderten Menschen selbst immer wieder eingefordert und mit Leben gefüllt werden muss. Ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention.




