Kiel (kobinet)
Evelyn Schön arbeitet beim ZSL Nord.
ZSL Nord bedeutet: Zentrum für selbst-bestimmtes Leben Nord-Deutschland.
Janine Kolbig arbeitet auch dort.
Sie haben einen Wunsch:
Menschen mit Behinderungen sollen in der Politik mit-machen können.
Das soll ganz normal sein.
Es gibt aber oft Barrieren.
Diese Barrieren sollen weg.
Menschen mit Behinderungen bringen viel mit.
Das ist gut für alle.
Das ist kein Extra-Aufwand.
Mehr Menschen mit Behinderungen sollen mit-machen.
Evelyn Schön sagt:
Wir alle haben eine Aufgabe.
Wir müssen die Gesellschaft inklusiv gestalten.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Alle können mit-machen.
Ottmar Miles-Paul hat ein Gespräch geführt.
Ottmar Miles-Paul arbeitet bei kobinet.
Ottmar Miles-Paul hat mit Evelyn Schön gesprochen.
Janine Kolbig hat auch mit-gemacht.
Es gibt bald eine Online-Veranstaltung.
Die Veranstaltung ist am 22. Oktober 2025.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
Das Thema ist: Mit-Bestimmung von Menschen mit Behinderungen.
Das ist in Schleswig-Holstein.
Schleswig-Holstein ist ein Bundes-Land ganz im Norden von Deutschland.
Ihr könnt euch noch anmelden.
Das Gespräch
kobinet fragt:
Beim ZSL Nord gibt es eine AG Politik.
AG bedeutet: Arbeits-Gruppe.
Was macht diese Arbeits-Gruppe?
Wie ist die Gruppe entstanden?
Evelyn Schön antwortet:
Die Idee kam vor 2 Jahren.
Das war bei einem Mitglieder-Treffen.
Mitglieder wollten mehr mit-machen.
Der Vorstand wollte Hilfe bei Stellungnahmen.
Stellungnahme bedeutet: Eine Person sagt ihre Meinung zu einem Thema.
Die Person schreibt auf: Das finde ich gut.
Oder die Person schreibt: Das finde ich nicht gut.
Das ist wichtig für Entscheidungen.
Menschen mit Behinderungen haben verschiedene Bedürfnisse.
Bedürfnisse bedeutet: Was jemand braucht.
Sie leben in verschiedenen Welten.
Das soll in den Texten stehen.
Deshalb gibt es jetzt die AG Politik.
In der Gruppe sind Menschen mit Behinderungen.
Sie treffen sich jeden Monat.
Das Ziel ist: Menschen mit Behinderungen sollen wirklich mit-bestimmen.
Die Gruppe macht noch mehr:
Sie baut eine Daten-Bank auf.
Daten-Bank bedeutet: Darin stehen viele Infos zu einem Thema.
Man kann die Infos leicht finden.
In der Daten-Bank steht: Wie können Menschen in der Politik mit-machen?
Die Daten-Bank zeigt auch: Welche Gruppen gibt es?
Sind die Gruppen barriere-frei?
Kann man die Infos gut bekommen?
Die AG hat dazu eine Umfrage gemacht.
Die Umfrage war in Schleswig-Holstein.
kobinet fragt:
Menschen mit Behinderungen machen unterschiedlich viel Politik mit.
Das ist in jeder Region anders.
Wie ist das in Schleswig-Holstein?
Evelyn Schön antwortet:
In Schleswig-Holstein gibt es gute Fortschritte.
Fortschritt bedeutet: Es wird besser.
Das gilt für das ganze Bundes-Land.
Deutschland hat 16 Bundes-Länder.
Jedes Bundes-Land hat eine eigene Regierung.
Es gibt Gesetze zur Mit-Bestimmung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Mit-Machen.
Das stärkt die Mit-Bestimmung.
Aber in den Städten und Gemeinden ist es schwerer.
Dort gibt es viele Probleme.
Es fehlt Geld.
Es gibt zu viele Barrieren.
Viele Menschen sind unsicher.
Deshalb brauchen wir neue Ideen.
kobinet fragt:
Am 22. Oktober gibt es eine Online-Veranstaltung.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
Das ZSL Nord macht die Veranstaltung.
Der Titel ist: Politische Mit-Bestimmung in Schleswig-Holstein.
Wo stehen wir?
Wo wollen wir hin?
Ihr macht mit.
Was habt ihr vor?
Evelyn Schön antwortet:
Die AG Politik hat eine Umfrage gemacht.
Die Umfrage zeigt: Welche Möglichkeiten zur Mit-Bestimmung gibt es?
Das gilt für Städte und Gemeinden.
Wir zeigen die Ergebnisse bei der Veranstaltung.
Wir haben Beiräte befragt.
Beirat bedeutet: Eine Gruppe von Menschen berät andere Menschen.
Die Gruppe gibt Tipps und Hinweise.
Die Gruppe hilft bei wichtigen Entscheidungen.
Die Menschen im Beirat haben viel Wissen zu einem Thema.
Wir haben auch Behinderungen-Beauftragte befragt.
Behinderungen-Beauftragte bedeutet: Eine Person kümmert sich um Menschen mit Behinderungen.
Die Person setzt sich für ihre Rechte ein.
Die Person sorgt dafür: Menschen mit Behinderungen können überall mit-machen.
Wir sprechen zusammen über die Ergebnisse.
Was bedeuten sie für Schleswig-Holstein?
Welche Wege können wir gehen?
Wie kann Mit-Bestimmung in jeder Region klappen?
Michaela Pries kommt auch zur Veranstaltung.
Michaela Pries ist die Landes-Beauftragte für Menschen mit Behinderungen.
Landes-Beauftragte bedeutet: Sie hat eine besondere Aufgabe in einem Bundes-Land.
Sie kümmert sich um Menschen mit Behinderungen.
Sie arbeitet für die Landes-Regierung.
Sie sagt uns ihre Meinung.
Darüber freuen wir uns sehr.
kobinet fragt:
Kennt ihr ein gutes Beispiel?
Wo klappt die politische Mit-Bestimmung gut?
Evelyn Schön antwortet:
Der Landes-Beirat ist ein gutes Beispiel.
Dort gibt es immer Gebärden-Sprach-Dolmetscher.
Gebärden-Sprach-Dolmetscher bedeutet: Eine Person übersetzt in Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache ist eine Sprache mit den Händen.
Die Person hilft gehörlosen Menschen zu verstehen.
Die Person übersetzt gesprochene Worte in Hand-Zeichen.
Man kann auch online mit-machen.
Die Mitglieder vom Beirat bestimmen die Themen.
Sie können so in der Landes-Politik mit-machen.
Landes-Politik bedeutet: Das ist Politik in einem Bundes-Land.
Die Politiker im Bundes-Land entscheiden über Dinge im Land.
kobinet fragt:
Ihr habt 2 Wünsche frei.
Die Wünsche sind zur politischen Mit-Bestimmung.
Welche Wünsche sind das?
Evelyn Schön antwortet:
Ich wünsche mir: Menschen mit Behinderungen machen in der Politik mit.
Das soll ganz normal sein.
Es soll keine Barrieren geben.
Menschen mit Behinderungen bringen viel Gutes mit.
Das ist kein Extra-Aufwand.
Mein zweiter Wunsch ist: Mehr Menschen mit Behinderungen sollen mit-machen.
Die Arbeit soll nicht nur bei wenigen sein.
Wir alle haben eine Aufgabe.
Wir müssen die Gesellschaft inklusiv gestalten.
kobinet sagt:
Vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Infos
Die Veranstaltung ist online.
Ihr könnt von zu Hause mit-machen.
Ihr braucht dazu Zoom.
Zoom bedeutet: Das ist ein Computer-Programm zum Telefonieren und Chatten.
Die Firma kommt aus Amerika.
Die Veranstaltung ist am Mittwoch.
Das Datum ist der 22. Oktober 2025.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.
Die Veranstaltung dauert bis etwa 18 Uhr 30.
Ihr müsst euch anmelden.
Dann bekommt ihr den Link.
Hier könnt ihr mehr lesen:
Hier gibt es noch einen Bericht:

Foto: privat
Kiel (kobinet) Evelyn Schön und Janine Kolbig vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) wünschen sich, dass es eine Selbstverständlichkeit wird, dass Menschen mit Behinderungen an politischen Prozessen teilnehmen und diese Teilnahme nicht an strukturellen Barrieren scheitert. Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen sollte als Mehrwert und nicht als Mehraufwand wahrgenommen werden. Zudem wünschen sie sich, dass sich mehr Menschen mit Behinderungen einbringen und sich die "Arbeit" nicht auf wenige Schultern verteilt. "Wir alle sind in der Verantwortung, unsere Gesellschaft inklusiv mitzugestalten", betont Evelyn Schön im mit Janine Kolbig abgestimmten Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Vorfeld einer Online-Veranstaltung zur Partizipation behinderter Menschen in Schleswig-Holstein, die am 22. Oktober 2024 um 17:00 Uhr stattfindet und für die eine Anmeldung noch möglich ist.
kobinet-nachrichten: Beim Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) gibt es eine AG Politik. Was macht diese AG genau und wie kam sie zustande?
Evelyn Schön: Die Idee zu der AG Politik entstand während einer Mitgliederversammlung vor zwei Jahren. Mitglieder wollten sich gerne mehr beteiligen, und der Vorstand wünschte sich Unterstützung bei der Formulierung von Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben, um die vielfältigen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und die verschiedenen Lebenswelten abzubilden. Um die Stellungnahmen inhaltlich zu erarbeiten, haben wir diese AG gegründet. Die AG setzt sich aus interessierten behinderten Menschen zusammen und trifft sich monatlich. Ziel ist es, echte Partizipation von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen.
Da wir nicht monatlich um eine behindertenpolitische Stellungnahme gebeten werden, haben wir uns noch weitere Themen vorgenommen, die bedeutsam für das Leben von Menschen mit Behinderungen sind.
Ein umfangreiches Projekt ist der Aufbau einer Datenbank zur politischen Partizipation. Die Datenbank soll Möglichkeiten der politischen Partizipation erfassen. Also welche Möglichkeiten gibt es, mich politisch zu engagieren, und wie barrierefrei sind die Gremien und der Zugang zu Informationen? Dazu haben wir eine Umfrage bei den Behindertenbeauftragten und Beiräten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein durchgeführt.
kobinet-nachrichten: Die politische Partizipation behinderter Menschen ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wie sieht diese nach Ihrer Einschätzung in Schleswig-Holstein aus?
Evelyn Schön: In Schleswig-Holstein gibt es auf Landesebene im Bereich der politischen Partizipation behinderter Menschen deutliche Fortschritte. Ein rechtliches Fundament und verschiedene Ansätze zur Beteiligung stärken somit die Partizipation von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene.
Jedoch ist zu erkennen, dass auf kommunaler Ebene viele Herausforderungen vorhanden sind, die die regionale politische Partizipation erschweren. Fehlende Ressourcen, unzureichende Barrierefreiheit und Unsicherheiten sind nur einige Bereiche, in denen die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen erschwert wird. Dies lässt erkennen, dass wir auf kommunaler Ebene neue Impulse brauchen, damit politische Partizipation aktiv gelebt werden kann.
kobinet-nachrichten: Am 22. Oktober führt das ZSL Nord um 17:00 Uhr eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Politische Partizipation in Schleswig-Holstein – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?“ durch. Sie werden daran mitwirken. Was haben Sie dabei genau vor?
Evelyn Schön: Die AG Politik des ZSL Nord hat eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche politischen Beteiligungsmöglichkeiten Menschen mit Behinderungen auf kommunaler Ebene haben. Während der Online-Veranstaltung werden wir die Ergebnisse dieser Umfrage von Beiräten für Menschen mit Behinderungen und den Behindertenbeauftragten präsentieren und diskutieren, welche Schlüsse wir für Schleswig-Holstein ziehen können. In einer gemeinsamen Diskussion soll es unter anderem darum gehen, welche Wege wir gemeinsam gehen können, damit politische Partizipation regional gelingt. Besonders freuen wir uns, dass Michaela Pries, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, an der Veranstaltung teilnimmt und ihre Einschätzungen mit uns teilt.
kobinet-nachrichten: Fällt Ihnen ein Beispiel ein, bei dem die politische Partizipation Ihrer Ansicht nach gut gelungen ist?
Evelyn Schön: Der Landesbeirat ist ein gutes Beispiel für gelebte politische Partizipation. Während der Beiratssitzungen sind regelmäßig Gebärdensprachdolmetscher*innen anwesend. Eine Online-Teilnahme ist auch möglich. Inhaltlich gestalten die Beiratsmitglieder die Sitzung und können so aktiv an der Landespolitik mitwirken.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche in Sachen politischer Partizipation frei hätten, welche wären dies?
Evelyn Schön: Zum einen wünschen wir uns, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dass Menschen mit Behinderungen an politischen Prozessen teilnehmen, und diese Teilnahme nicht an strukturellen Barrieren scheitert. Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen sollte als Mehrwert und nicht als Mehraufwand wahrgenommen werden. Mein zweiter Wunsch ist, dass mehr Menschen mit Behinderungen sich einbringen und die „Arbeit“ sich nicht auf einige wenige Schultern verteilt. Wir alle sind in der Verantwortung, unsere Gesellschaft inklusiv mitzugestalten.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.
Weitere Informationen
Die Veranstaltung zur politischen Partizipation in Schleswig-Holstein findet online via Zoom am Mittwoch, 22. Oktober 2025 von 17:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr statt. Der Link wird nach der Anmeldung zugesandt.

Foto: privat
Kiel (kobinet) Evelyn Schön und Janine Kolbig vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) wünschen sich, dass es eine Selbstverständlichkeit wird, dass Menschen mit Behinderungen an politischen Prozessen teilnehmen und diese Teilnahme nicht an strukturellen Barrieren scheitert. Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen sollte als Mehrwert und nicht als Mehraufwand wahrgenommen werden. Zudem wünschen sie sich, dass sich mehr Menschen mit Behinderungen einbringen und sich die "Arbeit" nicht auf wenige Schultern verteilt. "Wir alle sind in der Verantwortung, unsere Gesellschaft inklusiv mitzugestalten", betont Evelyn Schön im mit Janine Kolbig abgestimmten Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Vorfeld einer Online-Veranstaltung zur Partizipation behinderter Menschen in Schleswig-Holstein, die am 22. Oktober 2024 um 17:00 Uhr stattfindet und für die eine Anmeldung noch möglich ist.
kobinet-nachrichten: Beim Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) gibt es eine AG Politik. Was macht diese AG genau und wie kam sie zustande?
Evelyn Schön: Die Idee zu der AG Politik entstand während einer Mitgliederversammlung vor zwei Jahren. Mitglieder wollten sich gerne mehr beteiligen, und der Vorstand wünschte sich Unterstützung bei der Formulierung von Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben, um die vielfältigen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und die verschiedenen Lebenswelten abzubilden. Um die Stellungnahmen inhaltlich zu erarbeiten, haben wir diese AG gegründet. Die AG setzt sich aus interessierten behinderten Menschen zusammen und trifft sich monatlich. Ziel ist es, echte Partizipation von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen.
Da wir nicht monatlich um eine behindertenpolitische Stellungnahme gebeten werden, haben wir uns noch weitere Themen vorgenommen, die bedeutsam für das Leben von Menschen mit Behinderungen sind.
Ein umfangreiches Projekt ist der Aufbau einer Datenbank zur politischen Partizipation. Die Datenbank soll Möglichkeiten der politischen Partizipation erfassen. Also welche Möglichkeiten gibt es, mich politisch zu engagieren, und wie barrierefrei sind die Gremien und der Zugang zu Informationen? Dazu haben wir eine Umfrage bei den Behindertenbeauftragten und Beiräten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein durchgeführt.
kobinet-nachrichten: Die politische Partizipation behinderter Menschen ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wie sieht diese nach Ihrer Einschätzung in Schleswig-Holstein aus?
Evelyn Schön: In Schleswig-Holstein gibt es auf Landesebene im Bereich der politischen Partizipation behinderter Menschen deutliche Fortschritte. Ein rechtliches Fundament und verschiedene Ansätze zur Beteiligung stärken somit die Partizipation von Menschen mit Behinderungen auf Landesebene.
Jedoch ist zu erkennen, dass auf kommunaler Ebene viele Herausforderungen vorhanden sind, die die regionale politische Partizipation erschweren. Fehlende Ressourcen, unzureichende Barrierefreiheit und Unsicherheiten sind nur einige Bereiche, in denen die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen erschwert wird. Dies lässt erkennen, dass wir auf kommunaler Ebene neue Impulse brauchen, damit politische Partizipation aktiv gelebt werden kann.
kobinet-nachrichten: Am 22. Oktober führt das ZSL Nord um 17:00 Uhr eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Politische Partizipation in Schleswig-Holstein – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?“ durch. Sie werden daran mitwirken. Was haben Sie dabei genau vor?
Evelyn Schön: Die AG Politik des ZSL Nord hat eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche politischen Beteiligungsmöglichkeiten Menschen mit Behinderungen auf kommunaler Ebene haben. Während der Online-Veranstaltung werden wir die Ergebnisse dieser Umfrage von Beiräten für Menschen mit Behinderungen und den Behindertenbeauftragten präsentieren und diskutieren, welche Schlüsse wir für Schleswig-Holstein ziehen können. In einer gemeinsamen Diskussion soll es unter anderem darum gehen, welche Wege wir gemeinsam gehen können, damit politische Partizipation regional gelingt. Besonders freuen wir uns, dass Michaela Pries, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, an der Veranstaltung teilnimmt und ihre Einschätzungen mit uns teilt.
kobinet-nachrichten: Fällt Ihnen ein Beispiel ein, bei dem die politische Partizipation Ihrer Ansicht nach gut gelungen ist?
Evelyn Schön: Der Landesbeirat ist ein gutes Beispiel für gelebte politische Partizipation. Während der Beiratssitzungen sind regelmäßig Gebärdensprachdolmetscher*innen anwesend. Eine Online-Teilnahme ist auch möglich. Inhaltlich gestalten die Beiratsmitglieder die Sitzung und können so aktiv an der Landespolitik mitwirken.
kobinet-nachrichten: Wenn Sie zwei Wünsche in Sachen politischer Partizipation frei hätten, welche wären dies?
Evelyn Schön: Zum einen wünschen wir uns, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dass Menschen mit Behinderungen an politischen Prozessen teilnehmen, und diese Teilnahme nicht an strukturellen Barrieren scheitert. Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen sollte als Mehrwert und nicht als Mehraufwand wahrgenommen werden. Mein zweiter Wunsch ist, dass mehr Menschen mit Behinderungen sich einbringen und die „Arbeit“ sich nicht auf einige wenige Schultern verteilt. Wir alle sind in der Verantwortung, unsere Gesellschaft inklusiv mitzugestalten.
kobinet-nachrichten: Vielen Dank für das Interview.
Weitere Informationen
Die Veranstaltung zur politischen Partizipation in Schleswig-Holstein findet online via Zoom am Mittwoch, 22. Oktober 2025 von 17:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr statt. Der Link wird nach der Anmeldung zugesandt.




