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Hans-Willis Top-Nachrichtenloch der zurückliegenden Tage

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Foto: ht

Staufen (kobinet) Ist das Verstummen der Berichterstattung im "Fall Ulmen". Die "Vorwürfe" der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, den Entertainer und Schauspieler Christian Ulmen. Tagelang der Topaufreger in sämtlichen Medien, Thema auf allen Nachrichtenkanälen. Erneut eine Frau wehrloses Opfer männlich-sexistischer Gewalt, digitaler Gewalt per "Deepfake". Eine gigantische Empörungswelle auf Social-Media, Solidaritätsaufrufe. Ein besonders entschiedener auf der Behinderten-Plattform " Die Neue Norm" von Raul Krauthausen.

Und dann quasi über Nacht komplette Funkstille. Insbesondere nichts mehr von denen, die den Skandal medial losgetreten haben, der SPIEGEL etc. – Was ist da los? Ich bin irritiert! Kann mir jemand weiterhelfen? Dieser Fall und seine Ungereimtheiten verursacht mir Bauchschmerzen. Und die sind noch schlimmer geworden, als ich Krauthausens Stellungnahme gelesen habe (Neue Norm vom 23.03. 2026, „Mut beginnt da, wo Widerspruch im eigenen Feld unbequem wird“).

Was ich aktuell zuletzt im Netz auf X gefunden habe:

„Alles läuft weiter, als wenn es ein bedauerlicher Irrtum gewesen wäre.
Seitdem klar wurde, dass Christian Ulmen keine „Deepfakes“ verbreitet hat und sogar die Erlaubnis hatte, die sozialen Medien von Frau Fernandes zu betreiben und deren Kreditkarte nutzen durfte, hört man nichts mehr.
Die Berichterstattung über den Fall Christian Ulmen in etablierten Medien wie Spiegel und Tagesschau hat in den vergangenen Tagen ein deutliches Muster erkennen lassen. Es handelt sich mutmaßlich um einen gescheiterten Versuch, mittels einer konzertierten Aktion zwischen politischen Akteuren und der staatsnahen Presse einen Gesetzgebungsprozess zu beschleunigen und weitgehend ohne nennenswerten öffentlichen Widerstand durchsetzen zu können.

Die anfängliche Darstellung von angeblichen „Deepfakes“ und damit verbundenen Vorwürfen diente offenbar dazu, ein narratives Umfeld zu schaffen, das dringende regulatorische Maßnahmen im digitalen Raum – etwa zur Bekämpfung vermeintlicher Desinformation oder zur Stärkung von Kontrollmechanismen in sozialen Medien – als unumgänglich erscheinen lassen sollte. Besonders, weil gerade die beliebtesten Social-Media Kanäle von US Unternehmen beherrscht werden.
Sobald jedoch klar wurde, dass Christian Ulmen keine unbefugten Deepfakes verbreitet hatte, sondern sogar mit ausdrücklicher Erlaubnis die sozialen Medien von Frau Fernandes betrieb, verstummte die Berichterstattung vollständig. Weder erfolgte eine Korrektur der ursprünglichen Meldungen noch eine Entschuldigung seitens der beteiligten Medienhäuser oder Personen.

Solche Vorgehensweisen folgen einem wiederkehrenden Muster:
Durch die gezielte Erzeugung von Aufmerksamkeit und Empörung wird ein politischer Handlungsdruck aufgebaut, der schnelle legislative Eingriffe ermöglicht, bevor eine fundierte öffentliche Debatte stattfinden kann. Die Tatsache, dass keine Demonstrationen gegen Falschmeldungen, Falschbeschuldigungen oder manipulative Presseberichte stattfanden und der Vorfall nun weitgehend unbeachtet bleibt, zeigt, wie selektiv die gesellschaftliche Reaktion auf derartige Vorgänge ausfällt. Die beteiligten Institutionen setzen offenbar darauf, dass der Vorfall rasch in Vergessenheit gerät und der nächste, ähnlich konzipierte Versuch unter veränderten Vorzeichen unternommen werden kann.

Der Fall bleibt ein lehrreiches Beispiel dafür, dass derartige Operationen zwar kurzfristig scheitern können, die dahinter stehende Strategie jedoch keineswegs aufgegeben wird. Der nächste Versuch wird voraussichtlich mit verfeinerten Methoden folgen, die aus dem Lernprozess entwickelt werden.
Über den bleibenden Schaden von Personen, für die die Unschuldsvermutung gilt, spricht niemand.
Eine wachsame, faktenbasierte Öffentlichkeit gilt als einzige wirksame Gegenmaßnahme.“