MAGDEBURG (kobinet)
Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt gewählt.
Die Menschen wählen dann einen neuen Landes-Tag.
Der Landes-Tag ist das Parlament von Sachsen-Anhalt.
Das Parlament ist eine Versammlung von Volks-Vertretern.
Die Volks-Vertreter machen dort Gesetze.
Das Ergebnis dieser Wahl kann vieles verändern.
Wir haben uns die Wahl-Programme der Parteien angeschaut.
Ein Wahl-Programm ist ein Text einer Partei.
Darin stehen die Ziele der Partei.
Eine Partei ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen haben gleiche politische Ziele.
Wir haben dabei auf das Thema Inklusion geachtet.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen überall mit.
Das gilt auch für Menschen mit Behinderung.
Wir haben auch aktuelle Umfragen angeschaut.
Eine Umfrage ist eine Befragung vieler Menschen.
So erfährt man, was viele Menschen denken.
Die Umfrage zeigt: Welche Parteien könnten in den Landes-Tag einziehen?
Die Umfrage wurde am 7. Mai 2026 veröffentlicht.
Die AfD könnte 41 Prozent der Stimmen bekommen.
Prozent zeigt einen Teil von 100.
41 Prozent bedeutet: 41 von 100 Menschen.
Das wären rund 20 Prozent mehr als bei der Wahl 2021.
Die CDU könnte 26 Prozent der Stimmen bekommen.
Das wären rund 10 Prozent weniger als bei der Wahl 2021.
DIE LINKE könnte 12 Prozent der Stimmen bekommen.
Die SPD könnte 7 Prozent der Stimmen bekommen.
Diese Werte sind ähnlich wie bei der Wahl 2021.
Andere Parteien würden nach dieser Umfrage nicht in den Landes-Tag einziehen.
Die AfD schreibt in ihrem Wahl-Programm zum Thema Inklusion:
Inklusion in Schulen sei gescheitert.
Kinder mit Behinderung bekämen nicht genug Aufmerksamkeit.
Die AfD will Förder-Schulen stärken.
Förder-Schulen sind Schulen besonders für Kinder mit Behinderung.
Die AfD will, dass Kinder mit Behinderung dort zur Schule gehen.
Die CDU bekennt sich zur UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag vieler Länder.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle anderen.
Die CDU sagt: Keine Entscheidung über uns ohne uns.
Das bedeutet: Menschen mit Behinderung reden mit.
Inklusion heißt für die CDU: Jeder Mensch wird so gefördert, wie er es braucht.
Die CDU möchte Barriere-Freiheit verbessern.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können überall hin.
Das gilt für Gebäude, Sprache und digitale Angebote.
Die CDU will Werk-Stätten und Inklusions-Betriebe stärken.
Werk-Stätten für Menschen mit Behinderung sind besondere Arbeits-Orte.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung und bekommen Hilfe.
Ein Inklusions-Betrieb ist eine Firma.
Dort arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.
Die CDU will auch die Gesundheits-Versorgung für Menschen mit Behinderung verbessern.
Die CDU will Behinderten-Beauftragte in allen Kreisen und Städten einsetzen.
Ein Behinderten-Beauftragter ist eine Person, die für die Regierung arbeitet.
Die Person hilft Menschen mit Behinderung.
Diese Stellen sollen verpflichtend sein.
Verpflichtend bedeutet: Man muss es tun.
Es ist keine freie Wahl.
Für Kinder in der Kita will die CDU bessere Strukturen schaffen.
Kinder mit Behinderung sollen gleichberechtigt in der Kita dabei sein.
DIE LINKE sagt: Inklusion ist ein Menschen-Recht.
Menschen-Recht bedeutet: Dieses Recht hat jeder Mensch auf der Welt.
Niemand kann es wegnehmen.
Inklusion ist kein freiwilliges Angebot.
Alle Schülerinnen und Schüler sollen gemeinsam lernen.
Dieses Recht soll verbindlich sein.
Verbindlich bedeutet: Es gilt für alle.
Alle müssen sich daran halten.
DIE LINKE will Schulgebäude barriere-frei umbauen.
Schulen sollen gute Lern-Räume haben.
DIE LINKE will auch digitale Werkzeuge für Inklusion nutzen.
Digitale Werkzeuge sind zum Beispiel Computer oder Tablets.
Die SPD sieht Inklusion als wichtiges Thema in der Politik.
Menschen mit Behinderung sollen selbst-bestimmt leben können.
Selbst-bestimmt bedeutet: Man entscheidet selbst über das eigene Leben.
Niemand anderes bestimmt, was man tut.
Die SPD will Barriere-Freiheit und Unterstützungs-Angebote ausbauen.
Die Angebote sollen nah am Wohnort sein.
Die SPD will ein Büro für Leichte Sprache einrichten.
Leichte Sprache hilft Menschen, Texte leichter zu verstehen.
Die SPD will ein Behinderten-Parlament einrichten.
Ein Behinderten-Parlament ist eine Versammlung von Menschen mit Behinderung.
Dort beraten die Menschen gemeinsam über wichtige Themen.
Dieses Parlament soll regelmäßig tagen.
Tagen bedeutet: Sich treffen und beraten.
Die SPD will das Gehörlosen-Geld erhöhen.
Gehörlosen-Geld ist eine Geld-Zahlung vom Staat.
Menschen, die nichts hören können, bekommen dieses Geld als Unterstützung.
Die SPD will auch Gebärden-Sprach-Dolmetschen besser fördern.
Gebärden-Sprache ist eine Sprache mit den Händen.
Menschen, die nichts hören können, nutzen diese Sprache.
Dolmetscher übersetzen die Gebärden-Sprache für andere Menschen.
Die SPD will Eltern von Kindern mit Förder-Bedarf besser beraten.
Förder-Bedarf bedeutet: Ein Kind braucht besondere Hilfe beim Lernen.
Eltern sollen wissen: Welche Schule ist gut für mein Kind?
Ziel der SPD ist: Gemeinsames Lernen ermöglichen.
Die SPD sieht auch Sport als wichtig für Inklusion.
Sport-Vereine sollen mehr Geld bekommen.
Die SPD will Inklusions-Berater im Sport fest verankern.
Das bedeutet: Diese Stellen sollen dauerhaft bestehen.
Umfragen sind noch keine Wahl-Ergebnisse.
Wahl-Ergebnisse bedeuten noch keine neue Regierung.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern und einem Chef.
Nach der Wahl müssen Parteien Kompromisse finden.
Kompromiss bedeutet: Jede Partei gibt etwas nach.
So finden verschiedene Menschen eine gemeinsame Lösung.
Am Ende entsteht ein Koalitions-Vertrag.
Ein Koalitions-Vertrag ist ein Vertrag zwischen Parteien.
Darin stehen Regeln für die Zusammen-Arbeit.
Darin steht: Was die neue Regierung tun will.
Bis zur Wahl gibt es noch viele Veranstaltungen.
Dort kann man mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien reden.
Nutze diese Möglichkeiten gut.

Foto: gemeinfrei
MAGDEBURG (kobinet) Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Mit dem Ausgang dieser Wahlen könnte sich in diesem Bundesland sehr vieles verändern. Wir haben uns in der kobinet-Redaktion einmal die aktuellen Umfragen sowie die Wahlprogramme jener Parteien unter dem Stichwort "Inklusion" angesehen, welche dann im neuen Magdeburger Landtag vertreten sein könnten. Nach den Wahlumfragen vom 7. Mai 2026 könnte die "Alternative für Deutschland - AfD" 41 Prozent der Stimmen der Wählerinnen und Wähler erreichen. Das wären rund 20 Prozent mehr als zu den Wahlen im Jahr 2021. Mit 26 Prozent der Wählerstimmen könnte die CDU Sachsen-Anhalt den zweitgrößten Teil der Wählerstimmen bekommen und somit rund zehn Prozent der Wählerstimmen gegenüber dem Wahlergebnis von 2021 verlieren. Die Partei "DIE LINKE" und die SPD liegen nach aktueller Umfrage auf dem Niveau von 2021. Bei der aktuellen Wahlumfrage mit Blick auf die Wahlen im September 2026 haben sich zwölf Prozent der Wählerinnen und Wähler für DIE LINKE entschieden und sieben Prozent für die SPD. Weitere Parteien wären nach aktueller Wahlumfrage nicht mehr im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten.
Beim Blick in die Wahlprogramme zeigen sich sehr unterschiedliche Positionen zur späteren Perspektive der Inklusion. Die AfD will demnach in der Bildungspolitik grundlegende Veränderungen vornehmen. Zum Stichwort „Inklusion“ ist im Wahlprogramm zu lesen: „Das Experiment ‚Inklusion‘, also der gemeinsame Unterricht von behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, finden unter ihren Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist.“
Die CDU bekennt sich in ihrem Wahlprogramm zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zum Grundsatz: „Keine Entscheidung über uns – ohne uns“. Inklusion bedeutet für sie, wie sie im Programm schreibt, „individuelle Förderung statt Gleichmacherei“. Weitere Punkte des Wahlprogramms sind die Feststellungen:
- „Barrierefreiheit umfasst nicht nur bauliche, sondern auch sprachliche und digitale Hürden.“
- „Wir wollen Werkstätten und Inklusionsbetriebe stärken,“
- „den Ausbau kommunaler Behindertenbeiräte begleiten“
- „und die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen in den Blick nehmen.“
Weiter heißt es zu diesem Thema im Wahlprogramm der CDU Sachsen-Anhalt: „Die Sensibilisierung der Gesellschaft für ein Miteinander auf Augenhöhe bleibt unser Ziel. Die Strukturen der Eingliederungshilfe in Sachsen-Anhalt müssen überarbeitet werden. Wir setzen uns dafür ein, dass hauptamtliche Stellen für kommunale Behindertenbeauftragte bei den Landkreisen und kreisfreien Städten verpflichtend geschaffen werden.“
Mit dem Blick auf Kleinkinder wird festgestellt: „Vielfalt und Inklusion in der Kita stärken: Wir wollen, dass Kinder mit Behinderung oder besonderem Förderbedarf gleichberechtigt teilhaben können. Dafür werden wir Strukturen, Diagnostik und Förderketten klarer und effizienter gestalten.“
Inklusion ist, wie die Partei DIE LINKE in ihrem Wahlprogramm betont, ein Menschenrecht, kein freiwilliges Zusatzangebot. Sie schützt vor Aussonderung und fördert sozialen Zusammenhalt. „Deshalb ist für uns der Anspruch auf eine erfolgreiche, inklusive Bildung im Regelschulsystem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich“, heißt es. Diese Partei nimmt sich vor, die Inklusion an den Regelschulen voranzubringen.
Die Partei DIE LINKE betont, dass sie den Anspruch auf eine erfolgreiche, inklusive Bildung im Regelschulsystem für alle Schülerinnen und Schüler als verbindlich betrachtet. Inklusive Bildung bedeutet, nach dem Verständnis dieser Partei, „dass alle Kinder und Jugendlichen – mit und ohne Behinderungen, mit unterschiedlichen Sprachen, Lebenslagen, Lernvoraussetzungen und Begabungen – gemeinsam lernen und ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden.“
Inklusion sieht diese Partei nach ihrem Walprogramm als ein Menschenrecht, kein freiwilliges Zusatzangebot. Sie schützt aus Sicht dieser Partei vor Aussonderung und fördert sozialen Zusammenhalt.
Weiter bekennt sich diese Partei nach ihrem Wahlprogramm dazu:
- Für den Neu-, Aus- und Umbau von Schulgebäuden verbindliche Vorgaben zu schaffen.
- Bei der Raumausstattung und -gestaltung von Schulen das Konzept des Lernraums als dritter Pädagoge zu berücksichtigten,
- letztlich mit allem lernförderliche und -motivierende Lernumgebungen zu schaffen, die Inklusion als auch das individualisierte Lernen sowie selbstorganisiertes Lernen ermöglichen.
Und dazu zählt diese Partei auch Inklusion und digitale Werkzeuge.
Die SPD in Sachsen-Anhalt sieht Integration, Inklusion und Teilhabe als flächendeckender Standortfaktor. Sie kündigt an, ein Büro für Leichte Sprache in dem für Inklusion zuständigen Ministerium zu etablieren, das als Service für die gesamte Landesregierung / Landesverwaltung zur Verfügung steht.
Inklusion soll nach Absicht dieser Partei auch Maßstab sozialer Politik sein. Menschen mit Behinderungen sollen selbstbestimmt auf allen gesellschaftlichen Ebenen leben und teilhaben können. Dazu möchte die SPD Barrierefreiheit, Assistenzangebote und inklusive Strukturen weiter ausbauen und wohnortnahe Unterstützungsangebote schaffen.
ZU den weiteren Ankündigungen der SPD gehören außerdem:
- ein regelmäßig tagendes Behindertenparlament,
- das Gehörlosengeld anzuheben,
- Leistungen für Gebärdensprachdolmetschen zu erweitern und besser zu finanzieren.
Die SPD sieht nach ihrem Wahlprogramm die Inklusion als Maßstab schulischer Entwicklung. Eltern von Kindern mit Förderbedarf sollen in dem Zusammenhang vor der Einschulung eine unabhängige Beratung über die Möglichkeiten des gemeinsamen Unterrichts erhalten. „Ziel ist es,“ so heißt es im Wahlprogramm „gemeinsames Lernen zu ermöglichen, nicht zu verhindern.“
Eine besondere Bedeutung wird von der SPD auch dem Sport zugewiesen. Diese Partei schreibt: „Sport ist Treiber für Inklusion und Integration. Vereine sind das Rückgrat des Sports. Die Vereinspauschalen werden verdoppelt und dynamisiert und im Sportfördergesetz festgeschrieben.“
Das Projekt „Inklusionsberater / Inklusionsberaterinnen im Sport“ soll nach Willen dieser Partei institutionell fest verankert werden.
Wahlumfragen sind noch keine Wahlergebnisse und Wahlergebnisse sind noch keine neue Regierung. Bis zu ihr müssen die gewählten Parteien nach der Landtagswahl noch den steinigen Weg der Kompromisse zum Koalitionsvertrag und dem Regierungsprogramm hinter sich bringen. Aber die Wahlprogramme liegen schon einmal vor und bei vielen Wahlkampfveranstaltungen wird es Möglichkeiten geben, mit Vertretern der Parteien über deren Ziele und Versprechen zu reden. Diese Möglichkeiten sollte in der verbleibenden Zeit bis zu Wahl jeder gut nutzen.

Foto: gemeinfrei
MAGDEBURG (kobinet) Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Mit dem Ausgang dieser Wahlen könnte sich in diesem Bundesland sehr vieles verändern. Wir haben uns in der kobinet-Redaktion einmal die aktuellen Umfragen sowie die Wahlprogramme jener Parteien unter dem Stichwort "Inklusion" angesehen, welche dann im neuen Magdeburger Landtag vertreten sein könnten. Nach den Wahlumfragen vom 7. Mai 2026 könnte die "Alternative für Deutschland - AfD" 41 Prozent der Stimmen der Wählerinnen und Wähler erreichen. Das wären rund 20 Prozent mehr als zu den Wahlen im Jahr 2021. Mit 26 Prozent der Wählerstimmen könnte die CDU Sachsen-Anhalt den zweitgrößten Teil der Wählerstimmen bekommen und somit rund zehn Prozent der Wählerstimmen gegenüber dem Wahlergebnis von 2021 verlieren. Die Partei "DIE LINKE" und die SPD liegen nach aktueller Umfrage auf dem Niveau von 2021. Bei der aktuellen Wahlumfrage mit Blick auf die Wahlen im September 2026 haben sich zwölf Prozent der Wählerinnen und Wähler für DIE LINKE entschieden und sieben Prozent für die SPD. Weitere Parteien wären nach aktueller Wahlumfrage nicht mehr im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten.
Beim Blick in die Wahlprogramme zeigen sich sehr unterschiedliche Positionen zur späteren Perspektive der Inklusion. Die AfD will demnach in der Bildungspolitik grundlegende Veränderungen vornehmen. Zum Stichwort „Inklusion“ ist im Wahlprogramm zu lesen: „Das Experiment ‚Inklusion‘, also der gemeinsame Unterricht von behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer Linie gescheitert. Die behinderten Kinder erhalten nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigen, finden unter ihren Mitschülern keinen Anschluss, lähmen den Unterrichtsfortgang und bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Gerade behinderte Kinder benötigen eine speziell auf ihre Situation abgestimmte Pädagogik, wie sie nur an Förderschulen möglich ist.“
Die CDU bekennt sich in ihrem Wahlprogramm zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und zum Grundsatz: „Keine Entscheidung über uns – ohne uns“. Inklusion bedeutet für sie, wie sie im Programm schreibt, „individuelle Förderung statt Gleichmacherei“. Weitere Punkte des Wahlprogramms sind die Feststellungen:
- „Barrierefreiheit umfasst nicht nur bauliche, sondern auch sprachliche und digitale Hürden.“
- „Wir wollen Werkstätten und Inklusionsbetriebe stärken,“
- „den Ausbau kommunaler Behindertenbeiräte begleiten“
- „und die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen in den Blick nehmen.“
Weiter heißt es zu diesem Thema im Wahlprogramm der CDU Sachsen-Anhalt: „Die Sensibilisierung der Gesellschaft für ein Miteinander auf Augenhöhe bleibt unser Ziel. Die Strukturen der Eingliederungshilfe in Sachsen-Anhalt müssen überarbeitet werden. Wir setzen uns dafür ein, dass hauptamtliche Stellen für kommunale Behindertenbeauftragte bei den Landkreisen und kreisfreien Städten verpflichtend geschaffen werden.“
Mit dem Blick auf Kleinkinder wird festgestellt: „Vielfalt und Inklusion in der Kita stärken: Wir wollen, dass Kinder mit Behinderung oder besonderem Förderbedarf gleichberechtigt teilhaben können. Dafür werden wir Strukturen, Diagnostik und Förderketten klarer und effizienter gestalten.“
Inklusion ist, wie die Partei DIE LINKE in ihrem Wahlprogramm betont, ein Menschenrecht, kein freiwilliges Zusatzangebot. Sie schützt vor Aussonderung und fördert sozialen Zusammenhalt. „Deshalb ist für uns der Anspruch auf eine erfolgreiche, inklusive Bildung im Regelschulsystem für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich“, heißt es. Diese Partei nimmt sich vor, die Inklusion an den Regelschulen voranzubringen.
Die Partei DIE LINKE betont, dass sie den Anspruch auf eine erfolgreiche, inklusive Bildung im Regelschulsystem für alle Schülerinnen und Schüler als verbindlich betrachtet. Inklusive Bildung bedeutet, nach dem Verständnis dieser Partei, „dass alle Kinder und Jugendlichen – mit und ohne Behinderungen, mit unterschiedlichen Sprachen, Lebenslagen, Lernvoraussetzungen und Begabungen – gemeinsam lernen und ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden.“
Inklusion sieht diese Partei nach ihrem Walprogramm als ein Menschenrecht, kein freiwilliges Zusatzangebot. Sie schützt aus Sicht dieser Partei vor Aussonderung und fördert sozialen Zusammenhalt.
Weiter bekennt sich diese Partei nach ihrem Wahlprogramm dazu:
- Für den Neu-, Aus- und Umbau von Schulgebäuden verbindliche Vorgaben zu schaffen.
- Bei der Raumausstattung und -gestaltung von Schulen das Konzept des Lernraums als dritter Pädagoge zu berücksichtigten,
- letztlich mit allem lernförderliche und -motivierende Lernumgebungen zu schaffen, die Inklusion als auch das individualisierte Lernen sowie selbstorganisiertes Lernen ermöglichen.
Und dazu zählt diese Partei auch Inklusion und digitale Werkzeuge.
Die SPD in Sachsen-Anhalt sieht Integration, Inklusion und Teilhabe als flächendeckender Standortfaktor. Sie kündigt an, ein Büro für Leichte Sprache in dem für Inklusion zuständigen Ministerium zu etablieren, das als Service für die gesamte Landesregierung / Landesverwaltung zur Verfügung steht.
Inklusion soll nach Absicht dieser Partei auch Maßstab sozialer Politik sein. Menschen mit Behinderungen sollen selbstbestimmt auf allen gesellschaftlichen Ebenen leben und teilhaben können. Dazu möchte die SPD Barrierefreiheit, Assistenzangebote und inklusive Strukturen weiter ausbauen und wohnortnahe Unterstützungsangebote schaffen.
ZU den weiteren Ankündigungen der SPD gehören außerdem:
- ein regelmäßig tagendes Behindertenparlament,
- das Gehörlosengeld anzuheben,
- Leistungen für Gebärdensprachdolmetschen zu erweitern und besser zu finanzieren.
Die SPD sieht nach ihrem Wahlprogramm die Inklusion als Maßstab schulischer Entwicklung. Eltern von Kindern mit Förderbedarf sollen in dem Zusammenhang vor der Einschulung eine unabhängige Beratung über die Möglichkeiten des gemeinsamen Unterrichts erhalten. „Ziel ist es,“ so heißt es im Wahlprogramm „gemeinsames Lernen zu ermöglichen, nicht zu verhindern.“
Eine besondere Bedeutung wird von der SPD auch dem Sport zugewiesen. Diese Partei schreibt: „Sport ist Treiber für Inklusion und Integration. Vereine sind das Rückgrat des Sports. Die Vereinspauschalen werden verdoppelt und dynamisiert und im Sportfördergesetz festgeschrieben.“
Das Projekt „Inklusionsberater / Inklusionsberaterinnen im Sport“ soll nach Willen dieser Partei institutionell fest verankert werden.
Wahlumfragen sind noch keine Wahlergebnisse und Wahlergebnisse sind noch keine neue Regierung. Bis zu ihr müssen die gewählten Parteien nach der Landtagswahl noch den steinigen Weg der Kompromisse zum Koalitionsvertrag und dem Regierungsprogramm hinter sich bringen. Aber die Wahlprogramme liegen schon einmal vor und bei vielen Wahlkampfveranstaltungen wird es Möglichkeiten geben, mit Vertretern der Parteien über deren Ziele und Versprechen zu reden. Diese Möglichkeiten sollte in der verbleibenden Zeit bis zu Wahl jeder gut nutzen.




