Berlin (kobinet)
Es gibt eine neue Idee in der Politik.
Sie heißt Pooling.
Pooling bedeutet: Mehrere Menschen teilen sich 1 Assistenz-Person.
Eine Assistenz-Person hilft anderen Menschen im Alltag.
Zum Beispiel beim Einkaufen oder in der Schule.
Ein Beispiel aus der Schule:
Eine Schul-Begleiterin betreut bisher 1 Kind.
Mit Pooling soll sie mehrere Kinder betreuen.
Das nennt man Zwangs-Ver-gemeinschaftung.
Zwangs-Ver-gemeinschaftung bedeutet: Menschen müssen eine Assistenz-Person teilen.
Sie dürfen das nicht selbst entscheiden.
Bisher hatten Menschen mit Behinderung ein Recht.
Sie hatten das Recht auf eine eigene Assistenz-Person.
Das nennt man 1:1-Assistenz.
Das bedeutet: 1 Assistenz-Person für 1 Person.
Mit Pooling soll das nur noch eine Ausnahme sein.
Das Amt entscheidet dann, wer eine 1:1-Assistenz bekommt.
Die Organisation ISL kritisiert das.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-Bestimmt Leben.
Eine Interessen-Vertretung setzt sich für bestimmte Menschen ein.
Sie sorgt dafür, dass diese Menschen gehört werden.
Selbst-Bestimmung bedeutet: Man entscheidet selbst über das eigene Leben.
Niemand anders entscheidet für einen.
ISL sagt: Das ist keine Verbesserung.
Pooling nimmt Menschen mit Behinderung Rechte weg.
Das Bundes-Teilhabe-Gesetz schützte diese Rechte.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Das Bundes-Teilhabe-Gesetz ist ein deutsches Gesetz.
Es schützt die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Raul Krauthausen ist Aktivist.
Ein Aktivist macht auf Probleme aufmerksam.
Ein Aktivist kämpft für die Rechte von anderen Menschen.
Raul Krauthausen kämpft für Menschen mit Behinderung.
Er schreibt in seinem Newsletter darüber.
Er sagt: Wir müssen unsere Selbst-Bestimmung jetzt verteidigen.
Woher kommt diese Idee?
Pooling kommt aus einem politischen Treffen.
Bundes-Kanzler Merz traf die Minister-Präsidenten.
Ein Minister-Präsident leitet ein Bundes-Land.
Ein Minister-Präsident ist Chef der Landes-Regierung.
Das Treffen war am 25. Juni 2026.
Beim Treffen sprachen sie über Sparen.
Der Staat will Geld sparen.
Pooling ist eine dieser Spar-Ideen.
Mehr dazu gibt es im Newsletter von Raul Krauthausen:

Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) "'Pooling' hört sich ja erst mal erfrischend an in diesen heißen Tagen. Pooling ist aber keine coole, neue Idee gegen die Folgen des Klimawandels. Es ist eine beschissene, neue Idee im Sinne des brutalen Spardiktats von Merz und Co. Konkret geht es um die Zwangsvergemeinschaftung von Assistenzleistungen, wie z. B. der Schul- oder Studienassistenz. Das Pooling kann etwa so aussehen, dass eine Schulbegleiterin nicht nur eins, sondern mehrere Kinder gleichzeitig betreuen soll. Die 1:1-Assistenz wird zur Ausnahme. Ob sie gewährt wird, entscheidet das Amt. 'Das ist keine Reform – sondern die Rückabwicklung des Bundesteilhabegesetzes und Entmündigung per Gesetz', stellt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) fest. Dem möchte ich noch entschieden hinzufügen: Wir müssen unsere Selbstbestimmung verteidigen – jetzt! Und ja, wir bleiben dran", so bringt Raul Krauthausen die aktuelle Diskussion in Sachen Poolen von Assistenzleistungen im Zusammenhang mit den Vorschlägen aus dem Treffen des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsident*innen vom 25. Juni 2026 in seinem neuesten Newsletter auf den Punkt.

Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) "'Pooling' hört sich ja erst mal erfrischend an in diesen heißen Tagen. Pooling ist aber keine coole, neue Idee gegen die Folgen des Klimawandels. Es ist eine beschissene, neue Idee im Sinne des brutalen Spardiktats von Merz und Co. Konkret geht es um die Zwangsvergemeinschaftung von Assistenzleistungen, wie z. B. der Schul- oder Studienassistenz. Das Pooling kann etwa so aussehen, dass eine Schulbegleiterin nicht nur eins, sondern mehrere Kinder gleichzeitig betreuen soll. Die 1:1-Assistenz wird zur Ausnahme. Ob sie gewährt wird, entscheidet das Amt. 'Das ist keine Reform – sondern die Rückabwicklung des Bundesteilhabegesetzes und Entmündigung per Gesetz', stellt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) fest. Dem möchte ich noch entschieden hinzufügen: Wir müssen unsere Selbstbestimmung verteidigen – jetzt! Und ja, wir bleiben dran", so bringt Raul Krauthausen die aktuelle Diskussion in Sachen Poolen von Assistenzleistungen im Zusammenhang mit den Vorschlägen aus dem Treffen des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsident*innen vom 25. Juni 2026 in seinem neuesten Newsletter auf den Punkt.





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