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Debatte zum Monitoring kassenzugelassener nicht-invasiven Pränataltests nicht mehr vor der Sommerpause

Bundesadler im Plenarsall
Bundestag Adler
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Eigentlich sollten noch vor der Sommerpause im Deutschen Bundestag eine Reihe von Anträgen und Gesetzesinitiativen beraten und beschlossen werden, die für behinderte Menschen wichtig sind. Nicht nur die Debatte und Beschlussfassung zum Behindertengleichstellungsgesetz wurde in die Zeit nach der Sommerpause des Parlaments verschoben. Es war auch die Beratung und Beschlussfassung eines Antrags zum Monitoring der kassenzugelassenen nicht-invasiven Pränataltests geplant. "Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Corinna Rüffer, Michael Brand, Simone Fischer, Max Lucks, Dr. Stephan Pilsinger, Sören Pellmann, Dagmar Schmidt, Stefan Schmidt, Stefan Schwartze, Emmi Zeulner und weiterer Abgeordneter Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums", hieß der ursprünglich für den 25. Juni 2026 vorgesehen Tagesordnungspunkt im Plenum des Bundestages. Dieser wurde nicht nur abgesetzt, sondern nun auch wie die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in die Zeit nach der Sommerpause geschoben. Mit Themen, die behinderte Menschen betreffen, scheint sich die derzeitige Regierungskoalition anscheinend ziemlich schwer zu tun, heißt es kritisch vonseiten der LIGA Selbstvertretung zur Verschieberitis des Deutschen Bundestages.

„Der NIPT ist ein Bluttest, mit dem Schwangere untersuchen lassen können, ob ein erhöhtes Risiko für Trisomie 13, 18 oder 21 bei ihrem ungeborenen Kind vorliegt. Seit 2022 ist er eine Kassenleistung. Erste Zahlen zeigen, dass inzwischen jede zweite Schwangere ihn nutzt. Oft ist damit ein stiller Druck auf die werdenden Eltern verbunden. Eine Gruppe von Abgeordneten der demokratischen Fraktionen hat sich zusammengetan und den Antrag auf den Weg gebracht, weil sie diese Entwicklung kritisch sieht. Sie wollen, dass bioethische Fragen im Bundestag diskutiert werden und die Auswirkungen solcher Pränataltests von Expertinnen und Experten genauer untersucht werden. Viele weitere Parlamentarierinnen und Parlamentarier unterstützen den Gruppenantrag bereits“, heißt es in einem Facebook-Post von Corinna Rüffer, der Berichterstatterin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Behindertenpolitik. Sie engagiert sich schon seit vielen Jahren in kritischen bioetheischen Fragen.

Für viele in diesem Bereich Engagierte ist es unverständlich, warum sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit einem solchen Antrag so schwer tun, denn dabei gehe es um keinerlei Einschränkungen der derzeitigen Praxis, sondern lediglich um ein entsprechendes Monitoring.

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