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Fakten zur Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen veröffentlicht

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Derzeit wird viel darüber diskutiert, wie die Leistungen der Pflegeversicherung gekürzt bzw. wie Einsparungen erreicht werden können. Daher lohnt ein Blick auf den Bericht zur Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen für das Jahr 2025, der nun von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurde. Demnach waren zum Beispiel rund 1,8 Millionen Pflegekräfte 2025 in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Beschäftigungswachstum in der Pflege 2025 fortgesetzt, während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche stagnierte. Pflegeberufe sind eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist auf 20 Prozent im Jahr 2025 gestiegen", heißt es u.a. in dem Bericht.

Und weiter heißt es in der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichts: „Die mittleren Entgelte in der Pflege sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Überdurchschnittliche Zuwächse zeigten sich in allen Anforderungsniveaus. Wie die Gesamtarbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in den Pflegeberufen 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 60.000 Pflegekräfte in Deutschland arbeitslos gemeldet, 5.000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote von Pflegekräften stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2024 auf 3,4 Prozent im Jahr 2025. Dabei verbleibt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte auf einem sehr geringen Stand von 1,1 Prozent. Rund 31.000 Stellenangebote für Pflegekräfte waren im Jahresdurchschnitt 2025 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das waren nur geringfügig weniger als im Vorjahr, während gleichzeitig die Gesamtzahl der gemeldeten Stellen berufsübergreifend deutlich um 9 Prozent zurückgegangen ist. Angebot und Nachfrage passen häufig nicht zusammen. Die gemeldeten Stellen richten sich mit 96 Prozent fast nur an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen sucht jedoch eine pflegerische Helfertätigkeit, die keinen Berufsabschluss erfordert. Die Engpassanalysen, die die Statistik der Bundesagentur für Arbeit seit 2011 regelmäßig erstellt, bestätigen einen andauernden erheblichen Fachkräftemangel in Pflegeberufen. Dieser erstreckt sich auf alle examinierten Pflegekräfte einschließlich der Pflegeassistenz. Über 59.000 Personen haben 2024/25 laut Statistischem Bundesamt eine Berufsausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau begonnen. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt und es wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Bundesagentur für Arbeit hat 2025 rund 22.000 Personen gefördert, die eine Weiterbildung in einem Pflegeberuf begonnen haben. Darunter waren rund 8.000 Menschen, die eine Umschulung zur Pflegefachkraft einschließlich der Pflegeassistenz aufgenommen haben.“

Link zum Bericht über die Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen der Bundesagentur für Arbeit