Nürnberg (kobinet)
Gerade wird viel geredet.
Es geht um die Pflege-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung ist eine Kasse für alle.
Sie bezahlt Kosten, wenn jemand Pflege braucht.
Manche wollen dort Geld sparen.
Manche wollen Leistungen kürzen.
Leistungen sind Hilfen, die jemand bekommt.
Zum Beispiel: Geld für Pflege zu Hause.
Kürzen bedeutet: Es gibt weniger Geld oder weniger Hilfe.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hat einen Bericht veröffentlicht.
Die Bundes-Agentur für Arbeit ist ein Amt in Deutschland.
Es hilft Menschen, die eine Arbeit suchen.
Veröffentlicht bedeutet: Alle Menschen können den Bericht lesen.
Der Bericht ist aus dem Jahr 2025.
Er handelt von Pflege-Berufen und dem Arbeits-Markt.
Pflege-Berufe sind Berufe, bei denen man kranke oder alte Menschen betreut.
Zum Beispiel: Kranken-Pfleger oder Alten-Pfleger.
Der Arbeits-Markt zeigt: Wie viele Menschen suchen Arbeit?
Und: Wie viele Stellen gibt es?
Das steht in dem Bericht:
Rund 1,8 Millionen Pflege-Kräfte arbeiten in Deutschland.
Pflege-Kräfte sind Menschen, die Pflege als Beruf machen.
Sie helfen kranken oder alten Menschen jeden Tag.
Sie haben einen festen Job mit Sozial-Versicherung.
Eine Sozial-Versicherung hilft dir bei Problemen.
Du zahlst jeden Monat Geld dafür.
Dein Arbeit-Geber zahlt auch einen Teil dazu.
Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2 Prozent mehr.
Die meisten Pflege-Kräfte sind Frauen.
Aber immer mehr Männer arbeiten auch in der Pflege.
Viele Pflege-Kräfte arbeiten in Teil-Zeit.
Teil-Zeit bedeutet: Du arbeitest weniger Stunden pro Woche.
Ein voller Job hat zum Beispiel 40 Stunden pro Woche.
Seit 2022 gibt es mehr Pflege-Kräfte aus dem Ausland.
Sie sorgen dafür, dass die Zahl der Pflege-Kräfte wächst.
Im Jahr 2025 kamen 20 Prozent der Pflege-Kräfte aus dem Ausland.
Die Löhne in der Pflege sind gestiegen.
Sie sind stärker gestiegen als in anderen Berufen.
Das gilt für alle Bereiche der Pflege.
Aber auch die Arbeits-Losigkeit in der Pflege ist gestiegen.
Arbeits-Losigkeit bedeutet: Eine Person hat keine Arbeit.
Sie sucht eine Stelle, findet aber keine.
Im Jahr 2025 waren rund 60.000 Pflege-Kräfte arbeitslos.
Das sind 5.000 mehr als im Jahr davor.
Das sind 8 Prozent mehr als im Jahr davor.
Die Arbeits-Losen-Quote in der Pflege stieg leicht an.
Die Arbeits-Losen-Quote ist eine Zahl in Prozent.
Sie zeigt: Von 100 Menschen haben zum Beispiel 3 keine Arbeit.
Das sind dann 3 Prozent.
Im Jahr 2024 waren es 3,2 Prozent.
Im Jahr 2025 waren es 3,4 Prozent.
Bei ausgebildeten Pflege-Fach-Kräften waren es nur 1,1 Prozent.
Pflege-Fach-Kräfte haben eine abgeschlossene Ausbildung.
Sie haben gelernt, wie man kranke oder alte Menschen richtig pflegt.
Rund 31.000 Stellen für Pflege-Kräfte waren gemeldet.
Das sind fast so viele wie im Vorjahr.
In anderen Berufen gab es 9 Prozent weniger freie Stellen.
Es gibt aber ein Problem:
Die freien Stellen passen oft nicht zu den Arbeit-Suchenden.
96 Prozent der Stellen sind für ausgebildete Pflege-Kräfte.
Aber mehr als die Hälfte der Arbeits-Losen sucht eine Helfer-Stelle.
Helfer-Stellen brauchen keine abgeschlossene Ausbildung.
Es fehlen weiterhin viele Fach-Kräfte in der Pflege.
Fach-Kräfte-Mangel bedeutet: Es gibt zu wenige Menschen mit einer Ausbildung.
Viele Pflege-Einrichtungen finden keine Mitarbeiter.
Das zeigen die Analysen der Bundes-Agentur für Arbeit seit 2011.
Bei einer Analyse schaut man sich etwas sehr genau an.
Man will herausfinden, warum etwas so ist.
Über 59.000 Menschen haben eine Pflege-Ausbildung begonnen.
Das war im Jahr 2024 oder 2025.
Das ist ein neuer Höchst-Stand.
Höchst-Stand bedeutet: So viele waren es noch nie.
Das ist die größte Zahl bisher.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hat rund 22.000 Menschen gefördert.
Diese Menschen haben eine Weiter-Bildung in der Pflege begonnen.
Weiter-Bildung bedeutet: Du lernst noch mehr in deinem Beruf.
Oder du lernst etwas Neues dazu.
Darunter waren rund 8.000 Menschen mit einer Umschulung zur Pflege-Fach-Kraft.
Bei einer Umschulung lernt jemand einen neuen Beruf.
Der alte Beruf wird dadurch gewechselt.
Den ganzen Bericht könnt ihr hier lesen:
Bericht der Bundes-Agentur für Arbeit zur Arbeits-Markt-Situation in Pflege-Berufen

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Derzeit wird viel darüber diskutiert, wie die Leistungen der Pflegeversicherung gekürzt bzw. wie Einsparungen erreicht werden können. Daher lohnt ein Blick auf den Bericht zur Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen für das Jahr 2025, der nun von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurde. Demnach waren zum Beispiel rund 1,8 Millionen Pflegekräfte 2025 in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Beschäftigungswachstum in der Pflege 2025 fortgesetzt, während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche stagnierte. Pflegeberufe sind eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist auf 20 Prozent im Jahr 2025 gestiegen", heißt es u.a. in dem Bericht.
Und weiter heißt es in der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichts: „Die mittleren Entgelte in der Pflege sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Überdurchschnittliche Zuwächse zeigten sich in allen Anforderungsniveaus. Wie die Gesamtarbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in den Pflegeberufen 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 60.000 Pflegekräfte in Deutschland arbeitslos gemeldet, 5.000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote von Pflegekräften stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2024 auf 3,4 Prozent im Jahr 2025. Dabei verbleibt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte auf einem sehr geringen Stand von 1,1 Prozent. Rund 31.000 Stellenangebote für Pflegekräfte waren im Jahresdurchschnitt 2025 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das waren nur geringfügig weniger als im Vorjahr, während gleichzeitig die Gesamtzahl der gemeldeten Stellen berufsübergreifend deutlich um 9 Prozent zurückgegangen ist. Angebot und Nachfrage passen häufig nicht zusammen. Die gemeldeten Stellen richten sich mit 96 Prozent fast nur an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen sucht jedoch eine pflegerische Helfertätigkeit, die keinen Berufsabschluss erfordert. Die Engpassanalysen, die die Statistik der Bundesagentur für Arbeit seit 2011 regelmäßig erstellt, bestätigen einen andauernden erheblichen Fachkräftemangel in Pflegeberufen. Dieser erstreckt sich auf alle examinierten Pflegekräfte einschließlich der Pflegeassistenz. Über 59.000 Personen haben 2024/25 laut Statistischem Bundesamt eine Berufsausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau begonnen. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt und es wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Bundesagentur für Arbeit hat 2025 rund 22.000 Personen gefördert, die eine Weiterbildung in einem Pflegeberuf begonnen haben. Darunter waren rund 8.000 Menschen, die eine Umschulung zur Pflegefachkraft einschließlich der Pflegeassistenz aufgenommen haben.“
Link zum Bericht über die Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen der Bundesagentur für Arbeit

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Derzeit wird viel darüber diskutiert, wie die Leistungen der Pflegeversicherung gekürzt bzw. wie Einsparungen erreicht werden können. Daher lohnt ein Blick auf den Bericht zur Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen für das Jahr 2025, der nun von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurde. Demnach waren zum Beispiel rund 1,8 Millionen Pflegekräfte 2025 in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Beschäftigungswachstum in der Pflege 2025 fortgesetzt, während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche stagnierte. Pflegeberufe sind eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist auf 20 Prozent im Jahr 2025 gestiegen", heißt es u.a. in dem Bericht.
Und weiter heißt es in der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichts: „Die mittleren Entgelte in der Pflege sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Überdurchschnittliche Zuwächse zeigten sich in allen Anforderungsniveaus. Wie die Gesamtarbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in den Pflegeberufen 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 60.000 Pflegekräfte in Deutschland arbeitslos gemeldet, 5.000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote von Pflegekräften stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2024 auf 3,4 Prozent im Jahr 2025. Dabei verbleibt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte auf einem sehr geringen Stand von 1,1 Prozent. Rund 31.000 Stellenangebote für Pflegekräfte waren im Jahresdurchschnitt 2025 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das waren nur geringfügig weniger als im Vorjahr, während gleichzeitig die Gesamtzahl der gemeldeten Stellen berufsübergreifend deutlich um 9 Prozent zurückgegangen ist. Angebot und Nachfrage passen häufig nicht zusammen. Die gemeldeten Stellen richten sich mit 96 Prozent fast nur an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen sucht jedoch eine pflegerische Helfertätigkeit, die keinen Berufsabschluss erfordert. Die Engpassanalysen, die die Statistik der Bundesagentur für Arbeit seit 2011 regelmäßig erstellt, bestätigen einen andauernden erheblichen Fachkräftemangel in Pflegeberufen. Dieser erstreckt sich auf alle examinierten Pflegekräfte einschließlich der Pflegeassistenz. Über 59.000 Personen haben 2024/25 laut Statistischem Bundesamt eine Berufsausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau begonnen. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt und es wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Bundesagentur für Arbeit hat 2025 rund 22.000 Personen gefördert, die eine Weiterbildung in einem Pflegeberuf begonnen haben. Darunter waren rund 8.000 Menschen, die eine Umschulung zur Pflegefachkraft einschließlich der Pflegeassistenz aufgenommen haben.“
Link zum Bericht über die Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen der Bundesagentur für Arbeit




