Tübingen (kobinet)
In Tübingen gab es einen Streit.
Es ging um eine Para-Sport-lerin.
Para-Sport-lerin bedeutet: Eine Sport-lerin mit Behinderung.
Die Sport-lerin heißt Cary Hailfinger.
Sie sollte für ihre Leistungen geehrt werden.
Leistung bedeutet: Was jemand geschafft hat.
Zum Beispiel ein Sieg beim Sport.
Eine Ehrung bedeutet: Jemand bekommt einen Preis.
Oder jemand bekommt ein Danke-schön.
Anerkennung bedeutet: Du bekommst ein Lob.
Andere Leute respektieren dich dafür.
Die Ehrung sollte auf einer Bühne stattfinden.
Cary Hailfinger sitzt im Roll-stuhl.
Sie konnte nicht auf die Bühne kommen.
Es gab keine Rampe für den Roll-stuhl.
Eine Rampe ist eine schräge Fläche für Roll-stühle.
Ohne Rampe ist die Bühne nicht barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können einen Ort nutzen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Niemand wird ausgeschlossen.
Der Ober-bürger-meister von Tübingen heißt Boris Palmer.
Er wollte keine Rampe bauen.
Er sagte: Die Rampe kostet zu viel.
Er sagte auch: Die Rampe nimmt zu viel Platz weg.
Dieser Streit war in vielen Medien.
Medien sind Zeitungen, Radio, Fernseh-Sender und Internet-Seiten.
Sie berichten über Neuigkeiten.
Viele Menschen haben sich darüber geärgert.
Die LIGA Selbst-vertretung hat dazu etwas gesagt.
Bei der Selbst-vertretung sprechen Menschen für sich selbst.
Sie sagen, was sie brauchen und wollen.
Die LIGA Selbst-vertretung ist eine Gruppe von Menschen.
Sie setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Sie kämpft für ihre Rechte.
Die LIGA Selbst-vertretung sagte: Dieser Fall zeigt ein großes Problem.
Das Problem ist: Viele Veranstaltungen sind nicht barriere-frei.
Eine Veranstaltung ist ein Treffen für viele Menschen.
Alle kommen an einem Ort zusammen.
Menschen mit Behinderung können viele Veranstaltungen nicht besuchen.
Das ist ein großes Problem in Deutschland.
Dazu gibt es gerade einen neuen Gesetz-entwurf.
Ein Gesetz-entwurf ist ein erster Plan für ein neues Gesetz.
Der Plan wird zuerst geprüft.
Er kann noch geändert werden.
Dieser Plan kommt von der Bundes-regierung.
Die Bundes-regierung kümmert sich um die Politik in Deutschland.
Der Plan soll Firmen von Barriere-freiheit befreien können.
Das bedeutet: Firmen müssen dann vielleicht keine Barriere-freiheit einhalten.
Sie bekommen dann eine Ausnahme.
Jetzt gibt es eine Einigung.
Einigung bedeutet: Alle Seiten haben zusammen eine Lösung gefunden.
Die Ehrung findet nun woanders statt.
Sie findet in der Tübinger Musik-schule statt.
Dort gibt es einen Hub-lift zur Bühne.
Ein Hub-lift ist eine Hebe-Plattform.
Menschen im Roll-stuhl können damit nach oben fahren.
An diesem Abend wollte der Bach-Chor in der Musik-schule proben.
Der Bach-Chor hat den Raum freigegeben.
So konnte die Ehrung dort stattfinden.
Cary Hailfinger hat sich auf Facebook gemeldet.
Sie schrieb: Es gibt eine Einigung.
Alle sind damit zufrieden.
Gundula Schäfer-Vogel hat bei dem Streit geholfen.
Vermittlung bedeutet: Eine Person hilft 2 Seiten beim Streiten.
Sie findet eine Lösung, die beide gut finden.
Cary Hailfinger dankte Gundula Schäfer-Vogel für ihre Vermittlung.
Mehr Informationen gibt es hier:

Foto: ht
Tübingen (kobinet) In der Tübinger Provinzposse mit aktuellem Bezug zur Gleichstellungsgesetzgebung für behinderte Menschen in Deutschland ist nun nach Informationen der betroffenen Sportlerin und aus Medienberichten nach einer tagelangen öffentlichen Auseinandersetzung eine Einigung erzielt worden. "Die Stadt und die Para-Sportlerin Cary Hailfinger haben sich nun geeinigt, wie die Siegerehrung behindertengerecht wird. Eine Rampe, über die Hailfinger auf die Bühne kommen könnte, wird es nicht geben. Dafür wurde die Siegerehrung in die Tübinger Musikschule verlegt. Dort gibt es einen Hublift zur Bühne." Das Agieren des Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer mit der Verweigerung einer Rampe, so dass die Para-Sportlerin wie alle anderen auch auf der Bühne für ihr Wirken geehrt werden könnte, aufgrund der Kosten und des Wegfallens von Plätzen in der Halle, hat in den letzten Tagen für so manches Kopfschütteln gesorgt. Vor allem habe dieses Beispiel nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung gezeigt, wie Versäumnisse bei der Durchführung barrierefreier Veranstaltungen schnell auf dem Rücken betroffener behinderter Menschen ausgetragen werden und welches Denken es in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland immer noch gibt. Diese Diskussion falle zusammen mit einem aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung, in dem Unternehmen pauschal von der Verpflichtung zu Maßnahmen zur Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen aufgrund einer unverhältnismäßigen Belastung befreit werden sollen.
Für den Termin der Ehrung seien dem tagesschau-Bericht vom 29. Mai 2026 zufolge, alle Hallen, die barrierefrei und für eine Ehrung in Frage kämen, belegt gewesen. Laut Stadt habe man deshalb die Suche auch auf andere Räume ausgeweitet. In der Musikschule hätte an diesem Abend eigentlich der Bach-Chor geprobt. Dieser habe sich aber bereit erklärt, den Raum für die Ehrung freizugeben.
Link zum Bericht der tagesschau über die Einigung im Tübinger Rampenstreit
„Es gibt eine Einigung mit der wir alle zufrieden sind. Ganz ganz herzlichen Dank hier an Gundula Schäfer-Vogel fürs vermitteln und vor allem für den überaus herzlichen Kontakt“, schrieb die betroffene Para-Sportlerin Cary Hailfinger auf Facebook.

Foto: ht
Tübingen (kobinet) In der Tübinger Provinzposse mit aktuellem Bezug zur Gleichstellungsgesetzgebung für behinderte Menschen in Deutschland ist nun nach Informationen der betroffenen Sportlerin und aus Medienberichten nach einer tagelangen öffentlichen Auseinandersetzung eine Einigung erzielt worden. "Die Stadt und die Para-Sportlerin Cary Hailfinger haben sich nun geeinigt, wie die Siegerehrung behindertengerecht wird. Eine Rampe, über die Hailfinger auf die Bühne kommen könnte, wird es nicht geben. Dafür wurde die Siegerehrung in die Tübinger Musikschule verlegt. Dort gibt es einen Hublift zur Bühne." Das Agieren des Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer mit der Verweigerung einer Rampe, so dass die Para-Sportlerin wie alle anderen auch auf der Bühne für ihr Wirken geehrt werden könnte, aufgrund der Kosten und des Wegfallens von Plätzen in der Halle, hat in den letzten Tagen für so manches Kopfschütteln gesorgt. Vor allem habe dieses Beispiel nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung gezeigt, wie Versäumnisse bei der Durchführung barrierefreier Veranstaltungen schnell auf dem Rücken betroffener behinderter Menschen ausgetragen werden und welches Denken es in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland immer noch gibt. Diese Diskussion falle zusammen mit einem aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung, in dem Unternehmen pauschal von der Verpflichtung zu Maßnahmen zur Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen aufgrund einer unverhältnismäßigen Belastung befreit werden sollen.
Für den Termin der Ehrung seien dem tagesschau-Bericht vom 29. Mai 2026 zufolge, alle Hallen, die barrierefrei und für eine Ehrung in Frage kämen, belegt gewesen. Laut Stadt habe man deshalb die Suche auch auf andere Räume ausgeweitet. In der Musikschule hätte an diesem Abend eigentlich der Bach-Chor geprobt. Dieser habe sich aber bereit erklärt, den Raum für die Ehrung freizugeben.
Link zum Bericht der tagesschau über die Einigung im Tübinger Rampenstreit
„Es gibt eine Einigung mit der wir alle zufrieden sind. Ganz ganz herzlichen Dank hier an Gundula Schäfer-Vogel fürs vermitteln und vor allem für den überaus herzlichen Kontakt“, schrieb die betroffene Para-Sportlerin Cary Hailfinger auf Facebook.




