Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamt-Verband hat einen neuen Bericht veröffentlicht.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist eine große Organisation.
Die Organisation ist in Deutschland.
Paritätisch bedeutet: Alle haben die gleichen Rechte.
Die Organisation hilft Menschen mit wenig Geld.
Der Bericht heißt: Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit.
Das bedeutet: Immer mehr Menschen haben zu wenig Geld.
Gleichzeitig wird die Sicherheit für Menschen kleiner.
Der Bericht erschien am 2. Juni 2026.
In Deutschland leben 13,3 Millionen Menschen in Armut.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können nicht alles zum Leben kaufen.
Das sind 16,1 Prozent aller Menschen in Deutschland.
Die Zahl der armen Menschen wird größer.
Besonders ältere Menschen sind von Armut betroffen.
Fast jede 5. Person ab 65 Jahren ist arm.
Bei Frauen über 75 Jahren ist Armut noch häufiger.
Auch Allein-Erziehende sind oft arm.
Allein-Erziehende sind Mütter oder Väter ohne Partner.
Sie ziehen ihre Kinder alleine groß.
Fast jede 3. allein-erziehende Person hat zu wenig Geld.
Auch Menschen, die allein leben, sind stark betroffen.
4,6 Millionen Menschen können sich oft nicht genug kaufen.
Manche Menschen sparen sogar beim Heizen.
Armut ist in Deutschland unterschiedlich verteilt.
In Bayern ist etwa jede 8. Person arm.
In Bremen ist es mehr als jede 4. Person.
Der Abstand zwischen armen und reichen Bundes-Ländern wird größer.
Ein Bundes-Land ist ein Teil von Deutschland.
Deutschland hat 16 Bundes-Länder.
Wo man wohnt, macht einen großen Unterschied.
Joachim Rock ist der Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Joachim Rock fordert: Die Bundes-Regierung muss handeln.
Die Bundes-Regierung soll Armut bekämpfen.
Die Bundes-Regierung besteht aus dem Bundes-Kanzler und den Ministern.
Die Bundes-Regierung kümmert sich um die Politik in Deutschland.
Joachim Rock warnt: Weitere Kürzungen machen die Lage schlechter.
Eine Kürzung bedeutet: Jemand bekommt weniger Geld als vorher.
Geplante Kürzungen betreffen viele Hilfen vom Staat.
Zum Beispiel: Wohn-Geld, Rente und Kranken-Versicherung.
Wohn-Geld ist Geld vom Staat für die Miete.
Rente ist Geld für Menschen im Alter.
Die Kranken-Versicherung bezahlt den Arzt für dich.
Die Kranken-Versicherung nennt man auch Kranken-Kasse.
Diese Kürzungen treffen die ärmsten Menschen am stärksten.
Die Politik soll den Sozial-Staat stärken.
Die Politik darf den Sozial-Staat nicht abbauen.
Ein Sozial-Staat unterstützt Menschen in schwierigen Lagen.
Er hilft zum Beispiel bei Krankheit oder Armut.
Mehr Informationen zu Kürzungen im Sozial-Bereich gibt es hier:
Der Sozial-Bereich umfasst alle Hilfen vom Staat für Menschen.
Zum Beispiel Geld für arme Menschen oder Hilfe bei Krankheit.
Den ganzen Armuts-Bericht 2026 könnt ihr hier herunterladen:

Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht heute am 2. Juni 2026 unter dem Titel "Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit" seinen neuen Armutsbericht mit alarmierenden Befunden: Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. 13,3 Millionen Menschen leben in Armut, die Armutsquote steigt auf 16,1 Prozent. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen. Während Armut insgesamt zunimmt, verfestigt sie sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden. "Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet. Menschen spüren das. Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit. Das spielt Populisten und Extremisten in die Hände", erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Mit einer Armutsquote von 19,5 Prozent ist inzwischen fast jede fünfte Person ab 65 Jahren betroffen, bei Frauen über 75 Jahren sind es sogar 21,3 Prozent. Alleinlebende tragen mit 30,3 Prozent ein besonders hohes Armutsrisiko, Alleinerziehende mit 28,9 Prozent. Die Folgen sind längst im Alltag angekommen: am Küchentisch, beim Einkauf, bei der Frage, ob eine vollwertige Mahlzeit noch bezahlbar ist. „Dass ältere Menschen nach einem langen Erwerbsleben und Haushalte mit Kindern besonders betroffen sind, zeigt die schon jetzt bestehenden Defizite im Sozialstaat. Wer zusätzliche Kürzungen betreibt, bekämpft keine Krisen, sondern verschärft sie“, warnt Joachim Rock.
Hinter den steigenden Armutszahlen stehen konkrete Einschränkungen im Alltag: Millionen Menschen können sich unerwartete Ausgaben nicht leisten, sparen beim Heizen oder verzichten auf gesellschaftliche Teilhabe. 4,6 Millionen Menschen leben inzwischen in erheblicher materieller Entbehrung. Die Zahlen zeigen: Die soziale Spaltung verläuft nicht nur beim Einkommen, sondern zunehmend auch bei den realen Lebensbedingungen.
Auch regional driftet Deutschland sozial weiter auseinander: In Bayern ist etwa jede achte Person von Armut betroffen, in Sachsen-Anhalt bereits mehr als jede fünfte und in Bremen sogar mehr als jede vierte Person. Besonders alarmierend: Der Abstand zwischen dem Bundesland mit der niedrigsten und der höchsten Armutsquote wächst weiter – von 14,1 Prozentpunkten im Jahr 2024 auf inzwischen 14,9 Prozentpunkte. Armut ist damit längst auch eine Frage des Wohnortes.
Mit Blick auf aktuell kursierende Vorschläge zum Sozialabbau mahnt Joachim Rock: „Nachdem soziale Sicherheit schon über Jahre ausgehöhlt wurde, statt sie zu stärken, drohen jetzt sogar noch weitere Kürzungen: beim Wohngeld, beim Unterhaltsvorschuss, in der Jugendhilfe, in der Eingliederungshilfe, bei Rente und Krankenversicherung. Und wieder trifft es gerade die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind: Alleinerziehende, Alte, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Kinder und Jugendliche.“
Sein Appell an die Politik: „Wer in der Krise den Sozialstaat weiter abbaut, der vertieft die Krise. Die Bundesregierung ist aufgefordert, diesen Kurs zu stoppen und endlich eine Politik zu machen, die Armut bekämpft statt verwaltet!“
Informationen zum Sozialabbau und den laufenden Kürzungsdebatten gibt es unter: www.stoppt-sozialabbau.de
Den kompletten Armutsbericht 2026 zum direkten Download gibt es hier:
https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Armutsbericht/doc/Armutsbericht_2026_Wachsende_Armut_Schrumpfende_Sicherheit.pdf

Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht heute am 2. Juni 2026 unter dem Titel "Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit" seinen neuen Armutsbericht mit alarmierenden Befunden: Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. 13,3 Millionen Menschen leben in Armut, die Armutsquote steigt auf 16,1 Prozent. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen. Während Armut insgesamt zunimmt, verfestigt sie sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden. "Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet. Menschen spüren das. Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit. Das spielt Populisten und Extremisten in die Hände", erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Mit einer Armutsquote von 19,5 Prozent ist inzwischen fast jede fünfte Person ab 65 Jahren betroffen, bei Frauen über 75 Jahren sind es sogar 21,3 Prozent. Alleinlebende tragen mit 30,3 Prozent ein besonders hohes Armutsrisiko, Alleinerziehende mit 28,9 Prozent. Die Folgen sind längst im Alltag angekommen: am Küchentisch, beim Einkauf, bei der Frage, ob eine vollwertige Mahlzeit noch bezahlbar ist. „Dass ältere Menschen nach einem langen Erwerbsleben und Haushalte mit Kindern besonders betroffen sind, zeigt die schon jetzt bestehenden Defizite im Sozialstaat. Wer zusätzliche Kürzungen betreibt, bekämpft keine Krisen, sondern verschärft sie“, warnt Joachim Rock.
Hinter den steigenden Armutszahlen stehen konkrete Einschränkungen im Alltag: Millionen Menschen können sich unerwartete Ausgaben nicht leisten, sparen beim Heizen oder verzichten auf gesellschaftliche Teilhabe. 4,6 Millionen Menschen leben inzwischen in erheblicher materieller Entbehrung. Die Zahlen zeigen: Die soziale Spaltung verläuft nicht nur beim Einkommen, sondern zunehmend auch bei den realen Lebensbedingungen.
Auch regional driftet Deutschland sozial weiter auseinander: In Bayern ist etwa jede achte Person von Armut betroffen, in Sachsen-Anhalt bereits mehr als jede fünfte und in Bremen sogar mehr als jede vierte Person. Besonders alarmierend: Der Abstand zwischen dem Bundesland mit der niedrigsten und der höchsten Armutsquote wächst weiter – von 14,1 Prozentpunkten im Jahr 2024 auf inzwischen 14,9 Prozentpunkte. Armut ist damit längst auch eine Frage des Wohnortes.
Mit Blick auf aktuell kursierende Vorschläge zum Sozialabbau mahnt Joachim Rock: „Nachdem soziale Sicherheit schon über Jahre ausgehöhlt wurde, statt sie zu stärken, drohen jetzt sogar noch weitere Kürzungen: beim Wohngeld, beim Unterhaltsvorschuss, in der Jugendhilfe, in der Eingliederungshilfe, bei Rente und Krankenversicherung. Und wieder trifft es gerade die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind: Alleinerziehende, Alte, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Kinder und Jugendliche.“
Sein Appell an die Politik: „Wer in der Krise den Sozialstaat weiter abbaut, der vertieft die Krise. Die Bundesregierung ist aufgefordert, diesen Kurs zu stoppen und endlich eine Politik zu machen, die Armut bekämpft statt verwaltet!“
Informationen zum Sozialabbau und den laufenden Kürzungsdebatten gibt es unter: www.stoppt-sozialabbau.de
Den kompletten Armutsbericht 2026 zum direkten Download gibt es hier:
https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Armutsbericht/doc/Armutsbericht_2026_Wachsende_Armut_Schrumpfende_Sicherheit.pdf




