Berlin (kobinet)
Heute ist der 10. Dezember 2025.
Das ist der Tag der Menschen-Rechte.
Menschen-Rechte bedeutet: Jeder Mensch hat wichtige Rechte.
Diese Rechte gelten überall auf der Welt.
Viele Menschen auf der Welt feiern heute.
Professorin Sigrid Arnade ist Sprecherin.
Sie arbeitet für die LIGA Selbst-Vertretung.
Das ist eine Gruppe von Menschen mit Behinderung.
Sigrid Arnade sagt: Viele vergessen die Menschen-Rechte.
Das ist ein großes Problem.
Besonders für Menschen mit Behinderung.
Es gibt einen wichtigen Vertrag.
Der Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN-Behinderten-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Die kurze Form ist: UN-BRK.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Alle Länder müssen diese Rechte beachten.
Aber viele Länder machen das nicht.
Sigrid Arnade sagt: Ein Problem ist Egoismus.
Egoismus bedeutet: Eine Person denkt nur an sich selbst.
Die Person interessiert sich nicht für andere Menschen.
Viele Menschen denken nur an sich selbst.
Diese Menschen achten die Menschen-Rechte nicht.
Das muss sich ändern.
Wir müssen für die Menschen-Rechte kämpfen.
Wir müssen bestimmte Menschen unterstützen.
Wir unterstützen Menschen, die für Teilhabe arbeiten.
Teilhabe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei und kannst mit-bestimmen.
Teilhabe ist wichtig.
Alle Menschen sollen überall mitmachen können.
Ein wichtiges Beispiel ist Barriere-Freiheit.
Barrierefreiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Barriere-Freiheit bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Menschen mit Behinderung können dann überall hin.
Manche Leute sind gegen Barriere-Freiheit.
Diese Leute wollen Menschen mit Behinderung ausschließen.
Das ist falsch.
Es gibt ein Gesetz in Deutschland.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Behinderten-gleichstellungs-gesetz bedeutet: Ein Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Das Gesetz soll ihnen helfen.
Die kurze Form ist: BGG.
Die Regierung will das BGG ändern.
Sigrid Arnade sagt: Diese Änderung ist schlecht.
Firmen könnten sich dann vor Barriere-Freiheit drücken.
Firmen müssten dann keine Barriere-Freiheit mehr machen.
In Amerika ist Donald Trump Präsident.
Donald Trump ist gegen Vielfalt.
Donald Trump ist gegen Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind dabei.
Niemand wird ausgeschlossen.
Diese Ideen kommen auch nach Deutschland.
Das ist gefährlich für Menschen mit Behinderung.
Wir brauchen eine Gegen-Bewegung.
Die UN-BRK sagt klar: Alle müssen handeln.
Der Staat muss handeln.
Jeder einzelne Mensch muss handeln.
Menschen mit Behinderung brauchen Barriere-Freiheit.
Menschen mit Behinderung sollen nicht getrennt leben.
Menschen mit Behinderung sollen mitten in der Gesellschaft leben.
Viele Politiker sagen: Wir machen Inklusion.
Aber das stimmt oft nicht.
Die Politiker stecken Menschen mit Behinderung in Sonder-Orte.
Ein Beispiel sind Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Ein anderes Beispiel sind Förder-Schulen.
Ein drittes Beispiel sind Wohn-Heime.
Die Vereinten Nationen haben Deutschland geprüft.
Die Vereinten Nationen sind eine große Gruppe.
193 Länder arbeiten dort zusammen.
Die Länder wollen Probleme auf der Welt lösen.
Die Vereinten Nationen sagen: Das ist keine Inklusion.
Werkstätten sind keine Inklusion.
Förder-Schulen sind keine Inklusion.
Wohn-Heime sind keine Inklusion.
Das ist jetzt klar.
Sigrid Arnade sagt: Wir lassen uns nichts einreden.
Manche Politiker arbeiten mit alten Behinderten-Hilfe-Gruppen zusammen.
Diese Politiker wollen uns etwas vormachen.
Aber wir wissen die Wahrheit.
Wir kennen die UN-BRK.
Der Staat gibt sehr viel Geld aus.
Das sind viele Millionen Euro.
Das Geld geht in Sonder-Orte.
Das ist falsch.
Das Geld muss anders verwendet werden.
Das Geld muss echte Inklusion unterstützen.
Menschen mit Behinderung sollen mittendrin leben können.

Foto: ISL e.V.
Berlin (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, der heute am 10. Dezember 2025 weltweit begangen wird, kritisiert die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, Prof. Dr. Arnade, dass das Bewusstsein zur Achtung der Menschenrechte zunehmend schwindet und in den Hintergrund tritt. Die Achtung der Menschenrechte, insbesondere auch der von Menschen mit Behinderungen, ist ihrer Ansicht nach jedoch eine zentrale Herausforderung, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher müsse das Verständnis für die Menschenrechte verbessert und vor allem deren Achtung in sämtlichen Bereichen des Lebens gestärkt und sichergestellt werden. "Wir dürfen vor dem Zeitgeist des wachsenden Egoismus und der Ellenbogengesellschaft nicht einknicken. Ganz im Gegenteil, wir müssen diesem ein konsequentes menschenrechtsbasiertes Denken und Handeln entgegensetzen", betonte Sigrid Arnade.
Nach Ansicht der Sprecherin der LIGA Selbstvertretung müssen wir diejenigen stärken, die menschenrechtsbasiert agieren und auf behinderte Menschen bezogen deren Selbstbestimmung und Teilhabe stärken. Ein Einknicken vor dem zunehmenden Trend der Abkehr von menschenrechtlichen Werten wie beispielsweise in Sachen Barrierefreiheit oder bei der Personenzentrierung in der Eingliederungshilfe sei Wasser auf die Mühlen der ewig Gestrigen, die eine ausgrenzende und diskriminierende Politik zementieren wollen bzw. zu verantworten haben. Deshalb müsse auch der Referentenentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) grundlegend überarbeitet werden, so dass sich Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen für die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen herausstehlen könnten.
„Wir brauchen eine Gegenbewegung gegen die Trump’sche Rolle rückwärts in Sachen Diversität, Vielfalt und Inklusion, die auch hierzulande zunehmend Raum einnimmt. Dabei handelt es sich nicht nur um die große Politik. Die UN-Behindertenrechtskonvention zeigt einen klaren Handlungsauftrag und gesetzlichen Rahmen auf, der bei wirkungsvollen Regelungen zur Barrierefreiheit und angemessenen Vorkehrungen beginnt, über die Deinstitutionalisierung und echte Inklusion für ein Leben, Arbeiten und Lernen mittendrin statt in Sonderwelten führt, und bis zur Verantwortung des Staates und jeder und jedem Einzelnen im System der Behindertenhilfe reicht“, betonte Sigrid Arnade zum heutigen Tag der Menschenrechte.
Der Schönfärberei, mit der derzeit Aussonderung in Sonderwelten und Diskriminierung als Inklusion verkauft wird, müsse die Selbstvertretungsbewegung behinderter Menschen und alle, die diese unterstützen, konsequent entgegentreten. „Denn der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen hat bei den Staatenprüfungen und Allgemeinen Bemerkungen zu einzelnen Fragen der Behindertenrechtskonvention zu Genüge klargestellt, dass Werkstätten, Förderschulen und Sonderwohnformen keine Inklusion darstellen. Das lassen wir uns von mit der traditionellen Behindertenhilfe verbandelten Politiker*innen nicht wegreden“, stellte Sigrid Arnade klar. Weitere Millionen von Euros für Sonderwelten dürften keine Option mehr sein, Alternativen für ein wirklich inklusives Leben müssten gezielt bereitgestellt werden.

Foto: ISL e.V.
Berlin (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, der heute am 10. Dezember 2025 weltweit begangen wird, kritisiert die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, Prof. Dr. Arnade, dass das Bewusstsein zur Achtung der Menschenrechte zunehmend schwindet und in den Hintergrund tritt. Die Achtung der Menschenrechte, insbesondere auch der von Menschen mit Behinderungen, ist ihrer Ansicht nach jedoch eine zentrale Herausforderung, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher müsse das Verständnis für die Menschenrechte verbessert und vor allem deren Achtung in sämtlichen Bereichen des Lebens gestärkt und sichergestellt werden. "Wir dürfen vor dem Zeitgeist des wachsenden Egoismus und der Ellenbogengesellschaft nicht einknicken. Ganz im Gegenteil, wir müssen diesem ein konsequentes menschenrechtsbasiertes Denken und Handeln entgegensetzen", betonte Sigrid Arnade.
Nach Ansicht der Sprecherin der LIGA Selbstvertretung müssen wir diejenigen stärken, die menschenrechtsbasiert agieren und auf behinderte Menschen bezogen deren Selbstbestimmung und Teilhabe stärken. Ein Einknicken vor dem zunehmenden Trend der Abkehr von menschenrechtlichen Werten wie beispielsweise in Sachen Barrierefreiheit oder bei der Personenzentrierung in der Eingliederungshilfe sei Wasser auf die Mühlen der ewig Gestrigen, die eine ausgrenzende und diskriminierende Politik zementieren wollen bzw. zu verantworten haben. Deshalb müsse auch der Referentenentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) grundlegend überarbeitet werden, so dass sich Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen für die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen herausstehlen könnten.
„Wir brauchen eine Gegenbewegung gegen die Trump’sche Rolle rückwärts in Sachen Diversität, Vielfalt und Inklusion, die auch hierzulande zunehmend Raum einnimmt. Dabei handelt es sich nicht nur um die große Politik. Die UN-Behindertenrechtskonvention zeigt einen klaren Handlungsauftrag und gesetzlichen Rahmen auf, der bei wirkungsvollen Regelungen zur Barrierefreiheit und angemessenen Vorkehrungen beginnt, über die Deinstitutionalisierung und echte Inklusion für ein Leben, Arbeiten und Lernen mittendrin statt in Sonderwelten führt, und bis zur Verantwortung des Staates und jeder und jedem Einzelnen im System der Behindertenhilfe reicht“, betonte Sigrid Arnade zum heutigen Tag der Menschenrechte.
Der Schönfärberei, mit der derzeit Aussonderung in Sonderwelten und Diskriminierung als Inklusion verkauft wird, müsse die Selbstvertretungsbewegung behinderter Menschen und alle, die diese unterstützen, konsequent entgegentreten. „Denn der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen hat bei den Staatenprüfungen und Allgemeinen Bemerkungen zu einzelnen Fragen der Behindertenrechtskonvention zu Genüge klargestellt, dass Werkstätten, Förderschulen und Sonderwohnformen keine Inklusion darstellen. Das lassen wir uns von mit der traditionellen Behindertenhilfe verbandelten Politiker*innen nicht wegreden“, stellte Sigrid Arnade klar. Weitere Millionen von Euros für Sonderwelten dürften keine Option mehr sein, Alternativen für ein wirklich inklusives Leben müssten gezielt bereitgestellt werden.




