Menu Close

Deutscher Behindertenrat: Einsparungen auf dem Rücken behinderter Menschen darf es nicht geben

Logo des DBR
Logo des DBR
Foto: DBR

Berlin (kobinet) Seit dem 3. Dezember 2025 hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) das Sekretariat des Deutschen Behindertenrates (DBR) inne und klargestellt, dass es keine Einsparungen auf dem Rücken behinderter Menschen geben darf. Der DBR ist ein Aktionsbündnis der Sozialverbände, Selbsthilfe- sowie Selbstvertretungsorganisationen und engagiert sich seit 1999 für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert insgesamt über drei Millionen Mitglieder und rund 13 Millionen Betroffene. Turnusgemäß hat nun der SoVD – wie immer am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen – den Staffelstab des DBR für ein Jahr übernommen.

Engelmeier übernimmt Sprecherinnenratsvorsitz

Damit ist Michaela Engelmeier nun auch Sprecherinnenratsvorsitzende des Bündnisses und der SoVD wird die politische Richtung im DBR vorgeben. Für die Vorstandsvorsitzende bedeutet dies Ehre und Verpflichtung zugleich: „Ich freue mich darauf, im vor uns liegenden Amtsjahr mich noch stärker für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen zu dürfen. Darüber hinaus danke ich im Namen des SoVD und aller DBR-Mitgliedsverbände der BAG Selbsthilfe und deren Bundesgeschäftsführer Dr. Martin Danner für das große Engagement im zurückliegenden Jahr. Vieles konnte bewegt werden, aber leider liegen auch noch viele Aufgaben vor uns.“

Drei zentrale Arbeitsschwerpunkte

Michaela Engelmeier sieht als neue Sprecherinnenratsvorsitzende drei zentrale Punkte: „Beschäftigen wird uns der für behinderte Menschen so wichtige Bereich der Barrierefreiheit. Hier liegt seit einigen Tagen ein Referentenentwurf seitens des BMAS mit dem Ziel der Verbesserung der Barrierefreiheit in Deutschland vor. In der jetzigen Form ist er allerdings nicht akzeptabel und bedarf erheblicher Verbesserungen. Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt wird uns weiter beschäftigen. Hier müssen tatsächliche Verbesserungen her, damit wir in Deutschland wirklich von einem inklusiven Arbeitsmarkt sprechen können. Und natürlich wollen wir die politischen Gespräche fortführen, damit die Stimme von Menschen mit Behinderungen in der Politik gehört wird“, so Engelmeier.

Klare Absage an Einsparungen

Die SoVD-Vorstandsvorsitzende macht abschließend deutlich: „Für uns ist eines klar: Einsparungen auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen darf es nicht geben!“

Die Homepage des DBR erreichen Sie HIER.