Bad Kreuznach (kobinet)
Das Zentrum Selbst-Bestimmtes Leben heißt kurz: ZSL.
Das ist eine Beratungs-Stelle für Menschen mit Behinderungen.
Das ZSL ist in Bad Kreuznach.
Das ZSL hat vor dem 10. Dezember 2025 etwas gesagt.
Der 10. Dezember ist der Tag der Menschen-Rechte.
Das ZSL hat über Frauen mit Behinderungen gesprochen.
Und über Mädchen mit Behinderungen.
Frauen mit Behinderungen erleben oft Gewalt.
Zum Beispiel: Beschimpfungen.
Das ist seelische Gewalt.
Es gibt auch körperliche Gewalt.
Und es gibt sexuelle Gewalt.
Das ist Gewalt beim Sex.
Eine Studie hat etwas heraus-gefunden:
Jede 3. bis 4. Frau mit Behinderung wurde missbraucht.
Das war als Kind.
Oder als Jugendliche.
Das passiert 2 bis 3 Mal öfter als bei anderen Frauen.
Das sagt das ZSL Bad Kreuznach.
Viele Frauen mit Behinderungen leben in Einrichtungen.
Dort gibt es oft Gewalt.
Und es gibt Diskriminierung.
Das bedeutet: Jemand wird unfair behandelt.
Die Person wird benachteiligt.
Die Einrichtungen haben oft schlechte Strukturen.
Das bedeutet: Wie Dinge aufgebaut sind.
Zum Beispiel: Wie eine Firma aufgebaut ist.
Diese Strukturen machen Gewalt leichter möglich.
Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat das untersucht.
Die Studie ist von der Uni Bielefeld.
Die Studie heißt: Lebens-Situation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Deutschland.
Das Bundes-Frauen-Ministerium hat die Studie bezahlt.
Die Ergebnisse sind alarmierend.
Das bedeutet: sehr beunruhigend.
Man muss schnell etwas tun.
Gewalt gegen behinderte Frauen wird oft nicht erkannt.
Die Täter fühlen sich sicher.
Das sind Personen.
Diese Personen haben etwas Verbotenes gemacht.
Die Täter denken: Einer Frau mit Behinderung glaubt man nicht.
Das sagt Cindy Davi.
Cindy Davi ist die Chefin vom ZSL Bad Kreuznach.
Besonders schlimm ist es in Wohn-Einrichtungen.
Dort werden Frauen und Mädchen rund um die Uhr betreut.
Etwa 40 von 100 Bewohnerinnen haben Gewalt erlebt.
Das sind sehr viele.
Das berichtet das ZSL Bad Kreuznach.
Es gibt jetzt Frauen-Beauftragte in den Einrichtungen.
Die Bewohnerinnen wählen diese Frauen-Beauftragten.
Die Frauen-Beauftragten helfen bei Problemen.
Die Frauen-Beauftragten achten auf Gewalt-Schutz-Konzepte.
Das sind Pläne gegen Gewalt.
Cindy Davi sagt:
Die Arbeit der Frauen-Beauftragten ist wichtig.
Die Frauen-Beauftragten brauchen Zeit für Fort-Bildungen.
Das sind Kurse zum Lernen.
Die Frauen-Beauftragten brauchen auch Zeit zum Vernetzen.
Die Träger müssen die Frauen-Beauftragten dabei unterstützen.
Das sind Personen oder Firmen.
Die Träger sind verantwortlich für die Einrichtungen.
Das ZSL fordert:
Deutschland muss eine Gewalt-Schutz-Strategie umsetzen.
Das ist ein Plan.
Deutschland hat das versprochen.
Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Das Versprechen war schon 2015.
Aber passiert ist bisher wenig.
Die Gewalt-Schutz-Strategie muss viel beinhalten.
Das bedeutet: Etwas ist in etwas drin.
Zum Beispiel Prävention.
Das bedeutet: Du handelst vorher.
Dann passiert nichts Schlimmes.
Und Empowerment.
Das bedeutet: Du entscheidest für dich selbst.
Niemand anders entscheidet für dich.
Auch Gewalt-Schutz in Schulen.
Es braucht Selbst-Behauptungs-Kurse.
Dort lernt man: sich wehren.
Diese Kurse müssen barriere-frei sein.
Das bedeutet: für alle zugänglich.
Auch Frauen-Häuser müssen barriere-frei sein.
Und Beratungs-Stellen.
Aber das gibt es noch nicht überall.
Das ZSL hat Beratungs-Stellen.
Eine Beratungs-Stelle ist in Bad Kreuznach.
Eine Beratungs-Stelle ist in Idar-Oberstein.
Die Beratung heißt: EUTB.
Das ist kurz für: Ergänzende Unabhängige Teil-Habe-Beratung.
Das ist Beratung über Mit-Machen.
Joscheba Bock arbeitet dort.
Und Linda Gilke.
Joscheba Bock und Linda Gilke sagen:
Viele Frauen brauchen eine Psycho-Therapie.
Das hilft bei seelischen Problemen.
Aber es gibt zu wenig freie Plätze.
Und noch weniger barriere-freie Praxen.
Beratungs-Angebote müssen für alle da sein.
Die Beratungs-Angebote müssen leicht erreichbar sein.
Die Beratungs-Angebote müssen barriere-frei sein.
Jede Person muss die Beratungs-Angebote verstehen können.
Jede Person muss sich willkommen fühlen.
Es braucht Informationen in Leichter Sprache.
Dann wissen Frauen und Mädchen mit Behinderung:
Wo bekomme ich Hilfe?
Wie bekomme ich Hilfe?
Es braucht Gewalt-Schutz-Konzepte.
Und es braucht genug barriere-freie Plätze in Frauen-Häusern.
Das Frauen-Haus in Bad Kreuznach hat jetzt barriere-freie Plätze.
Das hat der Förder-Verein Frauen helfen Frauen möglich gemacht.
Die Mitarbeiterinnen vom ZSL finden das gut.
Das ZSL arbeitet seit Jahren mit dem Frauen-Haus zusammen.
Cindy Davi sagt:
Gewalt-Schutz für Frauen und Mädchen ist wichtig für alle.
Das ZSL will dabei helfen.
Das ZSL hat viel Fach-Wissen.
Das bedeutet: Du kennst dich sehr gut aus.
Du hast viel über ein Thema gelernt.
Das ZSL hofft auf viele Menschen.
Die Menschen sollen den gleichen Weg gehen wollen.

Foto: ZsL Bad Kreuznach
Bad Kreuznach (kobinet) Das Zentrum Selbstbestimmtes Leben (ZSL) in Bad Kreuznach hat im Vorfeld des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2025 auf die Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. "Frauen und Mädchen mit Behinderungen erleben oft Gewalt, hierzu gehören Beschimpfungen, also psychische Gewalt sowie körperliche und sexualisierte Gewalt. Jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung hat in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren und damit zwei- bis dreimal häufiger als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt", teilte das ZsL Bad Kreuznach mit.
„Auch Diskriminierung und Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe gehörten zum Alltag vieler Frauen mit Behinderungen. Strukturen in den Einrichtungen können Gewalt fördern und begünstigen. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kam 2012 die Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ der Universität Bielefeld, die im Auftrag des Bundesfrauenministeriums durchgeführt wurde. Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen bleibt oft unerkannt und die Strukturen begünstigen Täter. „Die Täter fühlen sich sicher, weil sie davon ausgehen, dass einer Frau mit Behinderung weniger Glauben geschenkt wird“, dies zeigen Untersuchungen, berichtet Cindy Davi, Geschäftsführerin des ZSL Bad Kreuznach.
Vor allem in Wohneinrichtungen, in denen Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen rund um die Uhr betreut werden, sind die Zahlen nach Informationen des ZsL Bad Kreuznach erschreckend: Rund 40 Prozent der Bewohnerinnen berichten von Gewalterfahrungen. Von daher sei es gut, dass Einrichtungen inzwischen Frauenbeauftragte aus dem Kreis der Bewohnerinnen wählen, die als Ansprechpartnerin dienen und darauf achten, dass die Gewaltschutzkonzepte umgesetzt werden. „Die Arbeit der Frauenbeauftragten schätzen wir. Wichtig ist, dass sie Zeit für Fortbildungen und Vernetzungen mit anderen haben und vom Träger in ihrer Aufgabe strukturell unterstützt werden“, so Cindy Davi. „Als ZSL mahnen wir weiterhin an, dass Deutschland endlich die Gewaltschutzstrategie für Menschen mit Behinderungen umsetzt, zu der es seit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet ist. Das wurde
2015 angemahnt – passiert ist bisher wenig. So eine Strategie müsste unter anderem Prävention und Empowerment, Gewaltschutz in Schulen, barrierefreie Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse sowie Frauenhäuser und Beratungsstellen beinhalten. Aber bislang gibt es
keine flächendeckende Umsetzung.“
Das ZSL unterhält in Bad Kreuznach und Idar-Oberstein eine Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB genannt. „Frauen in unseren Beratungen, die eine Psychotherapie benötigen, erzählen uns, dass es wenig freie Plätze gibt, barrierefreie Praxen noch viel weniger“, berichtet Joscheba Bock, die mit Linda Gilke zusammen in der Beratung arbeitet. Beratungsangebote und Therapieplätze müssten für jede Person zugänglich sein. Dies beinhaltet eine einfache, barrierefreie Erreichbarkeit, eine Verständlichkeit für alle und eine Atmosphäre, die jede Person willkommen heisst. Informationen in leichter Sprache müssten zur Verfügung stehen, damit Frauen und Mädchen mit Behinderung wissen, wo und wie sie Hilfe erhalten. Neben den Gewaltschutzkonzepten, müsse es ausreichend barrierefreie Plätze in Frauenhäuser geben. Die ZSL-Mitarbeiterinnen begrüßen es, dass durch das Engagement des Fördervereins Frauen helfen Frauen in Bad Kreuznach im Frauenhaus barrierefreie Plätze geschaffen wurden. Seit Jahren kooperiert das ZSL inhaltlich mit dem Frauenhaus.
„Gewaltschutz für Frauen und Mädchen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das ZSL ist bereit sein fachliches Knowhow dazu beizutragen und hofft auf viele, die den gleichen Weg gehen wollen“, betonte Cindy Davi.

Foto: ZsL Bad Kreuznach
Bad Kreuznach (kobinet) Das Zentrum Selbstbestimmtes Leben (ZSL) in Bad Kreuznach hat im Vorfeld des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2025 auf die Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen aufmerksam gemacht. "Frauen und Mädchen mit Behinderungen erleben oft Gewalt, hierzu gehören Beschimpfungen, also psychische Gewalt sowie körperliche und sexualisierte Gewalt. Jede dritte bis vierte Frau mit Behinderung hat in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren und damit zwei- bis dreimal häufiger als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt", teilte das ZsL Bad Kreuznach mit.
„Auch Diskriminierung und Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe gehörten zum Alltag vieler Frauen mit Behinderungen. Strukturen in den Einrichtungen können Gewalt fördern und begünstigen. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kam 2012 die Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ der Universität Bielefeld, die im Auftrag des Bundesfrauenministeriums durchgeführt wurde. Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen bleibt oft unerkannt und die Strukturen begünstigen Täter. „Die Täter fühlen sich sicher, weil sie davon ausgehen, dass einer Frau mit Behinderung weniger Glauben geschenkt wird“, dies zeigen Untersuchungen, berichtet Cindy Davi, Geschäftsführerin des ZSL Bad Kreuznach.
Vor allem in Wohneinrichtungen, in denen Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen rund um die Uhr betreut werden, sind die Zahlen nach Informationen des ZsL Bad Kreuznach erschreckend: Rund 40 Prozent der Bewohnerinnen berichten von Gewalterfahrungen. Von daher sei es gut, dass Einrichtungen inzwischen Frauenbeauftragte aus dem Kreis der Bewohnerinnen wählen, die als Ansprechpartnerin dienen und darauf achten, dass die Gewaltschutzkonzepte umgesetzt werden. „Die Arbeit der Frauenbeauftragten schätzen wir. Wichtig ist, dass sie Zeit für Fortbildungen und Vernetzungen mit anderen haben und vom Träger in ihrer Aufgabe strukturell unterstützt werden“, so Cindy Davi. „Als ZSL mahnen wir weiterhin an, dass Deutschland endlich die Gewaltschutzstrategie für Menschen mit Behinderungen umsetzt, zu der es seit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet ist. Das wurde
2015 angemahnt – passiert ist bisher wenig. So eine Strategie müsste unter anderem Prävention und Empowerment, Gewaltschutz in Schulen, barrierefreie Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse sowie Frauenhäuser und Beratungsstellen beinhalten. Aber bislang gibt es
keine flächendeckende Umsetzung.“
Das ZSL unterhält in Bad Kreuznach und Idar-Oberstein eine Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB genannt. „Frauen in unseren Beratungen, die eine Psychotherapie benötigen, erzählen uns, dass es wenig freie Plätze gibt, barrierefreie Praxen noch viel weniger“, berichtet Joscheba Bock, die mit Linda Gilke zusammen in der Beratung arbeitet. Beratungsangebote und Therapieplätze müssten für jede Person zugänglich sein. Dies beinhaltet eine einfache, barrierefreie Erreichbarkeit, eine Verständlichkeit für alle und eine Atmosphäre, die jede Person willkommen heisst. Informationen in leichter Sprache müssten zur Verfügung stehen, damit Frauen und Mädchen mit Behinderung wissen, wo und wie sie Hilfe erhalten. Neben den Gewaltschutzkonzepten, müsse es ausreichend barrierefreie Plätze in Frauenhäuser geben. Die ZSL-Mitarbeiterinnen begrüßen es, dass durch das Engagement des Fördervereins Frauen helfen Frauen in Bad Kreuznach im Frauenhaus barrierefreie Plätze geschaffen wurden. Seit Jahren kooperiert das ZSL inhaltlich mit dem Frauenhaus.
„Gewaltschutz für Frauen und Mädchen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das ZSL ist bereit sein fachliches Knowhow dazu beizutragen und hofft auf viele, die den gleichen Weg gehen wollen“, betonte Cindy Davi.




