Berlin (kobinet)
Heute ist der Europäische Protest-Tag.
An diesem Tag machen Menschen in vielen Ländern auf ein Thema aufmerksam.
Sie zeigen gemeinsam: Etwas muss sich ändern.
Heute geht es um Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderung.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Der Sozial-Verband VdK Deutschland warnt an diesem Tag.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Der VdK ist ein großer Verband in Deutschland.
Der VdK setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Es gibt Pläne, bei wichtigen Hilfen zu sparen.
Diese Hilfen heißen Eingliederungs-Hilfe und Jugend-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Unterstützung.
Sie können so am Leben teil-nehmen.
Jugend-Hilfe ist Unterstützung für Kinder und junge Menschen.
Sie bekommen Hilfe, wenn sie oder ihre Familie Probleme haben.
Eine Arbeits-Gruppe von Bund und Ländern hat mehr als 70 Spar-Ideen aufgeschrieben.
Eine Arbeits-Gruppe ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen arbeiten gemeinsam an einem Thema.
Der VdK findet diese Pläne sehr gefährlich.
Verena Bentele ist die Chefin des VdK.
Sie sagt: Genau dort wird gespart, wo Menschen Hilfe brauchen.
Das ist der falsche Weg.
Teil-habe ist kein Luxus.
Teil-habe bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Teil-habe ist ein Recht.
Menschen mit Behinderung fühlen sich als Last.
Sie denken: Ihre Unterstützung ist zu teuer.
Das zerstört das Vertrauen in den Sozial-Staat.
Sozial-Staat bedeutet: Der Staat hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Das ist nicht in Ordnung.
Der VdK fordert: Menschen mit Behinderung müssen weiter Hilfe bekommen.
Diese Hilfe muss zu ihrem Leben passen.
Der VdK unterstützt auch weniger Bürokratie.
Bürokratie bedeutet: viel Papier-Kram und schwierige Regeln.
Aber die Teil-habe darf dabei nicht schlechter werden.
Es gibt Gespräche über die Eingliederungs-Hilfe.
Diese Gespräche heißen Dialog-Prozess.
Ein Dialog-Prozess bedeutet: Verschiedene Menschen reden miteinander.
Sie suchen gemeinsam nach einer Lösung.
Verena Bentele sagt: Diese Gespräche müssen zu echten Verbesserungen führen.
Kürzungen darf es nicht geben.
Auch Städte und Gemeinden brauchen mehr Geld.
Nur dann können sie gute Hilfen anbieten.
Soziale Leistungen bedeutet: Hilfen für Menschen, die Unterstützung brauchen.
Bund und Länder müssen den Städten dauerhaft helfen.
Nur dann können alle Menschen gleich gut leben.
Der VdK fordert auch eine gerechtere Steuer-Politik.
Steuer-Politik bedeutet: Der Staat entscheidet, wer wie viel Steuern zahlt.
Steuern sind Geld, das Menschen an den Staat zahlen.
Eine Vermögen-Steuer soll wieder eingeführt werden.
Vermögen-Steuer bedeutet: Reiche Menschen zahlen mehr Steuern.
Auch Lücken bei großen Erb-Schaften sollen geschlossen werden.
Lücken in Gesetzen nennt man Schlupf-Löcher.
Manche Menschen nutzen diese Lücken, um weniger Steuern zu zahlen.
Das gewonnene Geld soll an Städte und Gemeinden gehen.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung warnt der Sozialverband VdK Deutschland vor geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Auslöser ist ein internes Vorschlagspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit mehr als 70 Ideen für Einsparungen. Für den VdK steht es exemplarisch für einen schleichenden Rückbau des Sozialstaats. "Statt soziale Sicherung und Teilhabe zu stärken, wird ausgerechnet dort gespart, wo Menschen auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Das ist der völlig falsche Weg", erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. "Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein verbrieftes Recht."
Verena Bentele betonte weiter: „Menschen mit Behinderung haben zunehmend den Eindruck, ihre Unterstützung sei zu teuer und ihre Bedürfnisse würden als Belastung wahrgenommen. Ein solcher Kurs untergräbt das Vertrauen in den Sozialstaat und stellt Solidarität und Gleichberechtigung infrage.“ Der VdK fordert, dass Menschen mit Behinderung weiterhin passgenaue Unterstützung erhalten, die sich an ihrer persönlichen Lebenssituation und ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Zugleich unterstützt der Verband Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur Vereinfachung des Zugangs – vorausgesetzt, die Teilhabe wird dadurch nicht eingeschränkt. „Wenn die Gespräche beim Dialogprozess Eingliederungshilfe ernst gemeint sind, muss er zu echten Verbesserungen führen – nicht zu Kürzungen“, so Verena Bentele.
Auch die kommunale Ebene müsse stärker berücksichtigt werden. Leistungsfähige Kommunen seien eine zentrale Voraussetzung für verlässliche soziale Leistungen und gleichwertige Lebensverhältnisse. Bund und Länder müssten Städte und Gemeinden daher dauerhaft entlasten und finanziell so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können. Zur Finanzierung fordert der VdK eine gerechtere Steuerpolitik: Die im Grundgesetz vorgesehene Vermögensteuer müsse wieder erhoben und Schlupflöcher bei großen Erbschaften geschlossen werden. Die daraus resultierenden Einnahmen sollten den Ländern zufließen und gezielt zur Entlastung der Kommunen eingesetzt werden.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung warnt der Sozialverband VdK Deutschland vor geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Auslöser ist ein internes Vorschlagspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit mehr als 70 Ideen für Einsparungen. Für den VdK steht es exemplarisch für einen schleichenden Rückbau des Sozialstaats. "Statt soziale Sicherung und Teilhabe zu stärken, wird ausgerechnet dort gespart, wo Menschen auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Das ist der völlig falsche Weg", erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. "Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein verbrieftes Recht."
Verena Bentele betonte weiter: „Menschen mit Behinderung haben zunehmend den Eindruck, ihre Unterstützung sei zu teuer und ihre Bedürfnisse würden als Belastung wahrgenommen. Ein solcher Kurs untergräbt das Vertrauen in den Sozialstaat und stellt Solidarität und Gleichberechtigung infrage.“ Der VdK fordert, dass Menschen mit Behinderung weiterhin passgenaue Unterstützung erhalten, die sich an ihrer persönlichen Lebenssituation und ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Zugleich unterstützt der Verband Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur Vereinfachung des Zugangs – vorausgesetzt, die Teilhabe wird dadurch nicht eingeschränkt. „Wenn die Gespräche beim Dialogprozess Eingliederungshilfe ernst gemeint sind, muss er zu echten Verbesserungen führen – nicht zu Kürzungen“, so Verena Bentele.
Auch die kommunale Ebene müsse stärker berücksichtigt werden. Leistungsfähige Kommunen seien eine zentrale Voraussetzung für verlässliche soziale Leistungen und gleichwertige Lebensverhältnisse. Bund und Länder müssten Städte und Gemeinden daher dauerhaft entlasten und finanziell so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können. Zur Finanzierung fordert der VdK eine gerechtere Steuerpolitik: Die im Grundgesetz vorgesehene Vermögensteuer müsse wieder erhoben und Schlupflöcher bei großen Erbschaften geschlossen werden. Die daraus resultierenden Einnahmen sollten den Ländern zufließen und gezielt zur Entlastung der Kommunen eingesetzt werden.




