Nürnberg (kobinet)
Heute ist der 5. Mai 2026.
Menschen mit Behinderung gehen in vielen Städten auf die Straße.
Sie zeigen: Wir wollen gleich behandelt werden.
Auf die Straße gehen bedeutet: Viele Menschen gehen zusammen los.
Sie zeigen so: Wir wollen etwas verändern.
Sie wollen dieselben Rechte wie alle anderen Menschen.
In Kiel gibt es heute eine große Veranstaltung.
Der Ort ist das Kultur-Forum in Kiel.
Viele schwer-behinderte Menschen haben keine Arbeit.
Schwer-behindert bedeutet: Eine Person hat eine starke Behinderung.
Sie braucht deshalb besondere Hilfe im Alltag.
Im April 2026 waren 192.057 schwer-behinderte Menschen arbeitslos.
Arbeitslos bedeutet: Eine Person hat keine Arbeit.
Sie sucht aber eine Arbeit.
Das ist fast der höchste Wert seit 2007.
Nur im Januar 2026 waren es noch mehr.
Da waren es 270 Personen mehr ohne Arbeit.
Mehr als 300.000 schwer-behinderte Menschen arbeiten in Werk-Stätten.
Werk-Stätten für behinderte Menschen sind besondere Arbeits-Orte.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung.
Menschen ohne Behinderung arbeiten dort auch.
In den Werk-Stätten verdienen sie etwa 230 Euro im Monat.
Das ist sehr wenig Geld.
Der Mindest-Lohn ist viel höher.
Mindest-Lohn bedeutet: Das ist das wenigste Geld für Arbeit.
Weniger Geld darf es nicht sein.
Diese Menschen finden kaum Arbeit auf dem normalen Arbeits-Markt.
Der Arbeits-Markt ist kein Ort.
Es ist eine Idee.
Die Idee zeigt, wie Menschen Arbeit suchen und finden.
Normaler Arbeits-Markt bedeutet: Arbeit bei normalen Firmen.
Nur sehr wenige schaffen diesen Wechsel.
Die Bundes-Regierung hat eine Reform angekündigt.
Reform bedeutet: Etwas soll verändert und besser werden.
Die Reform lässt aber noch auf sich warten.
Die Lage wird immer schlechter.
Im April 2025 waren 182.868 schwer-behinderte Menschen arbeitslos.
Im April 2026 sind es fast 10.000 mehr.
Das ist ein großer Anstieg in nur einem Jahr.
Anstieg bedeutet: Eine Zahl wird größer.
Hier: Immer mehr Menschen haben keine Arbeit.
Vor der Corona-Zeit war die Lage besser.
Corona ist eine gefährliche Krankheit.
Sie hat viele Menschen krank gemacht.
Im April 2019 waren 152.687 schwer-behinderte Menschen arbeitslos.
Das sind fast 40.000 weniger als heute.
Früher gab es mehr Förder-Möglichkeiten für Arbeit.
Förder-Möglichkeiten sind Hilfen vom Staat.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Heute, am 5. Mai 2026, gehen behinderte Menschen in vielen Städten Deutschlands auf die Straße, um für ihre Rechte und ihre Gleichstellung zu demonstrieren. Die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zeigt, welcher Handlungsbedarf in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt und zur Verbesserung der Beschäftigung behinderter Menschen nötig sind. Denn mit 192.057 weist die Statistik für den April 2026 den zweithöchsten Wert seit Januar 2007 auf. Nur im Januar 2026 lag die gemeldete Arbeitslosigkeit um 270 Personen höher. Und dabei sind die über 300.000 schwerbehinderten Menschen gar nicht mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn für ca. 230 Euro im Monat arbeiten und mit 0,35 Prozent kaum Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Eine entsprechende angekündigte Reform des Werkstättensystems lässt immer noch auf sich warten. Bei der Protesttagsveranstaltung, die heute am 5. Mai im KulturForum in Kiel stattfindet, wird die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Hauptthema sein.
Blickt man auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zurück, so wird die negative Entwicklung der letzten Jahren besonders deutlich. Im April 2025, also vor einem Jahr, dann sind das fast 10.000 schwerbehinderte Arbeitslose innerhalb eines Jahres mehr. Damals waren 182.868 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Ein Blick in die Vor-Corona-Zeit verdeutlicht die langfristig schlechte Entwicklung. Im April 2019 waren mit 152.687 fast 40.000 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos. Daher fragen sich viele, was die Bundesregierung tut oder plant, um diesem fortschreitend negativen Trend bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen entgegenzuwirken. Früher gab es hierfür Fördermöglichkeiten, wie die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit hohen Zuschüssen.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Heute, am 5. Mai 2026, gehen behinderte Menschen in vielen Städten Deutschlands auf die Straße, um für ihre Rechte und ihre Gleichstellung zu demonstrieren. Die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zeigt, welcher Handlungsbedarf in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt und zur Verbesserung der Beschäftigung behinderter Menschen nötig sind. Denn mit 192.057 weist die Statistik für den April 2026 den zweithöchsten Wert seit Januar 2007 auf. Nur im Januar 2026 lag die gemeldete Arbeitslosigkeit um 270 Personen höher. Und dabei sind die über 300.000 schwerbehinderten Menschen gar nicht mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn für ca. 230 Euro im Monat arbeiten und mit 0,35 Prozent kaum Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Eine entsprechende angekündigte Reform des Werkstättensystems lässt immer noch auf sich warten. Bei der Protesttagsveranstaltung, die heute am 5. Mai im KulturForum in Kiel stattfindet, wird die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Hauptthema sein.
Blickt man auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zurück, so wird die negative Entwicklung der letzten Jahren besonders deutlich. Im April 2025, also vor einem Jahr, dann sind das fast 10.000 schwerbehinderte Arbeitslose innerhalb eines Jahres mehr. Damals waren 182.868 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Ein Blick in die Vor-Corona-Zeit verdeutlicht die langfristig schlechte Entwicklung. Im April 2019 waren mit 152.687 fast 40.000 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos. Daher fragen sich viele, was die Bundesregierung tut oder plant, um diesem fortschreitend negativen Trend bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen entgegenzuwirken. Früher gab es hierfür Fördermöglichkeiten, wie die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit hohen Zuschüssen.




