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Schlechte Nachrichten für behinderte Menschen am Arbeitsmarkt

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Heute, am 5. Mai 2026, gehen behinderte Menschen in vielen Städten Deutschlands auf die Straße, um für ihre Rechte und ihre Gleichstellung zu demonstrieren. Die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zeigt, welcher Handlungsbedarf in Sachen inklusiver Arbeitsmarkt und zur Verbesserung der Beschäftigung behinderter Menschen nötig sind. Denn mit 192.057 weist die Statistik für den April 2026 den zweithöchsten Wert seit Januar 2007 auf. Nur im Januar 2026 lag die gemeldete Arbeitslosigkeit um 270 Personen höher. Und dabei sind die über 300.000 schwerbehinderten Menschen gar nicht mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn für ca. 230 Euro im Monat arbeiten und mit 0,35 Prozent kaum Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Eine entsprechende angekündigte Reform des Werkstättensystems lässt immer noch auf sich warten. Bei der Protesttagsveranstaltung, die heute am 5. Mai im KulturForum in Kiel stattfindet, wird die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Hauptthema sein.

Blickt man auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen zurück, so wird die negative Entwicklung der letzten Jahren besonders deutlich. Im April 2025, also vor einem Jahr, dann sind das fast 10.000 schwerbehinderte Arbeitslose innerhalb eines Jahres mehr. Damals waren 182.868 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Ein Blick in die Vor-Corona-Zeit verdeutlicht die langfristig schlechte Entwicklung. Im April 2019 waren mit 152.687 fast 40.000 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos. Daher fragen sich viele, was die Bundesregierung tut oder plant, um diesem fortschreitend negativen Trend bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen entgegenzuwirken. Früher gab es hierfür Fördermöglichkeiten, wie die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit hohen Zuschüssen.