Berlin (kobinet)
Der Verein bezev lädt zu einem Seminar ein.
Ein Seminar ist ein Treffen.
Menschen arbeiten dort zusammen.
bezev bedeutet: Behinderung und Entwicklungs-Zusammen-Arbeit.
Bei der Entwicklungs-Zusammen-Arbeit hilft ein Land einem anderen Land.
Das Land gibt Geld oder schickt Fach-Leute.
Das Seminar heißt:
Menschen mit Behinderungen weltweit: Rechte, Ressourcen, Realitäten
Eine Behinderung macht manche Dinge schwieriger.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Ressourcen sind Mittel, die man braucht.
Zum Beispiel Geld, Zeit oder Unterstützung.
Realitäten bedeutet: Wie das Leben wirklich ist.
Wann?
14. November 2026 um 10:00 Uhr
bis 15. November 2026 um 14:00 Uhr
Wo?
Hotel Aquino Tagungs-Zentrum
Hannoversche Straße 5b
10115 Berlin-Mitte
Ein Tagungs-Zentrum ist ein Gebäude für Treffen.
Dort kommen viele Menschen zusammen.
Sie reden über wichtige Themen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Essen und Trinken sind dabei.
Im Jahr 2006 haben die Vereinten Nationen eine Vereinbarung beschlossen.
Die Vereinten Nationen sind eine Gruppe von Ländern.
193 Länder arbeiten dort zusammen.
Sie arbeiten für Frieden und Gerechtigkeit.
UN ist die Abkürzung für Vereinte Nationen.
Die Vereinbarung heißt: Behinderten-Rechts-Konvention.
Die Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Alle Menschen haben gleiche Rechte.
Im Jahr 2025 gab es ein großes Treffen in Berlin.
Das Treffen heißt: Global Disability Summit.
Dort sprachen Menschen aus vielen Ländern über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Viele Länder haben dort über diese Rechte gesprochen.
Die Vereinten Nationen haben auch Nachhaltigkeits-Ziele beschlossen.
Nachhaltigkeits-Ziele sind Ziele für eine bessere Welt.
Diese Ziele sollen allen Menschen helfen.
Ein wichtiges Ziel ist: Niemanden zurücklassen.
Viele Länder wollen diese Ziele gemeinsam erreichen.
Aber viele Menschen mit Behinderungen haben weniger Möglichkeiten.
Das nennt man Benachteiligung.
Benachteiligung bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere.
Besonders in armen Ländern ist das Leben sehr schwer für sie.
Globale Krisen treffen sie besonders hart.
Eine Krise ist eine schwierige Zeit mit großen Problemen.
In schwierigen Zeiten bekommen Menschen mit Behinderungen weniger Hilfe.
Deshalb ist Zusammen-Arbeit zwischen Ländern sehr wichtig.
Deshalb gibt es dieses Seminar.
An 2 Tagen geht es um das Leben von Menschen mit Behinderungen.
Besonders in ärmeren Ländern der Welt.
Fach-Leute aus der Praxis berichten von ihren Erfahrungen.
Auch Fach-Leute aus der Politik sprechen beim Seminar.
Gemeinsam suchen alle Teilnehmer nach Lösungen.
In Gruppen entstehen konkrete Ideen.
Konkrete Ideen bedeutet: Dinge, die man wirklich tun kann.
Du kannst dort Menschen treffen, die dieselben Fragen haben.
Hier kannst du dich anmelden und mehr erfahren:
Foto: bezev
Berlin (kobinet)
"Menschen mit Behinderungen weltweit: Rechte, Ressourcen, Realitäten", so lautet der Titel eines Seminars, das am 14. November 2026 um 10:00 Uhr bis 15. November 2026 um 14:00 Uhr im Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, in 10115 Berlin-Mitte stattfindet und zudem der Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) einlädt. "2006 hat die UN-Generalversammlung die Behindertenrechtskonvention verabschiedet, ein Versprechen auf gleiche Rechte weltweit. Zur Umsetzung dieser Rechte hat 2025 der dritte Global Disability Summit in Berlin stattgefunden. Auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erfordern die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen, verankert insbesondere in der Agenda 2030 und ihrem Anspruch, niemanden zurückzulassen. Dennoch erfahren Menschen mit Behinderungen weiterhin Benachteiligungen im gesellschaftlichen Leben. Insbesondere in Ländern des Globalen Südens ist eine Mehrzahl von ihnen schwierigen und von Armut geprägten Lebensbedingungen ausgesetzt. Sie spüren die Folgen globaler Krisen deutlicher, weshalb eine inklusive internationale Zusammenarbeit und Solidarität für sie besonders wichtig ist", heißt es u.a. in der Einladung.
Und genau hier setzt das Seminar an. "Zwei Tage lang blicken wir auf die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden: Welchen Beitrag leisten die Nachhaltigkeitsziele und die Agenda 2030 bislang für sie, und wo bleiben sie hinter ihrem eigenen Anspruch zurück? Wir geben einen Einblick, wie Menschen mit Behinderungen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt werden, und zeigen, welche Handlungsspielräume sich mit Blick auf die kommende Post-2030-Agenda eröffnen. Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft berichten dazu aus ihrer täglichen Praxis und geben Einblick in Lebensrealitäten, die in Statistiken selten sichtbar werden. Fachbeiträge unter anderem aus dem BMZ ergänzen diese Perspektiven um aktuelle politische und internationale Entwicklungen. Vor allem aber nehmen wir uns Zeit für die Frage, die am Ende zählt: Wo können wir selbst ansetzen? In Arbeitsgruppen und im gemeinsamen Gespräch entwickeln Sie konkrete Ansatzpunkte für Ihr berufliches und persönliches Umfeld und kommen mit Menschen ins Gespräch, die dieselben Fragen bewegen", heißt es weiter in der Ankündigung.
Link zur Anmeldung und zu weiteren Infos:
https://www.bezev.de/de/menschen-mit-behinderungen-weltweit-rechte-ressourcen-realitaeten2
Die Teilnahme ist kostenlos (inkl. Verpflegung während des Seminars)
Foto: bezev
Berlin (kobinet)
"Menschen mit Behinderungen weltweit: Rechte, Ressourcen, Realitäten", so lautet der Titel eines Seminars, das am 14. November 2026 um 10:00 Uhr bis 15. November 2026 um 14:00 Uhr im Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, in 10115 Berlin-Mitte stattfindet und zudem der Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) einlädt. "2006 hat die UN-Generalversammlung die Behindertenrechtskonvention verabschiedet, ein Versprechen auf gleiche Rechte weltweit. Zur Umsetzung dieser Rechte hat 2025 der dritte Global Disability Summit in Berlin stattgefunden. Auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erfordern die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen, verankert insbesondere in der Agenda 2030 und ihrem Anspruch, niemanden zurückzulassen. Dennoch erfahren Menschen mit Behinderungen weiterhin Benachteiligungen im gesellschaftlichen Leben. Insbesondere in Ländern des Globalen Südens ist eine Mehrzahl von ihnen schwierigen und von Armut geprägten Lebensbedingungen ausgesetzt. Sie spüren die Folgen globaler Krisen deutlicher, weshalb eine inklusive internationale Zusammenarbeit und Solidarität für sie besonders wichtig ist", heißt es u.a. in der Einladung.
Und genau hier setzt das Seminar an. "Zwei Tage lang blicken wir auf die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden: Welchen Beitrag leisten die Nachhaltigkeitsziele und die Agenda 2030 bislang für sie, und wo bleiben sie hinter ihrem eigenen Anspruch zurück? Wir geben einen Einblick, wie Menschen mit Behinderungen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt werden, und zeigen, welche Handlungsspielräume sich mit Blick auf die kommende Post-2030-Agenda eröffnen. Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft berichten dazu aus ihrer täglichen Praxis und geben Einblick in Lebensrealitäten, die in Statistiken selten sichtbar werden. Fachbeiträge unter anderem aus dem BMZ ergänzen diese Perspektiven um aktuelle politische und internationale Entwicklungen. Vor allem aber nehmen wir uns Zeit für die Frage, die am Ende zählt: Wo können wir selbst ansetzen? In Arbeitsgruppen und im gemeinsamen Gespräch entwickeln Sie konkrete Ansatzpunkte für Ihr berufliches und persönliches Umfeld und kommen mit Menschen ins Gespräch, die dieselben Fragen bewegen", heißt es weiter in der Ankündigung.
Link zur Anmeldung und zu weiteren Infos:
https://www.bezev.de/de/menschen-mit-behinderungen-weltweit-rechte-ressourcen-realitaeten2
Die Teilnahme ist kostenlos (inkl. Verpflegung während des Seminars)





Die Beschäftigung mit den Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden ist wichtig. Dabei sollte allerdings eine Frage nicht aus dem Blick geraten. Wer bestimmt eigentlich, was dort als Inklusion und gesellschaftlicher Fortschritt gelten soll?
Der Diskurs über Inklusion wird international stark durch die Vorstellungen und Strukturen des Globalen Nordens geprägt. Entwicklungszusammenarbeit läuft deshalb Gefahr, nicht nur Ressourcen und Unterstützung zu vermitteln, sondern zugleich unsere eigenen gesellschaftlichen Modelle zu exportieren.
Dabei sollten wir mit unserem eigenen Modell durchaus vorsichtig sein. In Deutschland verfügen wir über einen hochentwickelten Sozialstaat, professionelle Unterstützungssysteme und zahlreiche spezialisierte Angebote. Gleichzeitig haben wir Menschen mit Behinderungen über Jahrzehnte besonderen Schulen, besonderen Arbeitswelten, besonderen Wohnformen, besonderen Beförderungsangeboten und besonderen Zuständigkeiten zugeordnet. Vieles davon wird heute verbessert, modernisiert und teilweise sogar mit dem Begriff „Inklusion“ versehen. Die grundlegende Besonderung bleibt jedoch häufig bestehen.
Es wäre fatal, wenn Entwicklungszusammenarbeit im Globalen Süden ähnliche Sonderstrukturen aufbauen oder festigen würde und wir dies anschließend als Fortschritt betrachteten.
Umgekehrt sollten wir nicht davon ausgehen, dass Gesellschaften des Globalen Südens auf dem Weg zur Inklusion lediglich dort ankommen müssten, wo Deutschland heute steht. In manchen Gemeinschaften übernehmen soziale Netzwerke, persönliche Beziehungen und gemeinschaftliche Verantwortung Aufgaben, die bei uns längst institutionalisiert wurden. Das bedeutet nicht, Armut, fehlende Barrierefreiheit, mangelnde Hilfsmittel oder unzureichende Versorgung zu romantisieren. Aber es bedeutet, vorhandene Formen gesellschaftlicher Zugehörigkeit ernst zu nehmen, statt sie vorschnell an unseren eigenen institutionellen Maßstäben zu messen.
Vielleicht können wir deshalb auch etwas lernen, anstatt ausschließlich zu lehren.
Entscheidend ist letztlich nicht, wie viele besondere Angebote für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Entscheidend ist, ob Menschen mit Behinderungen selbstverständlicher Teil ihrer Gesellschaft sind, über ihr eigenes Leben bestimmen und an den Entscheidungen und Ressourcen ihrer Gemeinschaft gleichberechtigt beteiligt sind.
Entwicklungszusammenarbeit sollte deshalb nicht nur fragen, was wir für Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden aufbauen können. Sie sollte ebenso fragen, was dort bereits vorhanden ist, was die Menschen tatsächlich brauchen und was wir möglicherweise von ihnen lernen können.
Danke, Ralph, für diese präzise Analyse! Du legst den Finger exakt in die Wunde des deutschen Systemversagens.
Was du beschreibst, ist der Kern des Problems:
Deutschland modernisiert seit Jahren seine hausgemachten Sonderwelten – Sonderschulen, Werkstätten (WfbM) und Heimstrukturen –, versieht sie mit dem Begriff »Inklusion« und verkauft den Erhalt von Aussonderung als Wohlfahrtsfortschritt.
Das Prinzip »Besonderung«:
Ob Art. 24 (Schule), Art. 27 (Arbeit) oder Art. 19 (Wohnen) der UN-Behindertenrechtskonvention – das bundesdeutsche System verweigert die verfassungs- und völkerrechtlich gebotene Transformation und flüchtet sich stattdessen in die vergoldete Verwaltung von Sonderstatus-Inseln.
Der gefährliche Export:
Diese paternalistische Fürsorge-Logik in den Globalen Süden zu tragen, bedeutet nicht Inklusion zu fördern, sondern Exklusion zu institutionalisieren.
Wer Teilhabe und Rechte will, darf Sonderstrukturen nicht modernisieren oder exportieren, sondern muss sie konsequent zerschlagen und in inklusive Regelsysteme überführen.
Genau diese systemische Lebenslüge und den Fahrplan zur völkerrechtlichen Transformation habe ich in meinem Anklage-Protokoll »2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich!« zerlegt:
[https://t1p.de/buch2031](https://t1p.de/buch2031)
**Globale Menschenrechts-Rhetorik vs. deutsche Aussonderung: Die Doppelmoral beim Thema UN-BRK**
Die Aufarbeitung der weltweiten Realitäten von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Tagung zu „20 Jahre UN-BRK“ ist fachlich und ethisch unbestreitbar wichtig. Doch schaut man aus Deutschland auf diese Debatte, bleibt ein bitterer Beigeschmack.
Während die Bundesrepublik sich international gerne als Förderin von Inklusionsprojekten inszeniert, betreibt sie im eigenen Land seit Jahrzehnten eine eklatante Menschenrechtsverletzung nach **Artikel 27 UN-BRK**: Rund 300.000 Menschen werden in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) mit durchschnittlich 200 Euro Monatslohn abgespeist, per **§ 22 MiLoG** vom Mindestlohn ausgeschlossen und durch den Sonderstatus (**§ 221 SGB IX**) um ihre vollen Arbeitnehmerrechte gebracht.
Wer weltweit Inklusion predigt, darf zu Hause keine Sonderwelten alimentieren:
* **Völkerrecht kennt keine Rabatte:**
Menschenrechte gelten uneingeschränkt – in Projekten des Globalen Südens genauso wie in deutschen Werkstätten.
* **Keine vergoldete Fürsorge:**
Weder international noch national brauchen Menschen mit Behinderung paternalistisches Taschengeld, sondern echte Arbeitsverträge mit Tariflohn.
* **Konsequente Transformation:**
Die geordnete Überführung der WfbMs in tarifgebundene **Inklusionsfirmen** ist keine Ermessensfrage, sondern völkerrechtliche Pflicht.
Es ist Zeit, die hausgemachte Aussonderung im Erwerbsleben zu beenden, statt sich hinter globaler Inklusionsrhetorik zu verstecken.
Die juristische und systemische Zerlegung dieser deutschen Lebenslüge habe ich in meinem Anklage-Protokoll **»2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich!«** vorgelegt.
📖 **Buchdetails & Leseprobe:** [https://t1p.de/buch2031](https://t1p.de/buch2031)
🎬 **Trailer:** [https://f1p.de/trailer-buch2031](https://f1p.de/trailer-buch2031)